Die besten Reise Aktien & Tourismus Aktien | Online-Broker LYNX

Keine Branche wurde von der Corona Pandemie so hart getroffen, wie der Bereich Reise- und Tourismus. Vom allgemeinen Börsenaufschwung, der nur kurz nach dem anfänglichen Kurseinbruch einsetzte, konnten Reise Aktien bislang nur teilweise profitieren. Doch das Bedürfnis der Menschen nach Urlaub steigt und früher oder später dürfte der Touristik-Weltmarkt, der vor der Krise auf ein Volumen von 9,2 Bio. USD geschätzt wurde, ein Comeback feiern. Wir schauen uns in diesem Artikel für Sie an, mit welchen Reise Aktien und Touristik Aktien Sie am besten davon profitieren könnten.

Reise- und Tourismusbranche leidet unter der Corona-Pandemie

Um die weltweite Verbreitung des hochansteckenden Covid-19-Erregers einzudämmen, wurde ziemlich rasch die Bewegungsfreiheit der Menschen eingeschränkt indem Lockdowns, Ausgangssperren, Reisewarnungen und Grenzschließungen beschlossen wurden. An Urlaubs- oder Geschäftsreisen war in den Lockdown-Perioden nicht zu denken, so dass der Reisebranche faktisch von heute auf Morgen die Geschäftsgrundlage entzogen wurde. Und während es auf der einen Seite allenfalls noch sehr wenige langfristige Reisebuchungen gab, forderten auf der anderen Seite Kunden ihre Zahlungen für stornierte oder abgebrochene Reisen zurück. Kein Wunder, dass dies den Aktien der Reisebranche, beispielsweise Reiseveranstalter Aktien, Hotel Aktien, Airline Aktien, Freizeitpark Aktien oder Kreuzfahrt Aktien arg zusetzte. Reise- und Tourismus Aktien sackten im Frühjahr 2020 regelrecht ab, Kursverluste von -70 % oder -80 % innerhalb weniger Wochen waren keine Seltenheit. Dies betraf natürlich auch deutsche Werte wie die TUI Aktie oder die Lufthansa Aktie.

Mehr zu Airline-Aktien lesen Sie in unserem Artikel Die besten Airline Aktien 2021. Wer sich speziell für Kreuzfahrt Aktien interessiert, der findet alle wichtigen Infos in diesem Artikel: Die besten Kreuzfahrt Aktien 2021.

TUI und Lufthansa werden mit Staatshilfen gerettet

Während etliche Unternehmen der Reisebranche, insbesondere Reisebüros pleitegingen, konnten andere nur durch massiven Stellenabbau und Staatshilfen gerettet werden. Dazu zählen auch die großen deutschen Reise Unternehmen TUI, FTI und Deutsche Lufthansa. TUI beispielsweise erhielt über KfW Darlehen und stille Einlagen des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) Finanzhilfen in Höhe von 4,3 Mrd. Euro, die den weltgrößten Reiseanbieter vor der Pleite bewahrten. Ähnlich lief es auch bei der Lufthansa, die insgesamt Finanzierungspakete von bis zu 9 Mrd. EUR zur Verfügung gestellt bekam. Auch hier teilen sich die Hilfen in KfW Darlehen und stille Einlagen des WSF auf. Andere große deutsche Reiseveranstalter wie Alltours oder DER Touristik kamen ohne staatliche Finanzspritzen durch die Krise. Mit Fortschreiten der Impfkampagne haben sich die Aussichten für die Tourismusbranche mittlerweile auch wieder aufgehellt und die Zahl der Reisebuchungen zieht wieder an. Sowohl die Lufthansa als auch TUI sind deshalb mittlerweile bereits wieder dabei die Staatshilfen zurückzufahren. Mit milliardenschweren Kapitalerhöhungen und der Ausgabe von neuen TUI-Aktien bzw. neuen Lufthansa-Aktien werden KfW-Kredite, WSF-Einlagen sowie Bankschulden schrittweise getilgt.

