BioNTech - ADR Aktie Prognose BioNTech: Wie tief kann die Aktie noch fallen?

News: Aktuelle Analyse der BioNTech - ADR Aktie

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BioNTech - ADR
ISIN: US09075V1026
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bearish
Zur BioNTech - ADR Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Das Thema Corona ist in Europa derzeit zwar ein wenig vom Radar verschwunden, doch laut Experten dürfte die nächste Welle bereits kurz vor der Tür stehen. Dennoch scheinen die Impfstoff-Titel von diesen Aussagen nur noch in geringem Ausmaß zu profitieren.

Die BioNTech-Aktie hatte in den letzten Wochen eine wirklich gute Chance den Spieß wieder zugunsten der Bullen umzudrehen. Die Konsolidierung knapp oberhalb der Marke von 150 USD sah überaus konstruktiv aus und ein Breakout über 170 USD hätte klare Kaufsignale mit sich gebracht. Doch die Geschichte ist mittlerweile anders ausgegangen. Die Aufwärtstrendlinie wurde diese Woche nach unten gebrochen und die Bären scheinen allmählich wieder das Zepter an sich zu reißen.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur BioNTech - ADR Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Nun stellt sich zurecht die Frage, wie weit die Aktie noch fallen könnte. Der nächste wichtige Support ist das Pivot-Tief von Anfang März. Dieses befindet sich bei 121.32 USD. Hier sollte sich die Gesamtsituation wieder etwas beruhigen.

Sollte der Boden jedoch nicht halten, könnte sich die Lage weiter verschärfen und ein Abschlag bis hin zur psychologisch wichtigen Marke bei 100 USD wäre möglich. Von Kaufsignalen sind wir derzeit weit entfernt, weshalb ich auch meine aktuellen Aussichten wieder von neutral auf bärisch senke.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 14.06.2022 Kurs: 134.82 Kürzel: BNTX | Online Broker LYNX

Von fallenden Kursen profitieren

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Vorherige Analysen der BioNTech - ADR Aktie

Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In den letzten Monaten ist es rund um den Impfstoff-Sektor etwas ruhiger geworden – wir haben darüber berichtet. Während es an der Wall Street stetig in Richtung Süden ging, sahen wir hier wiederum eine Stabilisierung der Kurse. Auch das Mainzer Biotechnologieunternehmen konnte sein Niveau halten und das Tief von März liegt aus aktueller Sicht in weiter Ferne. Sind dies erste Anzeichen dafür, dass die BioNTech-Aktie hier bereits ihren Boden gefunden hat? Durchaus, denn auch das höhere Tief von Anfang Mai konnte in eindrucksvoller Manier verteidigt werden. Institutionelle Anleger waren auf diesem Niveau nicht mehr weiter zu verkaufen.   

Expertenmeinung: Zuletzt hatte ich der Aktie noch bärische Aussichten mit auf den Weg gegeben. Es ist nun an der Zeit hier eine kleine Aufstufung zu machen. Noch ist es zu früh hier gar eine bullische Haltung einzunehmen, aber die Zeichen mehren sich, dass von hier aus eine Trendwende gestartet werden könnte. Der nächste wichtige Schritt wäre nun die Annäherung in Richtung des Widerstands bei 189 USD. Ein Breakout über dieses Niveau könnte dem Titel neues Leben einhauchen und zumindest für einen stärkeren Schub nach oben sorgen. Das Papier kann somit wieder auf die Beobachtungsliste platziert werden. Eine Rallye wäre durchaus denkbar.   

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 27.05.2022 Kurs 167.75 Kürzel: BNTX | Online Broker LYNX

Bei BioNTech scheiden sich die Geister, auch an der Börse. Der Impfstoff-Hersteller galt als Krisengewinner und wurde zeitweise zu einem absoluten Überflieger.

Von den Höchstkursen ist die Aktie allerdings weit entfernt, obwohl man sich nach wie vor eine goldene Nase verdient.
Derzeit streicht man sogar einen höheren Gewinn ein als vor einem Jahr.

Trotzdem liegt das KGVe irgendwo zwischen 5 und 7. Wie passt das zusammen?

Ratlosigkeit

Mit Blick auf diese Gemengelage dürfte sich bei vielen Anlegern Ratlosigkeit breit machen.
Bereits vor Monaten wurde darüber diskutiert, dass die Aktie doch spottbillig sei.

