adidas Aktie aktuell adidas: War es am Ende doch nur ein Fehlausbruch? Das sieht nicht gut aus

News: Aktuelle Analyse der adidas Aktie

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adidas
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bullish
Zur adidas Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit Juli dieses Jahres hatten wir mehrfach unsere bullische Haltung auf den deutschen Sportartikelhersteller adidas betont. Jetzt ist es aber an der Zeit, diese zu revidieren. Warum? Zu Beginn der vorigen Woche sorgten positive Nachrichten über ein äußerst vielversprechendes Medikament gegen das Cocid-19-Virus für positive Stimmung an den Börsen. Doch die Euphorie verblasste recht schnell und Bewegungen, welche am Montag noch für Freudensprünge sorgten, wurden teils wenige Tage später wieder negiert. So erwischte es auch die Aktie von adidas. Der Ausbruch über die Marke von 300 EUR war nicht von Dauer und wurde bereits tags darauf wieder negiert. Mittlerweile liegt der Kurs sogar unter dem Tag der Kursexplosion. Das sieht gar nicht gut aus.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur adidas Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Fehlausbrüche haben sehr oft eine recht klare Signalwirkung. Anleger nutzten mehrheitlich die neuen Hochs nicht, um einzusteigen – ganz im Gegenteil. Die hohen Kurse wurden genutzt, um die Gewinne der letzten Wochen zu sichern. Immerhin konnte adidas innerhalb weniger Tage fast 20 Prozent an Wert zulegen. Hier noch den Kursen nachzujagen, erwies sich als keine sehr schlaue Idee. Nachdem Anleger vorerst nicht mehr für das Wertpapier bezahlen wollen, bleibt wohl nur der Blick in die Gegenrichtung. Der nächste wichtige Support befindet sich rund um die Marke von 250 EUR. Es ist möglich, dass wir dieses Niveau noch im November zu sehen bekommen.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 16.11.2020 Kurs: 270.0 Kürzel: ADS | Online Broker LYNX

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Achim Mautz, Daytrader | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der adidas Aktie

Jetzt wird es für die Marktteilnehmer in Bezug auf die adidas-Aktie spannend. Gestern legte der Sportartikelhersteller die Bilanz des dritten Quartals vor. Die Konsequenz: ein Minus von 5,78 Prozent. Doch das als klaren Beleg zu sehen, dass das Ergebnis enttäuschte bzw. der Weg nach unten damit vorgezeichnet wäre, wäre riskant. Denn noch hätten die Bullen alle Chancen, weil die am Montag genährte Hoffnung auf einen baldigen COVID 19-Impfstoff wie ein Gegenmittel auf die Enttäuschung über das Zahlenwerk wirken könnte. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung auf Letzteres, mit Abgaben auf die Bilanz am Folgetag, jetzt erst wird sich erweisen, in welche Richtung das Pendel wirklich ausschlagen wird.

Was die Bilanz anging, war der Rückblick auf das Sommerquartal eher weniger ein Problem. Umsatz, Marge und Betriebsergebnis lagen zwar allesamt unter den Ergebnissen des Jahres 2019, aber nicht sehr und vor allem nicht niedriger als seitens der Analysten im Schnitt erwartet. Doch nach einem Betriebsergebnis von 794 Millionen Euro im abgelaufenen Quartal rechnet adidas für das vierte Quartal nur mit einem Betriebsergebnis zwischen 100 und 200 Millionen Euro. Und man fügte hinzu, dass der Ausblick nur gelte, wenn es keine größeren Lockdowns gebe und die Läden zu 90 Prozent geöffnet bleiben. Damit wurde deutlich, wie abhängig adidas von einem ungehinderten Konsumgeschehen ist. Immerhin hatte der Lockdown zwischen April und Juni adidas einen Verlust von 333 Millionen Euro eingebrockt. Das ernüchterte die Akteure und drückte am Dienstag auf den Kurs, aber:

