Groupon Aktie aktuell Groupon: Das könnte einen massiven Short-Squeeze auslösen

News: Aktuelle Analyse der Groupon Aktie

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Groupon
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To the Groupon Aktie

Seit der letzten Analyse hat sich der Kurs von Groupon halbiert. Inzwischen liegt der Börsenwert nur noch knapp über den Barmitteln. Geht das zu weit?

Ein fragwürdiges Geschäftsmodell

In der letzten Analyse hatte ich kein gutes Haar an Groupon gelassen. Hoffentlich wurde dadurch der eine oder andere Anleger vor Schaden bewahrt.

Hier finden Sie eine ausführliche Analyse:
Groupon: Der ganz große Coup oder doch Kursziel null?

Auf den ersten Blick erscheint es wie ein einfaches Geschäftsmodell, bei dem wenig schiefgehen kann.
Man verkauft rabattierte Produkte und Dienstleistungen, nimmt eine Provision und trägt dadurch kaum Risiko.

Es würde aber so manchen Anleger überraschen, mit wie viel Aufwand die Erstellung von Deals, die Verhandlung und Gewinnung von Kooperationspartnern sowie Marketing verschlingen.

Eine Katastrophe

Aussicht auf Erfolg hat man nur, wenn man eine kritische Größe überschreitet. Im Endeffekt ist das aber keinem Couponing-Anbieter gelungen. Die meisten davon sind inzwischen vom Markt verschwunden, andere kämpfen ums Überleben.

Das gilt auch für Groupon. Das Unternehmen war nie nachhaltig profitabel, selbst als man über 3,0 Mrd. USD an Jahresumsatz generierter.
Das war in den Jahren 2014 bis 2016 der Fall.

Seitdem ist der Umsatz nahezu um zwei Drittel eingebrochen. Wie ich es in der letzten Analyse bereits geschrieben habe, kam es über Jahre hinweg zu einer Negativspirale, die ungefähr so aussieht:

Weniger Nutzer führen zu weniger Umsatz. Das senkt die Attraktivität von Groupon aus Sicht der Händler.
Die Stückzahlen sinken und die Rabatte müssen angepasst werden.

Dadurch wird die Plattform für bestehende und mögliche neue Nutzer ebenfalls unattraktiver und so weiter.

Für Anleger war und ist das eine Katastrophe. Sie haben Milliarden verloren. Reich geworden sind nur die Gründer, die den größten Teil Ihrer Aktien im Zuge des Börsengangs verkauft haben.
Seitdem ist der Börsenwert von Groupon von 15 auf derzeit 0,6 Mrd. USD gesunken.

Doch noch die Wende?

Aus diesem und vielen anderen Gründen hatte ich mich in der letzten Analyse äußerst negativ zum Unternehmen geäußert.
Seitdem hat die Aktie allerdings mehr als die Hälfte an Wert verloren und es liegen neue Quartalszahlen vor.

Der Umsatz war zwar weiter rückläufig, allerdings hat man den Kundenschwund in Nordamerika gestoppt.
Durch die Umstellung des Geschäftsmodells, weg von Rabatten und hin zu Cashback-Angeboten scheinen sich zunehmend auszuzahlen.

Chart vom 20.09.2021 Kurs: 22 Kürzel: GRPN - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 20.09.2021 Kurs: 22 Kürzel: GRPN – Tageskerzen

Dadurch sind die Margen zuletzt deutlich gestiegen. In den ersten sechs Monaten des Jahres war man sogar profitabel und erzielte einen Gewinn von 11,3 Mio. USD.
Viel ist das nicht, aber besser als der Verlust von 283,9 Mio. USD, den man im Vorjahreszeitraum erlitten hatte.

Wäre es möglich, dass man sich gesundgeschrumpft hat? Es könnte sein.

Fazit

Für ein Investment ist die Gesamtsituation aus meiner Sicht noch nicht aussichtsreich genug. Risikofreudige Trader könnten aber auf eine Erholung spekulieren.

Es handelt sich noch immer um ein „bescheidenes“ Unternehmen. Allerdings steht man heute wohl besser da als noch vor einem Jahr, als die Aktie noch fast das dreifache Wert war.

Da Groupon aktuell auf einen Börsenwert von 627 Mio. USD kommt und 565 Mio. USD an Barmitteln und 342 Mio. an Netto-Cash hat, scheint die Fallhöhe begrenzt zu sein.
Würde der Vorstand größere Buybacks beschließen, könnte das zu einem Short-Squeeze führen, denn derzeit liegt der Short-Float bei 18,7%.

Mehr als 12.000 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Mehr als 50.000 zufriedene Kunden. Ich bin einer davon.

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Vorherige Analysen der Groupon Aktie

Vor dem Börsengang von Groupon gab es einen regelrechten Hype um das Unternehmen.
Groupon schickte sich an, den Onlinehandel zu revolutionieren.

Bis zu einem gewissen Maß war der Hype nachvollziehbar. Schließlich hatte es Groupon mit seinen Rabatt-Angeboten binnen weniger Jahre zu Milliardenumsätzen gebracht.

Reich gemacht hat das aber vor allem die frühen Investoren und die Gründer. Eric Lefkofsky ist durch Groupon in kürzester Zeit Milliardär geworden.
Er war klug genug, den größten Teil seiner Anteile beim Börsengang zu verkaufen.

