Platin aktuell Platin: Hopp oder Topp? Hier dürfte bald etwas passieren

News: Aktuelle Analyse des Platin Futures

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Platin
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Ticker: PL
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Währung: USD

Während viele Rohstoffe seit dem Tief vom März 2020 extrem gestiegen sind, hat sich der Platin-Kurs seither „nur“ in etwa verdoppelt. Spannend ist er aber trotzdem, denn die charttechnische Situation lässt lukrative Trading-Chancen erwarten.

Ob die Kurse von Rohstoffen explodieren oder in sich zusammenfallen, hat neben der tatsächlichen Angebot/Nachfrage-Situation auch entscheidend damit zu tun, ob sich kurzfristige Spekulanten auf den jeweiligen Rohstoff einschießen und wenn ja, in welche Richtung man die Kurse dann treibt. Platin hat da offenbar weniger Trader angezogen als andere Commodities wie Rohöl oder, ein Extrembeispiel, Bauholz. Aber:

Wenn man sich diesen Chart auf Wochenbasis so anschaut, hat das Edelmetall trotzdem einiges an Spannung gewonnen, denn das Fahrwasser, in dem sich Platin vor dem Corona-Kurseinbruch bewegte, war extrem ruhig. Seit diesem Kurseinbruch im Februar und März 2020 hat sich der Kurs immerhin verdoppelt, das vorherige Hoch vom Januar 2020 bei 1.066 US-Dollar wurde in der Spitze um 23 Prozent überboten. Die Frage ist:

Expertenmeinung: Kommt da jetzt noch nennenswerte Hausse-Dynamik hinein? Viele andere, zuletzt extrem gestiegene Rohstoffe wie Sojabohnen oder Kohle steigen aktuell noch weiter … aber wenn Platin bis jetzt nicht recht mitzog, kann dann überhaupt noch etwas nachkommen?

Auszuschließen wäre das nicht, blind darauf zu setzen wäre aber verwegen, denn das Chartbild sieht derzeit eher nach einer Toppbildung aus, weil das bisherige Jahres-Verlaufshoch, das im Februar bei 1.315 US-Dollar erzielt wurde, im Mai zwar angegangen, aber nicht überboten wurde. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass bullische Trader die Fronten wechseln und auf die Vollendung eines Doppeltopps setzen, das unter 1.120 US-Dollar vollendet wäre und dann wohl unmittelbar in den Test der für den Fortbestand des Aufwärtstrends entscheidenden Zone 1.040/1.075 US-Dollar übergehen würde.

Platin: Chart vom 25.05.2021, Kurs 1.199,70 US-Dollar, Kürzel PL | Online Broker LYNX

Damit haben wir hier eine Gemengelage, die eine baldige Trendentscheidung einfordert. Wollen die Bullen hier weiterhin das Ruder in der Hand behalten, müssen sie den Kurs nach oben hinausbekommen, d.h. Platin zunächst die über die beiden letzten Hochs zu konstruierende Abwärtstrendlinie bei aktuell 1.275 US-Dollar, dann über das bisherige Jahreshoch bei 1.315 US-Dollar hinaustragen. Scheitert ein solcher Versuch oder bleibt er sogar ganz aus, wäre ein größerer Abwärtsimpuls wahrscheinlich, sobald es gelungen wäre, den Platin-Kurs unter 1.040 US-Dollar zu befördern.

 

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Vorherige Analysen des Platin Futures

Während der Goldpreis in den letzten Wochen wie losgelöst haussierte und Silber sich zumindest müht, hinterher zu kommen, bietet Platin aus Sicht der Bullen ein Bild des Jammers. Und das geht bereits seit Jahren so, wie unser Chart auf Wochenbasis zeigt. Immer wieder versuchte man sich an einem Befreiungsschlag, aber nachdem es dabei zwischen Anfang 2017 und Anfang 2018 zu drei abrupten Abverkäufen von Rallyes kam, gaben die Bullen auf und die Bären Gas: Platin rutschte durch die Unterstützungszone 910/945 US-Dollar und musste den Versuch einer Bodenbildung auf deutlich tieferem Niveau erneut angehen. Seit Spätsommer 2018 bietet der Bereich 775/800 US-Dollar einen potenziellen Boden, von dem aus sich Platin der Gold-Rallye anschließen könnte. Nur muss man das Wort „könnte“ sehr dick unterstrichen. Denn während Gold immenses Momentum aufgebaut hat, bleibt Platin gedrückt, man könnte im Kursbild nicht einmal den Versuch erkennen, dass Trader versuchen würden, die Handelsspanne nach oben zu durchbrechen. Warum, wo liegt das Problem? Expertenmeinung: Das Problem liegt darin, dass die Trader am Terminmarkt immer mehr auf fallende Kurse setzen und bislang dadurch imstande sind, einen Ausbruch nach oben zu verhindern. Ein klarer Überhang von Short-Positionen würde zwar normalerweise erwarten lassen, dass es irgendwann zu einer „Short Squeeze“ kommt, weil zu viele auf der bärischen Seite des Bootes sitzen und eine Kleinigkeit ausreichen könnte, um den Kurs durch massive Eindeckungen von Short-Trades nach oben zu treiben. Aber die Bären haben die Argumente auf ihrer Seite. Denn Platin wird zwar einerseits zu den Edelmetallen gerechnet, startet aber von der Wahrnehmung am Markt her nicht in derselben Kategorie wie Gold und Silber, weil die industrielle Nutzung von Platin eine größere Rolle bei der Veränderung von Angebot und Nachfrage spielt als bei Gold und Silber. Und die Nachfragesituation ist derzeit ungünstig, weil Platin ein wichtiges Element für Diesel-Katalysatoren ist, die sukzessiv weniger nachgefragt werden. Auf eine Short Squeeze zu wetten könnte in diesem Fall also daneben gehen. Derzeit hätten die Bären die besseren Karten, ein Bruch der Supportzone 775/800 US-Dollar wäre allemal denkbar und würde den Weg aus charttechnischer Sicht erneut nach unten freigeben. Chart vom 27.06.2019, Kurs 817,50 US-Dollar, Kürzel PL | LYNX Aktienempfehlungen