Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Nordex: Die Bären machen hier Unmögliches möglich

Man fasst es nicht: Fast zehn Prozent notierte die Nordex-Aktie gestern am Tageshoch im Plus. Geschlossen hat sie leicht im Minus. Ein Ding der Unmöglichkeit angesichts der Nachrichten, die die Aktie am Morgen nach oben zogen? Offenbar nicht. Der Windkraftanlagenbauer hatte das Volumen der Auftragseingänge für das dritte Quartal gemeldet. Und es waren wirklich gute Nachrichten.

Mit einem Auftragseingang von 974 Megawatt setzte sich die herausragende Entwicklung der ersten beiden Quartale fort. Selbst in dem eher ruhigen Sommerquartal lief es sehr gut. Zum Vergleich: Im dritten Quartal 2017 lag der Auftragseingang bei 2103 Megawatt. Natürlich sind Megawatt und Euro zweierlei, der Margendruck in der Branche hoch. Und natürlich wird das Gros der großen Aufträge erst für die Bilanz 2019 eine Rolle spielen.

Aber das weiß man ja. Dass 2018 ein schwaches Jahr würde, war seit April seitens des Unternehmens kommuniziert worden. Und gemeinhin pflegen die Anleger ja auch nach vorne zu blicken, nicht zurück. Und das, was diese Auftragseingänge da verheißen, ist definitiv positiv. Sonst wäre die Aktie ja auch nicht fast zehn Prozent nach oben gesprungen. Aber warum fiel sie dann wieder?

Expertenmeinung: Sicher nicht, weil die Akteure kollektiv im Tagesverlauf beschlossen haben, dass Auftragseingänge keine Rolle spielen und nur zählt, dass Nordex wohl in 2018 keinen Gewinn erzielen kann. Das auch nur zu erwägen wäre Unfug. Was als Basis des Abverkaufs bleibt, sind die „Bären“, die Leerverkäufer. Die, die diese Aktie seit Anfang 2016 immer fester in ihrem Würgegriff halten.

Nordex‘ Umsätze sind klein genug, um es möglich zu machen, dass große Trader über massive Leerverkäufe jeden Versuch abweisen, die Aktie in Richtung einer Aufwärtswende zu tragen. Im August und September war Nordex sage und schreibe sechs Mal kurz über die 200-Tage-Linie gelaufen, dem Befreiungsschlag nach oben nahe. Jedes Mal wurde die Aktie abgewiesen. Und Anfang Oktober wurde aus der erfolgreichen Defensive der Leerverkäufer die nächste Attacke.

Die Aktie fiel durch die Unterstützungszone 8,17/8,31 Euro. Der Weg in Richtung des bisherigen Jahrestiefs bei 6,86 Euro war aus charttechnischer Sicht frei. Da wäre eine Rallye angesichts der erneut tadellosen Auftragseingänge unerwünscht gewesen. Dass es gelang, diese Rallye komplett zu eliminieren, die Aktie wieder unter die Zone 8,17/8,31 Euro zu drücken, macht klar:

Die Leerverkäufer sind hier derzeit so dominant, dass sie auch Unmögliches möglich machen. Und diese Vormachtstellung werden sie so schnell nicht abgeben, was hieße: Der Weg nach oben bleibt, zumindest für den Moment, verbaut.

Chart vom 10.10.2018, Kurs 7,90 Euro, Kürzel NDX1

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