Expertenmeinung: Jetzt erst kommt es zur Nagelprobe. Die Marktteilnehmer waren am Montag imstande, Aktien wie Airbus oder die Lufthansa um die 20 Prozent nach oben zu katapultieren, obgleich man wissen muss, dass ein vielleicht einen Tick früher kommender Impfstoff die Misere der Luftfahrtindustrie nicht einfach hinwegfegt, sondern es da um lange Jahre mühsamer Erholung geht. Warum sollte man dann nicht bei adidas jetzt bereits ein wieder normales Konsumverhalten im kommenden Frühjahr/Sommer vorwegnehmen und zugreifen, so, wie man es am Montag tat, als die Aktie um 8,1 Prozent stieg? Immerhin wäre die Rückkehr zur Normalität bei adidas weit schneller erreicht als bei der Lufthansa.

Das Problem der Bullen ist, dass man die Rückkehr zur Normalität hier eigentlich schon eingepreist hat. Während wir bei Lufthansa & Co. von am Boden liegenden Aktien sprechen, hatte die adidas-Aktie sich am Montag bis auf knapp elf Euro dem bisherigen Verlaufsrekord vom Jahresanfang angenähert. Damit stellt sich die Frage: Ist die mittelfristige Hoffnung, reduziert um die kurzfristige Aussicht eines schwachen vierten Quartals, bereits korrekt eingepreist oder nicht? Und wenn ja: Wäre da jetzt Luft nach oben oder würde die Aktie jetzt im Gegenteil Luft ablassen müssen? Der Chart zeigt eine Aktie zwischen Baum und Borke.

Aber es ist zu vermuten, dass die kommenden ein, zwei Handelstage schon die Entscheidung bringen, denn so, wie sich das Bild derzeit darstellt, lassen die Trader das wohl eher nicht einfach stehen. Sollte adidas das gestrige Minus wegstecken, idealerweise über 200 Euro schließen, wäre ein Test des bisherigen Verlaufshochs von 317,50 Euro und dessen zumindest leichtes Überwinden allemal denkbar. Bleiben jetzt zeitnahe Käufe aus, wäre die Aktie nach unten zwar grundsätzlich durch eine Menge potenzieller Unterstützungsmarken abgefedert. Aber das untere Ende dieser Supportzone in Form der momentan bei 246 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie zu testen, wäre dann durchaus drin.

adidas Aktie: Chart vom 10.11.2020, Kurs 281,50 Euro, Kürzel ADS | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit Juli dieses Jahres haben wir unsere Aussichten auf den deutschen Sportartikelhersteller konstant auf der bullischen Seite gehalten. Das entscheidende Kaufsignal für die nach wie vor intakte Rallye war der Ausbruch über den Widerstandsbereich bei 250 EUR. Dieses Kaufsignal nutzten die Bullen, um die Kurse nachhaltig nach oben zu befördern. Es bildete sich eine klare Folge von höheren Hochs und höheren Tiefs. Getragen wurde der Anstieg auch von den gleitenden Durchschnitten der Perioden 20 und 50, welche für Rückenwind sorgten und sich ebenfalls in Trendrichtung bewegen. Jetzt aber scheint bei den Käufern ein wenig die Kaufkraft zu schwinden, denn im Oktober wurde ein tieferes Pivot-Hoch gegenüber dem Vormonat gebildet. Ist die Rallye in Gefahr, hier zu enden?

