Diese Aktien sollten Sie beim nächsten Börsen-Crash auf Ihrer Watchliste haben

Diese Aktien bieten nach dem Kurseinbruch an den Börsen eine erstklassige Einstiegsgelegenheit

Viele Privatanleger haben die große Börsenparty der letzten 10 Jahre verpasst. Während in den Nachrichten eine Krise die nächste jagte, stiegen die Aktienkurse scheinbar unbeirrt auf neue Höchststände. Der DAX zum Beispiel kletterte von 3.600 Punkten innerhalb von acht Jahren auf über 13.500 Punkte, ein Plus von 275%. Seit Anfang 2018 jedoch fallen die Kurse und der Deutsche Aktienindex befindet sich derzeit mehr als 2.000 Punkte unter den Höchstständen. Und auch wenn die Tiefstkurse von Ende 2018 bereits hinter uns liegen: Durch die Korrektur könnte es für diejenigen, die die gewaltige Kursrallye bisher verschlafen haben bei ausgewählten Aktien weiterhin lukrative Einstiegsmöglichkeiten geben.

Gewinnmitnahmen lösen Stopp-Loss Limits aus

Viele Profianleger und Fondsmanager sitzen nach den immensen Börsenanstiegen seit 2009 weiterhin auf enormen Buchgewinnen. Und je höher die Kurse steigen, desto lukrativer wird es für diese institutionellen Anleger, einen Teil ihrer Gewinnpositionen zu versilbern. Gewinnmitnahmen waren deshalb sicher ein Hauptgrund für den Börseneinbruch im Herbst 2018. Dass die Korrektur jedoch so drastisch von statten ging, hatte jedoch einen anderen Grund.

Gefahr droht, wenn Anleger zu unbesorgt agierten

Bis zum Sommer 2018 gab es einen bilderbuchartigen, treppenförmigen Kursverlauf mit überschaubaren Korrekturen, die schnell wieder aufgeholt wurden. Das Anlegervolk agierte daher immer unbesorgter und sicherte sich kaum noch gegen fallende Kurse ab. Das niedrige Put-Call-Ratio beispielsweise zeigte vor dem Absturz deutlich an, dass die Investoren mehr auf steigende Kurse als auf fallende Notierungen setzten. Und auch die Investitionsquote der Fonds war bereits „auf Anschlag“. In einer solchen Situation ist die Börse besonders anfällig für Kursschwankungen, denn ohne Absicherungen genügt bereits ein moderater Verkaufsdruck um eine Kettenreaktion auszulösen.

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Die Großanleger fühlten sich mit Ihren Aktienpositionen nicht mehr ganz wohl

Im Vorfeld des Abverkaufs gab es jedoch bereits einige Warnsignale. Zum Beispiel gab es an der Börse ab September 2018 bereits an einigen Minustagen ein auffällig hohes Handelsvolumen. Immer dann, wenn sich solche Tage nach einem längeren Kursanstieg in einem kurzen Zeitraum häufen, deutet dies in der Regel auf Folgendes hin: Die großen Adressen wie Fonds und Investmentgesellschaften trauen dem Anstieg nicht mehr so recht. Denn jedes Mal, wenn sich die Kurse leicht ins Minus bewegen, verkaufen die Großanleger große Mengen Aktien. Denn so lange die Kurse steigen möchten die Profis die Kursbewegung möglichst ausreizen.

Exkurs: Was ist ein Börsen-Crash?

Als Börsencrash (oft auch Börsenkrach) bezeichnet man einen extremen Kurseinbruch an der Börse, welcher durch panikartige Massenverkäufe ausgelöst wird und einige Tage bis hin zu Wochen dauern kann. Zu einem Crash kommt es oftmals am Ende einer Spekulationsblase, z.B. nach der Tulpenmanie 1637 oder der Immobilienblase 2007.

Interview mit Stefan Scharffetter  

Vielen Anlegern ist angesichts der derzeitigen Bewegung an den Märkten nicht mehr ganz wohl. Nach mehreren Jahren Hausse drehen sich jetzt die Kurse und der DAX testete sogar sein Zweijahrestief. Doch wie kann man sein Depot gegen fallende Kurse absichern?

