Aktienanalyse:
Daimler: Die Bären haben die Lage im Griff – noch?

Aktuelle Analyse der Daimler Aktie

Zwei Tage lang lief auch die Daimler-Aktie bei dieser Rallye der Aktienmärkte mit. Aber schon am Donnerstag setzte nach festem Start wieder Abgabedruck ein. Und am Ende blieb in der Wochenbilanz weit weniger übrig als beim DAX. Die Underperformance der Aktie setzt sich also vorerst fort. Und dass Daimler dabei präzise auf Höhe der im Chart blau markierten 20-Tage-Linie nach unten abgewiesen wurde, macht deutlich, dass die Trader nicht nur überwiegend auf der Short-Seite agieren, sondern die Lage auch voll im Griff haben. Denn dieser gleitende Durchschnitt war nach dem Ausverkauf im Januar die nächstgelegene charttechnische Widerstandslinie außer dem kurzfristig weniger bedeutsamen Oktober-Tief und wurde damit eindrucksvoll verteidigt. Und die Argumente liegen letztlich ja auch auf Seiten der Bären:

Donald Trumps im Januar erneuerte Drohung, die EU bei einer Verweigerung der US-Handelsforderungen mit massiven Strafzöllen zu belegen, richtet sich natürlich wie üblich zuvorderst gegen die europäische Automobilindustrie. Dazu kommt jetzt noch die Lage in China, die schmerzhafte Umsatzeinbußen befürchten lässt. Und dass solche Ausfälle nicht durch den heimischen Markt ausgeglichen werden können, lassen die jüngsten, weit unter den Prognosen ausgefallenen Dezember-Daten zu Industrieproduktion und Auftragseingang vermuten, die beide kräftig zum Vormonat nachgaben. Grundsätzlich wäre der Weg an das Jahrestief 2019 (40,31 Euro) also weiterhin frei. Es sei denn …

Expertenmeinung: … die für morgen avisierten Zahlen zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr 2019 bergen Informationen, die die Short-Trader eines Besseren belehren. Denn ja, der am 22. Januar vorab gemeldete, als EBIT (vor Steuern und Zinsen) ausgewiesene Gewinn 2019 fiel mit nur noch 5,6 Milliarden Euro nach 11,1 Milliarden im Jahr 2018 fatal aus. Aber das wurde ja bereits in den Aktienkurs „eingearbeitet“. Vor Bekanntgabe dieser Vorab-Zahlen hatte die Aktie über sieben Prozent über dem Freitags-Schlusskurs notiert. Ausschließen sollte man daher nicht, dass der Konzern, auch hinsichtlich des Ausblicks, Informationen vorlegt, die den Eindruck erwecken, dass es doch hätte schlimmer kommen können und dadurch dazu führen, dass genug Short-Positionen eingedeckt werden, um die Aktie nach oben zu drehen. Wird der Dienstag damit zu einem Vabanque-Spiel für die Trader?

Zumindest ist die Reaktion der Aktie so offen, dass es eher keine gute Idee wäre, ausgerechnet heute eine neue Position einzugehen, es sei denn, man wollte gezielt eine „Schwarz-oder-Rot“-Wette eingehen. Aber ob diese anstehenden Zahlen ausreichen, um eine Aufwärts-Wende einzuleiten, lässt sich anhand der kurzfristigen Chartkonstellation leicht indizieren. Daimler muss auf Schlusskursbasis an diesem Hoch des Donnerstags bei 44,88 Euro vorbei, damit die zuvor als Widerstand effektive 20-Tage-Linie bezwingen, dann ließe sich unterstellen, dass der bärische Widerstand hinreichend nachgelassen hat, um eine Chance zu haben, in die mittelfristig wichtige, weit massivere Widerstandszone zwischen 48 und 51 Euro vorzudringen.

Daimler Aktie Chart vom 07.02.2020, Kurs 42,88 Euro, Kürzel DAI | Online Broker LYNX

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