zooplus Aktie aktuell zooplus: Den Analysten bleibt das „ja, aber“ im Hals stecken

News: Aktuelle Analyse der zooplus Aktie

von |
In diesem Artikel

zooplus
ISIN: DE0005111702
|
Ticker: ZO1 --- %

---
EUR
---% (1D)
1 W ---
1 M ---
1 J ---
Zur zooplus Aktie

Am Donnerstag schoss zooplus als Reaktion auf den mit der 2020er-Bilanz ausgegebenen Ausblick steil nach oben. Und am Freitag kamen statt Gewinnmitnahmen Anschlusskäufe. Sollte man hier dabei sein?

Eigentlich wäre die Aktie jetzt zu hoch bewertet. Andererseits stellt sich die Frage, ob da viele wirklich genau nachrechnen. Täte man es, würde man zu dem Schluss kommen, dass ein Kurs/Gewinn-Verhältnis knapp über 70, dass die Aktie jetzt für das Mittel des für 2021 prognostizierten Gewinns ausweist, zu hoch, eher ein Level um 50 angemessen wäre. Jedenfalls, wenn man davon ausgeht, dass die mittelfristige Projektion für das Jahr 2025, die der Tierbedarf-Onlinehändler ebenfalls ausgab, eintreffen wird. Aber wie gesagt: Ob da wirklich viele den Taschenrechner zücken und Modellrechnungen anstellen, ist fraglich.

Was taten die Analysten? Diejenigen, die gleich am Folgetag der Bilanz, am Freitag, ihre Kursziele anpassten, rechneten natürlich schon, kamen aber zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen, was für die zooplus-Aktie jetzt angemessen sei. Die vier Experten, die umgehend reagierten, hoben zwar alle ihre Kursziele an. Aber die lagen keineswegs alle über dem derzeitigen Kurs der Aktie, im Gegenteil. Nur ein Analyst sieht jetzt mit 270 Euro ein Kursziel, das deutlich über dem aktuellen Niveau der Aktie liegt. Die anderen hoben ihre Kursziele auf 180, 215 und 225 Euro an und gaben als Empfehlung „Halten“ bzw. einmal sogar nur „Untergewichten“ aus. Also, Finger weg oder, wer investiert ist, Gewinn mitnehmen?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur zooplus Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Man sollte dieser Rallye zwar besser nicht blind hinterherlaufen, aber das heißt nicht, dass da keine Luft mehr nach oben wäre. Es wäre nur besser zu versuchen, in einen Rücksetzer hinein zum Zug zu kommen, statt ausgerechnet auf dem jetzt erreichten Rekordniveau der Aktie einsteigen zu wollen. Denn die zooplus-Aktie ist recht markteng, da können etwas größere Orders starke Bewegungen auslösen – in beide Richtungen. Und man muss sich natürlich darüber im Klaren sein, dass solche Nebenwerte immer sehr spekulativ sind, zumal das Unternehmen 2020 erstmals schwarze Zahlen geschrieben hat.

Aber dass die Analysten ihre Ziele nach oben nehmen mussten, zeigt: Das „ja, aber“, das manchen Experten zuvor eher negativ gestimmt hatte, relativierte sich anhand der vorgelegten 2020er-Bilanz und dem Ausblick. zooplus übertraf die durchschnittliche EBITDA-Prognose der Experten deutlich und meldete eine sogenannte „umsatzbezogene Wiederkaufrate“ von 99 Prozent. Das heißt: Die Kunden sind sehr treu, so dass das Argument, dass nur Corona den Online-Händler in die Gewinnzone gespült habe und es sofort mit dem Ende der Pandemie wieder abwärts gehen würde, wackelt.

Zooplus sieht für das laufende Jahr einen Umsatzanstieg von etwa 15 Prozent. Bei der Schätzung des Gewinns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) blieb man indes vorsichtig und gab eine sehr große Bandbreite an: Zwischen 40 und 80 Millionen soll dieser operative Gewinn liegen (2020: 63,3 Millionen). Damit hat man bislang keine klare Vorgabe: Der Gewinn könnte unter dem des Jahres 2020 liegen, im Idealfall aber über 25 Prozent steigen – wer weiß?