Die Kurse machen die Nachrichten

Anfang Oktober 2018 konnte der Markt das steigende Angebot an Aktien schließlich nicht mehr ohne weiteres aufnehmen. Die zunehmenden Gewinnmitnahmen lösten dann weitere Verkäufe und Stopp-Loss-Limits aus, so dass es zu einem scharfen Börseneinbruch kam. Ausgelöst werden Marktkorrekturen, meist durch verblüffend banale Nachrichten, die Wochen zuvor noch von den Marktteilnehmern ignoriert wurden. In diesem Fall wurde vor allem der schwelende Handelskrieg zwischen den USA und China zur Begründung herangezogen. Ein treffendes Börsensprichwort lautet jedoch „Die Kurse machen die Nachrichten“, denn fast immer lässt sich im Nachhinein eine Begründung für Kursentwicklungen konstruieren. Doch unabhängig davon was für den Kurseinbruch verantwortlich war, interessiert Sie natürlich, wie Sie am besten davon profitieren können.

Der beste Zeitpunkt für einen Einstieg in den Aktienmarkt in einer Korrektur

Selbst wenn es zunächst den Anschein hat, die Börse würde sofort wieder nach oben drücken, gibt es für Sie nach einem Börseneinbruch keinen Grund überhastet Aktien zu kaufen. Im Gegenteil, denn oft geht es kurze Zeit nach dem ersten Kurseinbruch noch mindestens eine Etage tiefer. Oder die Tiefststände werden nochmals getestet bzw. leicht unterschritten. Mit Ausnahme von sehr kurzfristigen Crashs nimmt eine Bodenbildung in den allermeisten Fällen einige Zeit in Anspruch.

Oft zahlt es sich daher aus, mit einer überschaubaren Aktienposition erst einzusteigen, wenn sich die Börse zuvor mindestens zwei Wochen stabilisiert hat. Sinnvolle Stopp-Loss-Limits helfen dabei das Risiko zu begrenzen. Denn wie Sie sicher wissen, ist Kapitalerhalt die Basis für das Überleben an der Börse und damit auch für Ihre zukünftigen Gewinne.

Sobald Sie dann mit dem „kleinen Zeh“ ins Wasser gestiegen sind, können Sie abwarten, wie sich Ihre Aktien und der Markt verhalten. Um Ihre Positionen mit möglichst geringem Risiko aufzustocken, möchten Sie idealerweise sehen, dass die Börse steigt und sich auch Ihre Werte bereits in der Pluszone festgesetzt haben.

Drei US-Aktien die Sie sich bei einer Korrektur ins Depot legen sollten

Die Frage, wie weit die Korrektur in den Indizes noch reichen wird, d.h. wann es wieder neue Höchststände gibt, kann Ihnen ganz sicher niemand seriös beantworten. Sie kann bereits vorbei sein oder aber auch erst in 3-6 Monaten. Für Sie als Anleger werden sich jedoch vor allem zwei Dinge auszahlen: Erstens Investitionskapital bereit zu haben und zweitens zu wissen in welche Aktien Sie investieren werden. Wir stellen Ihnen daher im Folgenden drei in den USA notierte Aktien vor, die Sie aufgrund hervorragender Zukunftsaussichten bei einer Korrektur unbedingt auf dem Zettel haben sollten:

Paypal: Einzigartiger Wettbewerbsvorteil

PayPal (ISIN: US70450Y1038 – Symbol: PYPL – Währung: USD) betreibt ein Bezahlsystem, das zur Abwicklung von Ein- und Verkäufen im Online-Handel genutzt wird. Das ehemalige eBay-Tochterunternehmen hat als unangefochtener Marktführer im Bereich Online-Bezahlung mittlerweile über 267 Mio. Mitgliedskonten in ca. 200 Ländern. Wenn Sie öfter mal im Internet einkaufen, so wird Ihnen PayPal sicher bereits das ein oder andere Mal begegnet sein. Ähnlich wie Kreditkartenunternehmen verdient PayPal an jeder einzelnen Transaktion einen kleinen Prozentbetrag. Und da kommt so einiges zusammen, denn allein im letzten Jahr 2018 wurden rund 9,9 Mrd. Bezahlvorgänge abgewickelt.

Die höchste Kaufabschlussquote aller Zahlungsoptionen

PayPal hat gegenüber den zahlreichen anderen Bezahlmöglichkeiten im Internet einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil: Die Zahl der Kunden, die beim Kaufprozess während der Zahlung abspringen, ist weitaus geringer als bei der Konkurrenz. Diese sogenannte „Conversion Rate“, also die Abschlussquote von Bestellvorgängen, liegt bei sehr hohen 87,5%. Bei der Kreditkartenzahlung hingegen wird online ungefähr jede zweite Bezahlung noch während der Dateneingabe abgebrochen.

