Aktienanalyse:
Siemens nach Zahlen: Technische Schlüsselzone weiter umkämpft

Aktuelle Analyse der Siemens Aktie

Es war nicht mager genug, um die Aktie gegen einen am Mittwoch zulegenden Gesamtmarkt deutlich ins Minus zu drücken, aber auch nicht gut genug, um die Siemens-Aktie an die Spitze der DAX-Gewinner zu hieven, was da am Mittwochmorgen als Ergebnis des ersten Geschäftsjahresquartals 2019/2020 auf den Tisch kam. Der Umsatz lag im Vorjahresvergleich zwar ca. ein Prozent höher, die Analysten hatten im Vorfeld aber mehr erwartet. Der Auftragseingang blieb leicht unter dem des Vorjahresquartals, überraschte aber im Vergleich zu den Prognosen positiv. Und der Gewinn? Der lag vor Steuern und Abschreibungen deutlich unter dem Vorjahr (1,4 Milliarden nach 2,0 Milliarden, Analystenerwartung im Schnitt 1,9 Milliarden Euro), netto hingegen mit 1,08 Milliarden Euro über dem Vergleichszeitraum und über den Prognosen. Gut oder schlecht?

Die Marktteilnehmer waren sich uneins. Die Aktie notierte zunächst im Minus, drehte dann ins Plus, zeigte aber in beide Richtungen keine entscheidende Dynamik. Das mag auch am Ausblick gelegen haben. Denn mit der Beibehaltung der bisherigen Zielzone in Form eines Gewinns pro Aktie zwischen 6,30 und 7,00 Euro pro Aktie bleibt der Konzern ebenso vage wie zurückhaltend. Nachdem 2018/2019 ein Gewinn von 6,41 Euro pro Aktie erzielt wurde, was schwächer war als in den vier Geschäftsjahren zuvor, fällt es schwer, aus dieser Perspektive eine Motivation zu ziehen, die Aktie unmittelbar zu kaufen.

Expertenmeinung: Damit bleibt die Entscheidung offen, wie es mit der Aktie kurzfristig weitergeht. Sie sehen im Chart, dass Siemens im November Hand in Hand mit dem Gesamtmarkt in eine Seitwärtsbewegung überging, dann aber, als der DAX im Januar anzog, nicht mit von der Partie war. Daraus entstand ein „rounding top“, das auch deswegen auffällig war, weil es sich unmittelbar unterhalb einer mittelfristigen Widerstandszone in Form der Hochs vom Sommer 2018 um 122 Euro bildete (die beiden roten Linien am oberen Rand des Chartbilds). Es hätte positiver Nachrichten bedurft, um diese Hürde zu nehmen. Dafür hat diese Quartalsbilanz nicht gereicht, wobei das auch daran lag, dass diese Widerstände durch den aufgrund der Sorgen in Sachen Corona-Virus unter Druck geratenen Gesamtmarkt kurzzeitig außer Reichweite geraten waren.

Die kräftigen Abgaben der vergangenen Woche führten dazu, dass die Siemens-Aktie die Nackenlinie dieses „rounding top“ bei 113,80 Euro durchbrach und die Bullen dadurch sofort um den mittelfristigen, im August begonnenen Aufwärtstrend (112,50 Euro) zu kämpfen hatten, Diese Schlüsselzone wurde am Mittwoch weder klar unterboten noch überzeugend verteidigt. Noch haben beide Seiten also ihre Chance. Wo könnten Bullen und Bären hier einen kurzfristigen Sieg verkünden? Auf der Unterseite würde ein Schlusskurs unter dem jüngsten Verlaufstief von 110,10 Euro aus charttechnischer Sicht zunächst den Weg an die bei aktuell 104,75 Euro verlaufende 200-Tage-Linie freigeben. Die Bullen könnten aufatmen, wenn Siemens mit Schlusskursen über 116 Euro die Nackenlinie des „rounding top“ ebenso wie die 20-Tage-Linie zurückerobern könnte. Wer setzt sich durch? Die Entscheidung könnte allemal noch im Verlauf dieser Woche fallen.

Siemens Aktie Chart vom 05.02.2020, Kurs 113,72 Euro, Kürzel SIE | Online Broker LYNX

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