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DHL Group (ex Deutsche Post) Aktie Prognose DHL Group: Die Luft wird zwar dünner … aber ist sie schon zu dünn?

News: Aktuelle Analyse der DHL Group (ex Deutsche Post) Aktie

In diesem Artikel
DHL Group (ex Deutsche Post)
ISIN: DE0005552004
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Ticker: DHL --- %

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur DHL Group (ex Deutsche Post) Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).

Steigende Energiepreise belasten auch die Margen von Logistikunternehmen, hinzu kommt in konjunkturell schwierigen Phasen oft ein vermindertes Frachtaufkommen. Doch die Zahlen der DHL Group waren stark – das beeindruckte die Anleger. Was könnte man hier jetzt tun?

Ein Kursanstieg von satten 7,51 Prozent als Reaktion auf das Ergebnis des ersten Quartals macht schon im Vorfeld der Lektüre der Bilanzmeldung klar: Da muss vieles richtig gelaufen sein. Und in der Tat, was die Deutsche-Post-Mutter DHL Group vorzuweisen hatte, war respektabel:

Der Umsatz fiel zwar gegenüber dem ersten Quartal 2025 um 1,9 Prozent, aber der Gewinn nicht. Das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) legte um 8,3 Prozent zu. Und das real, ohne die derzeit so verbreitete Herausrechnung negativer Währungseffekte. Die EBIT-Gewinnmarge wurde von 6,6 auf 7,3 Prozent gesteigert, der Gewinn pro Aktie kletterte von 0,68 Euro im Vorjahreszeitraum auf 0,73 Euro.

Dabei war es vor allem das Express-Geschäft, das deutlich durchstartete. In diesem vom Umsatz her ca. 30 Prozent ausmachenden Bereich kam der Umsatz zwar auch zurück (-1,9 Prozent), aber das EBIT stieg beeindruckend um 20,6 Prozent.

Den Ausblick auf das Gesamtjahr ließ die DHL Group unverändert. Aber die Anleger dürften sich – zu Recht – gesagt haben: Wer in einem derart kniffligen gesamtwirtschaftlichen Umfeld imstande ist, die Margen spürbar zu verbessern, würde in einem wieder ruhigeren konjunkturellen Fahrwasser umso mehr wachsen … und griffen zu. Die Frage, die sich nach der ersten Reaktion des Marktes jetzt stellt, ist klar:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur DHL Group (ex Deutsche Post) Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Was könnte man jetzt tun? Ist der Zug nach oben gerade erst im Begriff loszufahren oder im Gegenteil schon abgefahren? Müsste man womöglich sogar fürchten, dass da schon zu viel des Guten passiert ist und größere Rückschläge im Raum stehen, weil die Aktie bereits zu teuer bewertet ist?

Zu teuer wäre sie, um damit zu beginnen, eher noch nicht. Die bisherigen Gewinnerwartungen erscheinen, zumindest mit Blick auf diese Q1-Zahlen, angemessen und könnten sich womöglich sogar ein wenig nach oben bewegen. Auf Basis der bestätigten Jahresziele käme die Aktie auf ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von knapp 15, das ist für diese Aktie ein normaler Bereich. Also nicht „billig“, aber in einem optimistischen Umfeld könnte da durchaus noch etwas drin sein. Allerdings sind die Analysten bislang eher zurückhaltend, die Mehrheit wertet hier nur mit „Halten“, das durchschnittliche Kursziel von momentan 48,40 Euro wäre mit diesem jüngsten Kurssprung bereits leicht überboten.

DHL Group Aktie: Chart vom 30.04.2026, Kurs 50,38 Euro, Kürzel: DHL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
DHL Group Aktie: Chart vom 30.04.2026, Kurs 50,38 Euro, Kürzel: DHL | Quelle: TWS

Hinzu kommt das Chartbild: Die Aktie bewegt sich bereits am oberen Ende ihrer Handelsspanne seit Jahresbeginn, wobei das jetzt als nächster Widerstand wartende Jahres-Verlaufshoch, im Februar bei 51,72 Euro markiert, den höchsten Kurs der Aktie seit Anfang 2022 darstellt. Einfach so nach oben durchzulaufen, könnte also knifflig werden, so dass ein Einstieg jetzt, nach diesem deutlichen Plus des Donnerstags, gewagt wirkt, aber:

