Analyse:
Euro/US-Dollar: Gelingt jetzt der Befreiungsschlag?

Das waren noch Zeiten, als die Königsdisziplin im Forex-Markt, die Euro/US-Dollar-Relation, dynamische Trends aufwies. Doch seit Herbst 2018 ist das, zumindest bislang, vorbei. Und das ist durchaus nachvollziehbar. Denn was die Investoren nicht mögen, sind unklare Perspektiven. Und viel unklarer als momentan geht es kaum, denn den Taktstock schlägt nicht mehr die Wirtschaft, sondern die Politik. Dort liegen seit dem BrExit-Votum und Trumps Wahlsieg die Schlüssel für die für Euro/US-Dollar-Trends entscheidende Frage:

Welcher dieser beiden Wirtschaftsräume ist nicht nur derzeit der stärkere, sondern wird es auch mittelfristig bleiben? Der stärkere Wirtschaftsraum wird normalerweise attraktivere Zinsen bieten und ausländischen Investoren mehr Investitionsanreize liefern. Das würde die Währung stärken. Aber wenn die Ankerpunkte für die entsprechenden Antworten in Entscheidungen eines unberechenbaren Präsidenten und eines nicht minder unberechenbaren britischen Unterhauses liegen, mag sich niemand in Sachen Euro/US-Dollar-Trend zu weit aus dem Fenster lehnen.

Expertenmeinung: Der Schlüssel für einen Ausbruch des Euro nach oben liegt in zwei Fragen. Die erste Frage ist, ob sich die USA durch ihren Handelskrieg weiterhin selbst schwächen. Die zweite Frage lautet, ob der BrExit tatsächlich zum einen bald und zum anderen ohne große Reibungsverluste gelingt und das dadurch so lange gebremste Wachstum daraufhin wieder anzieht. Daher sind die morgige Wahl in Großbritannien und die Frage, ob Trump durch die Verschiebung der auf den 15. Dezember angesetzten Erweiterung der Strafzölle auf China zugeht, deutlich wichtiger für die Tendenz des Währungspaares als die gestrige Entscheidung der US-Notenbank oder die heute anstehende EZB-Entscheidung. Denn beide Notenbanken müssen derzeit durch diesen so intensiven Einfluss der Politik auf die Märkte mehr reagieren, als sie agieren könnten.

Sollte es zu einem klaren Sieg Johnsons in Großbritannien kommen und Trump den erhofften Schritt in Richtung eines Einlenkens verweigern, wäre das ein positives Signal für den Euro, der dann in der Tat die Chance hätte, endlich aus diesem im Wochenchart zu sehenden Keil nach oben auszubrechen. Dessen obere Begrenzung verläuft derzeit um 1,1160 US-Dollar fast deckungsgleich mit der 200-Tage-Linie. Sollte es aber andersherum laufen, Johnson scheitern und Trump die Zölle aufschieben, wäre das ein starkes Signal zu Gunsten des US-Wachstums und dürfte dazu führen, dass Euro/US-Dollar an der jetzt fast erreichten oberen Begrenzung des Keils nach unten abdreht. Ob das auch ausreichen würde, um den Euro zum US-Dollar durch die Anfang Oktober verteidigte Supportzone 1,0828/1,0906 US-Dollar zu drücken, wird man abwarten müssen … dazu müsste in Sachen BrExit doch einiges schief- und in Sachen Handelskrieg einiges gutgehen.

Euro/US-Dollar: Chart vom 11.12.2019, Kurs 1,1136 US-Dollar, Kürzel EUR.USD | LYNX Online Broker

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