Aktienanalyse:
Continental: Widerstand zwecklos?

Aktuelle Analyse der Continental Aktie

Als der Automobilzulieferer Continental vergangenen Mittwoch seine Quartalsbilanz vorlegte, versuchten sich einige Investoren noch daran, die seit Ende Juli wieder kräftig unter Druck stehende Aktie nach dem Motto „es hätte schlimmer kommen können“ zu stabilisieren. Doch der Versuch, mit der 20-Tage-Linie die nächstliegende Widerstandslinie zu überwinden, scheiterte. Und bereits am Donnerstag setzte der Abgabedruck wieder ein, intensivierte sich am Freitag und sorgte am Montag für ein neues Jahrestief.

Das indes mehr war als ein „einfaches“ Jahrestief, wie unser langfristiger Chart auf Wochenbasis zeigt. Continental ist auf den tiefsten Stand seit August 2013 abgerutscht. Und das Chartbild macht deutlich, dass da erst einmal keine nennenswerten charttechnischen Unterstützungen warten, an denen die Leerverkäufer auf den Gedanken kommen müssten, ihre Short-Positionen einzudecken. Aber ist diese Aktie, die Anfang 2018 im Hoch noch 257,50 Euro kostete, nicht längst zu weit gefallen?

Expertenmeinung: Nicht unbedingt. Denn den Investoren ist durchaus klar, wie stark die Gewinne bei einem Zulieferer einer selbst sehr konjunktursensiblen Branche wie der Automobilindustrie schwanken können. Zumal der Handelskrieg die Branche in Europa ebenso wie in den USA und in China belastet und damit in allen großen Absatzmärkten. Und das bereits jetzt, noch im Vorfeld möglicher, weiterhin über den Autobauern schwebender US-Strafzölle. Und dass die Bären den Teufel nicht an die Wand malen, ging aus Statements des Unternehmens im Zuge dieser Quartalsbilanz hervor.

Die Zahlen selbst machten das Problem schon deutlich: Der Umsatz lag mit 11,3 Milliarden zwar nur 100 Millionen Euro unter dem des Vorjahresquartals. Aber der um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) fiel um 25 Prozent von 1,16 Milliarden auf 0,87 Milliarden Euro. Die Gewinnmarge steht unter Druck … und so etwas kann sich steigern.

Zudem so betonte Continental, dass man die Kostensenkungen intensiviert und mit der Belegschaft über die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit spreche. Das sind Statements, die den Bären klar machen, dass sie in offene Flanken stoßen. Und die potenziellen Käufer wissen das eben auch, so dass die Aktie mit diesem Ausbruch nach unten auch, wenn dieser Weg zweifellos nicht geradlinig verlaufen wird, das Tor zu weiteren Abgaben aufgestoßen hat.

Chart vom 12.08.2019, Kurs 110,98 Euro, Kürzel CON | LYNX Aktienempfehlungen

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