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Aktienanalyse:
S&P 500: 3.000 sehen … und abdrehen?

Mit den Aussagen des US-Notenbankchefs Powell am Mittwoch im Zuge der halbjährlichen Anhörung vor einem Ausschuss des US-Kongresses wurde deutlich: Die US-Notenbank wird in ihrer kommenden Sitzung in drei Wochen mit hoher Wahrscheinlichkeit den Erwartungen des Marktes entsprechen und den Leitzins senken.

Als Jerome Powells Eingangsrede um 14:30 Uhr unserer Zeit vorab veröffentlicht wurde und deren Tragweite klar wurde, zogen die US-Index-Futures davon und sorgten dafür, dass der marktbreite S&P 500-Index mit einem Aufwärts-Gap in den Handel startete und keine halbe Stunde nach Handelsbeginn erstmals in seiner Geschichte die runde Marke von 3.000 Punkten unter sich ließ. Dann setzten indes Gewinnmitnahmen ein. Die wurden abgefangen, der Index steuerte erneut auf die 3.000er-Marke zu – und drehte dort erneut ab, nachdem um 20 Uhr auch noch das Protokoll der letzten US-Notenbanksitzung auf dem Tisch lag.

Wenn man sich den Chart auf Tagesbasis ansieht, erscheint das unproblematisch, zumal der Index ja letzten Endes trotzdem im Plus und in Reichweite der 3.000 Punkte aus dem Handel ging. Sollte er heute oder am Freitag im nächsten Anlauf über diese Marke gehen, wäre dieser gestrige Handelsverlauf im Nachhinein auch nicht der Rede wert. Aber wehe, wenn die Gewinnmitnahmen heute erneut einsetzen und womöglich an Dynamik gewinnen. Und das wäre so überraschend nicht, denn:

Expertenmeinung: Davon abgesehen, dass Mr. Powell im Zuge seiner Rede deutlich machte, dass die „Fed“ den Leitzins nicht senken würde, um endlich Ruhe vor Donald Trump zu haben, sondern weil spürbar nachlassende konjunkturelle Indikatoren das indizieren, ist jetzt klar, dass diese Zinssenkung kommt. Wer daran glauben will, dass solche Maßnahmen ein Allheilmittel gegen Wachstumsschwäche und eine „holzige“ Wirtschaftspolitik sind, hätte daher spätestens gestern gekauft. Denn wer wollte auf Rekordniveau noch drei Wochen warten, bis die „Fed“ wirklich handelt, bevor er/sie einsteigt?

Damit sind wohl alle im Markt, die auf der Zinssenkungswelle surfen. Was bleibt jetzt noch als Argument, um auf diesem Niveau weiter Long zu gehen? Neben den Zinssenkungen sind es die langsam zu Stein erstarrenden Hoffnungen auf einen „Deal“ mit China, die immer wieder zu Käufen locken. Aber da weiß man eigentlich, dass kurzfristig nicht viel vorangehen wird. Und nachdem der S&P 500 seit Anfang Juni gut zehn Prozent nach oben geschossen ist, wären Gewinnmitnahmen jetzt, da man fürchten dürfte, dass jetzt nur noch die rein technisch orientierten Trader auf der Long-Seite verbleiben, verlockend.

Vor allem für diejenigen zweifellos nicht wenigen Marktteilnehmer, die wissen, dass a) die runde 3.000 für nicht wenige Analysten das mittelfristige Ziel des Index war und man b) mit Blick auf das weiter nachgebende Wachstum auf einer Leiter ohne Sprossen unterwegs ist. Wenn der S&P 500 heute weiter nachgibt, kann es daher gut sein, dass dieses ersehnte Ziel, die 3.000 Punkte-Marke zu erreichen, zu einer Grube wird, die sich die Bullen selbst gegraben haben. Ein Stop Loss im Bereich knapp unter 2.940 Punkten und damit unter der durch die 20-Tage-Linie verstärkten Supportzone aus den Hochs vom Oktober 2018 und vom Mai wäre unbedingt zu überlegen!

Chart vom 10.07.2019, Kurs 2.993,06 Punkte, Kürzel SPX | LYNX Aktienempfehlungen

 

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