Bequeme Bezahlung mit einem Klick

Der Grund des Erfolges liegt bei PayPal wohl vor allem in der einfachen Handhabung für die Kunden. Diese müssen beispielsweise mit dem sogenannten „One Touch“ Verfahren Passwort und Username gar nicht mehr neu eingeben, wenn diese Daten bereits mit dem Kundenkonto des Onlineshops verknüpft wurden. Von der hohen Erfolgsquote profitieren natürlich auch die Händler, die mit der Zahlungsoption Paypal einen etwas höheren Umsatz erzielen. Allein aus diesem Grund wird das Unternehmen den Kreditkartenunternehmen weiter Marktanteile abjagen und langfristig möglicherweise sogar den Rang ablaufen. Denn wer braucht in den kommenden Jahren noch Plastikkärtchen, wenn es z.B. mit dem Smartphone oder über das Internet einfacher und sogar sicherer geht?

Ebay-Trennung bringt auch Vorteile

Anfang 2018 verkündete die Auktions- und Shoppingplattform Ebay, die Beziehung mit der früheren Bezahltochter Paypal schrittweise zu beenden und künftig stärker mit dem niederländischen Anbieter Ayden zusammenzuarbeiten. Die Börse reagierte zunächst enttäuscht, denn immerhin stammen rund 13% der Umsätze von PayPal von Ebay. Allerdings hat der Rauswurf für PayPal durchaus auch positive Seiten. Der Zahlungsanbieter ist dadurch endgültig nicht länger an die alte Konzernmutter „gekettet“ und kann neue Allianzen schließen, z.B. mit Amazon. Durch das jährliche Wachstum von 15% bis 20% sollte die Umsatzdelle also schnell ausgebügelt sein. Darüber hinaus überragt PayPal Ebay mittlerweile bei Weitem. Mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von 120 Mrd. USD ist PayPal bereits mehr als dreimal so viel wert wie Ebay mit 34 Mrd. USD Börsenwert.

Strategische Partnerschaften sichern zukünftiges Wachstum

Paypal profitiert in erster Linie vom ungebrochenen Trend zum Online-Shopping und verzeichnete in den vergangenen drei Jahren stetiges Wachstum: Die Umsätze stiegen im Durchschnitt Jahr für Jahr um +19 %, die Gewinne überproportional um +24%. Für das vergangene Geschäftsjahr 2018 wurde ein Gewinnplus von +28% auf 2,42 USD je Aktie gemeldet. Strategische Partnerschaften mit Google (Alphabet), der Großbank Wells Fargo, sowie den beiden Kreditkartenunternehmen Mastercard und Visa werden dazu beitragen, dass PayPal seine Marktanteile trotz des intensiven Wettbewerbs auch in den kommenden Jahren weiter ausbauen kann.

Rücksetzer als Kaufgelegenheit abwarten

Bei einem Aktienkurs von 101 USD beträgt die Marktkapitalisierung von Paypal rund 120 Mrd. USD. Im Vergleich dazu kommt Visa derzeit auf 307 Mrd. USD Börsenwert, während Mastercard mit immerhin rund 238 Mrd. bewertet wird. Um in diese Regionen vorzustoßen hätte Paypal also durchaus noch Aufholpotenzial. Dennoch ist die Aktie auch bei 101 USD nicht unbedingt ein Schnäppchen. Bei erwarteten 2,88 USD Gewinn je Aktie, liegt das 2019er KGV bei stolzen 36, für 2020 bei 29 (erwarteter Gewinn 2020: 3,48 USD je Anteilsschein). Die Aktie ist vor allem für langfristig orientierte Anleger, die auf fortgesetztes Wachstum setzen, interessant. Warten Sie für den Einstieg einen Rücksetzer unter 90 USD ab.

Facebook: Drei Umsatzjoker für die Zukunft

Die Aktie des sozialen Netzwerks Facebook (ISIN: US30303M1027 – Symbol: FB – Währung: USD) hat in den letzten Jahren einen beeindruckenden Aufwärtstrend erlebt, bevor unter anderem einige Datenskandale Druck auf die Aktie ausübten. Von etwa 18 USD im Tief stieg die Aktie bis Mitte 2017 in der Spitze auf über 218 USD – Ein Plus von mehr als +1.000%. Viele Anleger hatten die Facebook-Aktie lange Zeit massiv unterschätzt. Denn dem CEO und Gründer Mark Zuckerberg gelang ein beeindruckendes Kunststück: Aus einem Zeitvertreib für gelangweilte Studenten den mittlerweile zweitmächtigsten Internetkonzern nach Alphabet (Google) zu formen.