Selbst am Hoch lag das KGV nur bei 10. Das wäre tatsächlich nicht viel gewesen, wenn man auch noch die nächsten zehn Jahre ein ähnlich gutes Geschäft machen könnte.

Aber genau hier hakt es ganz offensichtlich. Jeder kann sich an einem Finger abzählen, dass der Gewinn von BioNTech perspektivisch sinken wird.

Inzwischen hat der Markt das erkannt. Inzwischen stellt sich aber die Frage, ob ein Abverkauf bis auf ein KGV von 3 und einem KGVe von 5-7 nicht zu weit geführt hat.

Dass das Chance-Risiko-Verhältnis aus meiner Sicht nicht mehr schlecht ist, hatte ich in der letzten Analyse zum Ausdruck gebracht:
BioNTech: Starker Ausblick, Buybacks, Dividende. Endlich wieder Rallye?

Der heutige Artikel dient vor allem als Update, daher sollten Sie den letzten Artikel lesen. Dort finden Sie ausführliche Informationen.

Dornröschenschlaf

Seitdem pendelt die Aktie seitwärts, wie auch schon in den Monaten zuvor. Im Endeffekt befindet sich BionTech seit Mitte Januar im Dornröschenschlaf, was nichts Schlechtes sein muss.
Womöglich beobachten wir derzeit eine nachhaltige Bodenbildung, der große Abgabedruck ist jedenfalls verflogen.

Womöglich können die jüngsten Quartalszahlen die Aktie endlich wachküssen.

Der Umsatz hat sich im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr von 2,05 auf 6,37 Mrd. Euro mehr als verdreifacht.
Der Gewinn kletterte von 1,13 auf 3,70 Mrd. Euro. Das Ergebnis legte von 4,39 auf 14,24 Euro je Aktie zu.

Für das gesamte Geschäftsjahr stellt man einen Umsatz von 13-17 Mrd. Euro in Aussicht.
Es ist also sehr wahrscheinlich, dass man 30 Euro je Aktie oder mehr verdienen wird.

Im Klartext bedeutet das, dass das KGVe für 2020 eher bei 4,4 liegt und nicht wie bisher angenommen bei 5-7.

Das ist jetzt der Schlüssel

Es ist daher nur folgerichtig, dass man im März eine Sonderdividende sowie Aktienrückkäufe beschlossen hat.

Darüber hinaus ist man sich vollkommen bewusst darüber, dass das Thema Kapitalallokation jetzt zentral ist:

In Anbetracht der finanziellen, wissenschaftlichen und operativen Errungenschaften von BioNTech ist das Unternehmen davon überzeugt, dass es über die Ressourcen verfügt, um sein derzeitiges Kapital sorgfältig zu allokieren.

Damit soll eine Multi-Plattform-Strategie vorangetrieben und der Ausbau von BioNTech als vollständig integriertes globales Biotechnologieunternehmen gestärkt werden.

Darüber hinaus sollen Investitionen in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und die globale Entwicklungsorganisation sowie Fusionen, Übernahmen und die weitere Geschäftsentwicklung ermöglicht werden und die globale Präsenz des Unternehmens, einschließlich der kommerziellen und Produktionsinfrastruktur, verbessert werden.

Zum Erfolg verdammt

Gelingt es BioNTech, die enorme Menge an verfügbarem Kapital sinnvoll einzusetzen, wird sich die Aktie als erfolgreiches Investment herausstellen.

Doch genau das ist der Haken. Niemand kann mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, ob das auch gelingen wird, ob Forschungserfolge erzielt werden.

Dass BioNTech in der Forschung stark aufgestellt ist, hat man bewiesen und dass ein Durchbruch, zum Beispiel im Bereich CAR-T-Therapie zur Behandlung von Tumoren erzielt wird, wünscht man dem Unternehmen und den Patienten.

Das gilt auch für eine ganze Reihe anderer Projekte, die sich in der Pipeline (Link) befinden.

Man muss sich als Anleger aber auch einer Sache bewusst sein:
Da inzwischen wieder im Regelbetrieb geforscht wird, wird es vermutlich Jahre dauern, bis die nächsten Produkte die Marktreife erreicht haben.

