Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
S&P 500: Die Luft wird jetzt äußerst dünn

300 Punkte, von 2.346 bis auf 2.645 Zähler, ist der marktbreite US-Index S&P 500 seit dem zweiten Weihnachtsfeiertag gestiegen. Eine Rallye von fast 13 Prozent in 16 Handelstagen. Damit hat der Index ziemlich genau die Hälfte der Abschläge korrigiert, die er zwischen Anfang Oktober und Weihnachten hatte hinnehmen müssen, aber im fast vierfachen Tempo.

Noch ist das eine normale Gegenbewegung im Rahmen eines, wie der Chart zweigt, weiterhin intakten Abwärtstrends. Denn diese Abwärtstrendlinie ist noch nicht einmal erreicht, wartet derzeit bei 2.700 Punkten. Was an dieser Rallye aber keineswegs normal ist, ist ihr Fundament. Es gibt nämlich keines. Die Anleger hoffen und kaufen. Aber sie haben bislang nur diese Hoffnung … und den heute stattfindenden Abrechnungstermin am Terminmarkt. Dass der den US-Aktienmarkt gezogen hat, ist kaum zu übersehen.

Unmittelbar nach der letzten Abrechnung am 21. Dezember drehten die Kurse. Und zwar in die Richtung, die die wenigsten erwartet haben dürften, denn weder in Sachen Handelskrieg, Shutdown oder Russland-Affäre bewegt sich etwas zum Guten. Die Hoffnung ist derart groß, dass der S&P 500 gestern Abend zwischen 20:38 und 20:48 Uhr fast ein Prozent stieg, als eine Zeitung berichtete, US-Finanzminister Mnuchin habe vorgeschlagen, die Strafzölle auf chinesische Waren aufzuheben, um die Verhandlungen mit China zu erleichtern.

Das Gros dieser Rallye wurde sofort danach wieder abverkauft, weil Mnuchin nichts bestätigen wollte, Handelsberate Lighthizer angeblich dagegen ist und Donald Trump diesen Vorschlag nicht einmal auf dem Tisch hatte. Aber man erkennt daran: Die Anleger wären bereit, jeden Strohhalm zu ergreifen. Nur:

Expertenmeinung: Große Hoffnungen ohne gute Nachrichten, das ist eine explosive Mixtur. Die Bären halten bislang nicht dagegen, aber warum sollten sie auch? Solange dieser Abrechnungstermin am Terminmarkt noch nicht über die Bühne ist, lohnt es nicht, sich den Käufern entgegenzustellen. Aber nach diesem Verfalltermin sehr wohl. Und jetzt, da so viele auf die Wende hoffen, wäre es zweifellos höchst attraktiv, den Markt zu drücken, die Optionskäufer damit schon wieder auf dem falschen Fuß zu erwischen.

Die markttechnischen Indikatoren auf Tagesbasis wie der hier abgebildete Stochastik-Oszillator sind klar überkauft, der Index nur knapp durch die Widerstandszone 2.530/2.630 hindurch. Und die wirklich massiven Hürden kommen ja erst noch: Die Abwärtstrendlinie bei 2.700 und die 200-Tage-Linie bei 2.740 Punkten. Bis dahin könnte der S&P 500 durchaus noch laufen, aber mehr wäre aus aktueller Sicht nur drin, wenn wirklich „good news“ auf den Tisch kämen.

Im Gegenzug wäre der Index sofort wieder bärisch, sollte er in der kommenden Woche aus der vorgenannten, jetzt zur Unterstützung mutierten Zone 2.530/2.630 Punkte wieder nach unten herausfallen, die dann auch noch die 20-Tage-Linie mit einschließen würde. Eine darf man als sicher unterstellen: Die Bären schlafen nicht, sie lauern nur auf ihre Chance!

Chart vom 17.01.2019, Kurs 2.635,96 Punkte, Kürzel SPX | LYNX Online Broker

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