Aktuelle Analyse:
Beiersdorf: Was wird das denn?

Kursbewegungen, mit denen man nicht unbedingt rechnen konnte, sind für einen Investor ein Teil der Normalität an der Börse. Aber manchmal kann man nur den Kopf schütteln, weil eine Reaktion auf eine Nachricht zunächst drastisch ausfällt, die Marktteilnehmer dann aber auf einmal so tun, als hätten sie nichts gehört bzw. gelesen.

Die Nachricht bleibt, die Reaktion darauf aber ist verschwunden. Kann so etwas gutgehen? Manchmal, ja. Und zwar dann, wenn z.B. im Fall Beiersdorf, in dem eine scharf negative Reaktion einfach nach und nach eliminiert wird und der Kurs dann sogar höher steht als von den „bad news“, positive Zahlen und/oder Nachrichten auftauchen, die eine solche Kaufwelle zeitnah nachträglich unterfüttern. So rechtzeitig, dass die ansonsten unweigerlich anstehenden Gewinnmitnahmen und die Rückkehr der Bären ausbleiben. Gelingt das in diesem Fall? Zweifel sind erlaubt. Denn was Beiersdorf am Abend des 26. Februar meldete, gilt unverändert:

Expertenmeinung: Für 2019 erwartet Beiersdorf ein Umsatzplus in der Spanne von drei bis fünf Prozent (2018: 5,4 Prozent) und eine Umsatzrendite von ca. 14,5 Prozent (2018: 15,4 Prozent). Was heißt: Auf Gewinnsteigerungen sollte man 2019 nicht hoffen.

Hinzu kommt, dass das Unternehmen die 2018er-Dividende nicht wie erhofft erhöht, obwohl der Unternehmensgewinn um die zehn Prozent zugelegt hatte. Danach stuften bis heute ganze 14 Analysten die Aktie herunter, nur fünf hoben die Einschätzung oder Kursziel seither an. Die Verteilung der Einschätzungen seitens der Analysten ist dadurch deutlich verhaltener geworden, der Schnitt liegt nur bei „Halten“, das durchschnittliche Kursziel bei 89 Euro. Auf einem Niveau also, das Beiersdorf längst wieder überwunden hat.

Sie sehen es im Chart: Der Kurseinbruch wurde nicht nur wieder aufgeholt, die Aktie notiert höher als vor diesen Ende Februar ausgegebenen Perspektiven und ringt gerade mit der 200-Tage-Linie, an der die Aktie zuletzt Anfang Dezember nach unten abdrehte. Dafür, dass der Kurs an diesem gleitenden Durchschnitt und dem Dezember-Hoch bei 95,66 Euro vorbeikommt, spricht rational gesehen gar nichts, zumal auch noch überkaufte Levels bei den markttechnischen Indikatoren erreicht sind. Aber immerhin ist die Aktie ja auch bis auf den aktuellen Level vorgedrungen, womit man nicht hätte rechnen können.

Einfach auf Verdacht dagegen zu halten und Short zu gehen, wäre daher riskant. Doch sollte die Aktie die nächstgelegene relevante Unterstützung in Form der aktuell bei knapp 89 Euro schnell nach oben nachlaufenden 20-Tage-Linie durchschlagen, wäre ein Short-Trade mit einem Stopp knapp über dem davor erreichten Zwischenhoch für risikofreudige Trader eine Überlegung wert.

Chart vom 02.04.2019, Kurs 93,22 Euro, Kürzel BEI | LYNX Aktienempfehlungen

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