Worldline: Ist das die große Gelegenheit? Jetzt diesen Outperformer kaufen?

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Worldline
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Zur Worldline Aktie

Worldline ist in Frankreich ansässig und eines der führenden Unternehmen im Bereich Zahlungsverkehr- und Transaktionsdienstleistungen.

Wie man auf den ersten Blick sieht, handelt es sich bei der Aktie um einen langfristigen Outperformer, der zuletzt aber massiv unter Druck gekommen ist. Es ist quasi die Standard-Situation, in der ich Aktien unter die Lupe nehme.

Chart vom 09.11.2021 Kurs: 50,00 Kürzel: WLN - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 09.11.2021 Kurs: 50,00 Kürzel: WLN – Wochenkerzen

Aus technischer Sicht steht Worldline auf der Kippe. Die Aktie konnte sich zuletzt noch am langfristigen Aufwärtstrend behaupten, droht nun aber nachhaltig darunterzufallen.
Sinkt der Kurs nachhaltig unter 50 Euro, kommt es zu einem Verkaufssignal. In diesem Szenario muss mit einer Ausdehnung der Korrektur in Richtung 44 oder 40 Euro gerechnet werden.

Wäre das eine Gelegenheit?

Grund genug, um die Lage zu sondieren. Das Problem ist nur, dass die Gesamtsituation bei Worldline sehr unübersichtlich ist und die Zahlen schwer vergleichbar sind.

Worldline hat mit der Übernahme von Ingenico im Jahr 2020 eine grundlegende Transformation vollzogen und ist dadurch zu einem der fünf größten digitalen Zahlungsdienstleister der Welt aufgestiegen.

Seitdem ist man weitgehend mit Integration der neuen Tochter und der Neuausrichtung des Unternehmens beschäftigt. In diesem Zuge wurden auch mehrere Töchter verkauft.

All das macht die Einschätzung nicht gerade einfacher und das schreckt viele Anleger ab. Den Kurssturz hat das allerdings nicht ausgelöst.

Das kommt nicht gut an

Die letzten Quartalszahlen waren wohl nicht gut genug. Worldine meldete zwar ein organisches Umsatzwachstum um 8,3% auf 960 Mio. Euro, Anleger hatten sich aber eindeutig mehr erwartet.
Darüber hinaus wurde die Prognose für 2021 gesenkt. Die Cashflow-Conversion dürfte wohl „nur“ bei 42% statt 50% liegen.

Der langfristige Ausblick könnte ebenfalls besser sein. Worldline stellt für die kommenden drei Jahre ein Wachstum von 9 – 11% per annum in Aussicht.
Im Payment-Umfeld ist das nicht gerade üppig.

Darüber hinaus stößt auch die strategische Neuausrichtung auf wenig Gegenliebe. Erst im vergangenen Jahr hatte man für 7,8 Mrd. Euro Ingenico übernommen. Jetzt will man sich vom Terminal-Geschäft trennen, genau dem, wofür Ingenico bekannt ist.
Achten Sie beim nächsten Einkauf im Supermarkt auf die Bezahlterminals. Die Chancen sind recht hoch, dass dort ein Gerät von Ingenico genutzt wird.

Inzwischen ist der Carve-Out aber vollzogen. Das Terminal-Geschäft ist inzwischen so aufgestellt, dass es vollkommen eigenständig funktioniert.
Warum man diesen Unternehmensbereich loswerden will, erschließt sich aber nur halbwegs.
Das Segment wächst zwar nicht so schnell wie die anderen Geschäftsbereiche, ist aber ebenso profitabel.

Ein Verkauf ist nicht notwendig, es sei denn, man hat schon wieder die nächsten Übernahmeziele im Auge. Genau das dürfte der Fall sein.

Licht und Schatten

Die Probleme hätten wir somit identifiziert. Der Kurssturz könnte trotzdem übertrieben sein. Anleger konzentrieren sich derzeit vor allem auf die negativen Punkte und ignorieren die positiven Entwicklungen.

Die Neuausrichtung von Worldline verläuft gut und die anvisierten Synergieeffekte sind eingetreten. Ob man das Terminal-Geschäft nun verkaufen sollte, oder nicht, ist eine andere Frage. Eventuell lenkt man bei Worldline ja auch noch ein.
Das könnte den Kurs unmittelbar beflügeln.

Falls es nicht dazu kommt, dürften das die Geschäftszahlen erledigen. Im laufenden Geschäftsjahr wird ein Ergebnis von 1,55 Euro je Aktie erwartet, 2022 sollen es bereits 2,20 Euro je Aktie werden.

Das bedeutet, dass das KGV im kommenden Jahr auf 22,7 sinken würde. Geht es mit der Aktie noch eine Etage tiefer und man kommt bei einem Kurs von 40,00 Euro zum Zug, läge das KGVe nur noch bei 18,2.

Für diese Branche ist das außerordentlich wenig. Das gilt auch im Verhältnis zum erwarteten Wachstum.
Der Umsatz soll bis 2024 um 9 – 11% per annum steigen. Gleichzeitig stellt Worldline aber auch noch eine deutliche Verbesserung Profitabilität in Aussicht (Link).

Kann man diese Versprechen erfüllen, hat die Aktie erhebliches Potenzial. Wie sagt man so schön: Bargeld lügt nicht. Der Cashflow von Worldline spricht für sich.

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