Expertenmeinung: Noch sind es nur Warnsignale, welche wir im Chart der adidas Aktie erkennen können. Verkaufssignale sind noch keine in Sicht, doch Anleger sollten sich schon mal für einen möglichen Ausstieg vorbereiten. In den letzten Wochen bildete sich eine klare Unterstützungslinie, welche im gestrigen Handel erneut getestet wurde. Ein Bruch nach unten wäre nicht sonderlich hilfreich und könnte eine Korrektur auslösen. Die Zahlen zum abgelaufenen Quartal werden zum 10. November erwartet. Ein weiteres wichtiges Ereignis, welches den Chartverlauf entscheidend prägen wird. Vorläufig belassen wir unsere Aussichten noch auf der bullischen Ebene, sollte der erörterte Support jedoch gebrochen werden, wäre es an der Zeit, etwas defensiver zu agieren.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 21.10.2020 Kurs: 274.50 Kürzel: ADS | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zuletzt hatte ich die Aktie des deutschen Sportartikelherstellers Ende August als möglichen Kandidaten für einen guten Einstieg favorisiert. Nachdem das Papier bereits Anfang August einen überaus konstruktiven Breakout über die Marke von 250 EUR starten konnte, kamen die Kurse damals zur Ausbruchsmarke zurück. Hier war klar, dass die Bullen dieses Niveau unbedingt verteidigen müssen, um keine Schwäche zuzulassen. Gesagt getan. Exakt an der Support-Ebene wurde der Kaufdruck deutlich erhöht und die Zwischenkorrektur wie nach Plan beendet. Die Folge war ein weiterer kräftiger Sprung nach oben in Richtung der nun neu gebildeten Widerstandslinie. Hier läuft soweit alles wie erwartet und der Aufwärtstrend setzt sich vorerst weiter fort.

Expertenmeinung: Es bleibt abzuwarten, ob die adidas Aktie auch die Kraft hat, die eingezeichnete Widerstandslinie nach oben zu durchbrechen. Danach wäre eine Rückkehr zum bisherigen Jahreshoch bei 317.50 EUR durchaus im Bereich des Möglichen. Nach unten hin müssen Anleger lediglich auf den Support bei 250 EUR achten. Solange hier keine Schlusskurse darunter gebildet werden, haben die Bullen das Zepter ganz klar in der Hand. Aktuell stehen alle Ampeln weiterhin auf Grün und auch unsere Aussichten auf die Aktie bleiben somit auf der bullischen Seite.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 09.09.2020 Kurs: 266.90 Kürzel: ADS | Online Broker LYNX

Die Meldung, dass die adidas-Aktie überraschend in den STOXX 50-Index aufsteigt, mag einige am Mittwoch zum Einstieg bewogen haben, aber eine allzu umfassende Veränderung ist das nicht. Der STOXX 50 ist der Index der Top 50-Aktien Europas, der weniger beachtet wird als der Euro Stoxx 50, in welchem ausschließlich Aktien der Eurozone enthalten sind. Und in diesem Index ist adidas seit langem gelistet. Es dürfte vielmehr die charttechnische Gemengelage gewesen sein, die das bullische Lager bewogen hat, zur Attacke zu blasen:

Chart vom 02.09.2020, Kurs 266,50 Euro, Kürzel ADS | Online Broker LYNX

Sie sehen im Chart, dass adidas seit Mitte August eine kleine Konsolidierung vollzogen hatte, nachdem es nicht gelungen war, an der Widerstandszone 264/266 Euro nachhaltig vorbeizukommen. Diese Konsolidierung führte den Kurs am Montag an eine mittelfristig entscheidende Kreuzunterstützung, bestehend aus der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und der 200-Tage-Linie bei 247/249 Euro. Und die hielt. Mit einem gleich zu Beginn festeren Gesamtmarkt als Rückenwind war das eine ideale Basis, um diese Hürde 264/266 Euro erneut anzugehen. Und genau an deren oberem Ende hat die Aktie den Handel des Dienstags beendet. Mit einem Seitenblick auf den gerade in der überverkauften Zone nach oben drehenden Stochastik-Oszillator steht die Chance gut, dass es diesmal gelingt, diese Hürde zu nehmen. Ist das die Basis, das bisherige, im Januar bei 317,45 Euro markierte Rekordhoch anzusteuern?