Letzten Endes ist es eine „Glaubensfrage“: Wer gerne etwas wagt und ein breit gestreutes Portfolio hat, könnte sich überlegen, die zooplus-Aktie als spekulative Beimischung einzusammeln. Dass der Kurs perfekt in einer Unterstützungszone nach oben gedreht hat, die auf alte Hochs der Jahre 2017 und 2018 zurückgeht und die Aufwärtstrends kurz- ebenso wie mittelfristig intakt sind, spricht für die Aktie.

Aber da die beeindruckende Rallye von gut 22 Prozent in nur zwei Tagen schon sehr weit geführt hat und die Aktie erst einmal am alten Rekordhoch vom Februar gestoppt hat, wäre es ratsam, nicht einfach zu jedem Preis zu kaufen, sondern sich hier mit Abstauber-Limits auf die Lauer zu legen.

Sie möchten Aktien aus unserem Börsenblick einfach, schnell und professionell handeln?

Erledigen Sie Ihre Aktiengeschäfte besser mit einem Depot über LYNX. Als renommierter Aktien-Broker ermöglichen wir Ihnen einen günstigen Aktienhandel direkt an den Heimatbörsen.

Informieren Sie sich hier über den Aktien-Broker LYNX.

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
Tageshoch
Tagestief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen


Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
Nachricht schicken an Ronald Gehrt
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Vorherige Analysen der zooplus Aktie

Die Zooplus Aktie könnte gerade Anlauf in Richtung Allzeithoch nehmen. Ist die Aktie auch für Investoren interessant? Wir zeigen Ihnen die relevanten Chartmarken.

Online > stationär

Der Online-Handel mit Heimtierbedarf hat einige entscheidende Vorteile gegenüber dem stationären Handel. Lieferung bis an die Haustüre, zum Beispiel per Abo.

Das gilt vor allem gegenüber Anbietern, die ausschließlich Hundefutter & Co. im Angebot haben. Ich frage mich schon lange wie diese mäßig frequentierten Läden in Anbetracht der enormen Konkurrenz überhaupt überleben.

Schließlich gibt es nicht nur Online alles für den Heimtierbedarf, Supermärkte und Baumärkte sind auch gut ausgestattet.

Aufstieg

Zooplus ist es jedenfalls gelungen, zum führenden Onlineanbieter Europas für Heimtierbedarf aufzusteigen.

Der Umsatz konnte in den letzten zehn Jahren von 178 Mio. auf 1,52 Mrd. Euro gesteigert werden.

Darüber hinaus konnte man die Expansion weitgehend aus den laufenden Mitteln finanzieren.
Nennenswerte Schulden hat man nicht, der Cashburn hält sich in Grenzen.

Das sieht gut aus

Zooplus leidet nicht unter der Pandemie, das Geschäft wird dadurch aber auch nicht sonderlich befeuert.
Wie bereits beschrieben, ist Heimtierbedarf überall verfügbar und die Läden waren durchweg geöffnet.

Das Unternehmen musste im Jahresverlauf zwar mehrfach die Prognose erhöhen, damit setzt sich aber schlichtweg die positive Entwicklung fort.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres kletterte der Umsatz um 18% auf 1,3 Mrd. Euro.
Der freie Cashflow legte von 9,5 auf 52,8 Mio. Euro zu.

Das Unternehmen erwirtschaftet also erstmals einen nennenswerten Überschuss. Im laufenden Geschäftsjahr wird ein Ergebnis von 2,85 Euro je Aktie erwartet.

Ausblick und Bewertung

All diese Faktoren haben mich vor einiger Zeit bereits dazu veranlasst, mich positiv zur Aktie zu äußern:
Zooplus: Jetzt wieder zum Allzeithoch

Dabei stellte sich nicht nur die grundlegende Einschätzung als richtig heraus, die genannten Einstiegsmarken zwischen 145 und 124 Euro waren goldrichtig.

Anschließend legte die Aktie auf über 240 Euro zu.

Perspektivisch erwarte ich ein anhaltend hohes Wachstum. Die Grenzen sind noch lange nicht erreicht.
Zooplus könnte mittelfristig auch das Zehnfache an Umsatz erwirtschaften, der Markt für Heimtierbedarf in Europa ist nicht gerade klein.

