Kupfer Future Prognose Schwere Rezession? Kupfer sendet klare Signale

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Kupfer Future
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Währung: USD

Seit der vergangenen Woche haben wir Gewissheit, die USA befinden sich in einer technischen Rezession.
Nach einer Schrumpfung der Wirtschaft im ersten Quartal kam es auch im zweiten zu einer Kontraktion.

Wir hatten bereits im Vorfeld der Veröffentlichung mehrfach auf LYNX thematisiert, dass eine Rezession bereits so gut wie ausgemachte Sache war.

Dass es aber nicht nur in den USA mittelprächtig läuft, sollte klar sein. Man fragt sich unweigerlich, wie es sein kann, dass sich die Wirtschaft in der EU angeblich besser schlägt als die in den USA.
Dabei ist vollkommen klar, dass wir vom Krieg in der Ukraine sehr viel direkter betroffen sind.

Das liegt einerseits daran, dass die Handelsbeziehungen zwischen Russland und der EU sehr viel stärker ausgeprägt sind und vor allem daran, dass die USA nicht auf Öl- und Gas aus Russland angewiesen sind.

Darüber hinaus wissen wir nun, dass der wichtigste Handelspartner der EU, also die USA bereits in der Rezession stecken. Es dürfte daher ziemlich unwahrscheinlich sein, dass es in unseren Gefilden nicht auch zu einer Rezession kommen wird.

Wenn man gewissen Zweifel an den Statistiken hat, laut denen das BIP in der EU im ersten Quartal um 0,2% gestiegen ist, könnte es faktisch auch schon zu einer Rezession gekommen sein.
Nullkommazwei Prozent liegt im Bereich der Messungenauigkeit.

Klare Signale vom Kupfermarkt

Kupfer gilt als einer der besten Konjunktur-Frühindikatoren, der Spitzname „Dr. Copper“ kommt nicht von ungefähr.

Wenn man wissen möchte, wie es um die Weltwirtschaft wirklich steht, muss man sich nur die Preisentwicklung von Kupfer anschauen.

Der Kupfer -Markt ist sensibel und reagiert sehr schnell auf Nachfrageveränderungen.
Sinken die Preise, sendet das ein klares Signal: Die Weltwirtschaft kühlt sich ab.

Der Kupferpreis zeigt meist schon lange im Voraus, was man anhand von Wirtschaftsdaten erst Monate später erkennen kann.
Kupfer gehört also zu den wenigen wirklich sinnvollen Frühindikatoren.

Doch warum ist das überhaupt so? Die Antwort ist simpel: Kupfer steckt in so ziemlich jedem elektronischen Gerät, egal ob Stromkabel, Smartphone oder Maschinenbau, ohne Kupfer geht gar nichts.

Kupfer wird also faktisch in allen Branchen benötigt, Kupfer ist omnipräsent und dementsprechend groß ist auch die Aussagekraft für die Gesamtwirtschaft.

Das funktioniert immer wieder

Kupfer markierte beispielsweise schon im Mai 2021 ein Hoch, die Aktienmärkte kletterten hingegen noch bis Ende des Jahres weiter.

Seit dem letzten relevanten Hoch im März dieses Jahres ging es dann in großem Tempo abwärts.
Kupfer hat also bereits seit geraumer Zeit eine Flaute und in den letzten Monaten einen Konjunkturabschwung signalisiert.

Insgesamt hat Kupfer mehr als ein Drittel an Wert verloren und selbst nach der jüngsten Erholung sind die Verluste noch enorm.

Chart vom 01.08.2022 - Kurs: 3,59 Kürzel: HG - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 01.08.2022 – Kurs: 3,59 Kürzel: HG – Wochenkerzen

Die Preisentwicklung bei Kupfer und anderen Industriemetallen deuten klar auf eine Rezession hin.
Das wird umso deutlicher, wenn man sich vergegenwärtigt, dass der Kupfermarkt bis vor kurzem noch von Angebotsengpässen geprägt war.

Doch jetzt die gute Nachricht:
Vorerst sieht es nach einer Stabilisierung aus und betrachtet man den Kupferpreis und andere Industriemetalle im langfristigen Bild, zeigt sich, dass die Rohstoffmärkte eine milde Rezession signalisieren, aber keine schwere.

Inflation -> Leitzins -> Liquidität -> Aktienkurse

Ob Dr. Kupfer wieder Recht behalten wird, werden wir sehen. Meistens ist das der Fall.

Außerdem helfen sinkende Rohstoffpreise natürlich auch an der Inflationsfront. Diesen Faktor sollte man nicht unterschätzen.

Unsere Welt ist hochkomplex und alles miteinander vernetzt. Sinken die Preise von Kupfer, Aluminium, Blei, Zinn, Zink, Nickel & Co., dann dämpft das natürlich die Inflation, wenngleich die Auswirkungen natürlich nicht so groß sind wie bei Öl- und Gas.

Doch auch an dieser Front ist es, zumindest beim Öl, zu einer gewissen Entspannung gekommen. Brent notierte am Jahreshoch bei knapp unter 135 USD, aktuell sind wir bei 106 USD.

Verliert die Inflation an Momentum, hilft das natürlich den Verbrauchern, aber nicht nur denen.
Die Notenbanken müssten dann die Leitzinsen weniger stark erhöhen, was wiederum direkte Auswirkungen auf die Liquidität hat.

Und eine Sache ist sicher: Nichts ist für die Börse so wichtig wie Liquidität.

Vermutlich ist das das Szenario, welches an der Börse derzeit gespielt wird. Eine milde Rezession, ein baldiges Ende der Leitzins-Erhöhungen und keine weitere Eskalation des Ukraine-Kriegs und der damit einhergehenden Versorgungsnotlage im Energiesektor.

Es ist fraglich, ob die Börse nicht zu schnell von Panik auf Optimismus umgeschaltet hat.
Es darf quasi nichts schiefgehen, um das derzeitige Kursniveau des S&P500 zu rechtfertigen.

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