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Aktienanalyse:
Siemens: „Prognose wackelt“ – Anleger stimmen mit den Füßen ab

Aktuelle Analyse der Siemens Aktie

Mit einem Minus von gut vier Prozent landete die Siemens Aktie am Donnerstag auf dem Spitzenplatz der DAX-Verlierer. Der Grund war die am Morgen präsentierte Bilanz des dritten Quartals des bei Siemens Ende September endenden Geschäftsjahres. Was man da zu sehen bekam, mochte man absolut nicht. Und so reihte sich Siemens in die mittlerweile ungewöhnlich lange Liste derjenigen Aktien ein, die auf Basis enttäuschender Geschäftszahlen unter Druck geraten. Das Problem war auch hier, wie bei den meisten Unternehmen im Industriesektor, die Gewinnmarge. Der Umsatz legte gegenüber dem Vergleichszeitraum April bis Juni 2018 zu, stieg auf 21,3 nach 20,5 Milliarden. Der Auftragseingang war mit 24,5 Milliarden Euro sogar als tadellos zu bezeichnen. Aber wenn der Gewinn zugleich nachgibt, ist das ein tauglicher Grund, die Stirn zu runzeln und auszusteigen.

Als EBITDA, d.h. vor Steuern und Zinsen, fiel der Gewinn auf 1,9 Milliarden Euro nach 2,2 Milliarden im Vorjahresquartal. Die Analysten hatten mit einem unveränderten Gewinn gerechnet, diesen Abstieg nicht vorhergesehen. Auch netto gerechnet war der Gewinn mit 1,0 nach 1,1 Milliarden spürbar niedriger ausgefallen. Mehr Umsatz, weniger Gewinn, das heißt, dass Druck auf den Preisen liegt. Und wenn die Marge erst einmal schrumpft, wird es sehr schwer, die wieder zu vergrößern, solange die Nachfrage nicht deutlich anzieht. Und den Investoren ist klar: Das zeichnet sich derzeit nicht ab.

Expertenmeinung: Dass Siemens im Zuge der Quartalsbilanz die bisherige Prognose für das Gesamt-Geschäftsjahr bestätigte, konnte die Verkäufe nicht verhindern, denn im selben Atemzug erklärte der Konzern, dass man jetzt eher am unteren Ende der Prognosespanne landen wird, was die Marge angeht. Da hat Siemens eine Range von 11 bis 12 Prozent angesetzt. Im berichteten Quartal lag die Marge nur noch bei 9,6 Prozent, im Vorjahresquartal waren es 11,3 Prozent gewesen. Da schwante es wohl so manchem, dass es Richtung Geschäftsjahresende zu einer Korrektur der Prognosen nach unten kommen könnte. Und die Nachricht über eine wackelnde Prognose traf die Aktie aus Sicht der Bullen zur Unzeit, denn der Kurs hing bereits am seidenen Faden. Und mit dieser Bilanz riss der auch noch, wie der Chart auf Wochenbasis zeigt:

Im ersten Quartal war die Aktie bereits unter die bis ins Jahr 2015 zurückreichende, mehrfach von beiden Seiten als Wendemarke dienende Zone 99/100,50 Euro gefallen, konnte sich dann aber erst einmal wieder darüber retten. Dynamisch wurde der Anstieg aber nie. Weit unter der übergeordneten Abwärtstrendlinie drehte Siemens erneut ab und landete schon wieder in der Zone 99/100,50 Euro, die durch die ebenfalls dort verlaufende 200-Tage-Linie aktuell noch an Bedeutung gewinnt. In der zweiten Julihälfte konnte dieser Bereich verteidigt werden, aber es gelang nicht, sich nach oben abzusetzen. Der Kurs hing also ohnehin mit einem Bein über dem Abgrund, es brauchte nicht viel, um ihn darüber zu stoßen. Diese Bilanz reichte dafür problemlos aus. Damit hat die Aktie aus charttechnischer Sicht Abwärtspotenzial zunächst an das April-Tief bei 90,80 Euro. Aber es würde nicht überraschen, wenn die jetzt natürlich motivierten Leerverkäufer versuchen würden, mit der unteren Begrenzung des Abwärtstrendkanals bei derzeit 87 Euro ein mittelfristig relevantes Kursziel anzusteuern!

Chart vom 01.08.2019, Kurs 95,00 Euro, Kürzel SIE | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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