Viele der Projekte befinden sich noch in den Kinderschuhen oder Phase 1 oder 2. Von einer Marktreife sind wir also noch weit entfernt, außerdem scheitert statistisch gesehen die überwältigende Mehrheit aller Forschungsprojekte.

Bis dahin werden die Gewinne tendenziell weiter sinken, was auch die Kurse belastet. Daher wäre BioNTech wohl gut beraten, die Kurse durch Buybacks zu stützen. Genug Geld hat man schließlich.

Chart vom 09.05.2022 - Kurs: 137 Kürzel: BNTX - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 09.05.2022 – Kurs: 137 Kürzel: BNTX – Tageskerzen

Kurstechnisch befindet sich die Aktie am unteren Ende der seit Januar anhaltenden Seitwärtsrange.
Ausgehend von dieser Basis könnte es jetzt, ausgelöst durch die starken Zahlen, zu einer Erholung in Richtung 150 USD kommen.

Über 155 USD wäre dann der Weg in Richtung 162 sowie 175 und möglicherweise 183 USD frei. Darüber würde sich das Chartbild erheblich aufhellen.

Fällt der Kurs hingegen unter 120 USD, haben die Bullen ihre Chance vertan.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Euphorie bei den Anlegern rund um den Covid-Impfstoff hat sich mittlerweile gelegt und die zahlreichen Übertreibungen, welche in diesem Sektor stattfanden, haben sich abgekühlt. Papiere wie Moderna, Novavax oder auch Valneva sind wieder auf den Boden der Realität zurückgekehrt. Auch die BioNTech-Aktie erlitt gleiches Schicksal und musste die letzten Monate über einen großen Teil der Kursgewinne abgeben. Zuletzt versuchten die Bullen Ende März eine Trendwende vorzubereiten. Die Lage sah vielversprechend aus und die Konsolidierung über den gleitenden Durchschnitten der Perioden 20 und 50 lieferte eine gute Basis für mehr. Die anhaltende Schwäche an der Wall Street belastete jedoch auch hier das Geschehen und der ungemein wichtige Boden bei rund 160 USD wurde nach unten gebrochen. Abermals ein klarer Teilsieg für die Bären.

Expertenmeinung: Seither dümpeln die Kurse mit leicht negativen Vorzeichen vor sich hin und warten auf neue Impulse. Diese könnten bereits in der kommenden Woche folgen, denn am Montag, dem 09. Mai wird der Konzern seine Ergebnisse zum abgelaufenen Quartal präsentieren. Spannend werden vor allem detailliertere Aussichten für das Jahr 2022. Zuletzt ging der Konzern von einem Umsatz in der Höhe von 14.49 bis 18.94 Milliarden USD aus. Die Spanne war doch etwas hoch. Klar ist, dass die Aktie frühestens wieder bei Kursen oberhalb der Marke von 160 USD den Turbo zünden könnte. Alles darunter bleibt weiterhin in der Hand der Bären.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 03.05.2022 Kurs: 149.23 Kürzel: BNTX | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits zum Ende des vorigen Jahres hatte ich dem Mainzer Biotechnologieunternehmen die ersten bärischen Bewertungen mit auf den Weg gegeben. Zuletzt konnten die Bullen an Terrain gewinnen und erstmals seit Monaten die Kurse der BioNTech Aktie über die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 katapultieren. Doch die Freude währte nicht lange.

Mittlerweile hat die BioNTech-Aktie einen überaus wichtigen Boden nach unten gebrochen und erzeugte in der vorigen Woche erneut ein klares Verkaufssignal. Das Terrain bei rund 160 USD wäre überaus wichtig gewesen, um einen nachhaltigen Trendwechsel zu generieren. Mit dem Verlust dieser Marke haben die Bullen eine wichtige Chance vertan.

Expertenmeinung: Nun ist erneut der Kampf um tiefere Kurse entbrannt und es wird wohl nicht mehr allzu lange dauern, bis die Kurse das Tief von Anfang März testen werden. Um die aktuell angeschlagene Lage wieder in eine positive Richtung zu lenken, wäre ein Schlusskurs oberhalb der Ebene von 160 USD notwendig.

