Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
US-Dollar/Chinesischer Yuan: Bereit zur Gegenwehr

Wird der US-Präsident noch in dieser Woche das Volumen der Strafzölle gegen chinesische Importe massiv erhöhen oder nicht? Angesichts Trumps jüngsten Bemerkungen tendieren recht viele Investoren dazu, dass es so kommt. Das ließe den Gedanken zu, dass die chinesische Währung, der Yuan, daraufhin schwächer würde, weil diese Zölle die chinesische Wirtschaft beschneiden würden, man also mit niedrigeren Zinsen und anderen Stützungsmaßnahmen der chinesischen Regierung rechnen könnte, um das Wachstum aufrechtzuerhalten. Das würde grundsätzlich eine schwächere Währung bedeuten.

Und der Blick auf die Relation des Yuan zum US-Dollar auf Wochenbasis scheint zu belegen, dass Trumps aggressive Haltung im Bereich des Handels längst ihre Spuren hinterlassen hat, denn der Yuan wird immer jetzt schon schwächer: Noch im März bekam man einen US-Dollar für 6,24 Yuan, im August musste man in der Spitze 6,96 Yuan für einen US-Dollar bezahlen. Die chinesische Währung macht damit deutlich, dass die Trader am Devisenmarkt davon ausgehen, dass die US-Regierung China in die Knie zwingt. Oder trügt der Schein?

Expertenmeinung: Es ist in der Tat gut möglich, dass dieser Scheint trügt. Denn China kann die eigene Währung gezielter beeinflussen, als es anderen Regierungen mit großen Währungen möglich wäre. Auch, wenn es einen freien Devisenhandel an den Börsen gibt, China kann die eigene Währung „führen“. Und hier gilt ebenso wie für die USA: Wer die jeweils schwächere Währung hat, wirkt zwar „angeschlagen“, zieht daraus aber in Wahrheit erhebliche Vorteile. Denn dadurch, dass ein US-Dollar in China mehr wert ist, ist auch der Gewinn von Waren, die von chinesischen Unternehmen in den USA verkauft werden, entsprechend höher.

Salopp ausgedrückt: Es bleibt für die Chinesen einfach mehr hängen. Und umgekehrt verringert sich ob des schwächeren Yuan für die US-Unternehmen der Gewinn für Waren, die in China verkauft werden. Es sei denn, sie würden die Preise anheben, was dann aber auf den Umsatz drücken würde. Es ist kein Zufall, dass der US-Dollar ab Januar 2017, als Donald Trump sein Amt antrat, sukzessive billiger wurde. China gab sich kompromissbereit, die USA drückten derweil den US-Dollar, nicht nur zu Yuan, auch zum Euro. Doch seit die US-Regierung sich vernünftigen Verhandlungen verweigert, steigt der US-Dollar wieder.

China wehrt sich auf dem Weg der eigenen Währung. Und sollte es tatsächlich zu der befürchteten Ausweitung der US-Strafzölle kommen, wären das bisherige Hoch dieser Bewegung von 6,96 Yuan pro US-Dollar und das Hoch der Jahreswende 2016/2017 bei 6,98 Yuan wohl schnell erreicht … und womöglich auch überboten. Da China zugleich noch mit entsprechenden Gegen-Zöllen antworten wird, ist keineswegs sicher, dass die USA an einem solch langen Hebel sitzen, wie man es dort gemeinhin glaubt.

Chart vom 10.09.2018, Kurs 6,87 CNH, Kürzel USD.CNH

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