Zuckerbergs Ziel: 5 Milliarden Nutzer bis zum Jahr 2030

Rund fünf Jahre nachdem Facebook eine Milliarde Nutzer erreichte, überschritt die Zahl der monatlich aktiven Nutzer im vergangenen Jahr 2017 die magische 2 Mrd.-Grenze. Da es Facebook gelingt stetig mehr Einnahmen pro Nutzer zu generieren, steigen die Umsätze bislang deutlich stärker als die Userzahlen. Und wenn es nach Mark Zuckerberg geht, so wird die 2-Mrd.User-Schallmauer auch nicht der letzte Meilenstein von Facebook sein. Erklärtes Ziel von Zuckerberg sind nicht weniger als 5 Mrd. monatlich aktive Nutzer bis zum Jahr 2030.

Bald sollen drei weitere Einnahmequellen sprudeln

Facebook lieferte in den vergangenen Jahren beeindruckende Geschäftszahlen. In den letzten drei Jahren stieg der Umsatz im Durchschnitt um starke +47%, während die Gewinne im Mittel sogar um satte +80% zulegten. Für das Jahr 2018 wurden Umsätze in Höhe von 55,8 Mrd. USD und Gewinne von 7,57 USD je Aktie gemeldet. Für 2019 rechnen Analysten mit einem stabilen Gewinn, bevor für 2020 ein Wachstum auf 8,83 USD erwartet wird.

Die Zeichen stehen auch in den kommenden Jahren auf Wachstum, denn das Unternehmen kann sich schrittweise weitere sehr lukrative Einnahmenquellen erschließen: Neben der Facebook-Seite gehören weitere boomende Produkte zum Zuckerberg-Imperium. Das sind die beiden Kurzmitteilungsdienste WhatsApp und Messenger mit je über 1,5 Mrd. Nutzern, sowie Instagram, ein Online-Dienst zum Teilen von Bildern und Videos mit mehr als 1 Mrd. Nutzern. In den kommenden Jahren sollen diese Produkte „monetarisiert“ werden (d.h. z.B. durch zielgerichtete Werbeeinblendungen zu vermarkten).

WhatsApp, Messenger und Instagram versprechen zukünftige Profite

Während andere soziale Netzwerke wie Twitter oder Snap offenbar zusehends Probleme haben genügend neue User anzuziehen, wächst die Nutzerbasis der drei Facebook-Dienste WhatsApp, Messenger und Instagram weiterhin in beeindruckendem Tempo. Alle drei gehören schon jetzt zu den größten sozialen Netzwerken der Welt. Das gewaltige Ertragspotenzial das hier noch schlummert lässt sich schwer abschätzen. Eines kann jedoch prognostiziert werden: Die aus der Facebook-Vermarktung gewonnenen Erfahrungswerte werden dazu beitragen, dass der Konzern durch eine geschickte Vermarktungsstrategie auch bei diesen Produkten bald gutes Geld für seine Aktionäre verdienen wird.

Kursrücksetzer konsequent zum Einstieg nutzen

Der aktuelle Aktienkurs von Facebook beträgt ca. 166 USD. Bei einem erwarteten 2018er Gewinn von 7,55 USD je Aktie errechnet sich ein KGV von 22. Das mag vielleicht den einen oder anderen Anleger abschrecken, genau wie die aktuelle Marktkapitalisierung von 475 Mrd. USD. Berücksichtigt man jedoch das anhaltend starke Wachstum des Unternehmens und die zusätzlichen Umsatzpotenziale, so erscheint die Bewertung durchaus gerechtfertigt. Im Vergleich dazu liegen die Bewertungen von anderen führenden Internetaktien wie Alphabet (Google), Netflix oder Amazon weitaus höher. Vielleicht bietet sich im Rahmen der Korrektur noch einmal die Chance für ein langfristiges Investment im Kursbereich zwischen 150 und 165 USD zuzugreifen.

Waste Management: Rendite mit Müll

Der dritte vorgestellte Wert gilt als antizyklisches oder defensives Investment, also eine Aktie, die von einer möglichen Rezession nicht so stark betroffen wäre, wie Technologiewerte. Konkret geht es bei Waste Management (ISIN: US94106L1098 – Symbol: WM – Währung: USD) um Abfallbeseitigung und Recycling. Erst kürzlich prognostizierte die Weltbank, dass die weltweite Müllmenge bis 2050 um bis zu +70% auf unglaubliche 3,4 Mrd. Tonnen im Jahr steigen soll. Der Ellen MacArthur Foundation zufolge landen jährlich rund 8 Mio. Tonnen Plastik in den Weltmeeren. Probleme bereitet aber natürlich nicht nur der Plastikmüll, sondern auch viele andere nicht oder nur schwer abbaubare Materialien. Um die Müllmenge einzudämmen muss neben einer Optimierung von Verpackungen vor allem die Recyclingquote erhöht werden.

