Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
American Express: Unerfreuliche Zahlen im falschen Moment

Gestern nach US-Handelsende präsentierte American Express seine Bilanz für das Abschlussquartal 2018. Und man war nicht erfreut. Der Gewinn lag zwar mit 2,32 US-Dollar pro Aktie sehr deutlich über der durchschnittlichen Analystenprognose von 1,80 US-Dollar. Aber dass die unter dem Eindruck des Kursabstiegs im vierten Quartal gezielt tief gestapelt hatten, war den Investoren wohl zweifelsohne klar.

Immerhin hätten diese Prognosen die Vorteile, die die US-Steuerreform in diesem Bereich bringt, einfach ignoriert – unrealistisch. Und der Umsatz lag mit 10,47 Milliarden zwar nur leicht unter der Konsens-Prognose von 10,54 Milliarden US-Dollar. Aber doch deutlich genug, um die Gewinne mit Skepsis zu betrachten. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel bis 23:30 Uhr MEZ um 2,5 Prozent auf 96,75 US-Dollar nach.

Damit wird es jetzt spannend. Denn dadurch stehen die Bullen unter Druck: Sie müssten es gegen eher negative Nachrichten schaffen, die Aktie über die Widerstandszone 100/102 US-Dollar zu heben. Und das nach Möglichkeit sofort, denn das nachbörsliche Minus drückt die Aktie bereits in eine kritische Zone. Ein äußerst kniffliges Unterfangen, denn:

Expertenmeinung: Es dürfte kein Zufall sein, dass die Aktie pünktlich zum heutigen Options-Abrechnungstermin an der Terminbörse an die runde 100-US-Dollar-Marke gezogen wurde. Ein Options-Basispreis, den zu erreichen viele Anleger wohl nicht erwartet haben dürften, deren Put-Optionen mit tiefer liegenden Basispreisen jetzt wertlos verfallen … falls American Express heute nicht unter dem Eindruck dieser Quartalsbilanz sofort deutlicher nachgeben würde. Doch damit ist den Markteilnehmern auch klar, dass diese 100er-Marke nach dieser Options-Abrechnung für die Trader am Terminmarkt nicht mehr wichtig ist.

Dann würde sie ihre Funktion als Widerstand zurückerlangen, der nicht nur psychologischer Natur ist, denn dort hatte die Aktie im Oktober noch einmal nach oben gedreht, bevor es dann im Dezember doch noch – und mit Schwung – darunter ging. Zudem sehen wir einen markant überkauften Stochastik-Oszillator und bereits bei 102 US-Dollar die zweite Hälfte der jetzt angelaufenen Widerstandszone in Form der 200-Tage-Linie, die, nachdem sie 2018 erst im fünften Anlauf brach, jetzt als markanter Widerstand fungiert.

Da dürften die Bären ihre Chance suchen. Schlusskurse, die mit 95 US-Dollar oder tiefer hinreichend deutlich unter der aktuell bei 96,40 US-Dollar verlaufenden 20-Tage-Linie als nächstliegende Unterstützung lägen, wären eine Indikation, dass die Short-Seller hier wieder das Ruder in die Hand genommen haben.

Chart vom 17.01.2019, Kurs 99,49 US-Dollar, Kürzel AXP | LYNX Online Broker

 

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