Börsenblick

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Aktienanalyse:
Deutsche Bank: Ein Short Squeeze wie aus dem Lehrbuch

Aktuelle Analyse der Deutsche Bank Aktie

Die Aktie der Deutschen Bank schoss am Donnerstag um über zwölf Prozent nach oben, während der DAX nur noch träge zulegte und stieg am Freitag auch noch weiter, um gute weitere zwei Prozent. Man könnte meinen, hier sei die vorher so trübe Ertragslage mit einem Schlag auf den Kopf gestellt worden. Aber hinter diesem immensen Satz nach oben steckt wohl eher eine profane „Short Squeeze“: Die auf der Short-Seite positionierten Trader wurden mit Macht aus dem Markt gedrängt. Um noch größere Verluste zu vermeiden, mussten sie „eindecken“, sprich ihre Leerverkäufe neutralisieren. Das geht eben nur, wenn man die Aktie kauft – und das zieht den Kurs.

Je größer die Panik unter den Bären wird, desto hektischer laufen solche Eindeckungen ab. Vor allem, wenn wie in diesem Fall eine entscheidende, charttechnische Widerstandszone überboten wurde und dadurch äußerst viele knapp über dieser Schlüsselzone angesiedelte Stop Loss auf der Short-Seite ausgelöst wurden. So etwas kann auch passieren, wenn der eigentliche Auslöser einen solchen Kurssprung gar nicht „wert“ wäre. Aber das ist eben dann etwas, das den wie Zitronen ausgequetschten Bären (daher diese Bezeichnung „Short Squeeze“) auch nicht hilft. Und was war dieser Auslöser?

Expertenmeinung: Am Donnerstag wurde gemeldet, dass der Großinvestor „Capital Group“ sich bei der Deutschen Bank eingekauft habe. Allerdings liegt der Anteil bei 3,1 Prozent, das ist keineswegs revolutionär. Nur kam diese positiv klingende Meldung genau in dem Moment, als die Aktie mit der oberen Begrenzung des August-Aufwärtstrendkanals und der oberen Begrenzung der seit Anfang 2019 geltenden Seitwärtsrange eine entscheidende Widerstandszone erreicht hatte. Die wiederum angesteuert wurde, weil es dem Deutsche Bank-Chef Sewing zuletzt gelungen war, genug Optimismus zu verbreiten, um den Anlegern neue Hoffnung auf eine bald anstehende, nachhaltige Wende zum Besseren zu machen.

Damit war diese Meldung ausreichend, um eine Kombination aus Hoffnungskäufen, charttechnisch induzierten Trading-Käufen und panisch eindeckenden Leerverkäufern auszulösen. Aber ob man auf diesen dahin rasenden Zug noch aufspringen sollte, ist zumindest diskutabel. Denn auch, wenn die Kursziele der Analysten nicht alle paar Wochen aktualisiert werden und viele von diesen dementsprechend etwas älter sind: Der Schnitt der Experten-Kursziele liegt derzeit um 6,50 Euro und damit meilenweit unter dem Freitags-Schlusskurs von 9,53 Euro. Und nur zehn Prozent der Analysten haben die Aktie momentan als „Kauf“ eingestuft. Mittelfristig könnte die Deutsche Bank womöglich dennoch weiter Boden gutmachen, aber kurzfristig ist der Kurs nach dieser Short Squeeze so überhitzt, dass kurzfristige Trader jetzt tendenziell an Gewinnmitnahmen denken dürften.

Deutsche Bank Aktie Chart vom 07.02.2020, Kurs 9,53 Euro, Kürzel DBK | Online Broker LYNX

 

 

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