Merck & Co. Aktie Prognose Merck & Co.: Diese Pharmaaktie stemmt sich gegen den Trend

News: Aktuelle Analyse der Merck & Co. Aktie

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Merck & Co.
ISIN: US58933Y1055
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bullish
Zur Merck & Co. Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zuletzt habe ich Anfang der vorigen Woche über die überaus positiven Entwicklungen bei den US-Pharmawerten berichtet. Inzwischen sind Eli Lilly und Bristol Myers bereits nach oben ausgebrochen. Auch die Merck & Co-Aktie zeigte sich die letzten Tage über sehr stark und konnte ihren bullischen Trend weiter ausbauen. Zwei kleinere Kaufsignale konnten hier nochmals den Turbo zünden. Das erste wurde durch den Breakout aus der Konsolidierung Ende April gezündet und das zweite Anfang Mai, als gleichzeitig der Widerstand bei 90 USD getestet wurde. Derzeit gibt es nur wenige Wertpapiere an der Wall Street, welche derart solide Trends aufweisen und somit sind diese auch sehr gefragt. Während es im S&P500 und an der Nasdaq neue Tiefs zu sehen gab, entwickeln sich hier die Kurse stetig nach oben.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Merck & Co. Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Anleger, welche die Merck & Co-Aktie bereits besitzen, können die Gewinne weiter laufenlassen. Für neue Einstiege ist die derzeitige Situation jedoch alles andere als optimal, zumal sich die Kurse bereits in einer zweiten Übertreibungsphase befinden. Dies ist durch den deutlich erhöhten Abstand hin zur 50-Tage-Linie erkennbar. Die Gefahr eines Pullbacks ist imminent und so sollte dieser eher abgewartet werden, als hier einfach auf gut Glück zuzuschlagen. Danach könnte der Titel vielleicht eine weitere Einstiegsmöglichkeit bieten. Aus meiner Sicht eine der wenigen Highlights an der Wall Street.

Aussicht: BULLISCH

Merck & Co-Aktie: Chart vom 20.05.2022 Kurs: 93.55 Kürzel: MRK | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der Merck & Co. Aktie

Obwohl sich das Geschäft von Merck Co. gut entwickelt, läuft der Aktienkurs von Merck seit knapp 3 Jahren seitwärts.

Dementsprechend gering ist das Interesse an der Aktie. Privatanleger springen in der Regel erst auf, wenn die Aktie bereits im Rallye-Modus ist.
Zahlreiche Großinvestoren haben die letzten Monate bereits genutzt und sind eingestiegen.

Sollte man es Ihnen gleichtun?

Das passt nicht

Während kurstechnisch zuletzt nicht viel passiert ist, entwickeln sich die Geschäftszahlen nachhaltig positiv. Seit 2016 ist man wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt.

In diesem Zeitraum kletterte der Umsatz von 39,81 auf 47,99 Mrd. USD. Der Gewinn hat sich von 3,92 auf 7,07 Mrd. USD deutlich gesteigert.
Das Ergebnis legte von 3,60 auf 5,66 USD je Aktie zu.

Gleichzeitig wurde die Zahl der ausstehenden Papiere von 2,79 auf 2,54 Milliarden Stück reduziert.
Im Gegenzug wurde die Dividende von 1,85 auf 2,52 USD je Aktie erhöht. Inzwischen ist die Dividendenrendite mit 3,37% stattlich.

Die Kennzahlen zeigen also eindeutig in die richtige Richtung und sind obendrein noch ein Understatement.

Das wird übersehen

Denn zwischenzeitlich hat man auch noch die Off-Patent-Tochter Organon, mit einem Jahresumsatz von zuletzt 8,1 Mrd. USD, ausgegliedert und an die Börse gebracht.

Dadurch kann man die Konzernstruktur deutlich verschlanken, was erhebliche Einsparungen mit sich bringen sollte.
Grundlegend hat der Geschäftsbereich nie so richtig ins Portfolio gepasst.

Abseits davon ist Merck jetzt in drei Segmenten aktiv und in allen mit führend. Zunächst wäre da das Segment Animal Health, welches wohl zu den besten Unternehmen im Sektor gehört und eine außerordentlich hohe operative Marge von 40% vorweisen kann.

Setzt man eine ähnliche Bewertung wie beim vergleichbar aufgestellten Konkurrenten Zoetis an, ist die Sparte rund 60 Mrd. USD Wert.

