Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
MTU Aero Engines: Gewinnmitnahmen am Rekordhoch – war es das?

Die Veröffentlichung des 2018er-Gesamtjahresergebnisses nebst der Perspektive für 2019 sorgte am gestrigen Mittwoch für immense Schwankungen in der Aktie des Luftfahrt-Triebwerksherstellers MTU Aero Engines. Die Handelsspanne des Tages war mit 13,50 Euro oder knapp sieben Prozent ungewöhnlich hoch, obgleich das, was MTU auf den Tisch legte, durchaus nicht überraschte.

Der Umsatz lag mit 4,57 Milliarden Euro knapp über der Analystenprognose und 17 Prozent über dem des Vorjahres. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) schlug die durchschnittliche Analystenerwartung mit 671 Millionen Euro ebenso (Prognose 665, Vorjahr 573 Millionen). Und die Dividende soll von 2,30 auf jetzt 2,85 Euro angehoben werden, auch da hatten die Experten im Schnitt weniger erwartet (2,76 Euro). Dass die Aktie den Tag mit einem Abschlag von 2,5 Prozent beendete, konnte also kaum an diesem 2018er-Ergebnis liegen. War die ausgegebene Perspektive womöglich zu mager?

Expertenmeinung: Die Perspektive für das laufende Jahr wäre nur für Akteure, die derzeit den Kontakt mit der Realität verloren haben, eine Enttäuschung. MTU Aero Engines erwartet zwar für 2019 „nur“ einen leichten Umsatzanstieg auf 4,7 Milliarden Euro und eine leicht steigende Gewinnmarge. Aber der Gewinn soll, so das Unternehmen, definitiv zulegen. Mehr wäre mit Blick auf den bereits Jahre laufenden Boom bei den Flugzeugbauern einfach nicht zu erwarten.

Man könnte indes argumentieren, dass ein in diesem Jahr voraussichtlich nur leicht steigender Gewinn den Anstieg über das bisherige Rekordhoch von 198,70 Euro nicht rechtfertigen würde. Immerhin hatten viele im Spätsommer, als die MTU-Aktie diese bisherige Bestmarke erreichte, noch von nachhaltig starkem Wachstum geträumt, während man sich jetzt mit einer rapiden Abkühlung des wirtschaftlichen Umfelds konfrontiert sieht. Denkbar wäre es also trotz der tadellosen Ergebnisse und der realistisch positiven Perspektive schon, dass sich die am Mittwoch begonnenen Gewinnmitnahmen fortsetzen und womöglich sogar einen markanteren Abwärtsimpuls nach sich ziehen.

Der Kurs hatte sich am Mittwoch von seinem Tagestief lösen können und hielt zum Handelsende die Kreuzunterstützung aus 20-Tage-Linie und den Monatshochs vom November und Dezember. Sollte diese Unterstützung doch noch fallen und dabei zudem das gestrige Tagestief von 183,20 Euro auf Schlusskursbasis unterboten werden, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass die Aktie ihre Hochs vorerst bereits gesehen hat, deutlich gestiegen.

Chart vom 20.02.2019, Kurs 191,20 Euro, Kürzel MTX | LYNX Online Broker

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