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Aktuelle Analyse:
Hypoport: Commerzbank sieht 30% Potenzial

Hypoport ist ein internetbasierter Allfinanzdienstleister, dessen Geschäftsmodell auf zwei Säulen ruht, und zwar der Vertrieb von Finanzprodukten über die Dr. Klein & Co. AG und die Vermittlung von Finanzprodukten über eine Transaktionsplattform im Internet. Mit dem B2B-Finanzmarktplatz Europace betreibt Hypoport nach eigenen Angaben die größte deutsche Online-Transaktionsplattform zum Abschluss von Finanzierungsprodukten.

Warum man jetzt kaufen sollte

Neben den schönen Worten können sich aber auch die Zahlen sehen lassen. Seit 2010 konnte der Umsatz von 68 auf 195 Mio. Euro gesteigert werden.
Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 0,53 auf 3,10 Euro.

Nach einer schwachen Ergebnisentwicklung im Vorjahr läuft die Maschine inzwischen wieder auf Hochtouren.

In den ersten neun Monaten kletterte der Umsatz um 33% auf 191,8 Mio. Euro. Das EBIT stieg um 19% auf 22,2 Mio. Euro.
Je Aktie ergibt sich daraus ein Ergebnis von 2,76 Euro, ein Plus von 11%.

Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass die Kreditplattform Europace schneller als der Markt wächst und alle Segmente zum Wachstums beitragen konnten.

Contra

Wie man an den Zahlen ablesen kann, war die Marge allerdings rückläufig. Darüber hinaus kann man den deutschen Immobilienmarkt durchaus als überhitzt bezeichnen. Auf die Vermittlung von Immobilienkrediten entfällt allerdings ein bedeutender Teil des Geschäfts.
Es muss also damit gerechnet werden, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Hypoport im Falle einer wirtschaftlichen Abkühlung spürbar verschlechtern könnten.

Bisher sind diese Punkte von theoretischer Natur, müssen aber zwingen in eine realistische Bewertung mit einfließen.

Ausblick, Fazit und fundamentale Bewertung

Für 2018 erwartet Hypoport ein prozentual zweistelliges Wachstum mit einem Umsatz zwischen 240 und 260 Mio. Euro und einem EBIT zwischen 29 und 34 Mio. Euro.
Die Konsensschätzung geht von einem Gewinnsprung von 3,10 auf 3,85 Euro je Aktie aus und 4,85 im Folgejahr.

Hypoport kommt derzeit also auf ein KGV von 43,6 und 34,6 im Geschäftsjahr 2019.
In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 28,8.

Eine so hohe Bewertung ist selbst bei einem Gewinnwachstum von 25% schwer zu rechtfertigen. Das Chance-Risiko-Verhältnis erscheint nicht attraktiv zu sein und die Risiken zu überwiegen.

Die Rechnung ist recht einfach, würde Hypoport Ende nächsten Jahres mit einem KGV von 30 bewertet, was noch immer hoch ist, stünde die Aktie bei 145,50 Euro. Knapp 13% tiefer als heute.

Was ist der Grund für den Kurssprung

Die Commerzbank scheint allerdings zu einem anderen Schluss zu kommen. Der zuständige Analyst Michael Dunst stuft die Aktie auf hold mit Kursziel 207 Euro.

Das würde im laufenden Geschäftsjahr einem KGV von 53,8 und einem Kurspotenzial von nahezu 30% entsprechen.

Doch warum stuft man eine Aktie mit 30% Kurspotenzial auf hold und ist ein KGV von mehr als 50 wirklich zu rechtfertigen?

Charttechnik

Die Aktie ist heute im ersten Anlauf am Widerstand bei 170 Euro gescheitert. Erst über dieser Marke hellt sich das Chartbild nachhaltig auf.

Derzeit stehen die Chancen für die Bären allerdings besser und es sollte ein erneuter Rückfall in die Unterstützungszone zwischen 148 und 153 Euro eingeplant werden. Hier verläuft auch der langfristige Aufwärtstrend und dementsprechend würde sich die Lage unterhalb von 148 Euro deutlich eintrüben.

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