Royal Dutch Shell B Aktie aktuell Shell: Wir werden 125 Mrd. USD ausschütten

News: Aktuelle Analyse der Royal Dutch Shell B Aktie

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Shell
ISIN: US7802592060
Ticker: RDS A
Währung: USD

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Zur Shell Aktie

Shell ist eines der weltweit führenden Öl- und Gasunternehmen.

Das macht es nicht einfacher

Ich habe es bereits mehrfach geschrieben. Rohstoffe sind ein schwieriges Geschäft und der Handel mit Aktien in diesen Sektoren ist ungleich schwerer, als bei anderen Unternehmen.
Hier einige Gedanken: Das macht es nicht einfacher

Gleiche Frage

Es stellt sich also wie immer die Frage, haben wir es bei Shell mit einem Cash-Burner oder Returner zu tun?

Übergeordnet gibt es durchaus Argumente, die gegen das Unternehmen sprechen. Der Umsatz pendelte in den letzten zehn Jahren zwischen 283,16 und 470,17 Mrd. USD. Zuletzt lagen die Einnahmen bei 388 Mrd. USD.
Ein klarer Aufwärtstrend ist nicht zu erkennen. Der Umsatz folgt selbstverständlich den Kursschwankungen von Öl & Co.
Bereinigt man den Umsatz allerdings um den Rohölpreis erkennt man, dass das Unternehmen grundlegend wächst.

Beim Gewinn sieht es ähnlich aus, die Schwankungsbreite ist allerdings noch größer. In den letzten zehn Jahren lag das Ergebnis zwischen 1,84 und 8,03 USD je Aktie. Zuletzt wurden 5,16 USD je Aktie erzielt.

Was macht den Sektor interessant?

Im Allgemeinen wird dem Sektor nicht mehr viel zugetraut. Das hat mehrere Gründe. Die Aktien sind seit Jahren klare Underperformer und Öl ist sicherlich nicht die Zukunft.

Ich selbst habe in Webinaren und auf Fragen immer wieder geantwortet: Die großen Zeiten der Rohölkonzerne ist vorbei.
Das sehe ich weiterhin so, doch wir werden auch morgen noch Öl benötigen und nutzen. Selbst in 10 oder 20 Jahren noch.

Durch den Pessimismus sind die Bewertungen niedrig und manch ein Unternehmen im Sektor bietet eine enorme Dividende.

Der Fall Shell

Beides trifft auch auf Shell zu. Nachdem ich jahrelang von Rohstoffwerten abgeraten habe, scheint das Chance-Risiko-Verhältnis aber bei einigen Aktien im Sektor mit am besten zu sein.

Shell hat in den letzten Jahren seine Bilanz in Ordnung gebracht. Von 2016 bis Ende 2018 wurden die langfristigen Verpflichtungen von 69,26 auf 53,67 Mrd. USD reduziert.
Gleichzeitig sind die Barmittel-Reserven um mehr als 7 Mrd. USD gestiegen. Darüber hinaus hat man für 5,77 Mrd. USD Aktien zurückgekauft und 26,55 Mrd. USD an Dividenden ausgeschüttet.

In der kurzen Zeit hat man also ganz real einen Mehrwert von über 55 Mrd. USD geschaffen. Das ist erstaunlich, vor allem im Verhältnis zum derzeitigen Börsenwert von 236,3 Mrd. USD.

Nach den Worten des CEO (ab 4:30) möchte man das in dieser Art fortführen. In den kommenden fünf Jahren will Shell 125 Mrd. USD an die eigenen Aktionäre ausschütten, mehr als die Hälfte des derzeitigen Börsenwerts.
Voraussetzung ist ein durchschnittlicher Rohöl-Preis von 60 USD. Das würde ich als konservativ und realistisch erachten.

Die Ankündigung ist aus dem Juni und bisher hat man Wort gehalten. Im Jahresverlauf wurden für 7,89 Mrd. USD eigene Aktien gekauft und 11,47 Mrd. USD an Dividenden gezahlt. Annualisiert entspricht das 10,9% des Börsenwerts.

Dennoch hat die Aktie weiter nachgegeben. Dadurch kommt Shell derzeit auf eine P/E von 13,2 und eine forward P/E von 11,5.
Die Dividendenrendite liegt bei 6,39%.

Charttechnik+

Ein Leser auf Guidants hatte mich auf einige Aussagen von Peter Lynch hingewiesen. Eine davon war die folgende: „You wouldn’t know it from the stocks, but oil is 25% higher than a year ago,“ Peter Lynch tells Barron’s.

Inzwischen notiert Rohöl auf Jahressicht sogar 35% höher. Aber Ölaktien wie Shell kleben notieren nahe der damaligen Tiefstkurse. Die Divergenz wird sich auflösen. Sollte sich die Konjunktur nicht so stark eintrüben, wie viele Anleger erwarten, könnten Ölaktien plötzlich wieder gefragt sein.

Die zentrale Schlüsselstelle der letzten Jahre liegt bei 55 USD. Solange die Aktie darüber notiert, ist der Weg des geringsten Widerstands aufwärts.
Das nächstgelegene Kursziel liegt bei 60 – 61 USD. Darüber wäre der Weg in Richtung 65 USD frei.

