Horton Aktie Prognose DR Horton: Aktien analysieren Schritt für Schritt

News: Aktuelle Analyse der Horton Aktie

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Horton
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Börse ist simpel aber nicht einfach. Angst und Gier machen uns immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Man muss diszipliniert sein und einige Grundregeln beachten.

In der letzten Analyse (Link) wurde das Thema antizyklisches Investieren beleuchtet:

Man findet an der Börse zu jedem Zeitpunkt Aktien, deren Bewertungen unter den historischen Normalwerten liegen und die ordentlich wachsen.

Warum also Situationen wählen, in denen das nicht der Fall ist?

Man kann sich als Anleger also entscheiden, auf Aktien zu setzen, die Rückenwind durch steigende Gewinne erhalten und gleichzeitig das Potenzial höherer Bewertungen haben.

Das ist wirklich wichtig

Zuvor sollte man aber eine noch grundlegendere Frage klären.
Da man es sich aussuchen kann und tausende verschiedener Aktien zur Auswahl stehen, warum sollte man sich überhaupt mit langfristigen Underperformern und Unternehmen mit Problemen beschäftigen?

Sollten Sie ein Spezialist für Turnarounds sein, dann haben Sie eine gute Antwort auf diese Frage.
Für die meisten gilt jedoch, dass sie sich das Leben einfach machen sollten.

Das bedeutet, nur grundsolide Unternehmen zu kaufen.
Nur Unternehmen mit einem starken Trackrecord, also einer Geschichte der greifbaren Erfolge, die sich in barer Münze niederschlagen.

Ich kann nicht zählen, wie oft wir diese Themen in Artikeln beleuchtet haben. Aber man kann nicht überschätzen.

Glücklicherweise gibt es inzwischen auch Studien, die nahelegen, dass diese Faktoren von Anlegern systematisch unterschätzt werden.
Wie wäre es sonst zu erklären, dass knapp vier von fünf Outperformern auch 20 Jahre später noch Outperformer sind (Gautam Baid, Joys of Compunding Seite 177ff)?

Das bleibt so

Daran wird sich wohl auch nichts ändern, da sich die menschliche Natur nicht ändert.
Für diejenigen, denen diese Zusammenhänge bekannt sind und sie auch in Investment-Entscheidungen ummünzen, ist das eine erfreuliche Nachricht.

Schritt eins ist also, Outperformer zu identifizieren. Dann beschäftigt man sich mit dem Geschäftsmodell und erörtert die Frage, ob es wahrscheinlich ist, dass die Wettbewerbsvorteile, die zu der Outperformance geführt haben, auch in Zukunft bestehen werden.

Wenn man zu einem positiven Ergebnis gekommen ist, hat man einen Investment-Kandidaten gefunden.
Jetzt muss „nur“ noch die relative und absolute Bewertung stimmen.

Meistens stimmt sie nicht, doch während Crashs werden Aktien nahezu unterschiedslos abverkauft. Dann ist die Zeit der antizyklischen Investoren gekommen.

Jetzt wird es konkret

Nehmen wir zum Beispiel DR Horton. Die Aktie ist ein langfristiger Outperformer und hat einen soliden Trackrecord.

Der Umsatz ist in der letzten Dekade von 4,35 auf 27,77 Mrd. USD gestiegen und es gab kein Jahr ohne Wachstum.
Der Gewinn ist im selben Zeitraum von 956 Mio. auf 4,18 Mrd. USD geklettert.

Die Verschuldungsquote ist in diesem Zeitraum gesunken und die Dividende wurde von 0,15 auf 0,87 USD je Aktie erhöht.

Jetzt wird es allerdings knifflig. Die Frage, wie wahrscheinlich es ist, dass die Wettbewerbsvorteile, die zu der Outperformance geführt haben, auch in Zukunft bestehen werden, ist schwierig und würde den Rahmen sprengen.

