Die Elmos Semiconductor-Aktie hatte in den vergangenen Wochen bereits eine umfangreiche Korrektur gesehen. Aber jetzt ist eine Kreuzunterstützung gefallen, die den Kurs in Richtung einer Linie drückt, von der viele wohl dachten, dass man die so schnell nicht mehr testen würde.
Eigentlich weiß es ja jeder, der sich an der Börse bewegt: „Erwarten Sie das Unerwartete“ steht, wenngleich in unsichtbaren Lettern, über dem Eingang jedes Börsensaals. Aber trotzdem fragt man sich immer wieder: Wie konnte das passieren?
Im Fall der Aktie des ASIC-Herstellers Elmos Semiconductor dürften das einige beim Bruch der wichtigen 200-Tage-Linie gedacht haben, die zusammen mit dem Juli-Tief im Bereich 137,20 bis 141,30 Euro eine Kreuzunterstützung gebildet hatte. Denn immerhin hatte diese Aktie noch im Mai bei 206 Euro ein Rekordhoch ausgebildet. Die Korrektur war also schon im Vorfeld weit gediehen … warum geht es denn jetzt noch tiefer?
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Expertenmeinung: Die Frage ist durchaus berechtigt, denn „teuer“ wäre Elmos Semiconductor rein von der Bewertung über das Kurs-/Gewinn-Verhältnis nicht mehr. Da käme man auf Basis der durchschnittlichen 2026er-Gewinnschätzung der Analysten auf ein KGV von 19. Im Vergleich zu anderen Halbleiter-Aktien ist das billig. Wobei die zwar derzeit oft immer noch, trotz Korrekturen, deutlich teurer sind als üblich, aber da ist ja diese Sache mit der KI. Allerdings gilt das nicht für Elmos.
Denn das Unternehmen fertigt zwar auch „Chips“, aber diese sogenannten ASICs sind integrierte Schaltungen mit einer ganz bestimmten Funktion, meist im Bereich Automobilbau. Eine höhere Bewertung der Aktie als üblich wäre also in diesem Fall nicht nachvollziehbar. Andererseits: Elmos zeigt kontinuierliches Wachstum … und das, obwohl die Hauptkunden in der Automobilbranche zu finden sind, die derzeit ja bekanntlich nicht gerade auf Rosen gebettet ist.
In einem bullischen Umfeld würde man unterstellen, dass Umsatz und vor allem Marge und Gewinn so richtig durchstarten müssten, wenn die Automobilbranche wieder Wasser unter dem Kiel bekommt und schon mal im Vorgriff auf goldene Zeiten vorkauft. Das Problem:
Aktuell ist das Umfeld der Halbleiter-Aktien, die immer noch korrigieren, eben nicht bullisch. Und auch das Chartbild der Elmos-Aktie ist derzeit klar bärisch. Und da ist es eben nicht selten so, dass sich viele Akteure sagen: Trend geht vor Fakten.
Damit wäre die Aktie also womöglich ganz grundsätzlich nicht mehr zu teuer, aber solange dieser Abwärtstrend läuft, ist der das dominante Element. Daher ist es durch den Bruch der 200-Tage-Linie durchaus wahrscheinlich geworden, dass die Aktie die übergeordnete, nach dem „Zoll-Schock“ im April 2025 etablierte Aufwärtstrendlinie bei aktuell 122 Euro testet und sich erst dort entscheidet, ob das bärische Lager seine Gewinne einstreicht, leer verkaufte Aktien zurückkauft und das dann gegebenenfalls ausreicht, um diese Korrektur zu beenden. Damit hätte man zwei Optionen:

Man versucht sich im Zuge eines Tests dieser Linie bzw. der aktuell noch vorgelagerten Unterstützungszone 128/129 Euro an einem antizyklischen, hochspekulativen Einstieg mit einem engen Stoppkurs unter der Trendlinie … was indes nur für erfahrene, wirklich risikofreudige Trader eine Option wäre.
Oder man wartet konsequent auf ein klares, bullisches Signal in Form eines Ausbruchs über die aktuell bei 167 Euro verlaufende Abwärtstrendlinie. Wobei Letzteres immerhin den Vorteil hat, dass diese abwärts laufende Linie mit der Zeit immer näherkommt, sodass die Entscheidung, hier vorsichtiger zu agieren, nicht zum „Warten auf Godot“ würde.
Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen:
https://finance.yahoo.com/quote/ELG.DE/analyst-insights/
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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 24.08.2026 um 22:06 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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