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Chart vom 27.12.2019 Kurs: 58,87 Kürzel: RDS A - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Royal Dutch Shell B Aktie

Am Samstag kam es in Saudi-Arabien zu Drohnenangriffen auf Erdöl-Anlagen des Staatskonzerns Aramco.
Ein Angriff traf die größte Ölraffinerie des Landes.

Dadurch dürfte sich die Tagesproduktion des Landes halbieren, von zehn auf fünf Millionen Barrel pro Tag. Das entspricht rund 5% des weltweiten Ölverbrauchs.

Dass die Kurse auf eine derartige Entwicklung mit einem Kurssprung reagieren, ist also absolut nachvollziehbar.
Von einer Sekunde auf die andere löste sich das weltweite Überangebot an Öl in Luft auf.

Derzeit notieren die Rohölsorten WTI und Brent rund 8% im Plus. Zwischenzeitlich lag das Plus bei rund 20%, de größte Kurssprung seit 1991.

Bedeutet das Krieg?

Derzeit befindet sich Saudi-Arabien bereits in einem illegalen Krieg mit seinem Nachbarn Jemen. Die Vorgänge werden von der Weltöffentlichkeit weitgehend ignoriert und man liefert weiterhin Waffen an das islamistische Regime in Riad.

Mit den USA hatte man erst kürzlich einen Mega-Waffendeal abgeschlossen, Auftragsvolumen mehr als 100 Mrd. USD.

Die saudische Königsfamilie benötigt dringend Panzer, Kampfhubschrauber & Co, um den Jemen abzuriegeln. Selbst Medikamente lässt man nicht mehr ins Land.
Von Lebensmitteln ganz zu schweigen. Die 28 Millionen Einwohner sitzen auf dem Trockenen, zehntausende Menschen sind bereits umgekommen, hunderttausende sind vom Tod bedroht.

Hilfsorganisationen sprechen von einem „Albtraum“ und einer akuten Hungersnot.
Warum sieht die Welt einfach weg?

Die Rebellen im Jemen haben sich jedenfalls zu den Angriffen bekannt. Saudi-Arabien beschuldigt hingegen den Iran.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sprach von einer Bedrohung der Sicherheit in der Region.
Das ist sicherlich nicht untertrieben.

Am Ende könnte es zu einem Krieg führen, in dem sowohl die USA, als auch Saudi-Arabien und der Iran verwickelt werden könnten.

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Ölpreis bald dreistellig?

Die Folgen eines Krieges kann man derzeit kaum abschätzen. Der Rohölpreis dürfte dadurch jedenfalls weiter befeuert werden.

Mit all zu hohen Kurszielen wäre ich dennoch vorsichtig, denn die Saudis werden die Fördermenge so schnell wie möglich wieder hochfahren.

Darüber hinaus steht die US-Fracking-Industrie Gewehr bei Fuß.
Mit jedem Dollar, den der Rohöl-Preis steigt, werden weitere Quellen profitabel und nehmen den Betrieb auf.
Dort dürfte die Fördermenge ebenfalls schnell steigen und den Preis auf der Oberseite eingrenzen.

Doch auch ein Anstieg von 60-65 USD auf 80 oder 90 USD je Barrel haben negative Auswirkungen auf die Wirtschaft.
Vor allem wenn der Preis sehr schnell ansteigt, das könnte einen Schock auslösen.

Als ich von den Angriffen erfahren hatte, hatte ich sofort die Worte von Investorenlegende Bill Miller in den Ohren.
Demnach enden nahezu alle Bullenmärkte entweder durch einen Ölpreis-Schock, steigende Leitzinsen oder eine Rezession.

Im heutigen Handelsverlauf hat Rohöl der Sorte Brent einen Großteil der Gewinne wieder abgegeben.
Die Meldung, dass die USA ihre strategischen Reserven nutzen werden, hat den Markt vorerst beruhigt. Vorerst.

Fällt Brent wieder unter 62,50 USD und somit in den Abwärtstrend zurück, haben die Bullen ihre Chance vertan.

Solange das aber nicht der Fall, ist Brent tendenziell bullisch. Erneute Kursgewinne in Richtung 65 und 67 USD sind jederzeit möglich.
Darüber kommt es zu einem Kaufsignal mit Kurszielen bei 69 sowie 70 und 73 USD.

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Chart vom 16.09.2019 Kurs: 64,40 Kürzel: BZ - Tageskerzen | LYNX Online Broker

Die Profiteure

Selbstverständlich profitieren aber auch viele Unternehmen von einem steigenden Ölpreis.

Darunter die Branchenriesen Royal Dutch Shell oder BP.

Aus meiner Sicht würde es aber vor allem den Fracking-Unternehmen helfen. Da wären zum Beispiel Halliburton, National Oilwell Varco und Schlumberger.
Desweiteren EOG Resources, Continental Resources, Whiting Petroleum, Marathon Oil, QEP Resources und Hess Corp.

Exxon, Chevron und ConocoPhillips sind in diesem Bereich ebenfalls stark engagiert.

Weitere Profiteure wären Zulieferer der Branche, wie der Fracking-Sand-Hersteller US Silica.

Bei viele dieser Aktien könnte es jetzt zu einer Rallye kommen. Der Sektor ist ohnehin „ausgebombt“ und seit Monaten im Sturzflug.

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