Für das kalendarisch bereits abgeschlossene Geschäftsjahr hat Zooplus einen Umsatz von 1,79 Mrd. in Aussicht gestellt.
Auf dieser Basis läge das KUV bei 0,8.

Bei den gegeben Charakteristiken ist das wenig und im angebrochenen Jahr dürfte der Wert weiter fallen.

Am 25. März werden wir sehen, ob die Erwartungen erfüllt wurden und wahrscheinlich auch eine erste Prognose für 2021 kennen.

Chart

Zooplus hat einen Rücksetzer in die Unterstützungszone bei 190-196 Euro vollzogen und dort gedreht.
Gelingt ein nachhaltiger Anstieg über 206 Euro, stehen die Chancen nicht schlecht, dass es jetzt zu einem erneuten Anstieg in Richtung Allzeithoch kommt.

Das gilt umso mehr, da es zuvor zu einer Bärenfalle unter 190 Euro gekommen ist.

Fällt die Aktie hingegen nachhaltig unter 190 Euro, muss allerdings mit einer Ausdehnung der Korrektur in Richtung 160 Euro gerechnet werden.
Für antizyklische Investoren wäre das eine willkommene Gelegenheit.

Chart vom 24.03.2021 Kurs: 198 Kürzel: ZO1 – Wochenkerzen

zooplus ist ein Online-Händler für Tierbedarf. Damit gehört das Unternehmen zu den typischen Profiteuren der Lockdown-Phasen, was sich in der Bilanz 2020 positiv bemerkbar machen wird. Trotzdem hat die Aktie zuletzt markant an Boden verloren. Genug, um schon wieder einzusteigen?

Da begeben wir uns in den Bereich einer „Glaubensfrage“, die da lautet: Wird das Wachstum auch ohne die künstliche Unterstützung der Corona-Problematik zügig weitergehen und die Rentabilität wieder steigen? Würde man diese Frage vorbehaltlos mit „Ja“ beantworten, könnte man sich sagen, dass es nicht entscheidend ist, ob der Kurs womöglich noch 20, 30 Euro nachgibt, weil er mittelfristig das bisherige Rekordhoch, am 16. Februar bei 244 Euro markiert, wieder erreichen und auch überbieten wird.

Für Anleger, die bei dieser Frage weniger optimistisch sind, wäre es deutlich wichtiger, einen besonders günstigen Einstiegspunkt zu finden, an dem man den Stoppkurs nahe und knapp unter mittelfristig wichtige Unterstützungen platzieren kann. Aber gäbe es denn Gründe, um vorsichtig zu sein?

Expertenmeinung: Ja, weil zooplus zwar bis 2016 stetig steigende Umsätze und Gewinne sah, die Umsätze danach aber bis 2019 einschließlich alleine weiter stiegen, während die Gewinne deutlich zurückfielen, 2018 und 2019 sogar ein Verlust entstand. Für 2020 liegen zwar bislang nur die Ergebnisse der ersten neun Monate vor (das Gesamtergebnis wird Ende des Monats erwartet), aber es ist schon klar, dass zooplus das Jahr solide in den schwarzen Zahlen abschließen wird. Doch da ist eben dieser „Corona-Faktor“: Wird die Profitabilität auch hoch bleiben, idealerweise weiter zulegen, wenn die Fachmärkte für viele Tierhalter wieder die normale Anlaufstelle werden? Die Analysten sind da gespalten:

Die Einstufungen liegen gleichmäßig verteilt bei „Kaufen“, „Halten“ und „Verkaufen“, zugleich liegen die Kursziele meilenweit auseinander, zwischen 85 und 265 Euro. Da wäre es nötig, zooplus selbst zu hören, was in Form einer Perspektive/Prognose für das Jahr 2021 wohl zusammen mit den 2020er-Zahlen Ende März der Fall sein wird.