Delta-Variante bremst Erholung der Reisebranche im Jahr 2021 aus

Den Aktienkursen der beiden deutschen Tourismus-Schwergewichte hilft dies bislang allerdings nicht auf die Sprünge – eher im Gegenteil. Von den im März 2021 erzielten Zwischenhochs ging es sowohl für den TUI-Aktienkurs, als auch für den Lufthansa-Aktienkurs bis Anfang November um rund -36 % nach unten. In erster Linie liegt dies allerdings wohl daran, dass sich die Reisebranche nach dem erfolgreichen Beginn der Impfkampagne deutlich langsamer erholt als ursprünglich erwartet. Denn das Corona-Virus erwies sich als äußerst hartnäckig und mutationsfreudig. Die hochansteckende Delta-Variante sorgte dafür, dass die Anzahl der Infizierten, trotz des geringeren Anteils an nicht geimpften Bevölkerungsteilen, hoch blieb. Und so gab und gibt es in vielen Ländern weiterhin Beschränkungen des Reiseverkehrs. Darüber hinaus entschieden sich nicht wenige Menschen in Pandemiezeiten bewusst gegen größere Auslandsreisen. Doch das Jahr 2022 könnte die Trendwende für den internationalen Tourismus bringen.

Das Fernweh steigt: Steht im Jahr 2022 ein neuer Reiseboom bevor?

Nach fast zwei Jahren Corona-Pandemie mit eingeschränkten Reisemöglichkeiten steigt bei vielen Menschen das Fernweh und die Lust auf größere Reisen. Waren im Jahr 2021 in Sachen Urlaub eher Campingplätze und Autoreisen angesagt, so könnte es im Jahr 2022 wieder einen Boom bei Flug- und Fernreisen geben. Vor allem geimpfte und genesene Menschen dürfen in immer mehr Ländern wieder ohne Quarantäne einreisen, so dass einem Urlaub in den beliebten Ferienregionen der Welt kaum noch etwas entgegensteht. Die Buchungslage bei den großen Reiseveranstaltern sieht entsprechend vielversprechend aus. Wer allerdings auf Schnäppchen hofft, muss lange suchen oder wird enttäuscht, denn das Angebot an Pauschalreisen ist trotz der steigenden Nachfrage noch immer erheblich geringer als vor der Corona-Krise. Wer nicht auf die lang ersehnte Reise verzichten will, dem bleibt meist nichts anderes übrig, als zähneknirschend die Preise zu bezahlen, die Reiseveranstalter und Fluggesellschaften verlangen. Das ist schlecht für den Geldbeutel der Reisenden, aber gut für die Gewinnmargen der Reiseanbieter und Fluggesellschaften. Die Nachholeffekte bei Urlaubsreisen und ein Comeback bei Geschäftsreisen könnten den Touristik-Unternehmen in Verbindung mit einer gewissen Angebotsknappheit bereits im kommenden Jahr 2022 einen Gewinnschub bescheren – vorausgesetzt die Corona-Lage verschärft sich nicht wieder. Das Jahr 2022 könnte in der Tourismusbranche also die erhoffte Trendwende bringen. Und damit sollten dann auch die Reise- und Tourismus-Aktien wieder zum Sprung ansetzen. Doch wie investiert man am besten in die Reisebranche?

Mit Tourismus-ETFs auf eine Erholung der Reisebranche setzen

Anlegern, die auf eine Erholung der Reisebranche setzen möchten, stehen auch einige Tourismus ETFs (Exchange Traded Funds) zur Verfügung. Darunter sind beispielsweise der rund 200 Mio. EUR schwere iShares STOXX Europe 600 Travel & Leisure ETF (ISIN: DE000A0H08S0 – Symbol: EXV9 – Währung: EUR) oder der mit gut 100 Mio. EUR Fondsvolumen etwas kleinere Lyxor STOXX Europe 600 Travel & Leisure ETF (ISIN: LU183498878 – Symbol: LTVL – Währung: EUR).

