Atlassian Aktie Prognose Atlassian: Der große Bärenmarkt, Jira, Confluence und Trello

News: Aktuelle Analyse der Atlassian Aktie

von |
In diesem Artikel

Atlassian
ISIN: GB00BZ09BD16
|
Ticker: TEAM --- %

---
USD
---% (1D)
1 W ---
1 M ---
1 J ---
Zur Atlassian Aktie
Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Jede Berichtssaison hat so ihre eigenen Besonderheiten. Im vergangenen Jahr haben wir beispielsweise erlebt, dass Anleger auf so gut wie alle Quartalsmeldungen positiv reagierten.
Ein Unternehmen musste geradezu katastrophale Zahlen vorlegen, um Anleger abzuschrecken.

Das ist aktuell allerdings nicht der Fall. Der Bärenmarkt zieht sich bereits seit etlichen Monaten, bei vielen Aktien und somit auch in vielen Depots türmen sich die Verluste oder einstige Buchgewinne sind dahin.
Das sitzt den Anlegern gehörig in den Knochen und um weitere Katastrophen zu verhindern, wird bei Problemen schnell die Reißleine gezogen.

Das ist eine nachvollziehbare Reaktion, es stellt sich allerdings die Frage, wie sinnvoll es im großen Kontext ist, nach Monaten des Bärenmarktes noch substanzielle Verkäufe zu tätigen.
Eine Sache dürfte jedenfalls sicher sein: Nachdem die Märkte bereits erheblich korrigiert haben, ist nicht der optimale Zeitpunkt zum Verkauf.

Wenn uns die Börsengeschichte eine Sache gelehrt hat, dann dass die großen Bärenmärkte und Crashs Gelegenheiten zum Kauf waren und nicht umgekehrt.

Was für eine Kursreaktion!

Aber wie gesagt, aktuell ziehen Anleger eher sukzessive den Stecker, anstatt zu kaufen.
Am vergangenen Freitag traf es beispielsweise Atlassian. Als Reaktion auf die Quartalszahlen, rauschte die Aktie um 28,96% in die Tiefe. Inzwischen notiert die Aktie wieder auf dem Niveau von 2019, die zwischenzeitliche Rallye hat sich in Luft aufgelöst.

Eine negative Kursreaktion war nachvollziehbar, da die Erwartungen nicht erfüllt wurden und eine schwache Prognose vorgelegt wurde.
Aber schauen wir uns die Sachlage mal im Detail an.

Der Gewinn lag in Q1 mit 0,36 je Aktie knapp unter den Erwartungen von 0,38 USD. Der Umsatz übertraf mit 807 Mio. die Analystenschätzungen von 800 Mio. USD jedoch leicht.

Für das zweite Quartal stellte man lediglich einen Umsatz von 835 – 855 Mio. USD in Aussicht, bisher hatte man 870 Mio. USD erwartet.
Das ist sicherlich nicht optimal, aber rechtfertigt das, dass Atlassian plötzlich fast ein Drittel weniger wert sein soll?

Diese Frage drängt sich umso mehr auf, wenn man sich nicht nur anschaut, ob Erwartungen erfüllt wurden.
Denn auf Jahressicht konnte Atlassian den Umsatz um 31% steigern, bei den Abos lag das Plus bei 50%.
Inzwischen entfallen vier Fünftel des Konzerngeschäfts auf Subskriptionen. Die Einnahmen sind demnach wiederkehrender Natur und die Transformation des Konzerns hin zu Abos ist weitgehend abgeschlossen.

Ausblick

Der operative Cashflow legte auf Jahressicht um 42% auf 92,4 Mio. USD zu, der freie Cashflow um 30% auf 75,9 Mio. USD.
Verfehlte Erwartungen hin oder her, die geschäftliche Entwicklung kann sich sehen lassen.

Aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen dürfte das nächste Quartal mit einem Umsatzwachstum von 21-24% eher mager ausfallen, aber ändert sich dadurch die grundlegende Perspektive?

