Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Deutsche Bank: Als hätte man Wunder erwarten dürfen

Der Umsatz lag unter dem des Vorjahresquartals und einen Hauch unter der Durchschnittsprognose der Analysten. Die jetzt einmal keine Glaskugel haben. Der Gewinn vor Steuern lag im dritten Quartal mit 506 Millionen zwar klar unter dem des dritten Quartals 2017 (506 nach 933 Millionen Euro), aber weit über der Durchschnittsprognose der Analysten (328 Millionen).

Beim Nettogewinn war es nicht anders. Was das Mini-Verfehlen der Umsatzprognose mehr als heilt. Was das Gesamtjahr 2018 angeht, sieht die Deutsche Bank den Umsatz leicht unter 2017. Niemand hätte etwas anderes erwarten dürfen. Und wenn CEO Sewing zu den Zahlen sagt, man sei auf dem Weg, das Jahr mit einem Gewinn abzuschließen:

Manch einer hatte bislang Schlimmeres geargwöhnt. Und die Aktie? Fiel wie ein Stein. Zum Handelsende stand sie mit -4,75 Prozent auf Platz zwei der DAX-Verlierer. Kann man diese negative Reaktion begründen? Natürlich kann man das, man muss nur genügend Pessimismus für die Zukunft aufbringen, Annahmen im Zweifel mit einem Minus versehen. Das wäre zwar nicht objektiv. Aber der Aktienmarkt ist eben momentan auch nicht objektiv.

Wer sich jetzt hinstellt und darauf hinweist, dass niemand sich gewundert hätte, wenn die Deutsche Bank-Aktie auf diese Zahlen hin erheblich zulegt statt zu fallen, steht auf verlorenem Posten. Weil?

Expertenmeinung: Weil die Mehrzahl der Marktteilnehmer entweder gerade völlig von dem Abwärtssog überrascht wird, in den DAX & Co. geraten sind, und blind verkauft oder längst kräftig auf der Short-Seite agiert.

Die Stimmung ist bearish. Und da werden Quartalsergebnisse im Zweifel eben so lange hin und her gedreht, bis man sie negativ sieht. Was heißt: auf mittelfristige Sicht hin könnte der aktuelle Kurs der Deutschen Bank-Aktie ein günstiger Kaufkurs sein, aber: Kurzfristig ist im Chart nicht zu übersehen, dass, um diese Floskel zu bemühen, der „Markt das Tief sehen will“. 8,75 Euro, dort liegt es, markiert Ende Juni. Dorthin steuert die Aktie und es würde nicht überraschen, wenn sie diesen Punkt erreicht. Dann erst käme es zum Schwur:

Wenn sich dort genug beherzte Käufer finden, könnten sie den Abwärtsimpuls brechen. Wenn. Sich darauf zu verlassen und jetzt schon einmal die Hand aufzuhalten, ist indes gefährlich. Der Aktienmarkt hat lange nach oben übertrieben. Das geht auch anders herum. Und just jetzt ist er dabei, nach unten zu übertreiben … mit für den Moment noch völlig offenem Ende.

Chart vom 24.10.2018, Kurs 8,87 Euro, Kürzel DBK

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