Die besten Tourismus-Aktien 2021

Mit starken Einzelaktien lassen sich in der Regel höhere Gewinne erzielen als mit ETFs. Und da zum Reise- und Touristikmarkt eine Vielzahl an Sektoren zählt, gibt es auch eine entsprechend große Anzahl an börsengelisteten Tourismus Aktien. Von diesen können wir Ihnen natürlich nur eine sehr kleine Auswahl präsentieren. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Liste von 10 aussichtsreichen Tourismus Aktien und Reise Aktien für 2021 und darüber hinaus. Drei dieser Tourismus-Unternehmen, die allesamt starke Charts aufweisen, stellen wir Ihnen im Anschluss vor.

Tourismus Aktien Liste:

Tourismus AktieISINSymbolWährung
AccorFR0000120404ACEUR
AirbnbUS0090661010ABNBUSD
Booking HoldingsUS09857L1089BKNGUSD
ExpediaUS30212P3038EXPEUSD
FraportDE0005773303FRAEUR
Hilton WorldwideUS43300A2033HLTUSD
LufthansaDE0008232125LHAEUR
Marriott InternationalUS5719032022MARUSD
Trip.comUS89677Q1076TCOMUSD
TuiDE000TUAG000TUI1EUR

Airbnb-Aktie: Die Nummer eins bei Ferienwohnungen und privaten Unterkünften

Airbnb (ISIN: US0090661010 – Symbol: ABNB – Währung: USD) betreibt die weltweit führende digitale Plattform zur Vermittlung von privaten Zimmern und Ferienwohnungen an Reisende auf der ganzen Welt. Sowohl private als auch gewerbliche Vermieter können ihre Objekte, also beispielsweise Appartments, Zimmer, Ferienimmobilien oder ganze Häuser mit Fotos und allen wichtigen Infos zur Unterkunft und Umgebung auf dem Airbnb-Onlineportal inserieren. Entweder über das Internet oder die Airbnb-App können Reisewillige Angebote vergleichen und passende Unterkünfte zu ihren geplanten Reisen buchen. Ein gegenseitiges Bewertungssystem erleichtert sowohl Gastgebern als auch Gästen – bei positiven Urteilen – zukünftige Buchungen. Ähnlich wie andere Buchungsportale kassiert Airbnb für die Vermittlung und Abwicklung der Transaktion eine Provision. Das Geschäftsmodell ist sehr gut skalierbar und ein großer Teil der Kosten ist variabel. Das Unternehmen, das im Jahr 2008 gegründet wurde, kommt mittlerweile auf mehr als 1 Mrd. vermittelte Aufenthalte und mehr als 4 Mio. Gastgeber.

Gewinnzone in greifbarer Nähe: Airbnb vor dem Break-Even

In den letzten 3 Jahren stieg der Umsatz trotz Corona-Einbruch im Schnitt um +5 %, bislang werden allerdings noch Verluste geschrieben. Für das Jahr 2021 rechnen Analysten – allerdings im Vergleich mit dem schwachen Coronajahr 2020 – mit einem starken Umsatzanstieg von +68 % auf 5,7 Mrd. USD. Dabei soll nochmals ein überschaubarer Verlust von -1,36 USD je Aktie anfallen. Für 2022 wird dann allerdings bei einem Umsatzwachstum von +26 % auf 7,1 Mrd. USD erstmals mit einem Gewinn in Höhe von 0,45 USD je Aktie gerechnet. Die Erwartungen der Analysten liegen allerdings sehr weit auseinander und reichen von einem Verlust von -0,76 USD je Aktie bis 1,61 USD Gewinn je Aktie. Alles in Allem scheint ein positives Ergebnis jedoch sehr wahrscheinlich, so dass Airbnb kurz vor dem Breakeven stehen dürfte. Falls sich das Erreichen der Gewinnzone tatsächlich abzeichnet, so dürfte dies der Airbnb-Aktie einen Schub nach oben geben.