Deswegen im Umkehrschluss bereits Gewinne mitzunehmen oder sogar ganz auszusteigen, sollte man sich zumindest genau überlegen, denn immerhin bewegt sich die Aktie in einem tadellos intakten Aufwärtstrend. Und wie immer, wenn man in Trendrichtung agiert, arbeitet die Charttechnik für einen, indem die entscheidenden Trendlinien und gleitenden Durchschnitte sukzessiv nach oben laufen und so das regelmäßige Nachziehen des Stoppkurses erlauben. Im Fall der DHL-Aktie sind die beiden entscheidenden Linien die parallellaufenden Linien des mittelfristigen Aufwärtstrends bei derzeit 44,50 Euro und der 200-Tage-Linie bei 43,70 Euro. Beide Linien sind damit nahe genug, um ein „Dranbleiben“ trotz bereits leicht überbotenem, durchschnittlichen Analysten-Kursziel durchaus erwägen zu können.

Quellenangaben: Ergebnis des ersten Quartals 2026, 30.04.2026:
https://reporting-hub.group.dhl.com/2026-q1/de/geschaeftsverlauf/#headline-70866

Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/DHL.DE/analyst-insights/

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 01.05.2026 um 22:27 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

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Vorherige Analysen der DHL Group (ex Deutsche Post) Aktie

26.03.2026

DHL Group: Das Sprungtuch hat gehalten … vorerst? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 25.03.2026 um 22:22 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Zu Wochenbeginn testete die DHL Group-Aktie eine mittelfristig entscheidende Supportzone. Eine Linie wurde zwar unterboten, die nächste aber hielt. Damit hätte man die Chance, sich nach oben abzusetzen – falls die jetzt im Fokus stehende Charthürde bezwungen wird.

Die zu Anfang des Monats vorgelegten Ergebnisse des Vorjahres, vor allem aber der Ausblick auf das laufende Jahr, hatten die Marktteilnehmer nicht gerade in Euphorie versetzt. Zwar hatte die Deutsche Post-Mutter die eigenen Ziele des Vorjahres leicht übertroffen, für 2026 sieht man aber nur geringfügig anziehende Gewinne. Die Prognose eines EBITs (Gewinn vor Zinsen und Steuern) von 6,2 Milliarden nach 6,1 Milliarden in 2025 lag weit genug unter der bisherigen, durchschnittlichen Analysten-Prognose von 6,4 Milliarden, um den Kurs unter Druck zu setzen.

Angefangen hatte der Abstieg, als am 12. Februar die „KI-Angst“ den Logistiksektor erfasste und Marktteilnehmer Aktien dieses Sektors fallen ließen wie eine heiße Kartoffel, nachdem ein kleines US-Unternehmen mitteilte, man hätte eine KI-Anwendung entwickelt, die um ein Vielfaches effektiver sei als bisherige Frachtabläufe. Was zwar eigentlich hieße, dass, wenn das so wäre, die Logistik-Firmen mit diesem KI-Tool einiges an Kosten sparen und so ihren Gewinn steigern könnten … aber die Reaktionen fallen ja in dieser Hinsicht oft nicht gerade rational aus. Unter dem Strich blieb:

Die seit April 2025 laufende Hausse war unterbrochen. Und mit dem eher mageren 2026er-Ausblick ging es weiter abwärts – bis in die Zone, auf die es ankam. Und da waren die Käufer dann zu Stelle:

Expertenmeinung: Die DHL Group-Aktie fiel zwar kurzzeitig unter die im April 2025 etablierte Aufwärtstrendlinie, drehte dann aber auf Höhe der knapp darunter als „Sprungtuch“ fungierenden 200-Tage-Linie nach oben. Wobei noch ein wenig tiefer die Supportzone 41,65 zu 42,26 Euro als weiterer Rettungsanker gewartet hätte. Die Frage ist: Kann das halten, oder müsste man damit rechnen, dass die zu Wochenbeginn aufgekommenen Käufe erneut Abgaben weichen?

