Börsenblick

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Aktienanalyse:
Goldman Sachs: Knifflige Bilanz und Stütze vom Terminmarkt?

Aktuelle Analyse der Goldman Sachs Aktie

Start im Minus, dann eine Rallye in die Gewinnzone, am Ende aber doch wieder Abgaben, die die Aktie der US-Investmentbank Goldman Sachs kaum verändert ins Handelsende schickten: Der Grund für diesen derart volatilen Tag waren die vor US-Handelsbeginn vorgelegten Ergebnisse des vierten Quartals. Dass die Aktie danach „all over the map“ war, also ebenso im Minus wie im Plus notierte, war zwar auch dem durch die Unterzeichnung des Phase I-Deals und des Beginns des Impeachment-Prozesses recht volatilen Gesamtmarkt geschuldet. Aber es lag ebenso an dieser Bilanz, die für die Marktteilnehmer knifflig zu interpretieren war.

Denn auf der einen Seite verfehlte Goldman Sachs die durchschnittliche Erwartung der Analysten beim Gewinn pro Aktie deutlich. Da lag die Konsens-Schätzung bei 5,47 US-Dollar pro Aktie, es wurden nur 4,69 US-Dollar (Vorjahresquartal 6,04 US-Dollar). Doch auf der anderen Seite lag der Umsatz mit 9,96 Milliarden US-Dollar deutlich über den Erwartungen von 8,51 Milliarden (Vorjahresquartal 7,86 Milliarden). Wie geht so etwas zusammen?

Expertenmeinung: Und man darf sich auch fragen, wie sich eine Aktie 25 Prozent über dem Niveau halten kann, das der Kurs erreicht hatte, als die weit, weit höheren Gewinne des 4. Quartals 2018 gemeldet wurden und die Aktie im Januar 2019 daraufhin nahe 200 US-Dollar trugen. Da ließe sich argumentieren, dass zwar auch das dritte Quartal 2019 enttäuschend war, dafür aber die ersten beiden Quartale des Jahres starke Gewinne auswiesen, die klar über den Prognosen lagen. Aber nichtsdestotrotz kommt man so auf ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von 11,6 für die jetzt vorliegenden 2019er-Gewinne. Das ist für eine Bank alles andere als „billig“. Und wenn die Umsätze anziehen, der Gewinn aber nachgibt, deutet das jetzt einmal auf ein deutlich unter Margendruck stehendes Geschäft hin. Man müsste, wenn man auf diesem Niveau noch zugreift, überzeugt sein, dass sich diese Schere im Jahr 2020 wieder zu Gunsten kräftig anziehender Gewinne schließt oder …

… man müsste massiv daran interessiert sein, dass die Aktie zum morgen anstehenden Abrechnungstermin der Aktien- und index-Optionen im Bereich des Options-Strike-Preises von 250 US-Dollar bleibt. Ist es länger vorhaltende Zuversicht oder sind es nur kurzfristig relevante Aktionen der großen Adressen am Terminmarkt, die Goldman trotz der verfehlten Gewinnerwartung einigermaßen stabil hielten? Letzteres sollte man zumindest als möglich erachten, denn davon abgesehen, dass es um die Optionen auf Goldman Sachs selbst geht, steht die Aktie derzeit auf Platz 4 in der Gewichtung des Dow Jones und ist damit eines der wichtigsten „Instrumente“, um den Index im Vorfeld eines solchen Abrechnungstermins zu bewegen. Mit Long-Positionen auf Goldman Sachs im Depot wäre es angebracht, die obere Begrenzung des keilförmigen Aufwärtstrendkanals im Auge zu behalten. Die verläuft derzeit bei 241 US-Dollar und wurde offensichtlich aktiv verteidigt. Sollte die Aktie das gestrige Tagestief von 239 US-Dollar deutlicher und auf Schlusskursbasis unterschreiten, kann das bereits das Signal sein, dass die Schwerkraft auch diese Aktie einholt. Ein denkbares Kursziel wäre dann die Kreuzunterstützung aus der unteren Begrenzung des Trendkanals und der 200-Tage-Linie, die momentan bei 210 US-Dollar verläuft.

Chart vom 15.01.2020, Kurs 245,21 US-Dollar , Kürzel GS | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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