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Aktienanalyse:
Deutsche Bank: Von großen Hoffnungen zu blankem Entsetzen

Aktuelle Analyse der Deutsche Bank Aktie

Im Januar brach die Aktie der Deutschen Bank aus der Handelsspanne des zweiten Halbjahres 2019 nach oben aus. Die Hoffnung hatte sich durchgesetzt, dass es CEO Sewing gelingen wird, das Geldinstitut nachhaltig zurück in die Erfolgsspur zu führen. Die Kosten schienen im Griff zu sein, die Hoffnung auf eine steigende Rentabilität als Lohn für radikale, konsequente Maßnahmen war groß. Doch innerhalb nur eines Monats verwandelte sich die Hoffnung in Zweifel, der Zweifel in Sorge und die Sorge Mitte März in blanke Panik. Der Kurs der Aktie unterbot zunächst die 200-Tage-Linie, danach das vorherige Rekordtief, das im August 2019 bei 5,78 Euro markiert wurde, und sackte am 16. März auf das neue Allzeit-Tief von 4,45 Euro.

Über die Gründe muss man natürlich nicht lange rätseln. Die Virus-Pandemie führte zu radikalen Maßnahmen, die die deutsche Wirtschaft ebenso wie die Weltwirtschaft unter einen Druck setzte, der in dieser Dynamik einzigartig ist. Binnen kürzester Zeit stand quasi die halbe Weltwirtschaft still. Und damit steht die Deutsche Bank vor einem massiven Dilemma: Das Kredit-Ausfallrisiko ist gewaltig gestiegen. Ob es durch Regierungen und die EZB effektiv aufgefangen wird, ist offen. Und auch, wenn jetzt der Bedarf an Kredit so groß wäre wie wohl nie zuvor: Solche Kredite kommen von offiziellen Stellen. Und Banken würden sich da auch schwertun, weil es natürlich überall an den nötigen Sicherheiten fehlt. Eine fatale Lage, welche die Frage aufwirft, ob diese Aktie die Tiefs womöglich noch gar nicht gesehen hat?

Expertenmeinung: Noch gibt es keine umfassenden Aussagen zur aktuellen Lage der Bank, aber die Analysten haben bereits den Daumen gesenkt. Derzeit liegt das durchschnittliche Kursziel von über 20 Analysten bei etwa 5,50 Euro. Und das niedrigste Kursziel lag bis Anfang der Woche bei nur drei Euro, bevor die Citibank, die dieses Ziel ausgerufen hatte, diese Marke gestern auf vier Euro anhob. Und keiner aus dieser relativ großen Zahl an Experten sieht die Aktie momentan als „Kauf“, nicht einmal ein „Übergewichten“ ist zu finden. Entweder lautet das Urteil „Halten“ oder „Verkaufen“. Muss man wirklich so schwarzsehen? Mittel- und langfristig wohl nicht, denn selbst, wenn diese Situation ein Bankensterben einläuten sollte, würde die Deutsche Bank im schlimmsten Fall in einer anderen, stärkeren Bank aufgehen und so für die Aktionäre kein Waterloo entstehen. Ob und wann es so kommen würde, ist indes offen. Und kurzfristig, für die nächsten Monate, ist diese Situation zweifellos äußerst düster.

So gesehen wäre es durchaus denkbar, dass die Deutsche Bank-Aktie noch einen zweiten „Down-Leg“ ausbildet, der das bisherige Rekordtief testet und womöglich sogar unterbietet. Natürlich würden positive Überraschungen, sei es bei den Rahmenbedingungen oder der Bilanz bzw. den Perspektiven des Geldhauses, den Deckel wegsprengen können. Das wäre der Fall, wenn der Kurs die wichtige 200-Tage-Linie und damit auch das bisherige Hoch des Bodenbildungs-Versuchs mit Schlusskursen über 7,00 Euro überwinden würde. Aber momentan sieht das Chartbild dahingehend nicht gerade verheißungsvoll aus. Und sollte das letzte, markantere Zwischentief, das Anfang April bei 5,39 Euro ausgebildet wurde, unterboten werden, wäre der Weg tatsächlich nach unten erst einmal wieder frei.

Deutsche Bank Aktie Chart vom 22.04.2020, Kurs 5,65 Euro, Kürzel DBK | Online Broker LYNX

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