Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Daimler: Nur eine theoretische Chance?

Die Erfahrung lehrt, dass „weit genug gefallen“ eine hinreichend subjektive Einschätzung ist, um so oft schief zu gehen, dass man deutlich besser fährt, wenn man dem Trend folgt, als sich auf die Suche nach „Schnäppchen“ zu begeben, die dann doch keine sind. Vor allem, wenn es wie im Fall der Daimler-Aktie durchaus Argumente dafür gäbe, dass diesem Konzern sowie der gesamten Automobilindustrie das größte Ungemach erst noch bevorstehen könnte.

Denn der Autoabsatz gestaltet sich immer schwieriger. Und das liegt eben nicht nur an dem temporären, zusätzlichen Aufwand durch die neuen EU-Abgasnormen. Ob in den USA oder in China, die Verkaufszahlen können nicht überzeugen. Was den November angeht, war Daimler in Bezug auf die Verkaufszahlen noch recht gut davongekommen.

Aber auch, wenn das Unternehmen die Umsatzprognose weiter aufrechterhält, dass der Gewinn in 2018 einen nach eigenen Angaben „deutlichen“ Rückgang erfährt, weiß man bereits seit Oktober. Und mit Blick auf die zügig zunehmende Zahl Probleme andeutender Konjunkturdaten weltweit wäre es gewagt zu unterstellen, 2019 würde alles wieder besser. Warum also hält sich die Daimler-Aktie in den letzten Tagen relativ gut?

 Expertenmeinung: Eine berechtigte Frage, zumal sie sich gut hält, obwohl gerade erst am 6. Dezember durch den Bruch der Unterstützungslinie bei 48,77 Euro ein potenzieller Boden zerschlagen wurde. Aber knapp darunter, im Bereich zwischen 47 und 48 Euro, zeigen mehrere Dojis nacheinander, dass Käufer und Verkäufer kurzfristig zu einem Gleichgewicht gefunden haben. Was hieße, dass es, auch mit Blick auf den aus der überverkauften Zone heraus ein knappes Kaufsignal generierenden Stochastik-Oszillator, eine Chance gäbe, die Linie bei 48,77 Euro ebenso wie die bei aktuell 49,18 Euro abwärts laufende 20-Tage-Linie zurückzuerobern.

Dadurch wäre immerhin ein Anlauf an die momentan bei 52,10 Euro verlaufende, mittelfristige Abwärtstrendlinie möglich – für kurzfristige Trader ein lukratives Potenzial. Aber es kann gut sein, dass diese Chance eine theoretische Chance bleibt. Denn der am Freitag anstehende Abrechnungstermin am Futures- und Optionsmarkt kann bei dieser kurzfristigen Stabilität eine große Rolle spielen.

Es ist gut möglich, dass große Adressen am Terminmarkt versuchen, Daimler in dieser derzeitigen Spanne zu halten, weil das bei der Optionsabrechnung Gewinne verheißen würde, die den Aufwand, die Aktie in dieser Range zu halten, übersteigen. Aber selbst das muss angesichts der massiv bärischen Vorlage der Wall Street für den heutigen Dienstag nicht gelingen. Und auch wenn es gelingen sollte: Wenn diese Terminbörse-Abrechnung am Freitag über die Bühne ist, wäre damit auch sofort dieses wahrscheinlich kurzfristig stabilisierende Element verschwunden. Noch bleibt „Short“ bei dieser Aktie die richtige Seite für einen Trader.

Chart vom 17.12.2018, Kurs 47,42 Euro, Kürzel DAI | LYNX Online Broker

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