Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Deutsche Bank: Die Fusion macht alles noch schlimmer

Die Deutsche Bank AG ist die mit Abstand größte Privat- und Firmenkundenbank in Deutschland und einer der weltweit führenden Finanzdienstleister.

Die Commerzbank ist das zweitgrößte Geldhaus Deutschlands mit Standorten in knapp 50 Ländern. In den beiden Geschäftsbereichen Privatkunden und Firmenkunden wird jeweils ein breites Spektrum an Finanzdienstleistungen angeboten.

Jetzt wird es ernst

Die Gerüchteküche brodelte bereits seit geraumer Zeit, immer wieder wurde eine mögliche Fusion mit der Commerzbank diskutiert.

Nun ist es offiziell, die beiden Geldhäuser verhandeln ganz offen über einen Zusammenschluss. Gemeinsam würde man zur europäischen Nummer drei aufsteigen, nach HSBC und BNP Paribas.

Als Beobachter darf man sich allerdings die Frage stellen, wem das nutzen soll.

Wer hat Interesse an einer noch größeren Problembank, die für das System ein umso größeres Risiko birgt und im Krisenfall erst Recht gerettet werden muss?

Beide Banken haben seit Jahren mit ernstzunehmenden Problemen zu kämpfen und es laufen tiefgreifende Restrukturierungen.
Während diesem Prozess eine Fusion durchzuführen, wird unweigerlich Schwierigkeiten mit sich bringen.

Aus zwei Lahmenden wird wohl kaum ein Rennpferd werden.

Der Vorstand wird sich dennoch üppige Gehaltserhöhungen genehmigen. Schließlich wäre die neue Bank größer, man trägt noch mehr „Verantwortung“ und das muss natürlich entlohnt werden.

Der Deutsche Bürger trägt hingegen das Risiko und zahlt die Zeche, wenn etwas schiefläuft.

Auf den Punkt

Unter dem Strich hat die Commerzbank auch überhaupt nichts zu bieten, was die Deutsche Bank gebrauchen könnte. Das muss man leider ganz klar sagen.

Der einzige Vorteil besteht in einer möglichen Zusammenlegung von Niederlassungen und massiven Kosteneinsparungen. Gewerkschaften rechnen in Falle einer Fusion mit dem Abbau von 30.000 Stellen.
Auch hier werden WIR wieder die Zeche zahlen.

Im Gegenteil

Für Bürger und Aktionäre wäre vielleicht genau das Gegenteil am besten. Beide Geldhäuser sollten zerschlagen werden, um die Systemrelevanz zu reduzieren.

Das Investmentbanking und das klassische Bankgeschäft sollten getrennt werden. Die Idee ist nicht gerade weit hergeholt. In vielen Ländern war es Banken bis zur Jahrtausendwende sogar verboten, in beiden Bereichen Geschäfte zu machen.

Die Abschaffung des Trennbankensystems in den USA 1999 ist maßgeblich für die Finanzkrise mitverantwortlich.
Dass das Gesetz, welches im Zuge der Great Depression 1933 erlassen wurde, nach der Finanzkrise nicht wieder eingeführt wurde, wird uns in der Zukunft noch erhebliche Probleme bereiten.

Ich sehe nur eine Variante, in der die Fusion für Gesellschaft und Aktionäre langfristig ein positives Resultat hervorbringen könnte:

Die beiden Banken könnten die einzelnen Geschäftszweige kombinieren, sich dann aufspalten und anschließend einzeln an die Börse gehen.
Eine mögliche Variante wäre die Aufspaltung in die drei Bereiche Investmentbanking/Vermögensverwaltung, das klassische Bankgeschäft sowie Digital.

Dadurch könnte man in allen Bereichen eine kritische Größe erreichen, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.

Wie wahrscheinlich diese Variante aber ist, kann sich jeder selbst ausrechnen. Der Vorstand wird die durch eine Megafusion gewonnene Macht kaum wieder abgeben wollen.

Die Aktien

Eine ausführliche Analyse zur Deutschen Bank finden Sie hier: Deutsche Bank: Zieht hier ein Sturm auf?

Bei der Commerzbank sieht es nicht besser aus. Wie ich bereits in vorangegangenen Analysen zum Ausdruck gebracht hatte: Als Investment schließe ich beide Aktien kategorisch aus.
Das war vor 10 Jahren der Fall und wird es wohl auch in 10 Jahren noch sein.

Charttechnik Deutsche Bank

Die jüngste Erholung ist langfristig bedeutungslos. Die Abwärtstrends sind intakt und die übergeordnete Marschrichtung bleibt abwärts. Erholungen sollten zum Ausstieg genutzt werden.

Chart vom 19.03.2019 Kurs: 8,00 Kürzel: DBK - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Charttechnik Commerzbank

Hier ist die Gesamtkonstellation etwas bullischer, denn die Tiefs aus 2016 konnten verteidigt werden.

Der mittelfristige Abwärtstrend wurde überwunden und dementsprechend ist der Weg für eine Erholung in Richtung 8 Euro frei. Darüber würde sich das Chartbild spürbar aufhellen.

Fällt die Aktie hingegen wieder unter 7,50 Euro, droht ein Rücksetzer bis 6,50 Euro.

Chart vom 19.03.2019 Kurs: 7,47 Kürzel: CBK - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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