SMI aktuell SMI: Jetzt wird es hier langsam spannend!

News: Aktuelle Analyse des SMI Index

von |
In diesem Artikel

SMI
ISIN: CH0009980894
|
Ticker: SMI
|
Währung: Punkte

Im Gegensatz zu DAX, Dow Jones und anderen großen Indizes kam der Swiss Market Index (SMI) bislang nicht an seinem Rekordhoch vom Februar 2020 bei 11.270 Punkten vorbei. Bleibt das womöglich vorerst so? Das dürfte sich recht zeitnah entscheiden, denn aus Trader-Sicht kann das, was der Chart derzeit zeigt, so nicht bleiben, da wird man eine Entscheidung erzwingen.

Die Sache kam endlich in Schwung, als es zur Jahreswende gelang, den Widerstand in Form der Zwischenhochs des zweiten Halbjahres 2020 im Bereich 10.535/10.644 Punkte herauszunehmen. Das war ein klar bullisches Lebenszeichen, indes, es fehlte weiterhin an Momentum. Der SMI schleppte sich zwar wochenlang recht konstant höher, aber Ende Januar reichten wenige schwache Tage, um den mühseligen Anstieg der vorangegangenen vier Wochen einfach auszulöschen. Also, alles noch einmal von vorne … und diesmal mit mehr Dynamik?

Expertenmeinung: Die Basis hierfür wäre deswegen vorhanden, weil es gelang, den Index in der vormaligen Widerstandszone bei 10.535/10.644 Punkten, die jetzt als Support dient, aufzufangen und zu drehen. Damit hat das bullische Lager sich selbst die Bestätigung geliefert, dass man imstande ist, Gewinnmitnahmen in Grenzen zu halten und Unterstützungen zu verteidigen. Aber:

Um dieses alte Hoch bei 11.270 Zählern im zweiten Anlauf zu überwinden und damit zumindest aus charttechnischer Sicht freie Bahn nach oben zu haben, muss diesmal mehr Kaufdruck aufgebaut werden. Dass der SMI am Mittwoch an der 20-Tage-Linie gestoppt wurde und nach anfänglichem Plus im Minus schloss, war in dieser Hinsicht schon mal schlecht. Daher sollte man sich nicht zu sicher sein, dass der Schweizer Leitindex nicht womöglich doch eine spannende Karriere auf der Short-Seite vor sich haben könnte.

Um wirklich „durch“ zu sein, müsste die runde 11.000 Punkte-Marke, an der der Index Ende Januar einfach nicht vorbeikam, ebenso klar überboten sein wie das alte Hoch bei 11.270 Zählern. Rein von der prozentualen Distanz her ein Katzensprung, aber der muss eben erst einmal gelingen. Und der Chart zeigt: Der SMI ist per Mittwochabend genauso weit von einem Befreiungsschlag entfernt wie von einer entscheidenden Unterstützungszone, deren Bruch den Weg nach unten freigeben würde.

Sie sehen im Chart, dass sich die 200-Tage-Linie und die März 2020-Aufwärtstrendlinie aktuell im Bereich von 10.250 Punkten zu einer markanten Kreuzunterstützung vereinen. Würde diese Zone fallen, wäre es das gewesen mit den bullischen Ambitionen. Markante charttechnische Schlüsselzonen liegen hier also in beide Richtungen nur etwa fünf Prozent entfernt – den SMI jetzt engmaschig im Auge zu behalten, wäre also kein Fehler!

SMI: Chart vom 03.02.2021, Kurs 10.775,68 Punkte, Kürzel SMI | Online Broker LYNX

 

Sie möchten vor Börsenstart über spannende Aktien informiert werden?

Wir beobachten für Sie regelmäßig die interessantesten Aktien am Markt. Die Besten stellen wir Ihnen jeden Morgen kostenfrei im LYNX Börsenblick vor. Aktuell ermöglichen wir so über 35.000 Lesern täglich einen schnellen Überblick über die spannendsten Aktien.

Machen Sie sich selbst ein Bild und abonnieren Sie unseren täglichen Newsletter Börsenblick oder einen anderen auf unserer Seite Börsennews.

