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Renault Aktie Prognose Renault: Das war ein Remis – der Richtungsentscheid steht noch aus

News: Aktuelle Analyse der Renault Aktie

In diesem Artikel
Renault
ISIN: FR0000131906
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Ticker: RNO --- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
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Erwartung: Neutral
Zur Renault Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).

Die Renault-Aktie beendete den Donnerstagshandel mit einem Minus von 3,1 Prozent. Das war zum Teil die Reaktion auf die am Morgen vorgelegte 2025er-Bilanz, vor allem aber auf den Ausblick auf 2026. Aber wirklich entschieden ist noch nicht, wie es mit der Aktie weitergeht.

Das Chartbild der Aktie ist genauso trist wie das der meisten anderen Automobilwerte. Dabei hat Renault allerhand richtig gemacht. Das schlug sich u.a. darin nieder, dass der französische Konzern 2025 einen Umsatzanstieg von drei Prozent vorweisen konnte, während das Gros der Konkurrenz spürbare Umsatzeinbußen verbuchte. Zwar ging auch hier die Gewinnmarge zurück, sie fiel operativ von 7,6 Prozent im Jahr 2024 auf 6,3 Prozent. Aber man hätte sagen können: Immerhin, besser als die Masse.

So mögen diejenigen auch gedacht haben, die zugriffen, als der Renault-Kurs am Donnerstag als Reaktion auf die Bilanz zunächst in der Gewinnzone notierte. Ebenso wie die Trader, die einstiegen, als die Aktie in der Spitze bis zu 6,6 Prozent im Minus lag. Aber der Chart zeigt:

Damit ist noch nichts „gerettet“. Trotz des Minus ließe sich konstatieren, dass dieser Donnerstag mit einem Remis zwischen Bullen und Bären endete. Die Entscheidung, ob diese Aktie die bisherigen Jahrestiefs verteidigt und sich in der Folge an einen Versuch macht, aus der das zweite Halbjahr 2025 dominierenden Handelsspanne nach oben auszubrechen … oder aber ob die Verkäufer mit Macht zurückkommen … die steht noch aus.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Renault Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Wie das ausgeht, dürfte entscheidend daran liegen, wie man in Anleger- und Analystenkreisen nach einer darüber geschlafenen Nacht den für 2026 mitgelieferten Ausblick beurteilt. Denn der war gestern weit mehr Thema der Diskussionen als die Bilanz des Vorjahres. Der Grund:

Renault sieht für 2026 einen deutlich niedrigeren Cashflow und eine erneut niedrigere operative Gewinnmarge. Hier werden nach den 6,3 Prozent im Vorjahr nur noch 5,5 Prozent angepeilt. Eine Wende beim Gewinn wird damit also knifflig, selbst, wenn der Umsatz etwas anzieht. Als Grund liefert Renault unter anderem die wachsende Konkurrenz im europäischen Markt der E-Fahrzeuge. Was gerade für diesen Konzern problematisch ist, weil Renault eine massive E-Modelloffensive gestartet hatte und sich dadurch deutlich von der europäischen Konkurrenz abhob. Ein Anstieg außereuropäischer Modelle im Markt, vor allem aus China, wird da natürlich zu einer herben Herausforderung.

Und es hilft nicht, dass die Analysten für die Aktie bislang mehrheitlich positiv gestimmt waren und deren durchschnittliches Kursziel momentan bei gut 42 Euro liegt. Denn bislang war man mehrheitlich davon ausgegangen, dass Renault 2026 wieder Fahrt aufnimmt und relativ nahe an die 2023er-Gewinne pro Aktie herankommt. Käme es so, wäre die Aktie auch für einen Automobiltitel eher günstig bewertet. Aber angesichts dieses Ausblicks sieht es jetzt eben nicht danach aus, als würde es mit dem „Fahrt aufnehmen“ schon in diesem Jahr etwas werden. Daher:

Renault Aktie: Chart vom 19.02.2026, Kurs 32,16 Euro, Kürzel: RNO | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Renault Aktie: Chart vom 19.02.2026, Kurs 32,16 Euro, Kürzel: RNO | Quelle: TWS

Für einen möglichen Einstieg sollte man besser auf eindeutig positive Signale im Chartbild warten. Das gestrige „Remis“ war definitiv keines, denn damit steht das Risiko weiter im Raum, dass die Aktie unter 30 Euro fällt und sich damit klar nach unten löst.