Alles, was sich bei der Aktie vorher tut, müsste man damit als „unter Vorbehalt“ einstufen. Das heißt, dass die im Zuge des laufenden Rücksetzers angesteuerte Unterstützungszone 186/200 Euro halten könnte, der mittelfristig entscheidende Unterstützungsbereich aber ohne weiteres getestet werden und ggf. auch brechen könnte, falls das Ende März anstehende Zahlenwerk nebst Perspektive nicht genug Akteure davon überzeugt, dass die Gewinne auch ohne Corona weiter steigen werden. Diese mittelfristige Auffangzone setzt sich aus der März 2020-Aufwärtstrendlinie und der 200-Tage-Linie zusammen und liegt im Bereich 159/164 Euro. Da die Markttechnik momentan auf Wochenbasis noch überkauft ist, müsste man den Test dieser Zone zumindest einkalkulieren. Unter diesem mittelfristigen Support ließe sich ein Stoppkurs ansiedeln, der wirklich Relevanz hat, daher wäre der Versuch, sich bereits in der jetzt getesteten Supportzone 186/200 Euro „einzukaufen“, eher etwas für risikofreudige, kurzfristige Trader, die mit einem entsprechend engeren, oberhalb der mittelfristig entscheidenden Supportzone angesiedelten Stopp agieren.

Zooplus ist der in Europa führende Online-Händler für Heimtierbedarf.

Ziemlich leer?

Wenn Sie ein Haustier haben, waren Sie sicher schonmal in einem entsprechenden Fachgeschäft. Vielleicht ist Ihnen dabei aufgefallen, wie leer die Läden sind. Ich habe mich schon oft gefragt, wie sich das rechnen kann.
Läden in der Größe eines Discounters, aber nur 3-5 Kunden gleichzeitig?

Leckerli gibt es eben auch in jedem anderen Supermarkt und gleichzeitig hat man noch Konkurrenz von Baumärkten.

Im Endeffekt ist eine physische Präsenz für den Heimtierbedarf auch kaum notwendig. In der Regel kauft man für seine Haustiere immer dasselbe Futter, einen Wechsel vertragen Hunde und Katzen mitunter gar nicht so einfach.

Warum also nicht bestellen? Am besten per „Abo“.

Das kann sich sehen lassen

Man musste also nicht gerade das Rad neu erfinden, um auf das Geschäftsmodell von zooplus zu kommen.
Das Unternehmen scheint es aber besser zu machen als die Konkurrenz, sonst wäre man nicht zur Nr.1 in Europa aufgestiegen.

Die Entwicklung kann sich jedenfalls sehen lassen. In den letzten zehn Jahren konnte man den Umsatz von 178 Mio. auf 1,52 Mrd. Euro steigern.

Der Fokus liegt auch ganz klar auf Wachstum, alle verfügbaren Mittel werden reinvestiert. Daher meldet man auch keinen Gewinn.

Dafür wird die Expansion aber auch weitgehend durch die laufenden Einnahmen vorangetrieben. Größere Kapitalerhöhungen oder Schulden waren nicht notwendig. Die Strategie ist also durchaus vertretbar.

Wie läuft es derzeit?

Im ersten Halbjahr 2020 konnte zooplus die Zahl der aktiven Kunden um 12,5% auf 8,1 Mio. steigern. Davon bestellen 4,8 Millionen regelmäßig.

Der Umsatz kletterte um 18,7% auf 862,5 Mio. Euro. EBT und Konzernergebnis legten spürbar zu. Erstmals wurde ein nennenswerter freier Cashflow von 29,6 Mio. Euro erzielt.

Für ein Unternehmen mit diesen Charakteristiken und anhaltendem Wachstum ist ein P/S von 0,7 keineswegs hoch gegriffen. Ein Wert von 1 wäre durchaus vertretbar und wurde auch in der Vergangenheit schon gezahlt.

Ausgezeichnete Preise. Ausgezeichneter Service. Mein Broker ist LYNX.

Chart

Zooplus hat über 158 Euro ein Kaufsignal ausgelöst, bisher fehlen aber die überzeugenden Anschlusskäufe. Grundsätzlich ist der Weg zur Oberseite frei, über 168 Euro wäre der Ausbruch bestätigt.
Mögliche Kursziele liegen bei 184 sowie 190 und 195 Euro.

Für antizyklische Anleger wären die Unterstützungen bei 145 sowie 134 und 124 Euro interessant.

Mehr als 10.700 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Chart vom 27.08.2020 Kurs: 161 Kürzel: ZO1 – Wochenkerzen | Online Broker LYNX