Airbnb-Aktie nach Korrektur wieder im Aufwärtstrend

Die Airbnb-Aktie wurde Ende 2020 inmitten der Corona-Pandemie zu einem Kurs von 68 USD an die Börse gebracht. Anschließend stiegen die Kurse bis Februar 2021 auf knapp 220 USD, bevor die Airbnb-Aktie in eine Korrektur fiel. Die Corona-Krise ging auch an Airbnb nicht spurlos vorüber, wenngleich die Auswirkungen deutlich schwächer ausfielen als bei anderen Reise- und Tourismus-Unternehmen. Seit dem Sommer 2021 befindet sich die Airbnb-Aktie nun wieder im Aufwärtstrend und dürfte ihre bisherigen Hochs früher oder später wieder ansteuern – vor allem dann, wenn der nachhaltige Sprung in die Gewinnzone gelingt.

Beste Wachstumsaussichten für die Vermietungs-Plattform Nummer eins

Airbnb wurde dank einem innovativen Konzept innerhalb weniger Jahre zum unangefochtenen Weltmarktführer bei der Vermittlung von Privatunterkünften, Ferienwohnungen und Zimmern. Das Wachstumspotenzial ist dabei längst noch nicht ausgeschöpft, denn in vielen Ländern der Welt ist der Markt der digitalen Vermittlung von privaten Ferienunterkünften noch wenig erschlossen. Im Internet heißt es in vielen Branchen „The winner takes it all“ (Der Gewinner bekommt alles). Airbnb hat beste Aussichten seine monopolartige Marktstellung in den kommenden Jahren zu festigen. Die Bewertung des Unternehmens mutet mit aktuell 109 Mrd. USD (Aktienkurs 173 USD) zwar bereits sehr ambitioniert an, ist aber aufgrund der klaren Marktführerschaft keineswegs überteuert. Auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen Airbnb nur bedingt. Sofern keine harten Lockdowns mit Ausgangssperren und Grenzschließungen mehr kommen, dürften private Unterkünfte – bei denen es weit weniger Kontakte gibt als in Hotels – weiterhin stark gefragt sein. Zudem ist das Geschäft sehr skalierbar und dabei weder kapitalintensiv noch geht Airbnb in Vorleistung. Mutige Anleger können auf dem aktuellen Niveau der Airbnb-Aktie zugreifen, wer etwas vorsichtiger ist, wartet für Einstiege auf einen Rücksetzer in den Bereich 160 USD.

Booking-Aktie: Aufstieg zum führenden Reiseportalbetreiber

Booking Holdings (ISIN: US09857L1089 – Symbol: BKNG – Währung: USD) hat sich in den letzten Jahren zum führenden Online-Reiseportalbetreiber zur Buchung von Flügen, Hotels und Mietwagen entwickelt. Neben der bekannten Buchungsseite booking.com betreibt das US-Unternehmen mit niederländischen Wurzeln Plattformen wie Kayak, Priceline.com, Rentalcars, Agoda, Momondo, Cheapflights, Swoodoo und OpenTable. Wie bei Airbnb basiert das Geschäft hauptsächlich auf Provisionen und Gebühren, die Reiseanbietern, Hotel- und Restaurantbetreibern, Fluggesellschaften und Autovermietern in Rechnung gestellt werden. Daneben erzielt das Unternehmen auf seinen vielbesuchten Internetportalen auch Werbeeinnahmen. Gegenüber klassischen Reisebüros hat Booking sehr viel geringere Fixkosten und damit – wie Airbnb – ein sehr skalierbares und flexibles Geschäftsmodell.

Vom Monopolisten bei Hotelbuchungen zum Allround-Reiseorganisator

Weltweit sind mehr als 28 Mio. Hotels und Übernachtungsbetriebe an booking.com angeschlossen. Die Plattform hat bei digitalen Hotelbuchungen in etlichen Ländern bereits eine monopolartige Marktstellung. So kommt das Buchungsportal booking.com bei Onlinebuchungen von Hotels und Pensionen europaweit auf sage und schreibe 70 Prozent Marktanteil. In der Hotellerie und Beherbergungsbranche gefällt dies natürlich nicht jedem, denn die Abhängigkeit von Booking.com nimmt stetig zu. Auch die psychologischen Marketing Tricks, die das Unternehmen zur Beschleunigung der Buchungen nutzt, stehen immer wieder in der Kritik. So ist bei einzelnen Angeboten beispielsweise zu lesen: „Nur noch 1 Zimmer zu diesem Preis auf unserer Seite verfügbar„. Doch die Strategie funktioniert und beschert dem Unternehmen stetig steigende Buchungszahlen.

