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Aktienanalyse:
Continental: Oberseite im Augen behalten!

Aktuelle Analyse der Continental Aktie

Letzte Woche hieß es, ein Pilzbefall in Kautschukplantagen Südostasiens treibe die Kautschukpreise in die Höhe und könnte die Versorgung der Reifenhersteller gefährden. Gestern wurde gemeldet, dass es bei Continental Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen illegaler Abschaltvorrichtungen bei Mitsubishi gegeben habe. Das sind zwar alles keine dramatischen Nachrichten, zumal betont wurde, dass die Continental AG bei diesen Ermittlungen als Zeuge angesehen werde. Aber es reichte, um die auf einmal wieder so wacklige Stimmung bei den Autobauern und ihren Zulieferern noch ein wenig wackliger zu machen. Und richtig ist schon: In einem Umfeld, in dem so vieles an Risiken vom Aktienmarkt nicht wiedergegeben wird, fällt es leicht, die wenigen Aktien in einem Abwärtstrend so einzustufen, dass sie weiter nachgeben müssten, weil sie es „verdient“ haben. Aber kann man das wirklich so sehen?

Nicht, wenn man erkennen müsste, dass eine solche negative Beurteilung maßgebend davon beeinflusst wird, dass diese Aktie gerade fällt, während andere zulegen. Denn solche Phänomene sehen wir immer wieder bei den verschiedensten Branchen, ohne dass sie nachhaltig sein müssten. Oft sind es rein chart- und markttechnisch motivierte Trading-Aktivitäten, die eine solche Abweichung vom „Mainstream“ auslösen. Und Trader „kleben“ nicht an einer Richtung, so etwas kann schnell drehen. Und was die Fundamentals betrifft:

Expertenmeinung: Es stimmt schon, dass Continental zuletzt einen immensen Verlust im dritten Quartal auswies. Aber das basierte auf Kosten und Rückstellungen für umfassende Restrukturierungen, mit denen sich der Reifen- und Automobiltechnik-Konzern an das schwieriger gewordene Umfeld anpasst. Das operative Geschäft verlief laut Continental gut, der Umsatz legte zu und das vierte Quartal 2019, dessen Ergebnis noch aussteht, soll ebenso gut gewesen sein. Ein wenig mehr Hoffnung wäre also nicht zwingend unangebracht. Aber das fällt jetzt einmal schwer, solange die Aktie in einem Abwärtstrend verharrt: Derzeit wird versucht, das Oktober-Verlaufstief bei 109,92 Euro, das bereits Anfang Januar getestet wurde und da hielt, zu verteidigen. Gelingt das nicht, wäre die nächste Unterstützungslinie bereits das Sechs-Jahres-Tief vom August bei 102,00 Euro.

Dabei haben dieser parallel zur übergeordneten Abwärtstrendlinie verlaufende Kanal, der sich im November gebildet hat und die zwischen Kanal und Abwärtstrendlinie zusätzlich drückende 200-Tage-Linie verständlicherweise für die Leerverkäufer einen gewissen Charme. Doch solange keine neuen Nachrichten auf den Tisch kommen die suggerieren würden, dass die Lage für Continental so negativ ist, wie das Chartbild das suggeriert, sollte man die Oberseite nicht aus den Augen lassen. Denn die Aktie kann weiter fallen, muss es aber nach diesem Abstieg der letzten Monate entgegen dem Gesamtmarkt nicht. Würde der Kurs dem Gesamtmarkt, und sei es nur durch positivere AnalystenKursziele befeuert, ein Stück nach oben hinterher laufen, würde das nicht überraschen. Allerdings kämen Long-Trades bei einem Chartbild wie diesem erst infrage, wenn diese Phalanx an Hürden mit Schlusskursen über der aktuell bei 125 Euro verlaufenden Abwärtstrendlinie auch wirklich bezwungen wurde.

Chart vom 21.01.2020, Kurs 111,22 Euro, Kürzel CON | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

 

 

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