Aktienanalyse:
Beiersdorf: Noch haben die Bären hier nichts gewonnen

Aktuelle Analyse der Beiersdorf Aktie

Eines ist schon richtig: Beiersdorf ist, was das Wachstumspotenzial angeht, ebenso wenig die hellste Kerze auf dem DAX-Kuchen wie in Sachen Dividendenrendite. Da kommt einem das Wort „lahme Ente“ nicht unbedingt zu Unrecht in den Sinn. Und wenn die Aktie dann auch noch bei auf der Stelle tretenden Gewinnen ein ganz und gar nicht angemessenes Kurs/Gewinn-Verhältnis um 30 ausweist, wie das derzeit der Fall ist, ist sie natürlich für Leerverkäufer eine besonders leicht wirkende Beute.

Was die Bären dabei aber nicht unterschätzen sollten ist der Umstand, dass Beiersdorf ja nicht aus Versehen auf dieses hohe Kursniveau gelangt ist. Nachdem das Unternehmen Ende Februar eine äußerst enttäuschende Jahresperspektive auf den Tisch legte, fiel die Aktie zwar an diesem Tag wie ein Stein, zog dann aber an. Dabei lief sie an dem Kursniveau, das sie vor dem Abriss als Reaktion auf die magere Prognose innehatte, einfach vorbei und markierte im September bei 117,25 Euro ein Rekordhoch. Das war das Ergebnis einer monatelangen Kaufwelle, trotz stagnierender Gewinne. Die Käufe mussten also einen anderen Grund gehabt haben. Und genau der sollte die Bären vorsichtig stimmen, denn:

Expertenmeinung: Die Akteure kauften die Aktie des Kosmetik- und Konsumgüterkonzerns gerade wegen der stagnierenden Gewinne. Denn in anderen Branchen stehen die unter Druck. Man sah die Beiersdorf-Markenartikel als Hort der Sicherheit, die Aktie als sinnvolle Alternative zu konjunktursensiblen Branchen. Dass Beiersdorf dadurch viel zu teuer wurde, ist zwar eine Basis, um sie sich auf die Short-Watchlist zu setzen. Aber der Kurs ist zwar bereits von seinem Rekordhoch ein gutes Stück zurückgekommen, notiert andererseits aber noch oberhalb mittelfristig entscheidender Unterstützungen.

Sollten die in den letzten Wochen um sich greifenden Hoffnungen, dass sich das Wachstum in Deutschland bzw. der Eurozone einfach wieder von alleine einstellen wird, weiterhin ohne taugliche Bestätigung bleiben, kann das der Rallye dieser zuvor verprügelten, zyklischen Aktien von Autobauern, Airlines oder Chipherstellern den Boden unter den Füßen wegziehen und gerade Aktien wie Beiersdorf wieder begehrt machen. Daher sollte man einer durchaus möglichen Rückkehr des Kurses auf niedrigere Bewertungslevels besser nicht vorgreifen. Erst, wenn Beiersdorf die markante Kreuzunterstützung aus den letzten beiden Zwischentiefs vom August (101,50 Euro) und Oktober (100,80 Euro) und damit auch die knapp darüber verlaufende, im Oktober als Wendemarke fungierende 200-Tage-Linie mit Schlusskursen unter 100 Euro wirklich „gerissen“ hat, wäre der Weg nach unten aus charttechnischer Sicht frei.

Beiersdorf Aktie: Chart vom 22.11.2019, Kurs 103,40 Euro, Kürzel BEI | LYNX Online Broker

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