In diesem konkreten Fall gibt es wenig Anhaltspunkte, an denen man eine Antwort festmachen könnte.
Doch die starke Kaptalstruktur und schiere Größe als Branchenprimus sprechen dafür.
Sollte es zu umwälzenden Neuerungen in der Baubranche kommen, dürften die Unternehmen mit ausreichend Kapital am ehesten davon profitieren.

Ausblick und Bewertung

Damit wären wir beim Ausblick und der Bewertung angekommen. Über die aktuelle Lage am US-Immobilienmarkt kann man vortrefflich streiten.
Es dürften sich aber alle einig sein, dass nicht alles optimal läuft. Die steigenden Rohstoffpreise und Finanzierungskosten belasten das Geschäft.

Anderseits führt die hohe Inflation auch zu einer Flucht in Sachwerte. Ob der Immobilienmarkt am Ende kollabiert, wissen wir alle nicht.
Aber die Situation ist mit 2008 nicht vergleichbar.

Die Kapitalvoraussetzungen sind heute anders, der Leverage also niedriger. Darüber hinaus ist der Arbeitsmarkt weiterhin robust und solange das so bleibt, zahlen Eigenheimbesitzer auch weiterhin ihren Kredit.

Bisher haben die schwierigen Rahmenbedingungen jedenfalls noch zu keiner schwerwiegenden Erosion des US-Baugeschäfts geführt.
In Antizipation derartiger Probleme ist der Kurs von DR Horton dennoch abgestürzt, obendrein wurden die enormen Gewinnsteigerungen vom Markt ignoriert.

Chart vom 06.09.2022 – Kurs: 71,38 Kürzel: DHI - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 06.09.2022 – Kurs: 71,38 Kürzel: DHI – Wochenkerzen

Im laufenden Geschäftsjahr, welches im September bereits endet und dementsprechend fast vorbei ist, soll der Gewinn um 50% auf 17,00 USD steigen.

DR Horton kommt demnach auf eine forward P/E von 4,2. Im kommenden Jahr soll das Ergebnis dann um 18% sinken, anschließend soll es wieder aufwärts gehen.
In den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 12.

Man kann die Sache auch umkehren. Nehmen wir an, dass der Gewinn von 17 auf 10 USD je Aktie sinkt und danach nie mehr steigt.
Selbst in diesem Szenario läge die P/E von DR Horton perspektivisch betrachtet bei nur 7.

Der Kurs kann trotzdem weiter sinken, aber was spielt das für einen disziplinierten langfristigen Investor für eine Rolle, wenn DR Horton in 2-3 Jahren trotzdem bei 150 USD notiert?

Mehr als 12.000 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Stabilität in stürmischen Zeiten. Bei LYNX selbstverständlich.

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Vorherige Analysen der Horton Aktie

Die Gelddruckmaschinen laufen auf Hochtouren und Kredite sind trotz 5% Inflation spottbillig.
Die Börsenweisheit „Cash ist Trash“ erhält in diesen Zeiten eine ganz neue Dimension.

Begrenztes Angebot

Dass die Flucht in Sachwerte anhält, ist daher kein Wunder. Ich wiederhole an dieser Stelle gerne nochmal eine These, die ich bereits seit etlichen Jahren vertrete:

Die Notenbanken haben seit der Finanzkrise versucht, durch niedrige Zinsen und Gelddrucken Inflation zu erzeugen.
Da die Weltwirtschaft aber dazu in der Lage ist, sehr viel mehr alltägliche Güter zu produzieren als wir konsumieren können, konnte keine Inflation entstehen. Das Angebot ist zu groß.
Das simple Konzept von Angebot und Nachfrage sollte eine Notenbank eigentlich verstehen.

Was stattdessen passiert ist, ist eine enorme Wertsteigerung (Inflation) bei nicht beliebig vervielfältigbaren Gütern (Sachwerte).
Dazu zählen Aktien ebenso wie Immobilien, aber auch Sammlerobjekte wie Oldtimer, Kunst, Luxusuhren, Kryptowährungen und so weiter.

