Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Daimler: Befreiungsschlag? Oder löst sich der Boden nach unten auf?

Noch ist die Zahl der Analysten, die Daimler mit „Verkaufen“ einstufen, weit geringer als die der Experten mit „Kaufen“-Empfehlungen. Der Haken bei solchen Übersichten ist aber, dass man nicht im Einzelnen sieht, wie alt die jeweiligen Kursziele und Einstufungen sind, schließlich erneuern die wenigsten Analysten jeden Monat ihre Einschätzungen.

Seit gestern ist das Lager derer, die die Aktie mit „Verkaufen“ einstufen, zumindest um dieses Urteil der Citigroup verstärkt. Und das passt durchaus ins Gesamtbild. Die stark rückläufigen Zulassungszahlen der letzten Monate sollen zwar aufgeholt werden – aber gelingt das wirklich? In den USA kippen die Zulassungszahlen. Und auch der chinesische Automarkt, der entscheidende Wachstumsmotor, wird momentan spürbar schwieriger. Hinzu kommt dieses ewige Damoklesschwert der US-Strafzölle.

Die zu vermeiden steht ganz oben auf dem Wunschzettel der EU. Aber ob und wie die US-Regierung sich dahingehend beeindrucken lässt, ist völlig offen. Man darf vermuten, dass man in Washington erst einmal China „abarbeiten“ wird und sich erst dann Europa zuwendet – mit offenem Ausgang. Zu hoffen, dass die Zeit starker Umsatzzuwächse und steigender Gewinnmargen in Kürze wiederkehren wird, ist in einem solchen Umfeld Wunschdenken.

Expertenmeinung: Aber die Frage stellt sich natürlich, ob die Citigroup mit ihrem „Verkaufen“-Rating nicht ein wenig sehr spät dran ist. Immerhin notierte Daimler noch im Januar kurzzeitig über 76 Euro und fiel im Oktober für einen Tag sogar unter 49 Euro zurück. Wobei man diese Frage natürlich erst recht bei den Analysten anbringen könnte, die die Aktie den ganzen Abstieg über auf „Kaufen“ belassen haben. Aber wären all die vorgenannten Belastungsfaktoren nicht langsam eingepreist?

Immerhin wurde ja sogar das bärische Kursziel in Form des Jahrestiefs 2016 bei 50,83 Euro (blaue Linie im Chart) erreicht. Für noch tiefere Levels müsste man bis ins Jahr 2013 zurückgehen. Und ja, es ist durchaus denkbar, dass viele von denen, die aufgrund dieser Belastungsfaktoren aussteigen wollten, auch schon ausgestiegen sind. Aber das bedeutet nicht, dass der Aktie deswegen eine Aufwärtswende gelingen müsste.

Trader dominieren dieser Tage das Geschehen. Und für die sind fundamentale Erwägungen wie „zu billig“ oder „zu teuer“ Nebensache. Falls Daimler den Versuch, sich auf dem aktuellen Niveau zu stabilisieren, nicht bald in einen Befreiungsschlag über die Widerstandszone 53,45/54,35 Euro und die an deren oberem Ende verlaufende Mai-Abwärtstrendlinie umsetzen kann, dürfe das bärische Lager seine Leerverkäufe wieder forcieren. Denn den Tradern ist völlig klar: Solange der Abwärtstrend intakt ist, kann aus „billig“ leicht „noch billiger“ werden!

Chart vom 15.11.2018, Kurs 51,06 Euro, Kürzel DAI

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