Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Goldman Sachs: Hier ist nicht alles Gold, was glänzt

Die am 16. Januar auf den Tisch gelegte Bilanz des vierten Quartals 2018 brachte der Aktie der Investment-Großbank Goldman Sachs an diesem Tag einen Anstieg von 9,5 Prozent ein.

Basis des Kurssprungs war ein Gewinn von 6,04 US-Dollar pro Aktie, der meilenweit über der Konsens-Prognose der Analysten lag, die mit 4,30 US-Dollar gerechnet hatten – zumindest offiziell. Denn eigentlich hätte man mit mehr rechnen dürfen, auch, wenn der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Tick zurückgegangen war.

Dass Goldman Sachs ein Jahr zuvor einen Verlust bilanziert hatte, lag ausschließlich an bilanzierungstechnischen Aspekten im Vorfeld der US-Steuerreform. Und genau diese Bilanz-Operationen führten dazu, dass die Investmentbank jetzt umso besser dasteht. Aber der rückläufige Umsatz macht deutlich, dass die Lage nicht so golden ist, wie sie der über den Prognosen liegende Gewinn suggeriert.

Der Aktienhandel lief gut, der Anleihehandel hingegen nicht. Es sei ein schwieriges Marktumfeld, begründete Goldman Sachs das schwache Bond-Geschäft. Das ist etwas, das man im Hinterkopf behalten sollte. Und nicht nur das.

Expertenmeinung: Während die Aktien im vierten Quartal massiv unter Druck standen, liefen US-Anleihen wie geschnitten Brot. Die Renditen sanken, die Kurse stiegen, die Nachfrage war somit hoch.

Das hätte also besser laufen können, womöglich müssen. Und zwei andere Aspekte sind ebenso nicht unwichtig: Goldman Sachs erreichte in diesem vierten Quartal 1,2 Milliarden der insgesamt 8,08 Milliarden Umsatz im Bereich „Merger & Akquisition“, sprich durch Rat und Begleitung bei Übernahmen.

Ein Geschäft, das im laufenden Quartal voraussichtlich nachlässt. Und manch einer fragt sich, ob die eher Rückstellungen in Bezug auf den Skandal um Veruntreuungen bei einem malaysischen Staatsfonds nicht zu gering ausgefallen sind. Hinzu kommt, dass sich das Wachstumstempo der USA, vor allem aber weltweit, deutlich verringert hat – für Banken grundsätzlich ein problematisches Umfeld.

Wenn, sollte man bei dieser Aktie also weniger auf die betriebswirtschaftlichen, sondern auf die rein charttechnischen Perspektiven achten, wenn man hier auf der Long-Seite aktiv ist. Und man sollte durch konsequent nachzuziehende Stop Loss-Absicherungen verhindern, dass jederzeit mögliche, böse Überraschungen die Position nennenswert gefährden könnten. Nach dem Kurssprung des 16. Januar hatte die Aktie konsolidiert, blieb wochenlang eher unauffällig. Zum Ende der Vorwoche aber zog Goldman Sachs wieder an, nimmt damit Anlauf, das bisherige Jahres-Verlaufshoch von 203,29 US-Dollar anzugehen und zu überwinden.

Charttechnisches Ziel: Die massive, hier im Chart auf Wochenbasis gut auszumachende Widerstandzone zwischen 209 und 219 US-Dollar. Dass die Aktie diese Zone bezwingt, ist zwar angesichts der sich eintrübenden Rahmenbedingungen zweifelhaft, aber nicht ausgeschlossen. Wichtig wäre nur, den Stop Loss jeweils unter das letzte nennenswerte Zwischentief zu platzieren, aktuell also unter 188 US-Dollar. Denn wenn Kurs und Fakten deutlich auseinanderlaufen, muss man immer gewärtig sein, dass der Sturz auf den Boden der Tatsachen auch mal sehr abrupt vonstattengehen kann.

Chart vom 15.02.2019, Kurs 198,50 US-Dollar, Kürzel GS | LYNX Online Broker

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