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Aktienanalyse:
MTU Aero Engines: Es ist … kompliziert

Aktuelle Analyse der MTU Aero Engines Aktie

Tagessieger im DAX: MTU Aero Engines mit einem Plus von 2,41 Prozent, während der Index selbst am Donnerstag 0,65 Prozent nachgab. Dieses Plus bedeutete zugleich einen neuen Verlaufsrekord (262,20 Euro) und den höchsten Schlusskurs bisher. Das kann ja nur bullisch sein … oder? Wie in der Überschrift schon dargelegt: Es ist kompliziert. Denn da hängt trotz dieser so überzeugend wirkenden Aspekte noch ein „falls“ daran. All das wäre dann eindeutig bullisch, falls die Aktie jetzt weiter zulegt, denn:

Sie sehen im Chart, dass die Aktie des Triebwerkherstellers zwar den vormaligen Verlaufsrekord von Anfang September bei 258,20 Euro intraday klar überbot, aber nur leicht darüber schloss. Damit ist der Kurs noch nicht klar aus der seit September bestehenden Seitwärtsspanne heraus. Und dann wäre da noch die obere Begrenzung des zur Jahreswende 2018/2019 etablierten Aufwärtstrendkanals, aktuell wartet die bei 267 Euro. Zwar war der Kurs im August und September über diesen Kanal hinaus gelaufen und hatte im Zuge des Wassertretens der vergangenen Wochen dessen untere Begrenzung nicht touchiert, so dass dieser Kanal nicht mehr relevant sein muss. Aber sicher wäre man dahingehend erst, wenn der nach oben verlassen wäre. Und da wiederum stellt sich die Frage, ob der „Dampf“, der aktuell die Aktie antreibt, dafür ausreicht. Dazu wäre es sinnvoll sich anzusehen, was den Kurs überhaupt in Wallung versetzt hat.

Expertenmeinung: Die Käufe begannen am Dienstag, als MTU Aero Engines meldete, dass man zusammen mit dem französischen Technologiekonzern Safran ein Joint Venture zum Bau eines neuen Triebwerks für die nächste Generation eines deutsch-französischen Kampfjets gründen. Sicher, das klingt nach großen Gewinnchancen. Aber bevor man knapp 7,5 Prozent über dem Schlusskurs des 28. November, auf Rekordniveau, zugreift, sollte man sich ansehen, was an eben diesem 28. November in den Nachrichten zu finden war.

Da hatte MTU nämlich die unternehmenseigenen Perspektiven für das kommende Jahr vorgelegt. Man rechnet mit einem Wachstum des Gewinns vor Steuern und Zinsen (EBIT) im hohen einstelligen Prozentbereich. Für ein Unternehmen in einer zyklischen Branche, das schon so lange kräftig gewachsen ist und in einem Umfeld wankenden Wachstums aller Ehren wert. Aber die Reaktion der Anleger war, wie man im Chart sieht, nahezu null. Die Nachricht über das Joint Venture mit Safran hingegen ließ die Aktie durchstarten, obwohl diese Zusammenarbeit erst Ende 2021, also in zwei Jahren, beginnen soll! Bis da etwas in die Kassen kommt, werden Jahre vergehen. Da stellt sich dann schon die Frage, ob man der Aktie nach einer Rallye noch hinterherlaufen muss, die eine ferne Zukunft feiert, während die unmittelbaren Perspektiven niemanden vor dem Ofen hervorlocken konnten.

MTU Aero Engines Aktie: Chart vom 05.12.2019, Kurs 259,10 Euro, Kürzel MTX | LYNX Online Broker

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