Bei diesen Gütern ist das Angebot begrenzt, daher steigt ihr Wert. Das führt wiederum dazu, dass diejenigen, die diese Assets besitzen, immer reicher werden.

Alle anderen werden dadurch relativ gesehen ärmer.
Das ist nicht nur eine schlechte Politik und traurig, sondern auch gefährlich. Eine zu große Ungleichheit bei der Verteilung von Vermögen mündete historisch meist in Revolutionen und Krieg.
Daran dürften wir alle kein Interesse haben.

Das ist noch lange nicht das Ende

Die ultimative Bestätigung für meine Theorie der „nicht beliebig vervielfältigbaren Gütern“, oder wie man sie auch nennen könnte, hat aus meiner Sicht die Corona-Pandemie erbracht.
Durch die Probleme in den Lieferketten wurde erstmals auch die Angebotsseite bei sehr vielen Gütern begrenzt, daher kommt es jetzt auch zu einer breit angelegten Inflation – auch bei Alltagsprodukten.

Daraus kann man sehr viele Rückschlüsse ziehen, vor allem in Bezug auf Investitionen und die Assets, die man besitzen sollte.
Im besten Fall besteht ihr gesamtes Vermögen aus Sachwerten (nicht vervielfältigbaren Assets).

Wer sein Geld in Aktien, Immobilien, Edelmetalle, Sammlerobjekte, Cryptos & Co. steckt, ist gut gefahren und dürfte es auch in Zukunft.

Wer hingegen den Großteil seines Vermögens in (Alltags-) Güter steckt, die verbraucht oder abgenutzt werden und ständig an Wert verlieren, für den sieht es schlecht aus.
Genau das trifft leider auf die Mehrheit zu. Sie stecken ihr Geld in Autos, einen großen Fernseher und so weiter. Im schlimmsten Fall noch auf Kredit.
Daher stecken die meisten auch auf ewig im Laufrad („Rat Race“) fest.

Gefangene

Soweit das Wort zum Sonntag. Da wir jetzt schon eine ganze Reihe von Börsenweisheiten und Theorien bemüht haben, möchte ich Ihnen noch ein Sprichwort mitgeben:

„Die meisten Menschen überschätzen, was sie in einem Jahr erreichen können und unterschätzen, was sie in 10 Jahren erreichen können. “

Der Unterschied zwischen dem, der über einen langen Zeitraum finanzielle Vernunft walten lässt und dem, der das nicht tut, ist unglaublich.

Wer zehn Jahre oder länger konsequent auf ein Ziel hinarbeitet, wird erstaunliche Erfolge erleben.

Cash ist Trash

Die Flucht in Sachwerte hält also an und Cash ist kaum mehr eine Option. Das Zusammenspiel aus niedrigen Kreditzinsen um die 1% und einer Inflation von 5% macht Bargeld geradezu wertlos.
Die großen Verlierer sind die Sparer, wer hingegen Schulden hat, wird belohnt.

Daher hatte ich mich in den vergangenen Monaten auch mehrfach positiv zu den US-Häuslebauern wie DR Horton, Lennar, NVR und PulteGroup geäußert. Die entsprechenden Analysen finden Sie bei Lynxbroker.de.

Ich möchte das an dieser Stelle nochmal bekräftigen. Der breite Markt ist außerordentlich hoch bewertet, der Bausektor allerdings nicht.
Das hat einen einfachen Grund: Die derzeitigen Gewinne werden als nicht nachhaltig betrachtet.
Anleger glauben nicht daran, dass das „ewig so weitergeht“. Die Erfahrung seit der Finanzkrise hat allerdings gezeigt, dass das eben doch der Fall sein kann.

Die Gesamtsituation spricht heute aus meiner Sicht sogar noch stärker für eine Flucht aus Cash in andere Güter als jemals zuvor.