Einen „kleinen“ Hinweis darauf liefert der Vorstand:
“We are proud of our Q1 results, growing subscription revenue 50 percent year-over-year, and we continue to have line of sight to $10 billion in annual revenue.”

Demnach sieht sich Atlassian auf einem klaren Pfad in Richtung 10 Mrd. USD an Konzernumsatz, zuletzt waren es 2,8 Mrd. USD.
Kann man diese hochgesteckten Ziele erreichen, wird die Aktie den Zahlen folgen, so wie es immer geschieht.

Darf man den Prognosen Glauben schenken, dürfte Atlassian in zwei Jahren bereits einen freien Cashflow von mehr als 5 USD je Aktie erzielen.
Daraus lassen sich ziemlich einfach einige Szenarien ableiten.

Welche Szenarien sind realistisch?

Sinkt der P/FCF in dieser Zeit auf 23,7 oder weniger, dann würde man keinen Gewinn erzielen.
Liegt der P/FCF in zwei Jahren bei 30, ergibt sich ein Kursziel von 156,60 USD und liegt der P/FCF am Ende bei 40, ergibt sich ein Kursziel von 208,80 USD.

Ein Multiplikator von 40 wirkt ziemlich hoch, tatsächlich war Atlassian seit dem Börsengang 2016 aber nie wesentlich günstiger.
Selbst vor dem allgemeinen Aktienhype von 2020/2021 lag der P/FCF durchschnittlich bei 59,3.
Daher könnte man natürlich auch ein Szenario zeichnen, in dem die Bewertung wieder auf dieses Niveau steigt. Bei Wachstumsraten von 35-38%, wie sie für Atlassian in den kommenden Jahren unterstellt werden, wäre das nicht ungewöhnlich.

So kommt man zu einer ziemlich großen Streuweite an möglichen Szenarien, so wie es bei Wachstumswerten in dieser Phase meistens der Fall ist.
Das wichtige ist jedoch, dass die Mehrzahl der Szenarien nennenswertes Potenzial suggeriert und eher geringes Risiko.

Was macht Atlassian überhaupt?

Es gibt valide Gründe, warum die Aktie vor dem aktuellen Crash über Jahre hinweg nur eine Richtung kannte.

Vielleicht kennen Sie die Produkte von Atlassian, also Jira, Confluence oder Trello ja sogar aus Ihrem eigenen Arbeitsalltag.
Dabei handelt es sich um Online-Tools für Team-Management und die Koordinierung von Projekten und Arbeitsabläufen.

Das hört sich trivial an, doch jedes Unternehmen benötigt Lösungen für dieses Problem. Der Markt ist also riesig und der Erfolg von Atlassian spricht für sich selbst, sonst würde man nicht seit etlichen Jahren im Eiltempo wachsen.

An dieser Stelle könnte man vielleicht nochmal den Vergleich zu 2019 ziehen, da sich der Kurs inzwischen auf dem damaligen Niveau bewegt.
Der Umsatz ist in dieser Zeit von 1,21 auf 2,85 Mrd. USD gestiegen und der FCF von 1,22 auf 2,68 USD je Aktie.

Chart vom 07.11.2022 – Kurs: 123,73 Kürzel: TEAM - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 07.11.2022 – Kurs: 123,73 Kürzel: TEAM – Wochenkerzen

Atlassian ist vergangenen Freitag bis zur Unterstützung bei 115 USD zurückgekommen. Es wird sich zeigen, ob auf diesem Niveau eine Bodenbildung erfolgen kann. Die Chancen dafür stehen aber nicht schlecht.

Interessierte Investoren sollten einen Einstieg in Tranchen erwägen. Denn es wäre durchaus möglich, dass beispielsweise auch noch die Unterstützungszone bei 97-100 USD angesteuert wird.

Mehr als 12.000 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Probleme mit Ihrem Broker? Ich bin bei LYNX.

Ab jetzt täglich die neuesten Börsenblick-Analysen per E-Mail erhalten
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
T-Hoch
T-Tief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen

Alle Börsenblick-Artikel

Nachricht schicken an Tobias Krieg
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.