Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Daimler: Blinde Bullen sehen keine Abgründe

Die letzten wirklich nennenswerten Nachrichten zu Daimler kamen am 11. März in Form der Absatzzahlen des Februars. Mit einem Minus von 6,6 Prozent bei Mercedes-Benz Cars im Vorjahresvergleich keine guten News. Und China als äußerst wichtiger Absatzmarkt generierte mit -5,4 Prozent keinen Lichtblick.

Die unternehmenseigene Perspektive für 2019 ist äußerst verhalten und jeder weiß: Da sind weder mögliche US-Strafzölle noch ein harter BrExit enthalten. Doch während die fundamentale Lage dunkle Wolken zeigt, findet sich im Chart ein völlig anderes Bild: Seit Jahresanfang geht es dort, wenngleich unter kräftigen Schwankungen, aufwärts. Und gerade am Dienstag langten die Bullen ordentlich zu und hoben Daimler mit +3,44 Prozent auf den zweiten Platz der DAX-Gewinner, nur knapp von Wirecard geschlagen. Aber wieso?

Was sehen diejenigen, die da jetzt beherzt einsteigen, was die meisten Investoren nicht sehen? Man muss die Frage anders formulieren, dann wird ein Schuh daraus: Was sehen die Bullen nicht, was die anderen sehen? Die Antwort ergibt sich aus dem Chartbild. Es sind zwei Aspekte, die die Käufer derzeit ausblenden, einer so brisant wie der andere:

Expertenmeinung: Zum einen ignoriert man die vorgenannten, potenziell negativen Aspekte wie die Folgen von Strafzöllen und „BrExit“ mit dem Argument, dass sie eben noch potenziell sind. Es muss ja nicht so kommen. Stimmt, aber die Wahrscheinlichkeit, dass der Kelch an der Autobranche vorübergeht, ist allzu groß nicht.

Zum anderen betrachtet man die Chance, die die Aktie aus rein charttechnischer Sicht auf der Oberseite hätte, wenn der Kurs nur noch ein wenig weiter zulegen würde, ignoriert dabei aber, dass die Gegenseite, das bärische Lager, gemeinhin zu warten pflegt, bis es besonders wehtut, bevor man da zurückschlägt. Auch das muss nicht passieren. Aber wenn die Bullen derzeit agieren, als gäbe es den Abgrund nicht, auf den sie zustürmen, ist das für Short-Seller ein Matchball, den man ungern liegenlässt.

Es ist schon richtig, dass die Aktie vor allem durch den gestrigen, kräftigen Zugewinn in Schlagdistanz gelangt ist, um auf mittelfristiger Ebene bullische Signale zu generieren. Was der Fall wäre, wenn Daimler in diesem nunmehr dritten Anlauf seit Anfang Februar über die markante Widerstandszone 53,50/54,80 Euro inklusive der dort verlaufenden 200-Tage-Linie laufen würde. Aber weit hätten es die Bären für einen klaren Punktsieg auch nicht. Es müsste nur die aktuell bei 51 Euro verlaufende Januar-Aufwärtstrendlinie auf Schlusskursbasis durchbrochen werden, dann wäre dieser erneute Anlauf hin zu mittelfristigen charttechnischen Kaufsignalen ausgebremst.

Wer sich hier mit dem Gedanken eines Long-Trades tragen würde, sollte daher besser warten, bis Daimler die entscheidenden Charthürden mit Schlusskursen über 54,80 Euro nicht nur angekratzt, sondern eindeutig überboten hätte. Und auch dann wäre angesichts der keineswegs bullischen Rahmenbedingungen Vorsicht angebracht: Hier sollte man nicht ohne Stop Loss-„Fallschirm“ unterwegs sein.

Chart vom 19.03.2019, Kurs 52,86 Euro, Kürzel DAI | LYNX Aktienempfehlungen

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