Waste Management ist einer der Profiteure dieser Entwicklungen. Das im Jahr 1968 gegründete Abfallwirtschafts-Unternehmen ist an der New York Stock Exchange notiert und im Aktienindex S&P 500 enthalten. Kerngeschäft ist das Sammeln, Beseitigen und Recyceln von Müllsorten unterschiedlichster Art. Kunden sind sowohl Privathaushalte, Städte und Kommunen aber auch Industriekunden. Auch die Gewinnung erneuerbarer Energien aus Deponie-Gasen gewinnt für das innovative Unternehmen zunehmend an Bedeutung

Hohe Markteintrittsbarrieren sichern hohe Gewinnmargen

Allein der US-Hausmüllmarkt weist ein Volumen von rund 60 Mrd. USD auf. Ein ordentlicher Anteil davon entfällt auf Waste Management, denn das Unternehmen ist mit 13 Mrd. USD erwartetem Jahresumsatz der mit Abstand größte Entsorger der USA. Der wichtigste Wettbewerber Republic Services ist nur etwa halb so groß. Für potenzielle neue Wettbewerber gibt es hohe Markteintrittsbarrieren, denn zum einen ist das Geschäft äußerst kapitalintensiv, denn Entsorgungsanlagen und -fahrzeuge, Müllsammelstellen und Deponien kosten sehr viel Geld. Zum anderen bestehen erhebliche gesetzliche Auflagen für die Eröffnung und den Betrieb von Mülldeponien, Verbrennungsanlagen etc.. Entsprechend hoch sind die Gewinnmargen für Waste Management. Zuletzt profitierten die US-Entsorger davon, dass China keinen amerikanischen Plastikmüll mehr ins Land lässt.

Solides Wachstum von Umsatz und Gewinn

Waste Management konnte den Umsatz in den vergangenen drei Jahren im Schnitt immerhin um +5% steigern. Gleichzeitig kletterten die Gewinne überdurchschnittlich um +16% p.a. Zuletzt hatte sich das Gewinnwachstum sogar beschleunigt. Im Gesamtjahr 2018 wurde eine Ergebnissteigerung um +31% von 3,20 USD je Aktie im Vorjahr auf 4,20 USD je Aktie erzielt. Im laufenden Jahr sollen bereits 4,38 USD pro Aktie erlöst werden, im Jahr 2020 dann 4,77 USD je Anteilsschein.

Milliardenschweres Aktien-Rückkaufprogramm und Dividendenerhöhung

Seit 15 Jahren in Folge steigt die Dividende kontinuierlich, so dass Waste Management auch in Zukunft zu den stärksten Dividendenzahlern gehören wird. Aktuell wird eine Quartalsdividende von 0,465 USD je Aktie ausgeschüttet. Kürzlich meldete das Unternehmen eine Dividendenanhebung auf 0,5125 USD je Aktie, was aufs Jahr hochgerechnet rund 2,05 USD oder (bei einem aktuellen Aktienkurs von 102 USD) einer Dividendenrendite von immerhin 2% entspricht. Außerdem wurde ein neues milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1,5 Mrd. USD beschlossen, mit dem ein bereits abgeschlossenes Rückkaufprogramm aus dem Jahr 2018 abgelöst wird.

Stabiles Geschäftsmodell und hervorragende Zukunftsaussichten

Waste Management hat alle Eigenschaften, die eine antizyklische Aktie aufweisen sollte. Die Aktie befindet sich in einem langfristigen Aufwärtstrend. Von der Börsenkorrektur im Herbst 2018 war das Unternehmen kaum betroffen und die Aktie notiert bereits auf einem neuen Allzeithoch. Waste Management ist mit einem äußerst stabilen Geschäftsmodell in einem Wirtschaftsbereich tätig, der immer benötigt wird. Wohl auch deshalb hat unter anderem Bill Gates in Anteile des an der Börse aktuell mit 44 Mrd. USD bewerteten Unternehmens investiert. Gates hält zusammen mit seiner Frau mehr als 7% der Anteile. Die Aktie eignet sich in erster Linie für konservative, langfristig orientierte Anleger oder zur Diversifikation in turbulenten Börsenzeiten.

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