Expertenmeinung: Unmöglich ist in dieser Phase, in der Hoffnungen unerwünschte Fakten vom Tisch wischen und gerade deshalb, weil dieses Spiel schon seit Monaten funktioniert, langsam eine euphorische Stimmung unter den Bullen aufkommt, zwar nichts. Besonders wahrscheinlich ist es aber dennoch nicht, dass es gelingt, die Aktie an und womöglich noch über das vorherige Hoch zu tragen. Denn allzu viel Optimismus lässt sich aus den jüngsten, bekannten Unternehmensdaten nicht ziehen. Der Umsatz war im zweiten Quartal heftig um 35 Prozent weggebrochen, aus 640 Millionen Gewinn im Betriebsergebnis wurden 333 Millionen Verlust. Zwar prognostizierte die adidas-Führungsetage für das laufende dritte Quartal für das dritte Quartal einen Gewinn um die 660 Millionen Euro, was nur wenig unter dem Niveau des Vorjahres läge. Aber diese Aussage wurde Anfang August getätigt. Der Einzelhandel muss da mitspielen, weltweit nah an den „Normal-Level“ kommen. Und das Statistische Bundesamt hatte gerade gestern im Zuge der Juli-Daten des Einzelhandels angemerkt, dass vor allem der Bereich Bekleidung hierzulande noch deutlich unter dem Umsatz des Vorjahresmonats blieb.

Wer jetzt darauf setzt, dass ein gut möglicher, deutlicherer Anstieg über den Widerstandsbereich 264/266 Euro mehr würde als eine Chance für risikofreudige, kurzfristige Trader, müsste unterstellen, dass adidas spätestens 2021 wieder in die alten Gewinnlevels zurückkehren würde. Damit müsste man optimistischer sein als die große Mehrheit der Analysten. Deren durchschnittliches Kursziel liegt aktuell bei 253 Euro und ist bereits überboten. Und selbst das höchste aktuelle Kursziel liegt „nur“ bei 300 Euro. 

Schlusskurse über 271 Euro würden die jüngsten Tages-Verlaufshochs überbieten und die Hürde 264/266 Euro damit aus charttechnischer Sicht als bezwungen ausweisen. Aber solange die Aktie ohne Geleitschutz positiver Unternehmenszahlen weiter steigen müsste, besteht jederzeit die Möglichkeit eines herben, abrupten Rückschlags, enge Stop Loss auf der Long-Seite wären daher unbedingt erforderlich.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Anfang August hatten wir auf eine mögliche Kaufgelegenheit für die Aktie des Sportartikelherstellers adidas hingewiesen. Diese stand kurz davor, den Widerstandsbereich bei 250 EUR nach oben zu durchbrechen. Die dritte Berührung führte schließlich zum Breakout und die Bullen konnten die Kurse in Folge ordentlich nach oben treiben. Nachdem sich nun einige Gewinnmitnahmen einstellten, kommt die Aktie erneut zum Ausbruchsniveau zurück. Ein typischer Pullback nach einem erfolgreichen Ausbruch. Die Lage könnte kaum spannender sein, denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Bullen von hier aus eine weitere Welle nach oben starten könnten. Der Trend bleibt vorerst auf der bullischen Seite.

Expertenmeinung: Wenn weiter alles wie nach Plan läuft, könnte sich die aktuelle Lage erneut als interessante Kaufgelegenheit entpuppen. Wichtig ist und bleibt, dass die Marke bei 250 EUR nicht mehr nach unten verletzt wird. Dreht die Aktie von hier aus nach oben, würde der Breakout aus der aktiven Bullenflagge wohl eine weitere Impulswelle in Richtung Norden auslösen. In Folge dürften die Kurse auf bis zu 290 EUR steigen. Dies wäre auch unser nächstes angepeiltes Kursziel für die Aktie. Aber Vorsicht! Noch haben die Bullen das Zepter nicht übernommen und es bedarf klarer Signale.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 28.08.2020 Kurs: 253.0 Kürzel: ADS | Online Broker LYNX