Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Schaeffler: Wo endet diese Achterbahnfahrt?

Am Montag schoss die Aktie des Automobilindustrie-Zulieferers Schaeffler zeitweise über 13 Prozent nach oben, am Dienstag dann brach sie in der Spitze um über neun Prozent ein, um sich dann aber zum Handelsende auf ein eher moderates Minus von zwei Prozent zu retten, das immerhin neun Prozent über dem vergangenen Freitag bei 8,42 Euro markierten, bisherigen Rekordtief lag.

Was ist denn hier los? Hier trafen aufkeimende Hoffnungen und Ernüchterung in schneller Folge aufeinander. Am Montag kamen die beiden Nachrichten, die Kanzlerin würde den Parteivorsitz abgeben und China plane, die Steuern auf den Kauf von Neuwagen von zehn auf fünf Prozent zu senken, nahezu gleichzeitig kurz nach Handelsbeginn herein. Beides schürte die Hoffnung, der Druck auf die deutschen Autobauer könnte dadurch gelindert werden.

Die Autoaktien stiegen schnell und deutlich – und die vom Umsatz her kleineren Aktien der Automobilzulieferer wie Schaeffler umso mehr. Doch am Dienstagmorgen folgte die kalte Dusche.

Expertenmeinung: Zum einen mag so mancher Investor, der sich vom Schwung des Augenblicks hatte zum Einstieg hinreißen lassen, lieber zügig Gewinne mitgenommen haben, weil die Frage im Raum stehen bleibt, ob und wie deutlich obengenannte Nachrichten wirklich Rückenwind für die Autobauer bedeuten könnte … nicht zuletzt angesichts des unverändert über der Branche schwebenden Damoklesschwerts der US-Strafzölle.

Aber entscheidend dafür, dass die Schaeffler-Aktie gestern zeitweise fast das bisherige Rekordtief des vergangenen Freitags durchschlagen hätte, war eine mit der Veröffentlichung vorläufiger Ergebnisse zum dritten Quartal einhergehende Senkung der Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr, die belegte:

Der befürchtete Druck ist bereits da. Die Prognose für die bereinigte Gewinnmarge auf EBIT-Basis wurde um ein Prozent auf eine Spanne zwischen 9,5 und 10,5 Prozent gesenkt, die Erwartung für das Umsatzwachstum sank auf vier bis fünf nach zuvor fünf bis sechs Prozent. Der niedrigere Umsatz in Kombination mit einer niedrigeren Gewinnspanne ist nicht gerade ohne, was der vorläufige EBIT-Gewinn des dritten Quartals, der mit 355 Millionen angegeben wurde, unterstreicht. Im Vorjahresquartal wurden da noch 416 Millionen erreicht.

Was wird sich durchsetzen: Die Hoffnung des Montags oder die schlechten Nachrichten des Dienstags? Dass die Aktie am Dienstag den Großteil anfänglicher Verluste aufholen konnte, deutet an, dass die Käufer „wollen“. Aber ob das Bären-Lager nicht bereits bereit steht, eine mögliche kurzfristige Wende abzuweisen, ist noch offen.

Eine wichtige Nagelprobe dahingehend wäre die am Montag nicht bezwungene 20-Tage-Linie bei 9,72 Euro als nächstgelegener charttechnischer Widerstand. Sollte die Aktie diese Linie auf Schlusskursbasis überwinden, hätten zumindest die kurzfristigen Trader auf der Long-Seite eine Chance. Aber wenn der Kurs dort abdreht, wären erneute Rekordtiefs keineswegs eine Überraschung.

Chart vom 30.10.2018, Kurs 9,17 Euro, Kürzel SHA

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