Bei der eher angespannten Börsenlage halte ich dieses Szenario aber für weniger wahrscheinlich. Was aber, wenn der Boden bei 121.32 USD gebrochen wird? Dann könnten die Kurse sogar bis hin zur psychologisch wichtigen Marke von 100 USD fallen. Warten wir jedoch vorerst einmal ab, wie die Aktie reagiert, wenn der nächste vermeintliche Boden erreicht wird.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 22.04.2022 Kurs: 145.07 Kürzel: BNTX | Online Broker LYNX

Eine kleine Anekdote zu Daimler Truck, Gazprom, Nel, BASF, BioNTech, Tesla, Rheinmetall, Plug Power, Valneva, E.On, Deutsche Post, JPMorgan, Tata Power und Aareal Bank. Was im Fokus der Anleger ist, ist nicht immer das beste Investment.

Die gute alte Zeit

Früher war ich häufiger auf Anlegermessen, seit einigen Jahren, auch schon vor Corona nicht mehr. Am Ende des Tages kann man sich die Zeit sparen.

Aber das ist nur meine persönliche Meinung und darum soll es auch nicht gehen. Ich wurde, damals noch für meinen alten Arbeitgeber unterwegs, natürlich von vielen Anlegern zu meiner Meinung nach Aktie XYZ gefragt.

Und auf jeder Messe haben sich einige Titel herauskristallisiert, nach denen ganz besonders oft gefragt wurde. Und es gab auch einige Aktien, die bei Kleinanlegern scheinbar immer oben auf der Liste standen.

Es ist erstaunlich

Es war nur leider Messe um Messe, Jahr um Jahr dasselbe. Die absolute Mehrheit der Aktien, die im Fokus standen, sind anschließend schlecht gelaufen oder sogar abgestürzt.

Das hatte einfache Gründe. In der Mehrheit handelte sich um Problemkandidaten, das galt vor allem für die „Dauerbrenner“ unter Kleinanlegern.
Erschreckenderweise waren das heute wie damals dieselben Aktien.

Auch 2015 wurde man schon ständig nach E.On, Thyssen, TUI oder der Commerzbank gefragt. Vermeintlich günstige Aktien, mit vermeintlich niedrigen KGVs, Old Economy, Branchenverlierer und so weiter.
Wirklich verstanden habe ich das nie, ich verstehe es bis heute nicht.

Die andere Kategorie waren zu dem jeweiligen Zeitpunkt aktuelle Hype-Themen. Wäre man vor einigen Monaten gewesen, wäre man sicherlich sehr häufig zu Wasserstoffaktien befragt worden, einige Monate zuvor nach Marihuana Aktien. Sie können es sich ungefähr ausmalen.

Erwartungshaltung und Realität

Am Ende ist leicht zu verstehen, warum derartige Trendthemen meist in einem Kollaps münden.
Wenn jeder bereits auf ein Thema aufmerksam wurde und jeder darüber spricht, ist das Ende der Party meistens nah.

Die Mehrheit, die dabei sein will, hat sich bereits engagiert. An irgendeinem Punkt kippen Angebot und Nachfrage, da sich natürlich nicht unbegrenzt neue Anleger finden lassen, die auch noch einsteigen möchten.

Das ist aber nur einer der vielen Faktoren. Ist die Stimmung blendend und sind die Erwartungen himmelhoch, kann man nur enttäuscht werden.
Darüber hinaus wird meistens auch der Faktor Zeit unterschätzt.

Das versteht jeder

Jeder mit Verstand erkennt, dass Wasserstoff oder meinetwegen Solar in Zukunft eine große Rolle spielen können. Kapazitäten werden aber nicht von heute auf morgen geschaffen.
Und dass jeder das Potenzial dieser Branchen sieht, ist schon für sich genommen ein Problem.

Denn wenn es jedem klar ist, bedeutet das, dass die Unternehmen im Sektor geradezu unbegrenzt Kapital erhalten.
Was sich auf den ersten Blick gut anhört, ist fatal.

Denn natürlich erhält nicht nur ihr favorisiertes Unternehmen größere Mengen an Kapital, sondern auch drei Dutzend Konkurrenten. Ein Verdrängungskampf um Marktanteile ist daher vorprogrammiert.
Und das bedeutet Insolvenzen. Es können nicht alle als Sieger vom Platz gehen.