Quellenangaben: Gesamtjahresbilanz 2025, Ausblick auf 2026, 19.02.2026:
https://assets.renaultgroup.com/uploads/2026/02/20260219_Press-release_Renault-Group_2025-FY.pdf

Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/RNO.PA/

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 19.02.2026 um 22:34 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Vorherige Analysen der Renault Aktie

24.10.2025
08:30 Uhr

Renault: Die Lage verbessert sich … aber nicht die der Aktie — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 23.10.2025 um 21:09 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Anleger und Analysten hatten mit steigenden Umsätzen gerechnet … und sie bekommen. Zwar weniger als im Schnitt erwartet, aber immerhin. Die Renault-Aktie legte auf die Zahlen hin zeitweise zu, doch am Handelsende stand ein Minus zu Buche. Was nicht überrascht.

Ein erster Schritt hinaus aus dem Tal der Tränen – mehr war es nicht, was der französische Automobilkonzern für das dritte Quartal zu vermelden hatte. Der Umsatz stieg, ohne die Währungsveränderungen herauszurechnen, im dritten Quartal um 6,8 Prozent zum Vorjahreszeitraum für den Automobilsektor, insgesamt, inklusive Services und Finanzierungen, um 8,5 Prozent. Etwas weniger als erwartet, aber nicht viel weniger. Für die ersten neun Monate kam man so auf einen Umsatzanstieg von 3,1 Prozent im Automobilsektor und von 5,1 Prozent insgesamt.

Das reichte einigen am Morgen, um zuzugreifen. Doch die Aktie drehte ab, rutschte ins Minus und blieb bis zum Handelsende dort. Wo lag das Problem?

Expertenmeinung: Es waren gleich mehrere. Zum einen wäre eine Besserung nur stabil, wenn auch der Nutzfahrzeugbereich zulegen würde. Doch das Umsatzplus wurde alleine von steigenden Verkaufszahlen bei den Pkw getragen, der Absatz der Nutzfahrzeuge fiel deutlich. Das trifft zwar nicht Renault alleine, aber ein Problem ist es eben trotzdem.

Des Weiteren kamen zwar – wie bei französischen Unternehmen üblich – keine Margen- und Bilanzdaten, auf die muss man bis nach Ende des gesamten Halbjahres warten. Aber Renault bestätigte das im Sommer nach unten korrigierte Margenziel. Große Schritte nach vorne dürften da somit nicht gelungen sein.

Und als dritter Aspekt kommt das „Nexperia-Problem“ hinzu: Renault könnten kurzfristig entscheidende Bauteile ausgehen, die von Nexperia hergestellt werden … die wegen des Exportstopps Chinas als Reaktion auf die Übernahme der Kontrolle dieses in den Niederlanden ansässigen, aber einem chinesischen Konzern gehörenden Chipherstellers durch die niederländische Regierung aber nicht nachgeliefert werden.

Das waren offenbar genug Haken an der Sache, um Marktteilnehmer dazu zu bewegen, selbst in die anfänglichen, kleinen Gewinne hinein lieber auszusteigen. Wobei das auch einen charttechnischen Hintergrund hat:

Renault Aktie: Chart vom 23.10.2025, Kurs 34,19 Euro, Kürzel: RNO | Online Broker LYNX
Renault Aktie: Chart vom 23.10.2025, Kurs 34,19 Euro, Kürzel: RNO | Quelle: TWS

Wir sehen im Chart, dass der Kurs seit Mitte September mehrere Anläufe unternommen hatte, in den Bereich der großen Abwärts-Kurslücke hineinzugelangen, die im Juli entstanden war. Würde das gelingen, hätte man aus charttechnischer Sicht wieder Spielraum nach oben, die nächsten Kursziele lägen dann bei 38,09 und 39,91 Euro. Aber das war zu vielen offenkundig zu unrealistisch: Dafür war der Umsatzzuwachs zu mager und dieses Damoklesschwert der möglicherweise bald zur Neige gehenden Nexperia-Chips zu scharf. Bevor nicht gelingt, was gestern misslang, nämlich ein Anstieg über das letzte Zwischenhoch bei 36,42 Euro, wäre diese Aktie auf der Long-Seite hoch riskant … und auch dann immer noch spekulativ.

Quellenangaben: Ergebnis des 3. Quartals 2025, 23.10.2025:
Renault Group, Communiqué de Presse

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.