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Aktienanalyse:
Continental: Mut oder Leichtsinn?

Aktuelle Analyse der Continental Aktie

Nachdem der Automobiltechnik- und Reifenhersteller Continental am Dienstagmittag überraschend Eckdaten zum dritten Quartal auf den Tisch legte (die eigentliche Bilanz wird erst im November erwartet), reagierte die Aktie zunächst mit einem kleinen Kursprung, gab dann binnen Minuten den Gewinn wieder ab und entschied sich zum Handelsende doch für die Oberseite. Mit +4,12 ging Conti als Tagessieger im DAX aus dem Handel. Was nicht gerade zwingend war, wenn man sich das Zahlenwerk einmal ansieht.

Zwar gelang es, den Umsatz zum Vorjahresquartal um ca. drei Prozent zu steigern, aber die Gewinnmarge fiel deutlich von 7,2 auf nur noch 5,7 Prozent. Der operative Gewinn würde somit fallen. Der wurde nicht explizit benannt, aber da man entschieden hat, Rückstellungen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro vorzunehmen und die ins dritte Quartal zu buchen, wird ohnehin ein Verlust ausgewiesen. Was auch für das Gesamtjahr 2019 gilt. Und auf Basis solcher Nachrichten wurde gekauft? Was kann dahinterstecken?

Expertenmeinung: Möglich ist, dass viele Akteure zu dem Schluss kamen, dass die nötige Vorsorge für die nächste Zeit damit getroffen und verbucht ist und es ab jetzt wieder bergauf gehen müsse, zumal man sich bei Continental operativ auf gutem Wege sieht. Was ja sein mag, aber die Rückstellung erfolgte mit der Begründung, dass das Unternehmen bis 2024 bei der Automobilproduktion keine wesentliche Besserung erwartet. Ist das eine Aussage, die Grundlage sein kann zu erwarten, dass das Gröbste vorbei ist? Das erschließt sich wohl nicht jedem.

Rein charttechnisch betrachtet sieht die Aktie kurzfristig mit diesem gestrigen Anstieg gut aus, nachdem es am Freitag gelang, die 20-Tage-Linie zu verteidigen und die kurzfristige Aufwärtstendenz dadurch bestätigt wurde. Aber es ist nicht die erste Rallye bei dieser Aktie. Bislang hielt keine vor. Dass das Anfang Oktober markierte Zwischentief höher liegt als das vorherige, mag da ein Lichtblick sein.

Aber in diesem konjunkturell kritischen Umfeld wird der Kurs noch mehr von Leichtsinn als von dem mutigen und vor allem fundierten Blick nach vorne getragen. Solange es nicht wenigstens zu einem zufriedenstellenden BrExit kommt, idealerweise aber das Damoklesschwert von US-Strafzöllen gegen die Autobranche vom Tisch kommt, bleiben solche Rallyes ein Wagnis und massive Widerstände wie die doppelte Hürde aus 200-Tage-Linie und September-Hoch bei 129 Euro potenzielle Wendemarken.

Chart vom 22.10.2019, Kurs 124,10 Euro, Kürzel CON | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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