Börsenblick

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Aktienanalyse:
MTU Aero Engines: Erst zu billig, jetzt doch zu teuer

Aktuelle Analyse der MTU Aero Engines Aktie

Dass der Triebwerksbauer MTU Aero Engines im Zuge des „Corona Crashs“ im Februar und März heftiger unter die Räder kam als der Gesamtmarkt, erschien zu diesem Zeitpunkt schlüssig. Immerhin steht MTU am Ende der Kette Airlines – Flugzeughersteller – Zulieferer und würde somit die volle Wucht des „Lockdown“ abbekommen, da war man sicher. Doch dann präsentierte MTU Aero Engines am 30. April eine Bilanz zum ersten Quartal, die ganz und gar nicht so dramatisch ausfiel wie befürchtet. Der Umsatz hatte zum Vorjahresquartal sogar zugelegt, der Gewinn nur leicht nachgegeben. Also doch keine Auswirkungen durch Lockdown und Rezession?

Dieser Gedanke wurde durch das Statement des Vorstands im Zuge der Bilanzveröffentlichung bestärkt, dass die Zulieferketten bei MTU Aero Engines stabil seien und es bis dahin keine Auftragsstornierungen gegeben habe. Zudem erinnerten sich die Anleger daran, dass MTU auch ein breit aufgestelltes Wartungsgeschäft hat und Wartungen auch bei am Boden stehenden Maschinen weitergehen. Anfangs traute man diesem Frieden zwar nicht. Aber ab Mitte Mai begann der Kurs zuzulegen, weil man den Eindruck gewann, die Aktie sei zu tief gefallen. Doch seit einem Monat bröckelt der Kurs wieder ab und ließ sich auch von einem seither immer mal wieder anspringenden Gesamtmarkt nicht inspirieren. Und wer da begann, skeptisch zu werden, erhielt Anfang dieser Woche seine Bestätigung:

Expertenmeinung: MTU Aero Engines meldete, seinen Personalbestand bis Ende 2021 um zehn bis fünfzehn Prozent reduzieren zu wollen. Es scheint also doch negative Auswirkungen zu geben, die nicht ohne größere Maßnahmen kompensiert werden können. Wie sich das in den Zahlen niederschlägt, dürfte, solange MTU keine vorläufigen Ergebnisse vorab meldet, erst am 3. August deutlich werden. Aber so sehr die Akteure am Gesamtmarkt der Erkenntnis trotzen, dass sie von der Zukunft ein wenig zu viel erwartet haben, so sehr zeigt sich das bereits jetzt im Chartbild dieser Aktie.

Sie sehen, dass der Kurs zu Wochenbeginn im Licht dieser Mitteilung genau da abdrehte, wo der Beginn des „Corona Crashs“ zusammen mit dem Zwischenhoch vom Juni eine Abwärtstrendlinie bildet. Das dürfte kein Zufall sein und lässt vermuten, dass Anleger dort lieber Gewinne mitnehmen, weil sie der Aktie den Ausbruch nach oben nicht zutrauen. Und, dass auch erste Trader aktiv auf der Short-Seite agieren. Deren Ziel, ein klar bärisches Signal zu generieren, ist zwar noch nicht erreicht. Aber man ist auf dem Weg. Kurzfristig entscheidend wären die beiden Zwischentiefs seit Ende Mai im Bereich 144/145 Euro. Fallen die, fänden sich zwar knapp darunter noch eine Reihe eher diffuser Supportmarken in Form mehrerer Zwischenhochs aus der Zeit März bis Mai. Aber das absteigende Dreieck, das die Abwärtstrendlinie und die Auffangzone 144/145 Euro bilden, wäre nach unten verlassen … und das könnte, da man für das zweite Quartal eher nicht mehr von einer positiven Überraschung ausgeht, ausreichen, um die Bären wieder ins Spiel zu bringen.

Chart vom 09.07.2020, Kurs 147,00 Euro, Kürzel MTX

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