Electronic Arts Aktie Prognose EA: Ein böses Omen?

News: Aktuelle Analyse der Electronic Arts Aktie

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Electronic Arts
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Zur Electronic Arts Aktie

Electronic Arts (EA) ist zuletzt gehörig unter die Räder gekommen und von 147 auf 126 USD gerutscht.
Ist das schon eine Gelegenheit, oder geht es noch eine Etage tiefer?

Da geht noch viel mehr

Grundlegend handelt es sich bei EA um einen der Marktführer in einer aussichtsreichen Branche.

EA konnte den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 4,14 auf 5,72 Mrd. USD steigern, wobei nahezu das gesamte Wachstum erst ab 2016 stattgefunden hat.
Das Ergebnis kletterte in dieser Dekade von 0,85 auf 5,75 USD je Aktie.

Die Profitabilität hat sich maßgeblich verbessert. Die operative Marge kletterte von wenigen Prozentpunkten in Richtung 20%.
Gleichzeitig hat EA die Zahl der ausstehenden Aktien von 336 auf 291 Millionen Stück reduziert.
Darüber hinaus hatte man zuletzt Netto-Barmittel von 1,84 Mrd. USD.

Gaming ist bereits ein Milliardengeschäft, doch weit davon entfernt den Zenit zu erreichen.

Die Branche dürfte in den nächsten Jahren und Jahrzehnten enormes Wachstum erfahren. Jüngere Menschen spielen sehr viel mehr und sind auch dazu bereit, Geld dafür auf den Tisch zu legen.
Durch den digitalen Absatz und In-Game-Käufe, sind die Margen deutlich gestiegen und einzelne Spiele können Milliarden erwirtschaften.

Noch besser als ein „Zufallstreffer“ sind allerdings Spielereihen, die geradezu ein Garant für Erfolg sind.
Davon kann EA eine ganze Reihe vorweisen. Darunter FIFA, Madden, NHL, Sims, Need for Speed und Battlefield.

Das gefällt Anlegern gar nicht

Und da wären wir auch schon beim Thema. Battlefield gehört zu den wichtigsten Einnahmequellen von EA.
Der neue Teil „Battflefield 2042“ ist zum Erfolg verurteilt.

Doch bereits im Vorfeld machten immer wieder Gerüchte die Runde, dass die Entwicklungsphase problematisch war.
EA dementierte natürlich, musste jetzt aber das Release-Datum nach hinten schieben.

An sich ist das nicht ungewöhnlich und kommt in der Branche oft vor. Spiele mit allerlei Bugs sind auch keine Seltenheit. Die Gaming-Community ist leiderprobt.

Die Verschiebung von Battlefield 2024 hat allerdings auch zu ordentlichem Kursdruck geführt.
Bei vielen Anlegern dürften die Vorgänge Erinnerungen an das Debakel bei Cyberpunk 2077 der Spieleschmiede CD Projekt heraufbeschwören.

Eine ähnliche Katastrophe ist allerdings unwahrscheinlich und die Abhängigkeit von einem Titel ist bei EA auch ungleich geringer. EA erzielt auch ohne ein neues Battlefield Milliardenumsätze.

Zum Erfolg verurteilt

Floppt Battlefield, dürfte es mit dem Kurs von EA kurzfristig weiter bergab gehen. Langfristig sieht es für das Unternehmen dennoch gut aus.

Analysten haben die Erwartungen für das laufende und kommende Geschäftsjahr bereits deutlich reduziert.
Die Wahrscheinlichkeit für positive Überraschungen ist entsprechend gestiegen.

Doch selbst jetzt werden noch Wachstumsraten von 10-15% erwartet. Damit lässt sich auch eine entsprechende Bewertung rechtfertigen.

Aktuell kommt EA auf eine P/E 22,0 und eine forward P/E von 19,1. In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 21,6 und am Tief bei 16,1.

Die P/E von 16,1 wurde Ende 2018 erreicht, danach verdoppelte sich die Aktie. Aktuell entspräche das einem Kurs von 106,58 USD.

Chart vom 23.09.2021 Kurs: 126,40 Kürzel: EA - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 23.09.2021 Kurs: 126,40 Kürzel: EA – Wochenkerzen

Mit etwas Glück wird dieses Niveau bald erreicht. Mögliche Ziele der laufenden Korrektur liegen bei 120 und der Supportzone zwischen 114 und 105 USD.

Der langfristige Aufwärtstrend verläuft derzeit nahe 100 USD. Aus heutiger Sicht ist es unwahrscheinlich, dass es noch tiefer geht.

Kehrt EA übe 129 USD zurück, könnte die Korrektur weitaus früher zu Ende sein. In diesem Szenario wäre sogar eine Kehrtwende in Richtung Allzeithoch denkbar.

Die Stimmungslage

Man könnte auch noch einen weiteren Vergleich anstellen. EA notiert heute auf demselben Niveau wie 2018.
Seitdem ist das Unternehmen allerdings ordentlich gewachsen. Das Ergebnis legte in diesem Zeitraum von 4,38 auf 5,75 USD je Aktie zu.

Am Hoch 2018 lag die P/E bei 34,5. Die Stimmung war blendend. Anlegern hat es allerdings wenig geholfen. Es ist wie immer: Wenn die Stimmung und Bewertung auf dem Höhepunkt ist, ist nichts mehr zu holen und vice versa.

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