Mit einem Minus von 32,9 Prozent wurde die Symrise-Aktie im Jahr 2025 die schwächste Aktie im DAX. Und wer sich das genauer ansieht, kommt um die Frage nicht herum: warum? Mit Blick auf 2026 könnte das eine interessante Aktie werden.
Richtig ist zwar, dass der Geschmacks- und Aromastoffe-Hersteller ursprünglich höhere Umsatz- und Margenziele hatte als das, womit die Experten jetzt für das Gesamtjahr 2025 rechnen. Aber wo gab es das nicht? Trotzdem finden sich im DAX Aktien, die zwar ihre Prognosen senken mussten, letztlich aber weitaus besser abschnitten als Symrise.
Richtig ist auch, dass Symrise zu der Gruppe der notorisch zu teuer bewerteten DAX-Aktien gehörte. Aber da muss man die Vergangenheitsform unterstreichen, denn für die durchschnittliche 2025er-Gewinnschätzung der Analysten steht jetzt noch ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 19 zu Buche, während es in den Vorjahren zwischen 30 und 40 pendelte.
Was nicht nur daran liegt, dass die Aktie im Jahresverlauf deutlich unter die Räder kam, sondern auch an dem Umstand, dass man trotz niedrigerer Prognosen mit einem knapp gehaltenen Umsatz und einem marginal höheren Gewinn pro Aktie gegenüber dem Vorjahr rechnet.
Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Symrise Aktie finden Sie hier.
Expertenmeinung: Und diese Aktie hat die rote Laterne im DAX erwischt? Erstaunlich und ein möglicher Grund, sich Symrise auf die Watchlist zu setzen. Dabei fällt auf: Nicht nur Symrise ist von der Bewertung her spürbar billiger geworden, das gilt auch für sonst teure Aktien wie Beiersdorf oder Henkel. Wieso sind diese Aktien, die sonst über die Jahre – als „defensiv“ eingeordnet – in viele Depots gewandert sind, auf einmal derart aus der Mode?
Zum einen dürfte das die psychologische Sogwirkung der den DAX im vergangenen Jahr ziehenden Aktien bewirkt haben. Der Entschluss zu deutlich höheren Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung seitens des Bundes hat sonst eher „graue Mäuse“ wie Rheinmetall, Siemens Energy und Heidelberg Materials zu Stars gemacht. Und weil die, grundsätzlich, ja auch in robusten Branchenumfeldern unterwegs sind, mag so mancher hier eingestiegen sein … und das Geld dafür durch Umschichtungen generiert haben, die die „grauen Mäuse“ trafen, die, wie Symrise, auch in dieser neuen Gemengelage noch grau sind.
Zum anderen schaut man auf das schwache Konsumumfeld – in Europa, in Asien und mit Abstrichen auch in den USA – und sagt sich: Was mit dem Verbraucher enger zusammenhängt, muss man jetzt nicht haben. Da Symrises Produkte großenteils an Nahrungsmittel- oder Kosmetikunternehmen gehen, die wiederum eng am Konsum hängen, landet die Aktie da schnell mit im Topf.
Aber dadurch haben wir hier eine Aktie, die in einem grundsätzlich robusten Geschäftsumfeld mit einer günstigen Bewertung daherkommt. Solange das alte Jahr lief, Symrise ein klarer Verlierer war und der Abwärtstrend intakt blieb, war die Motivation, sich als Investor gegen den Strom zu stemmen, gering. Aber jetzt, da die institutionellen Investoren wie üblich zu Beginn eines neuen Börsenjahres ihre Portfolio-Ausrichtung überprüfen, kann eine solche Aktie schnell in das Blickfeld dieser großen Adressen geraten. Aber ein Faktor mahnt zur Vorsicht:
Noch ist hier keine charttechnische Wende oder auch nur eine Bodenbildung zu erkennen. Das Dezember- und zugleich Jahrestief bei 64,70 Euro kann, muss aber nicht als effektiver Support funktionieren, daher: Bislang würde, wer hier einsteigen wollte, gegen den Trend agieren, sogar auf kurzfristiger Ebene. Und da das immer ein nicht eingrenzbares Wagnis ist, wäre die aus aktueller Sicht die wohl sinnvollste Lösung, Symrise zwar jetzt engmaschig zu beobachten, den Einstieg aber erst zu erwägen, wenn das Chartbild dafür entsprechende Argumente liefert.

--- ---
--- (---%)Displaying the --- chart
Heutigen Chart anzeigen






