Börsenblick

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Aktienanalyse:
Daimler: Aufpassen!

Aktuelle Analyse der Daimler Aktie

Die Aussage des US-Handelsministers, dass die Strafzölle gegen europäische Autohersteller womöglich nicht aktiviert werden, sorgte zum Wochenstart für kräftige Käufe bei Daimler. Immerhin war es ja eine Nachricht, die indiziert, dass da ein seit Langem über den Konzernen schwebendes Damoklesschwert verschwindet. Aber wer genau hinschaute, erkannte: Ja, die Chance ist vorhanden. Aber sicher ist dahingehend gar nichts. Handelsminister Ross verband eine Streichung solcher Maßnahmen damit, dass die Autobauer jetzt weitere direkte Investitionen in den USA tätigen würden. Und zudem ist es am Ende alleine der US-Präsident, der dahingehend Mitte November den Daumen heben oder senken wird.

Nichtsdestotrotz war das grundsätzlich eine positive Nachricht. Da konnte es nicht überraschen, dass die Daimler-Aktie mit einem Aufwärts-Gap in den Tag startete und von dort aus weiter an Boden gewann. Allerdings konnten die in der Spitze 3,4 Prozent betragenden Gewinne nicht ganz gehalten werden. Und das ist ein Aspekt, der bullische Trader aufmerken lassen sollte. Die Daimler-Aktie hatte, gerechnet zum gestrigen Tageshoch bei 54,50 Euro, binnen vier Wochen um in der Spitze 27 Prozent zugelegt. Das ist auch mit dem Rückenwind der Hoffnung, dass diese Strafzölle nie Realität werden, ein relativ großer Impuls. Und es wäre zumindest keine allzu große Überraschung, wenn den Käufern langsam die Puste ausgehen würde, denn:

Expertenmeinung: Diese weitreichende Rallye hat alle Varianten durch, die gemeinhin einen Kurs antreiben. Zuerst lief die Aktie im Strom eines Anfang Oktober nach schwachem Start in den Monat aufwärts drehenden Gesamtmarkt mit. Den nächsten Schub erhielt sie, als es Mitte Oktober gelang, die Nackenlinie einer tadellosen Bodenbildung und die 200-Tage-Linie zu bezwingen. Dann kamen im idealen Moment positive Bilanzdaten hinzu: Ein besser als erwartet ausgefallenes Ergebnis des dritten Quartals sorgte für den Sprung über die Widerstandszone 50,25/50,92 Euro. Und kaum drohte der Schwung dieser Käufe zu erlahmen, sorgte diese Nachricht in Sachen Strafzölle für erneuten Schwung. Aber der war magerer als die meisten sich das wohl erhofft hatten.

Was einen unmittelbaren, weiteren Anstieg jetzt bremsen kann ist der Umstand, dass die „good news“ sich vorerst erschöpft haben dürften. Die Charttechnik hat ihre Schuldigkeit getan, die Fundamentaldaten in Form der Quartalsbilanz ihr Scherflein beigetragen. Und jetzt wäre mit dieser gestiegenen Chance, dass die Strafzölle nicht kommen, alles erfüllt, worauf die Bullen momentan hätten setzen können. Warum sollte man jetzt nicht erst einmal Kasse machen? Ein Rücksetzer wäre in den kommenden Tagen also allemal denkbar. Wichtig ist indes, darauf zu achten, zügig die Schäfchen ins Trockene zu bringen, wenn sich die Anzeichen mehren, dass da mehr als nur ein normaler Pullback entsteht. Das wäre dann zu unterstellen, wenn die massive Supportzone zwischen der 200-Tage-Linie bei 49,43 Euro und der oberen Begrenzung des Mai-Gaps bei 50,92 Euro durchbrochen würde und nicht, wie es bei einem Pullback zu erwarten wäre, von dort aus neue Käufe zu beobachten wären.

Chart vom 04.11.2019, Kurs 53,15 Euro, Kürzel DAI

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