Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Beiersdorf: Lieber nur staunen oder gleich Short gehen?

Wenn man sich gerade darüber wundert, dass die US-Anleger das heftige Minus zum Wochenstart einfach „wegkaufen“, ist man bei Beiersdorf gut aufgehoben, wenn man darüber hinaus staunen will. Die Aktie läuft seit dem 27. Februar wie geschnitten Brot, ist seither in der Spitze um 22 Prozent gestiegen. Doch wer nach guten Gründen fragt, kann lange suchen.

Der Startpunkt der Rallye war zwar ein kräftiger Abriss nach unten. Aber der basierte darauf, dass Beiersdorf eine Prognose für das laufende Jahr vorlegte, die deutlich unter den Hoffnungen der Anleger gelegen hatte. Seither ist der Kurs längst an dem Niveau vor der Prognose vorbeigelaufen. Hat die Aktie womöglich verborgene Qualitäten?

Nein, im Gegenteil: Die Dividendenrendite liegt unter einem Prozent und ist die zweitniedrigste im ganzen DAX. Das Kurs/Gewinn-Verhältnis für die derzeit für 2019 prognostizierten Gewinne (die ja auch erst einmal eingefahren werden müssten) liegt um 30. Und das bei einem für 2019 gegen Vorjahr erwarteten Gewinnwachstum von null.

Die meisten Analysten sehen Beiersdorf als Halteposition. Die, die zum Kauf raten, halten sich mit denen die Waage, die Untergewichtung oder Verkauf anraten. Und deren durchschnittliches Kursziel liegt bei 93 Euro und ist längst überboten. Dabei führte die in der Vorwoche veröffentlichte Bilanz des ersten Quartals auch noch zu einem Kurssprung, weil der Umsatz etwas über der Gesamtjahresprognose lag.

Expertenmeinung: Was ja nett klingt. Aber zum einen gab es keine Angaben zur Gewinnentwicklung, zum anderen hat Beiersdorf die 2019er-Prognose, die Ende Februar zu einem Rücksetzer fast bis 80 Euro führte, dabei nicht angehoben. Was bedeutet, dass man sich dem Mehrheitsurteil der Analysten anschließen muss:

Wer Beiersdorf hat, mag sie halten. Aber bei einer solchen Bewertung in Relation zu einer derart mageren Umsatzdynamik wäre es ratsam, sich gegen ein erneutes böses Erwachen zu wappnen. Unter die auf der Unterseite durch die 200-Tage-Linie begrenzte Unterstützungszone 93,30/95,65 Euro sollte die Aktie tunlichst nicht fallen. Da sie ohnehin schon teuer ist und die Akteure trotzdem weiter zugreifen, klärt das auch die Frage, ob man da nicht vielleicht auf Verdacht Short gehen könnte.

Zu teuer war die Aktie auch schon unter dieser vorgenannten Unterstützungszone und lief dennoch darüber. Sie könnte also auch noch teurer werden, daher: Solange der Trend nicht mit Schlusskursen klar unter 93,30 Euro gebrochen ist, wäre eine Shortposition hier nicht mit guten Chancen versehen. Im Auge behalten sollte man die Aktie dahingehend aber in jedem Fall!

Chart vom 06.05.2019, Kurs 98,62 Euro, Kürzel BEI | LYNX Aktienempfehlungen

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