Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Continental: Wende abgeblasen?

Das Jahr 2018 begann für die Automobilindustrie, egal, ob Autobauer oder Zulieferer, mit großem Optimismus. Doch die Branche sieht seit Monaten eine Gewinnwarnung nach der anderen, auch der Reifenhersteller und Kfz-Technologiehersteller Continental reihte sich da ein, sogar gleich zweimal. Und dabei sind die US-Strafzölle, die weiterhin wie ein Damoklesschwert über der Branche hängen, noch nicht einmal verhängt.

Continental veröffentlichte am Donnerstag morgen die Bilanz zum dritten Quartal. Die war an sich keine Überraschung mehr, nachdem das Unternehmen die vorherigen Prognosen bereits im August kassiert hatte. Aber das Zahlenwerk machte das vitale Problem der Zulieferer deutlich: die Gewinnmarge.

Die gerät umgehend unter Druck, sobald die Autobauer Gegenwind verspüren, denn den versucht man dann umgehend an die Zulieferer weiterzureichen. Conti erzielte trotz der problematischen Gesamtsituation mit 10,8 Milliarden Euro im dritten Quartal 2018 einen höheren Umsatz als im Vorjahresquartal (10,7 Milliarden), der Gewinn aber lag deutlich unter dem des Vorjahres – eine Folge unter Druck stehender Margen. Und damit nicht genug:

Expertenmeinung: Continental bestätigte zwar die jüngsten, reduzierten Prognosen für das Gesamtjahr, erklärte aber auch, dass man sich erstmals seit knapp zehn Jahren mit einem substanziellen Rückgang der Automobilproduktion konfrontiert sehe – womit nicht nur der deutsche Markt gemeint war. Sollte sich der negative Trend auch im laufenden Quartal fortsetzen, wäre das Erreichen dieser Prognose nicht mehr sicher.

Am Donnerstag gab die Aktie zwar „nur“ 2,77 Prozent nach, aber der Blick auf den Chart auf Wochenbasis macht deutlich: Vom Hoch der dynamischen Gegenbewegung der Vorwoche bei 152,80 Euro ist Continental bereits deutlich zurückgekommen. Wichtig ist jetzt das Tief der langen, grünen Vorwochenkerze bei 135,90 Euro. Sollte die Aktie heute weiter nachgeben, diesen Level unterbieten, wäre die Gegenreaktion quasi eliminiert. Und das würde, angesichts der durch diese Bilanz noch unterfütterten, problematischen Perspektive, die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass es in der Tat nur eine Gegenbewegung in einem Abwärtstrend war, welche die Conti-Aktie vergangene Woche rasant höher trieb … und damit dem Bären-Lager erneut freie Bahn gewähren.

Chart vom 08.11.2018, Kurs 140,20 Euro, Kürzel CON

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