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Aktienanalyse:
Wacker Chemie: Käufe als Reaktion auf bad news – was ist denn hier los?

Aktuelle Analyse der Wacker Chemie Aktie

Das waren wieder einmal ernüchternde Nachrichten, die der Chemiekonzern Wacker, dessen Aktie aufgrund des steten Abwärtstrends bereits in den SDAX absteigen musste, am Dienstag nach Handelsende zu bieten hatte. Auf Basis der vorläufigen Ergebnisse des dritten Quartals hat Wacker Chemie die eigene Prognose für das Gesamtjahr deutlich nach unten korrigiert.

So soll der Umsatz 2019 nur noch auf Vorjahresniveau liegen (bisher: Ein Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich). Der Gewinn als EBITDA (vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) werde etwa 30 Prozent unter dem Vorjahr liegen (bisher: 10 bis 20 Prozent niedriger). Es konnte nicht überraschen, dass die Aktie daraufhin am Mittwoch deutlich tiefer in den Handel startete. Aber dann setzten umgehend Käufe ein, das Minus wurde zügig aufgeholt, die Aktie schloss sogar im Plus. Wieso? Ist das nicht eine völlig irrationale Reaktion?

Expertenmeinung: Nicht unbedingt. „Buying on bad news“ kommt immer dann vor, wenn die Marktteilnehmer sowieso schon erwartet hatten, dass es zu solchen negativen Nachrichten kommt und so viele bereits im Vorfeld verkauft hatten, dass es nicht zu einem erwartet starken Abwärtsimpuls kommt. Dann decken viele, die auf einen Ausverkauf gehofft hatten und deswegen Short waren, zügig ihre Leerverkäufe ein. Was bedeutet, dass sie die vorher leer verkauften Aktien zurückkaufen, um sich neutral zu stellen – und das zieht den Kurs höher. Und in diesem Fall könnte ein zweites Element mit hineinspielen: der morgen anstehende Abrechnungstermin an der Terminbörse.

Es ist gut möglich, dass große Akteure dort einen Abrechnungskurs für die Wacker-Optionen unterhalb des bisherigen Jahrestiefs vermeiden möchten und die Aktie deswegen erst einmal stützen. Zumal der Kurs der Kurs gerade auf einer langfristig relevanten Unterstützung aufgesetzt hatte, wie unser Chart auf Wochenbasis zeigt, dem 2016er-Tief bei 58,20 Euro. Diese überraschende Reaktion dürfte aber nicht Basis einer Trendwende sein, denn die Lage ist schlecht, das lässt sich nicht „wegkaufen“. Vielmehr sollte man die jetzt erneut verteidigte Unterstützung bei 58,20 Euro im Auge behalten. Die nächste, massive Supportlinie aus dem Jahr 2013 scheint in diesem langfristigen Chartbild zwar nahe zu sein. Aber mit 50,39 Euro liegt sie so deutlich unterhalb der 58,20er-Marke, dass das für die Bären allemal ein lukratives Abwärtspotenzial wäre, sollte sich dieses „buying on bad news“ in den kommenden Tagen erschöpfen und Wacker Chemie erneut nach unten drehen.

Chart vom 16.10.2019, Kurs 66,78 Euro, Kürzel WCH | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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