Von 2009 bis 2019 hatten wir überproportional steigende Geldmenge, niedrige Zinsen, aber wenig Inflationsdruck.
Heute haben wir eine stark überproportional steigende Geldmenge, niedrige Zinsen und zusätzlich noch Inflationsdruck.
Das Ausmaß der Geldvermehrung in den Jahren 2020 und 2021 ist absolut beispielslos, gleiches gilt für die weltweiten Konjunkturpakete.

Die nächste Theorie

Wie immer müssen wir an der Börse Chancen und Risiken abwägen und rational begründete Szenarien zeichnen.

Ein aus meiner Sicht wahrscheinliches Szenario ist, dass der Bauboom und die Flucht in Sachwerte auf unabsehbare Zeit anhalten wird.
Für mich stellt sich gar nicht die Frage, ob das passieren wird, es geht vielmehr um das Ausmaß und die Intensität.

Spitzt sich die Lage weiter zu, oder bleibt der Preisdruck bei Sachwerten „nur“ auf einem hohen Niveau?

Meine Theorie ist, dass es nach einer Ausweitung der globalen Geldmenge um 30% mit einer kurzen Inflation von 5% noch nicht getan ist. Es wäre gut möglich, dass wir vor einer mehrjährigen Phase mit einer Inflation von deutlich über 2% stehen.

Das ist der maßgebliche Faktor, der enormen Preisdruck auf Sachwerte ausübt und ausüben wird.

Und was bedeutet das für Kredite, wenn man sich für 1% Geld beschaffen kann, die Inflation aber bei 2 oder gar 5% liegt?
Ich erinnere mich gut an einige historische Beispiele. Wir haben es zwar nicht mit Hyperinflation zu tun, aber die Kreditkosten sind niedriger als die Inflation.

Wer in Zeiten von Hyperinflation auf Kredit Sachwerte gekauft hat, war danach ein gemachter Mann. Womöglich erleben wir gerade eine ganz ähnliche Situation.

Kurz vor dem nächsten Ausbruch

Daher sind die Auftragsbücher der US-Häuslebauer auch prall gefüllt und wenn man davon ausgeht, dass das auch so bleiben wird, sieht es für die Unternehmen im Sektor entsprechend gut aus.

Schauen wir uns, stellvertretend für die Branche, den Marktführer DR Horton an.
Der Umsatz konnte in den letzten zehn Jahren von 4,35 auf 27,77 Mrd, USD gesteigert werden.

Gleichzeitig zeigen sich positive Skaleneffekte, wodurch die operative Marge von 5,7 auf 19,2% geklettert ist. Daher legte der Gewinn im selben Zeitraum von 2,77 auf 11,41 USD je Aktie zu.

Dass DR Horton ein Outperformer ist, sollte an dieser Stelle klar sein. Ebenso, dass die Aktie in en letzten Monaten gut gelaufen ist. Immerhin ist der Gewinn im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr um 78% gestiegen.

In dieser Geschwindigkeit wird es kaum weitergehen, muss es aber auch nicht. Denn DR Horton kommt nur auf eine forward P/E von 7,7.
Man muss gar kein Wachstum unterstellen, um diese Bewertung zu rechtfertigen. Tatsächlich wird aber ein Gewinnsprung von 24% erwartet. Im Folgejahr sollen es abermals +9% werden.

Chart vom 03.01.2022 Kurs: 108,45 Kürzel: DHI - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 03.01.2022 Kurs: 108,45 Kürzel: DHI – Tageskerzen

Wir werden sehen, ob das wirklich gelingt. Meine persönlichen Erwartungen liegen sogar über diesen Konsensschätzungen.
Doch selbst wenn der Konsens nicht übertroffen wird, hätte die Aktie noch ausreichend Luft. In den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 11,9. Würde die Bewertung wieder auf dieses Niveau steigen, wären Kurse von 150 USD und mehr möglich.