Anleger haben hingegen Milliarden verloren. Der Börsenwert von Groupon ist seit der IPO von über 15 auf derzeit 1,41 Mrd. USD implodiert.

Ist die Aktie jetzt günstig genug, um einzusteigen, oder sieht die Zukunft eher düster aus?

Plopp

Tatsächlich hat Groupon den Umsatz nach dem Börsengang noch nahezu verdoppelt, dem Kurs half aber selbst das nicht.
Die Bewertung war einfach zu hoch und das Unternehmen hat schlichtweg Probleme mit der Profitabilität.

Groupon ist ein Paradebeispiel für Wachstumsunternehmen, deren rosige Zukunft wie eine Seifenblase zerplatzt.
Das kommt öfter vor als man denkt.

Seit 2016 sind die Einnahmen konstant rückläufig. Der Umsatz ist von 3,14 auf 1,42 Mrd. USD gesunken.
Über die Jahre hinweg war man fast durchweg nicht profitabel.

Selbst Corona und der Boom im Onlinehandel konnte Groupon nicht retten, ganz im Gegenteil. Der Umsatz ist um mehr als ein Drittel eingebrochen.

Warum nur?

Ich war vor einigen Jahren an einem Unternehmen beteiligt, welches auch im Couponing-Bereich tätig war.
Daher bilde ich mir ein, zumindest rudimentäres Wissen über diese Branche zu haben.

Plattformen wie Groupon verlangen von den Anbietern enorme Provisionen. Gleichzeitig muss der Anbieter die Produkte auch noch stark rabattieren.

Wenn man kurz darüber nachdenkt, wird einem schnell klar, dass das eigentlich nicht funktionieren kann.
Das Geschäftsmodell von Groupon ist nicht nachhaltig.

Bei den meisten Angeboten werden „erstaunlich“ hohe Originalpreise genutzt, um dann den Anschein eines hohen Rabatts zu erwecken.
In der Regel sparen Kunden damit nichts und oft genug wird eher mittelprächtige Ware angeboten.

Damit zerstört man langfristig die Kundenbasis.

Was wurde übersehen?

Für die wenigen Anbieter, die mit echten und realistischen UVPs arbeiten, rechnet sich die Sache auch nicht.
Oft genug handelt es sich um Verlustgeschäfte zu Marketing-Zwecken.

Das ist vertretbar, wenn man damit neue Kunden gewinnen kann.
Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass das nicht der Fall ist. Nur ein Bruchteil der Kunden akzeptieren anschließend auch die regulären Preise .

Sicherlich kann man die Lage auch anders betrachten, wie wir gesehen haben, sprechen die Zahlen aber eine klare Sprache.

Händler und Anbieter von Rabattaktionen haben heutzutage schlichtweg bessere und günstigere Alternativen als Groupon.
Und Groupon hat zu seinen Hochzeiten auch viele gute Händler vergrault, glauben sie es mir.

Der Sargnagel?

Die Geschäftsidee von Groupon basiert auf positiven Netzwerkeffekten. Man kauft gemeinsam in großer Stückzahl ein, dafür zu einem niedrigeren Preis. So zumindest die Idee.
Inzwischen arbeiten die Netzwerkeffekte zunehmend gegen das Unternehmen.

Was meine ich damit? Nutzer verabschieden sich von der Seite und die Umsätze sinken.

Dementsprechend sinkt die Attraktivität von Groupon aus Sicht der Händler. Die Stückzahlen sinken und die Rabatte müssen angepasst werden.

Dadurch wird die Plattform für bestehende und mögliche neue Nutzer ebenfalls unattraktiver und wir wären wieder am Anfang dieser Negativspirale.

Daher sind auch etliche andere Couponing-Seiten, die ein ähnliches Geschäftsmodell wie Groupon hatten, vom Markt verschwunden.
Es wäre gut möglich, dass Groupon dasselbe Schicksal blüht. 91% des Weges bis zum Kursziel null hat man ja bereits hinter sich.

Chart vom 02.06.2021 Kurs: 47,65 Kürzel: GRPN - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 02.06.2021 Kurs: 47,65 Kürzel: GRPN – Wochenkerzen

Ich möchte nur ganz kurz auf die technische Lage eingehen. Bei Groupon sind vor allem die zwei Schaltstellen bei 44 und 50 USD wichtig.
Über 50 USD könnte sich die Rallye fortsetzen, unter 44 USD sieht es für die Bullen schlecht aus.

Oder doch die große Wende?

Zwischenzeitlich lag das Minus auch schon bei 98%, doch in den letzten Wochen kam es zu einer massiven Rallye.

Der Markt spekuliert auf eine Verbesserung der Rahmenbedingen, denn viele kleine Unternehmen konnten zwischenzeitlich keine Deals anbieten und damit generiert Groupon einen bedeutenden Teil der Umsätze.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass es zu einer Erholung kommen wird, höchstwahrscheinlich wird der Umsatz das Vorkrisen-Niveau aber nicht mehr erreichen.

Damit würde sich ohnehin nur der Trend der Vorjahre fortsetzen. Die Erholung dürfte aber noch sehr viel geringer ausfallen.
Aus meiner Sicht wird vollkommen unterschätzt in welch schlechter finanzieller Lage sich viele kleine Unternehmen befinden.

Sie können sich die Minusgeschäfte mit Coupons aktuell gar nicht leisten.