DHL Group Aktie: Chart vom 25.03.2026, Kurs 44,98 Euro, Kürzel: DHL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
DHL Group Aktie: Chart vom 25.03.2026, Kurs 44,98 Euro, Kürzel: DHL | Quelle: TWS

Die Analysten sind bezüglich der DHL Group aktuell nicht wirklich begeistert. Von den 20, die die Aktie derzeit überwachenden Experten sehen sie nur fünf als kaufenswert an, das durchschnittliche Kursziel liegt mit momentan gut 48 Euro nicht weit über dem aktuellen Kursniveau. Richtig ist zudem, dass dieser Aufwärtsschwenk im Zuge einer Gegenbewegung des Gesamtmarkts entstand, also kein „ureigenes Gewächs“ in Bezug auf die Aktie ist, aber:

Was für die DHL-Aktie sprechen könnte, wäre der Gedanke, dass gestiegene Energiepreise zwar Logistik-Unternehmen besonders heftig treffen. Reißende Lieferketten dann aber eher nicht, denn was verspätet oder gar nicht eintrifft, wird trotzdem transportiert – nur eben etwas später – während Industrieunternehmen wie z. B. die Autobauer in solchen Fällen größere Probleme durch Produktionsausfälle hätten, die weniger leicht aufzuholen wären.

Aber dieser Gedanke, dass Aktien aus dem Logistikbereich wie die DHL Group ein wenig resilienter sein könnten als die aus besonders zyklischen Branchen, ist nicht zwingend genug, um nur, weil ein wichtiger Support erst einmal gehalten hat, die Aufwärtswende auszurufen. Hier müsste man überbotene Charthürden sehen, wodurch man erkennen könnte, dass das bärische Lager, das an solchen Widerständen normalerweise antreten würde, um die Bullen abzuweisen und idealerweise einen neuen Baisseschub zu lancieren, hier nicht mehr dagegenhalten kann oder will. Und immerhin wäre ein solcher Bereich jetzt nahe genug, um die Aktie im Auge zu behalten:

Gelingt es, die durch die 20-Tage-Linie verstärkte Widerstandszone 45,74/46,08 Euro klar auf Schlusskursbasis zu überwinden, wäre das zumindest auf kurzfristiger Ebene ein klarer Punkt für die Bullen. Aber bevor das nicht erreicht ist und, idealerweise, durch positivere Nachrichten in Bezug auf die Iran-Problematik begleitet wird, sollte man das Fell der Bären hier besser noch nicht verkaufen wollen!

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

06.03.2026

DHL Group: Deckel drauf … aber auch kein Fass ohne Boden — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 05.03.2026 um 23:09 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der 2026er-Ausblick der DHL Group lag zwar unter den bisherigen Analysten-Erwartungen. Aber die Aktie landete dennoch bei den gestrigen DAX-Verlierern in einem schwachen Gesamtumfeld nicht an der Spitze. Ist das ein gutes Zeichen … oder nicht?

Das vergangene Jahr war eines, für das man rückblickend als Erfolg verbuchen muss, dass es gelang, den Vorjahreslevel zu halten. Der Umsatz kam um 1,6 Prozent zurück, das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg trotzdem um immerhin 3,7 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. Das war zumindest ein bisschen mehr als das von der Deutsche Post-Mutter selbst gesteckte Ziel von 6,0 Milliarden. Das Problem war: Damit hatte man gerechnet, die Aktie war ja monatelang recht deutlich gestiegen. Und man hatte auch mit etwas anderem gerechnet: mit einem Wachstum implizierenden Ausblick. Und den bekam man gestern nicht.

DHL sieht für 2026 ein EBIT von 6,2 Milliarden Euro. Zwar mit dem Zusatz „mindestens“, aber wäre man bereits sicher, dass da deutlich mehr drin wäre, hätte man die Zahl auch höher angesetzt. Die Analysten hatten im Schnitt aber bislang mit 6,4 Milliarden Euro gerechnet, so gesehen war das dünn genug, um Kursabschläge begründen zu können. Aber was wird daraus jetzt? Kommt es zu einer Abwärtswende? Kommen die Käufer schon in Kürze mit Macht zurück? Oder wird die DHL Group-Aktie jetzt vorerst in einer Seitwärts-Spanne gefangen sein?