Denken Sie nur an die Solarindustrie. Bis heute wird mit harten Bandagen gekämpft und viele sind schon unter dem Druck zusammengebrochen. Davon können wir in Deutschland ein trauriges Lied sinken.

Diamanten im Dreck

Ferner sollte es doch eine Binsenweisheit sein, dass man vor allem mit dem Geld verdienen kann, was noch nicht entdeckt wurde, was die Mehrheit noch nicht verstanden hat.
Und das ist eben selten das, was im Fokus steht.

Anbei eine Liste mit Aktie, die derzeit vermutlich im Fokus stehen und die im deutschsprachigen Raum gerade das größte Suchvolumen verzeichnen. Eventuell erlaubt Ihnen das gewisse Rückschlüsse.

Dabei handelt es sich derzeit sum Daimler Truck, Gazprom, Nel, BASF, BioNTech, Tesla, Rheinmetall, Plug Power, Valneva, E.On, Deutsche Post, JPMorgan, Tata Power und Aareal Bank.

Das bedeutet übrigens nicht, dass ich all diese Unternehmen negativ einschätze. Die Antwort auf die Frage nach einem Investment-Case fällt mitunter höchst unterschiedlich aus.

Danke, aber nein danke

Ich kann Ihnen aber sagen, dass ich zwei Drittel dieser Aktien kategorisch ausschließen würde, in meinem Depot landen sie sicher nicht.

Am besten gefallen mir JPMorgan und nach dem Kurssturz von 464 auf derzeit 169 USD beispielsweise auch BioNTech.
Bei Tesla zeigen die Zahlen natürlich in die richtige Richtung, aber die Bewertung ist gewohnt grenzwertig, außerdem notiert die Aktie nahe des Allzeithochs. Bei der vorliegenden Volatilität steigt man besser während Korrekturen ein.

Aareal gehört sicherlich zu dem besten, was die deutsche Bankenlandschaft zu bieten hat und womöglich wird man ja übernommen.
Die Deutsche Post ist zwar ein zuverlässiger Dividendenzahler, allerdings auch nicht gerade der Branchenbulle. Da gibt es meines Erachtens bessere Alternativen.

Und dann wird es langsam auch schon ziemlich eng. Teilweise haben wir es mit Underperformern zu tun, deren Aktien mit gutem Grund seit 10 oder 20 Jahren nicht vom Fleck kommen.
Teilweise haben sich die Aktien auch schon vervielfacht, die Bewertungen sind außerordentlich hoch oder die Unsicherheit sehr groß.

Börse bedeutet Einfallentscheidungen

Das muss nicht bedeuten, dass sich all diese Aktien als Fehlinvestition herausstellen werden (und damit ist explizit Investition auf Sicht von Jahren gemeint), die Mehrheit wird es aber vermutlich.
Das bedeutet nicht, dass die Kurse in den kommenden Tagen oder Wochen nicht trotzdem steigen können.

Um Sie nicht mit leeren Händen aus diesem Artikel zu entlassen, daher ein Trading-Setup, welches womöglich interessant sein könnte.
Es handelt sich explizit um Trading auf Sicht von Tagen und Wochen und nicht um ein mögliches Investment für die nächsten Jahre.
Ich betone das so sehr, weil es wichtig ist, das zu unterscheiden.

Eine Aktie, die derzeit ein Setup für einen schönen Longtrade bietet, muss noch lange kein Investment sein und umgekehrt.
Die Faktoren, die bei einem Trade und einem Investment jeweils am wichtigsten sind, sind grob unterschiedlich und oft sogar widersprüchlich.

Chart vom 08.04.2022 Kurs: 167 Kürzel: BNTX - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 08.04.2022 Kurs: 167 Kürzel: BNTX – Tageskerzen

Bei BioNTech zeichnet sich bereits seit längerem eine Bodenbildung ab. Der große Verkaufsdruck ist jedenfalls passé. Was fehlt, ist ein klar bullisches Signal.

Das käme im Falle eines nachhaltigen Ausbruchs über die relevanten Hochs aus dem Februar und der letzten Tage zustande, also spätestens mit einem Tagesschlusskurs über 189 USD.

Dann könnte es hier zu einer nennenswerten Erholung kommen. Die nächstgelegenen Kursziele lägen dann bei 195-200 sowie 212 und 235 USD.

Fällt BioNTech jedoch unter 160 USD, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan.