Börsenblick

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Aktienanalyse:
Continental: Ist das endlich der Boden?

Continental ist ein deutscher Automobilzulieferer und mit 220.000 Beschäftigten an über 400 Standorten tätig.

Continental im Wandel

Bekannt ist das Unternehmen vor allem für Autoreifen, die Angebotspalette reicht allerdings deutlich weiter.

Der Bereich Automotive hat das ehemalige Hauptgeschäft inzwischen überholt und ist für den Großteil des Umsatzes verantwortlich. Conti engagiert sich in den Bereichen Fahrgestelle, Innenraum, Sicherheit und Antriebssträngen.

Doch auch die großen Zukunftsthemen hat man nicht aus dem Auge verloren. Continental arbeitet beispielsweise mit Nvidia im Bereich autonomes Fahren zusammen.

Branche im Wandel

Ich habe es bereits mehrfach zum Ausdruck gebracht: Die gesamte Zulieferer-Branche steht vor enormen Herausforderungen.

Durch autonome Fahrzeuge dürfte die Zahl der verkauften PKW insgesamt sinken und Elektroautos bringen gerade für die Zulieferer noch weitere Probleme mit sich.

Die Zahl der Bauteile eines Otto- oder Dieselfahrzeugs liegt weit über 1.000, ein Elektroauto besteht aber aus nur 200 Hauptkomponenten.
Man muss keinen Abschluss in Mathematik haben, um zu erahnen, was es bedeutet, wenn sich eine gleichbleibende Zahl an Zulieferern einer sinkenden Zahl an Komponenten widmet:
Der Wettkampf wird härter und die Margen sinken.

Zudem müssen Zulieferer, um aber überhaupt eine Chance zu haben, enorme Investitionen stemmen. Wer den Wettkampf um die neue Welt der Mobilität aber gewinnen wird, ist vollkommen unklar.

Die erhöhte Unsicherheit, in Kombination mit steigenden Ausgaben und einem schwächelnden Automobilmarkt haben ihre Spuren in den Aktienkursen der Branche hinterlassen.

Ausblick und Bewertung

Continental hat mehrfach enttäuschende Quartalszahlen vorgelegt. Für das Gesamtjahr erwartet der Markt einen Rückgang des Gewinns von 14,49 auf 12,65 Euro je Aktie.
Noch vor wenigen Monaten lag die Konsensschätzung bei 16,10 Euro.

Die Lage hat sich also weiter eingetrübt und sollte es zu der allseits erwarteten Abkühlung der Weltwirtschaft kommen, wird es kaum besser werden.

Im Gegenzug ist das KGVe von Continental auf 9,8 gesunken und liegt somit weit unter den Werten der Vorjahre.
Die Dividende ist gut finanziert und mit einer Rendite von 3,5% ordentlich.

Ein langfristiges Engagement ergibt für Investoren allerdings nur Sinn, wenn sie davon ausgehen, dass es in den kommenden Jahren keine Rezession geben wird.

Charttechnik

Für kurzfristige Trader spielen diese Überlegungen allerdings eine untergeordnete Rolle. Hier zählen vor allem die technische Lage und ob zeitnah ein positiver Newsflow möglich ist. Bei dem am Boden liegenden Sentiment wäre es durchaus möglich.

Zuletzt hatte ich die Aktie im März empfohlen. Die antizyklische Kaufmarke bei 135 Euro wurde sauber abgearbeitet und anschließend gelang der antizipierte Ausbruch über 148 Euro. Das Kursziel bei 160 Euro wurde nur knapp verfehlt.

Aktuell ist die charttechnische Konstellation wieder aussichtsreich. Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass sich ein Doppelboden nahe 119 Euro ausbildet. Dementsprechend könnte man einen Longtrade mit einem Stop auch eng absichern.

Oberhalb von 127,50 Euro kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal. Mögliche Kursziele liegen bei 134 sowie 140 und 148-148 Euro.

Chart vom 07.06.2019 Kurs: 125 Kürzel: CON - Tageskerzen | LYNX Online BrokerChart vom 07.06.2019 Kurs: 125 Kürzel: CON - Tageskerzen | LYNX Online Broker

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