Expertenmeinung: So unspektakulär ein Seitwärts-Szenario auch sein mag: Hier ist es momentan die wahrscheinlichste der drei Varianten. Denn das niedriger als gedacht ausgefallene Gewinnziel ist nichts, das die Bewertung der Aktie auf den Kopf stellen würde. Die DHL Group ist derzeit „normal“ bewertet, bewegt sich auf Höhe des durchschnittlichen Analysten-Kursziels und die Dividendenrendite ist mit den für 2025 ausgelobten 1,90 Euro pro Aktie klar überdurchschnittlich. Für einen größeren Abverkauf, der imstande wäre, die mittelfristig entscheidende Unterstützungszone 41,65 zu 42,80 Euro zu durchschlagen, fehlt, solange sich die Rahmenbedingungen nicht erheblich weiter eintrüben, die rationale Basis. Dass sich das Bären-Lager ausgerechnet über die DHL-Aktie gezielt hermacht, ist daher, Stand jetzt, nicht allzu wahrscheinlich.

DHL Group Aktie Aktie: Chart vom 05.03.2026, Kurs 45,89 Euro, Kürzel: DHL | Online Broker LYNX
DHL Group Aktie Aktie: Chart vom 05.03.2026, Kurs 45,89 Euro, Kürzel: DHL | Quelle: TWS

Auf der anderen Seite sind vorstehende Aspekte, die gegen einen großen Abstieg des Kurses sprechen, zugleich ein Argument, um sich auf der Long-Seite lukrativere Kandidaten zu suchen. Es wäre zwar denkbar, dass es – vorausgesetzt, der Gesamtmarkt zieht die Aktie nicht mit nach unten – zu einer Verteidigung der jetzt auf Schlusskursbasis zunächst gehaltenen Supportzone 45,74 zu 46,00 Euro käme. Aber dass die Käufer umgehend zurückkehren und es gelingt, das bisherige Jahreshoch bei 51,72 Euro zu überbieten, ist angesichts dieses 2026er-Ausblicks ebenso wenig wahrscheinlich wie ein Schwenk in Richtung Baisse, daher:

Vorerst dürfte die DHL-Aktie weder auf den Listen der Bären noch der Bullen weit oben stehen. Der aktuelle Kurslevel ist grundsätzlich angemessen, großes Potenzial wäre daher in beide Richtungen erst einmal nicht wahrscheinlich genug, um aktiv zu werden. Wer engagiert ist, könnte die Aktie mit einem Stopp knapp unterhalb der vorgenannten, mittelfristig wichtigen Zone 41,65/42,80 Euro halten, Neuengagements drängen sich im Augenblick aber nicht auf.

Quellen:
Ergebnis des Jahres 2025, Ausblick auf 2026, 05.03.2026:
https://group.dhl.com/de/presse/pressemitteilungen/2026/dhl-group-geschaeftsjahr-2025.html
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/DHL.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

09.12.2025

DHL Group: Wird die Luft hier nicht langsam dünn? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 08.12.2025 um 19:13 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Aktuell hat sich die DHL Group (ehem. Dt. Post) auf Platz 10 der DAX-Performanceliste 2025 vorgeschoben. Doch jetzt notiert sie nahe am oberen Ende einer seit 2022 geltenden Handelsspanne. Zeit, sich zu fragen, ob noch genug Luft nach oben ist, um am Ball zu bleiben.

Im März 2022 erreichte die DHL-Aktie bei 47,34 Euro ein Zwischenhoch, seither hat sie nie höher notiert. 2021 und 2022, da hatte man noch richtig dicke Gewinne eingefahren. Die Gewinne sind zwar noch da, aber deutlich kleiner. Wollte man also aus dieser durch die Hochs 2023 bei 47,05 und das vorgenannte Hoch bei 47,34 Euro definierten, obere Begrenzung der Handelsspanne nach oben hinaus, sollte man eigentlich das Argument im Rücken haben, dass die Gewinne des Konzerns in Kürze erheblich Fahrt aufnehmen. Ist das so?