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
Tageshoch
Tagestief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen


Nachricht schicken an Ronald Gehrt
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Vorherige Analysen des SMI Index

Beim Schweizer Leitindex SMI sieht es aus charttechnischer Sicht ähnlich aus wie beim DAX. Von einer Sonderstellung als „sicherer Hafen“ ist nichts zu sehen. Wie auch, das Hauptproblem der Wirtschaft ist bei den Eidgenossen ja dasselbe wie hierzulande: das Corona-Virus und die konjunkturellen Folgen seiner Bekämpfung.

Hier wie dort stellt sich die Problematik für die Anleger gleich dar: Gelingt es, die Pandemie so effektiv und zügig niederzuringen, dass die Volkswirtschaft imstande wäre, sich umgehend und vollständig zu erholen oder nicht? Diese Frage stellt sich für den Staatshaushalt ebenso wie für die Bilanzen der Unternehmen und das Zutrauen und die Vermögenslage der Konsumenten. Die Hoffnung, dass es gelingt, die Krise hinreichend schnell zu beenden, ist durch die Meldung nahender Impfstoffe zuletzt zwar geschürt worden. Aber die Nervosität ist mit Händen zu greifen. Denn die Sorge, dass sich die Sache womöglich als langwieriger und dadurch schädlicher für die Wachstumsperspektiven darstellen könnte als jetzt erhofft, bleibt bestehen und schlägt sich im Chartbild des SMI, des Swiss Market Index, nieder:

Expertenmeinung: Wie alle großen Aktienindizes war der SMI zur Monatswende Oktober / November gerade dynamisch auf dem Weg nach unten, als die Kombination aus dem Wahlsieg Joe Bidens und den Meldungen über die ersten in die Zulassungsphase gehenden Impfstoffen neue Hoffnung weckte. Hoffnung, die dafür sorgte, dass die Bären in Windeseile ihre Positionen eindeckten und der daraus entstehende Kaufdruck die Rallye derer, die glaubten, dass das Eis jetzt gebrochen sei, noch intensivierte. Aber an den entscheidenden, charttechnischen Hürden ließ der Kaufdruck nach … und die Hoffnungskäufe trafen auf die Verkaufsorders derer, die bezweifeln, dass diese Meldungen ausreichen, um die Gesamtsituation wirklich entscheidend zu verbessern.

Optimisten und Skeptiker stehen sich seit gut zwei Wochen nahezu gleich stark in der Zone 10.500/10.600 Punkte gegenüber. Dieser Bereich ist die Zone der Monatshochs vom Juli und September, verstärkt durch ein Zwischentief, dass Anfang Februar im Vorfeld des „Corona-Crashs“ entstanden war. Dieser Sektor stellt den letzten Widerstandsbereich, vor dem im Februar bei 11.270 Zählern markierten, bisherigen Rekordhoch dar. Würde diese Hürde mit Schlusskursen über 10.650 Punkten glaubwürdig überboten, würde es aus charttechnischer Sicht also gleich um das alte Allzeithoch gehen. Und nach diesen über zwei Wochen des Tauziehens kann die nächste, wichtige Nachricht reichen, um dieses Ringen zu entscheiden.

Dabei läuft die Zeit erfahrungsgemäß gegen die Bullen. Sie haben den Index bis hierhergetragen und sitzen jetzt fest, das bärische Lager kann sich auf die Verteidigung konzentrieren und hat bislang weder Boden verloren noch müssten die Bären weite Stop Loss in Kauf nehmen. Sollten „good news“ also noch ein paar Tage ausbleiben, würde ein abwärts weisendes Szenario sukzessiv wahrscheinlicher. Hier wäre der Bereich um die runde 10.000 Punkte-Marke von Bedeutung, denn dort verläuft, im Chart dick schwarz hervorgehoben, die 200-Tage-Linie, die im Vorfeld des „Ausrutschers“ vom Oktober mehrfach erfolgreich verteidigt wurde. Sollte sie noch einmal deutlicher unterboten werden, wäre die Hoffnung auf ein bullisches Jahresende mit neuen Rekorden im SMI mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Tisch.

SMI: Chart vom 25.11.2020, Kurs 10.488,27 Punkte, Kürzel SMI | Online Broker LYNX