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Aktienanalyse:
Beiersdorf: Da wäre noch allerhand Luft … nach unten

Aktuelle Analyse der Beiersdorf Aktie

In einem derart nervösen und emotionalen Umfeld könnte gerade der Umstand, dass der Markenartikel-Konzern Beiersdorf so langweilig daherkommt, ein Vorteil für die Aktie sein. Denn eigentlich wären gerade jetzt, in einer Phase, in der alle Branchen Sorge haben, dass Umsatz und Gewinn unter Druck kommt, stabile Erträge ein Segen und könnten dafür sorgen, dass die Marktteilnehmer Kapital in eine solche Aktie umschichten, um vor den Folgen des immer heftiger wankenden Konjunktur geschützt zu sein. Aber auch, wenn Beiersdorf wirklich recht bieder daherkommt: Es ist fraglich, ob die Akteure hier kurzfristig zugreifen oder nicht sogar im Gegenteil die Leerverkäufer dafür sorgen, dass der Kurs in einen erneuten Abwärtsimpuls übergeht. Denn die Bilanz, die das Unternehmen am Dienstag vorlegte, erfüllte zwar alle Voraussetzungen dafür, dass einem ereignisarmen Jahr 2019 ein ereignisarmes Jahr 2020 folgen wird. Aber dieses Zahlenwerk hatte einen Haken.

Und der fand sich in der Perspektive für das laufende Jahr. Mit einem leicht steigenden Umsatz und einem in etwa konstanten Gewinn, den Beiersdorf 2019 erreichte, soll es grundsätzlich auch im laufenden Jahr weitergehen. Aber die Unternehmensführung betonte, dass mögliche Auswirkungen der Virus-Epidemie noch nicht quantifizierbar seien und daher in der Prognose noch nicht berücksichtigt sind. Jetzt ist das völlig logisch und sollte nicht überraschen. Aber damit wurde eben unterstrichen, dass es zumindest gut denkbar wäre, dass die 2020er-Vorausschau eines Umsatzwachstums zwischen drei und fünf Prozent und einer Gewinnmarge auf Vorjahresniveau noch nach unten korrigiert werden. Das führte dazu, dass die Aktie nicht das bullische Zeichen setzen konnte, das nötig gewesen wäre, um die derzeit bärische Chartkonstellation umzukehren.

Expertenmeinung: Mitte vergangener Woche war die Aktie aus ihrer seit September 2019 geltenden Handelsspanne zwischen 100,80 und 108,05 Euro nach unten ausgebrochen. Was auch unterstreicht: Als der Gesamtmarkt in den vergangenen Monaten rasant zulegte, war Beiersdorf nicht mit von der Partie. Als er vergangene Woche einbrach, schon. Das alleine war ein Indiz, dass sich die Anleger mit Beiersdorf als potenziellem „sicheren Hafen“ schwertun würden, denn andere Titel, z.B. aus dem Versorger- und Immobiliensektor, hielten sich zuletzt besser. Am Montag und Dienstag konnte der Kurs dann zwar wieder etwas Boden gutmachen. Aber erst, wenn die vorherige Seitwärtsrange mit Schlusskursen über der jetzt zum Widerstand gewordenen, unteren Begrenzungszone 100,80/101,50 Euro zurückerobert wäre, wäre die trotz der leichten Erholung zu Wochenbeginn weiter geltende bärische Indikation eliminiert.

Und dass es am Dienstag als Reaktion auf diese Bilanz nur zu einem Plus von knapp einem Prozent reichte, die Aktie damit sogar einen Tick weniger zulegte als der DAX und ebenso wie der Index deutlich unter ihrem Hoch schloss, ist keine unmittelbare Empfehlung für potenzielle Käufer. Vielmehr könnten jetzt aufgrund dieser über den Perspektiven schwebenden Virus-Problematik die Begehrlichkeiten der Bären geweckt werden. Denn als Beiersdorf vor einem Jahr mit einer unter den Erwartungen der Anleger liegenden 2019er-Perspektive aufwartete, brach die Aktie von 91 auf 82 Euro ein. Es wäre nicht ausgeschlossen, dass man einfach unterstellt, dass Beiersdorf seine Prognose bald wird korrigieren müssen und diese damaligen Tiefs als Kursziel anpeilt. Daher wäre der Gedanke, die Aktie unterhalb eines Closings über 101,50 Euro auf der Long-Seite anzugehen, aus aktueller Sicht ziemlich gewagt.

Beiersdorf Aktie Chart vom 03.03.2020, Kurs 97,82 Euro, Kürzel BEI | Online Broker LYNX

 

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