Richtig ist, dass DHL Anfang November Quartalsergebnisse vorlegte, die deutlich besser ausfielen als im Vorfeld von den Analysten erwartet. Der Umsatz fiel zwar um 2,3 Prozent, das war aber immer noch besser als gedacht. Und vor allem beim Gewinn überraschte der Logistikkonzern positiv, hier gelang ein Anstieg, während die Experten – und zweifellos auch die meisten Anleger – mit einem Rückgang gerechnet hatten. Aber:

Es hieß seitens des Unternehmens, man habe an diversen Stellschrauben gedreht und unter anderem die Investitionen zurückgefahren. So etwas hellt kurzfristig Marge und Cashflow auf, mittelfristig ist das indes dünnes Eis. Darüber hinaus hielt die DHL Group trotz der erfreulichen Zahlen und eines bezüglich des jetzt angelaufenen Weihnachtsgeschäfts verbreiteten Optimismus an der vorbestehenden Gesamtjahresprognose fest. Die Aktie reagierte auf diese am 6. November vorgelegten Ergebnisse zwar trotzdem positiv, nur:

Expertenmeinung: Die Analysten konnten großenteils in Sachen Begeisterung an sich halten. Die aktualisierten Kursziele nach den Bilanzdaten bewegten sich im Bereich 42/43 Euro, alle mit der Einschätzung „Halten“. Zwar kamen danach noch vereinzelte Kursziel-Anhebungen, Jefferies lobte sogar ein Ziel von 60 Euro aus – mit Abstand das höchste. Aber diese Anhebungen kamen so deutlich nach den Zahlen, dass man sich fragen darf, auf welcher Grundlage sie basieren. Und sieht man sich die Meinungen der Experten im Schnitt an, stellt man fest:

DHL Group Aktie: Chart vom 08.12.2025, Kurs 45,95 Euro, Kürzel: DHL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
DHL Group Aktie: Chart vom 08.12.2025, Kurs 45,95 Euro, Kürzel: DHL | Quelle: TWS

Das durchschnittliche Kursziel liegt derzeit bei 44,50 Euro … und wäre somit momentan überschritten. Und obwohl die meisten Kursziele vor dem jüngsten Anstieg der Aktie, der vor zwei Wochen begann, vergeben wurden, raten nur 5 der momentan 19 die Aktie regelmäßig einordnenden Analysten hier zum Kauf. Das ist dünn. Zu dünn, um hier jetzt noch über einen Neueinstieg nachzudenken. Aber wäre es auch zu dünn, um überhaupt dabei zu sein, sprich:

Sollte man hier nicht besser verkaufen und damit den Gewinn sichern, bevor er womöglich kleiner wird? Nicht umsonst gibt es den alten Börsenspruch: „Was billig wirkt, kann leicht noch viel billiger werden.“ Diese „Regel“ gilt auch umgekehrt. Die Aktie würde nur dann nicht mehr vorankommen oder sogar nach unten drehen, wenn ein wachsender Anteil der Marktteilnehmer die vorstehenden, kritischen Aspekte nicht nur wahrnehmen, sondern auch daraufhin verkaufen würde. Was passieren kann, erfahrungsgemäß aber nie muss.

Wenn, wären daher erst einmal nur Teilverkäufe ein Gedanke, der sich aufdrängen würde. Die Restposition dann aber solide mit Stopps abzusichern, wäre aber auf jeden Fall ratsam, die Supportzone 43,30/44,10 Euro wäre dahingehend aktuell eine taugliche Orientierung.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

06.08.2025

DHL Group: Könnte das eine Einstiegschance sein? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
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Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

DHL meldete am Dienstag besser als von den Analysten erwartete Quartalsergebnisse. Die Aktie startete im Plus … und schloss im Minus. Die Argumente derer, die verkauft hatten, dürften zwar fragwürdig sein, aber kann man die Aktie deswegen kaufen?

Der Umsatz des Logistik-Konzerns DHL, vormals Deutsche Post, sank im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,9 Prozent. Natürlich ist das für sich genommen nicht gut, aber es war zu erwarten. Das zweite Quartal war das der zum Euro schwachen Währungen, das drückte die Rendite des internationalen Geschäfts. Und das zweite Quartal war auch das der massiven Zurückhaltung bei Importeuren und Exporteuren in Bezug auf die US-Zölle. Im ersten Quartal wurde Richtung USA transportiert, was irgend ging. Im zweiten dann eben nicht mehr, nur:

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.