Shutterstock mit Breakout

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In diesem Artikel

Shutterstock
ISIN: US8256901005
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bullish
Zur Shutterstock Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Shutterstock bietet über seine Internetplattform zahlreiche sogenannte Stock-Fotos, Vektorgrafiken und Illustrationen an. Das Geschäft scheint gut zu laufen, da sich die Fundamentaldaten des US-amerikanischen Unternehmens anscheinend stetig verbessern. In den letzten Jahren hielt sich die Shutterstock Aktie aber eher in einem klar definierten Trendkanal auf, doch in diesem Jahr gelang der große Sprung nach oben. Es waren die Ergebnisse zu den letzten zwei Quartalen, welche bei Aktionären für Begeisterung sorgten. Während der Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht nach oben geschraubt werden konnte, stieg der Gewinn wesentlich stärker an, als bislang erwartet. Im Chart selbst sind drei wesentliche Breakouts zu beobachten. Der erste bildete sich im Juli, als die Kurse über einen Widerstand gingen. Der zweite konnte Anfang Oktober initiiert werden und den dritten sahen wir im gestrigen Handel. Den Ausbruch haben wir im gestrigen LYNX Webinar besprochen.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Shutterstock Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Gesamt gesehen befindet sich die Aktie in einem stabilen und überaus überzeugenden Aufwärtstrend. Natürlich kann es nach einem solch starken Anstieg immer wieder zu Fehlsignalen kommen, doch der gestrige Ausbruch hatte es in sich. Rasch konnten die Kurse neue Hochs erreichen, wenngleich der Schlusskurs eher weniger überzeugte. Wichtig ist darauf zu achten, dass die Aktie möglichst das gestrige Tief und vor allem das Tief der nun gebrochenen Formation nicht mehr nach unten durchbricht. Dieses befindet sich bei 67.06 USD. Nach oben hin rechnen wir derzeit mit einem technischen Kursziel im Bereich von 84/85 USD. Dort befinden sich zudem auch Widerstände, welche im Jahr 2014 gebildet wurden.  

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 01.12.2020 Kurs: 70.27 Kürzel: SSTK | Online Broker LYNX
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Shutterstock betreibt die gleichnamige Online-Plattform für den Verkauf und die Lizenzierung von digitalen Bildern.

Einhorn

Shutterstock gehört zu den an der Börse geliebten Unicorns. Aufstrebende Start-Ups mit Milliardenbewertungen.

Die Geschichte des Unternehmens ist geradezu typisch für derartige Börsengänge. Nach der IPO kam es zu einem Höhenflug und die Aktie vervielfachte sich.

Die Bewertung lag am Hoch bei knapp 5 Mrd. USD, obwohl Shutterstock „nur“ 170 Mio. Umsatz und 48 Mio. USD an Gewinn erwirtschaftete.

Das Ende des Liedes kennen Sie bereits. Die Aktie stürzte ab und konnte die Hochs aus dem Jahr 2012 bis heute nicht mehr erreichen. Was für eine Durststrecke.

Und das, obwohl man seitdem ordentlich gewachsen ist. Inzwischen liegt der Umsatz bei 651 Mio. USD.
Das sollte allen zu denken geben, die blind Wachstumswerte kaufen, auch wenn es derzeit wieder in Mode ist.

Probleme und Richtungswechsel

Leider ist der Gewinn über die Jahre nicht gestiegen und blieb weit hinter dem Umsatz zurück.

Mit dieser Tatsache kann man auf verschiedene Arten umgehen. Ich sehe es als klaren Minuspunkt und kritisiere regelmäßig Unternehmen, bei denen sich Gewinn und Cashflow bei steigenden Umsätzen nicht verbessern.

Andererseits ist Shutterstock immerhin profitabel gewachsen und hat kein Geld verbrannt.
Wie viele Beispiele könnte man nennen, bei denen das ganz anders aussieht. In vielen Fällen steigen Verlust und Cashburn sogar 1:1 mit dem Umsatz. In diesen Fällen sollte man ganz besonders vorsichtig sein.

Optimal liefen die letzten Jahre trotzdem nicht. Die Konkurrenz durch kostenlose Anbieter hat die Margen belastet und der Vorstand hat darauf vollkommen falsch reagiert.

Inzwischen ist es zu einem Richtungswechsel kommen.

Neue Führung

Der Gründer Jon Oringer, der seit 2003 auch der CEO des Unternehmens war, hat seinen Posten geräumt.
Im Endeffekt wurde der gesamte Vorstand ausgetauscht, nachdem man Jahrelang die Augen vor den veränderten Marktbedingungen verschlossen hat.

Die neue Führung hat umfassende Maßnahmen eingeleitet, die sich bereits auszahlen.
Darunter ein Wechsel in Richtung Abo-Modelle sowie eine Reduzierung der Kosten auf Unternehmensebene.
Bereiche mit niedrigem Return sollen verkleinert oder abgestoßen werden.

Nach den Worten des neuen CFO hat die alte Führung bedeutende Mittel für wenig ertragreiche Engagements ausgegeben und zu viele Leute eingestellt.
Ganz explizit nannte er die Niederlassung im Empire State Building mit 500 Mitarbeitern.

Mittelfristig soll eine Dividende gezahlt werden.

Worte und Taten

Planen und sagen kann man viel, man muss aber auch abliefern. Bisher gelingt das dem neuen Vorstand, der die anvisierten Ziele sogar übertroffen hat.

Die Zahl der Abos legte im zweiten Quartal um 29% auf 223.000 zu. Die Umstellung führte allerdings dazu, dass der Umsatz stagnierte. Dieser Effekt dürfte aber nur kurze Zeit anhalten.
Das Ergebnis legte sprunghaft von 3,3 auf 19,0 Mio. USD zu.

Man hat in einem Quartal so viel verdient, wie sonst in nahezu einem ganzen Jahr.
Der Vorstand hat also genau das erreicht, was er in Aussicht gestellt hat: Eine zunehmende Profitabilität und Kostendisziplin.

Auf Unternehmensebene hat man die Ausgaben von 32,1 auf 24,8 Mio. USD gesenkt, was maßgeblich zum Gewinnsprung beigetragen hat.

Am 27. Oktober werden die Zahlen zum dritten Quartal veröffentlicht. Dann werden wir sehen, ob der Trend anhält.

Falls ja, könnte man den Gewinn wohl zeitnah auf über 100 Mio. USD p.a. steigern, was im Vergleich zu 2019 einer Verfünffachung entspricht.
In diesem Szenario käme Shutterstock auf eine P/E von 21 und eine ordentliche Dividendenrendite.
Das könnte Investoren wie Trader anlocken.

Chart

Über 55 und 58 USD hat die Aktie jeweils ein prozyklisches Kaufsignal mit einem Kursziel bei 65 USD ausgelöst.

Gelingt ein Ausbruch über 65 USD, hellt sich das Chartbild nachhaltig auf. Dann wäre der Weg in Richtung 70 und 80 USD frei.

Fällt Shutterstock hingegen unter 55 USD zurück, sollte man vorsichtig werden.

Chart vom 16.10.2020 Kurs: 60,38 Kürzel: SSTK - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 16.10.2020 Kurs: 60,38 Kürzel: SSTK – Wochenkerzen