SMI aktuell SMI: Die Bullen hängen fest … schaffen sie den Ausbruch?

News: Aktuelle Analyse des SMI Index

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ISIN: CH0009980894
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Ticker: SMI
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Währung: Punkte

Beim Schweizer Leitindex SMI sieht es aus charttechnischer Sicht ähnlich aus wie beim DAX. Von einer Sonderstellung als „sicherer Hafen“ ist nichts zu sehen. Wie auch, das Hauptproblem der Wirtschaft ist bei den Eidgenossen ja dasselbe wie hierzulande: das Corona-Virus und die konjunkturellen Folgen seiner Bekämpfung.

Hier wie dort stellt sich die Problematik für die Anleger gleich dar: Gelingt es, die Pandemie so effektiv und zügig niederzuringen, dass die Volkswirtschaft imstande wäre, sich umgehend und vollständig zu erholen oder nicht? Diese Frage stellt sich für den Staatshaushalt ebenso wie für die Bilanzen der Unternehmen und das Zutrauen und die Vermögenslage der Konsumenten. Die Hoffnung, dass es gelingt, die Krise hinreichend schnell zu beenden, ist durch die Meldung nahender Impfstoffe zuletzt zwar geschürt worden. Aber die Nervosität ist mit Händen zu greifen. Denn die Sorge, dass sich die Sache womöglich als langwieriger und dadurch schädlicher für die Wachstumsperspektiven darstellen könnte als jetzt erhofft, bleibt bestehen und schlägt sich im Chartbild des SMI, des Swiss Market Index, nieder:

Expertenmeinung: Wie alle großen Aktienindizes war der SMI zur Monatswende Oktober / November gerade dynamisch auf dem Weg nach unten, als die Kombination aus dem Wahlsieg Joe Bidens und den Meldungen über die ersten in die Zulassungsphase gehenden Impfstoffen neue Hoffnung weckte. Hoffnung, die dafür sorgte, dass die Bären in Windeseile ihre Positionen eindeckten und der daraus entstehende Kaufdruck die Rallye derer, die glaubten, dass das Eis jetzt gebrochen sei, noch intensivierte. Aber an den entscheidenden, charttechnischen Hürden ließ der Kaufdruck nach … und die Hoffnungskäufe trafen auf die Verkaufsorders derer, die bezweifeln, dass diese Meldungen ausreichen, um die Gesamtsituation wirklich entscheidend zu verbessern.

Optimisten und Skeptiker stehen sich seit gut zwei Wochen nahezu gleich stark in der Zone 10.500/10.600 Punkte gegenüber. Dieser Bereich ist die Zone der Monatshochs vom Juli und September, verstärkt durch ein Zwischentief, dass Anfang Februar im Vorfeld des „Corona-Crashs“ entstanden war. Dieser Sektor stellt den letzten Widerstandsbereich, vor dem im Februar bei 11.270 Zählern markierten, bisherigen Rekordhoch dar. Würde diese Hürde mit Schlusskursen über 10.650 Punkten glaubwürdig überboten, würde es aus charttechnischer Sicht also gleich um das alte Allzeithoch gehen. Und nach diesen über zwei Wochen des Tauziehens kann die nächste, wichtige Nachricht reichen, um dieses Ringen zu entscheiden.

Dabei läuft die Zeit erfahrungsgemäß gegen die Bullen. Sie haben den Index bis hierhergetragen und sitzen jetzt fest, das bärische Lager kann sich auf die Verteidigung konzentrieren und hat bislang weder Boden verloren noch müssten die Bären weite Stop Loss in Kauf nehmen. Sollten „good news“ also noch ein paar Tage ausbleiben, würde ein abwärts weisendes Szenario sukzessiv wahrscheinlicher. Hier wäre der Bereich um die runde 10.000 Punkte-Marke von Bedeutung, denn dort verläuft, im Chart dick schwarz hervorgehoben, die 200-Tage-Linie, die im Vorfeld des „Ausrutschers“ vom Oktober mehrfach erfolgreich verteidigt wurde. Sollte sie noch einmal deutlicher unterboten werden, wäre die Hoffnung auf ein bullisches Jahresende mit neuen Rekorden im SMI mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Tisch.

SMI: Chart vom 25.11.2020, Kurs 10.488,27 Punkte, Kürzel SMI | Online Broker LYNX
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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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