Impfstoffe

Ähnlich wichtig ist das Impfstoff-Geschäft. Hierbei handelt es sich in weiten Teilen um ein Oligopol. Abseits von Corona wird der Markt weitgehend von den vier großen Anbietern Merck Co, Pfizer, Sanofi und Glaxo beherrscht.

Das wichtigste Produkt von Merck ist Gardasil 9, ein Impfstoff gegen Krebs-verursachenden Papillomviren, mit dem man rund 4,0 Mrd. USD an Umsatz erzielt. Tendenz steigend.

Ein Viertel der Umsätze im Impfstoff-Bereich entfällt auf einen MMR-Impfstoff, der bisher konkurrenzlos ist.

Das Impfstoff-Segment wächst ohnehin, könnte aber zeitnah weiteren Auftrieb erhalten.
Merck ist derzeit die Nummer 2 im Bereich Pneumokokken, könnte durch einen neuartigen und überlegenen Impfstoff Marktanteile gewinnen und dem bisherigen Platzhirsch Pfizer Probleme bereiten.
Zuletzt erwirtschaftete Pfizer in diesem Bereich rund 7,0 Mrd. USD.

Bei den gegeben Kennzahlen und ohne zu berücksichtigen, dass man womöglich Marktanteile hinzugewinnen kann, ist die Sparte aus meiner Sicht 60-70 Mrd. USD Wert.

Big Business

Kommen wir zum Kerngeschäft im Bereich Pharma. Hier schlummert das größte Potenzial und hier wird am meisten Geld verdient.

Das wichtigste Produkt ist sicherlich Keytruda. Das Medikament war und ist eine Revolution in der Krebsimmuntherapie. Keytruda regt die körpereigene Immunantwort gegen Krebszellen an.
Ganz im Gegensatz zu Chemotherapien.

Leider ist Krebs sehr verbreitet, vor allem in den alternden westlichen Gesellschaften.
Daher gehen aktuelle Schätzungen davon aus, dass der Umsatz von Keytruda daher in den kommenden fünf Jahren von derzeit 14,4 auf 25-30 Mrd. USD steigen wird.

Dieser Faktor für sich genommen, würde also zu einem Umsatzanstieg des Konzerns um 22-32% führen.
Es könnte durchaus auch noch mehr werden. Derzeit laufen unglaubliche 1.400 klinische Studien, in denen Keytruda in Kombination mit anderen Medikamenten verwendet wird.
Hoffen wir auf einen Durchbruch. Für viele Menschen wäre es die Rettung.

Ebenfalls ermutigend sind erste Forschungsergebnisse mit dem Immunrezeptor TIGIT, der ebenfalls erhebliches Potenzial im Bereich Entzündungskrankheiten sowie Krebs haben könnte.
Führend in diesem Bereich sind Roche und Merck. Das Umsatzpotenzial wird Branchenkennern zufolge auf 50 Mrd. USD geschätzt – eine Zulassung vorausgesetzt.

In Summe

Die Bewertung der Pharmasparte ist etwas schwieriger, da der Wert natürlich maßgeblich von zukünftigen Erfolgen und der Pipeline abhängig ist.

Unterstellt man trotz ca. 10 Mrd. USD an Forschungsausgaben, dass Merck in den kommenden Jahren keine nennenswerten Erfolge vorweisen kann, dürfte das Pharmageschäft dennoch 120-140 Mrd. USD Wert sein.

Kann man die angesprochenen Gelegenheiten für sich nutzen, ist eine entsprechend höhere Bewertung ableitbar.

In Summe würden wir demnach auf einen fairen Wert von 240 Mrd. USD oder mehr kommen – 26% mehr als der derzeitige Börsenwert.
Daraus ergibt sich ein Kursziel von 100 USD auf Sicht von 12 Monaten.

Chart vom 27.07.2021 Kurs: 76,74 Kürzel: MRK - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 27.07.2021 Kurs: 76,74 Kürzel: MRK – Wochenkerzen

Übergeordnet ist die Aktie klar bullisch. Für antizyklische Anleger sind die beiden Aufwärtstrendlinien nahe 75 und 66 USD interessant.

Gelingt hingegen ein Ausbruch über den korrektiven Abwärtstrend, wäre der Weg in Richtung 80 USD frei. Darüber rücken Kursziel bei 85 und 90 USD in den Vordergrund.