In Zukunft soll das touristische Angebot von Booking.com stetig ausgebaut werden. Konzernchef Glenn Fogel möchte das Unternehmen zum Reiseorganisator ausbauen. So sollen neben Flügen, Hotels und Mietwagen auch Fahrkarten, Tickets für Touristenattraktionen und Events oder Dienstleistungen wie Transfers, Versicherungen, Restaurantbuchungen und Reisebetreuung angeboten werden. Damit können die Kunden Buchungsvorgänge stark vereinfachen, denn bislang mussten diese in aller Regel über unterschiedliche Portale abgewickelt werden. Ziel ist ein Allround-Reiseservice, der vom Umfang her, an die in Deutschland beliebten Pauschalreisen der klassischen Reiseveranstalter heranreicht – natürlich ohne die teuren gesetzlichen Pflichten und Auflagen wie Insolvenzversicherung oder Rückholaktion im Krisenfall…

Corona-Delle soll bereits im kommenden Jahr ausgebügelt werden

Trotz flexibler Kostenstruktur musste Booking im Verlauf der Corona-Krise rund 4 Mrd. USD an Krediten aufnehmen, um die Liquidität zu sichern. Allerdings nur, weil die Barmittel zuvor stets für umfängliche Aktienrückkäufe verwendet wurden. Zudem wurden krisenbedingt Büros geschlossen und fast ein Viertel der Belegschaft entlassen. Dadurch kam Booking weitaus besser durch die Pandemie als die Konkurrenz: Trotz aller Corona-Beeinträchtigungen wurde im Jahr 2020 ein kleiner Gewinn in Höhe von 1,43 USD je Aktie erzielt. Im Vorjahr lag der Gewinn allerdings noch bei 112,93 USD je Aktie. Der Umsatz ging gleichzeitig von 15,1 Mrd. USD im Jahr 2019 auf 6,8 Mrd. USD zurück. Analysten erwarten, dass die Umsätze im Jahr 2021 um +53 % auf 10,4 Mrd. USD steigen und dabei auch wieder ein Gewinn in Höhe von immerhin 40,53 USD je Aktie anfällt. Für das kommende Jahr 2022 wird eine erneute Umsatzsteigerung um +45 % auf das Vorkrisen-Niveau von 15,1 Mrd. USD Umsatz erwartet. Dabei soll auch der Gewinn mit 97,79 USD je Aktie wieder annähernd an das Level des Jahres 2019 heranreichen. Damit wäre die Corona-Delle bei Umsatz und Gewinn quasi ausgebügelt und das Unternehmen wäre wieder auf Wachstumskurs.

Booking-Aktie: Für einen Wachstumswert relativ moderat bewertet

Die Booking-Aktie hat sich seit den Tiefstständen von Anfang 2020 bei 1.150 USD bereits wieder mehr als verdoppelt. Auf dem aktuellen Kursniveau von 2.450 USD ist die Aktie basierend auf dem für 2022 erwarteten Ergebnis je Aktie von annähernd 100 USD für einen wachstumsstarken Marktführer nicht unbedingt teuer bewertet. Wachstumsorientierte Anleger können die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau kaufen. Wir denken, dass die Booking-Aktie auf Sicht von 12 bis 18 Monaten das Potenzial hat, auf Kurse von mehr als 3.000 USD zu klettern. Gelingt der Umbau zum Allround-Reiseanbieter, so könnte langfristig auch noch mehr drin sein.

Hilton Worldwide-Aktie: Weiterhin auf Wachstumskurs

Hilton Worldwide (ISIN: US43300A2033 – Symbol: HLT – Währung: USD) ist eine der größten Hotelketten weltweit. Das Unternehmen mit Sitz im US-Bundesstaat Virginia wurde 1919 von Conrad Hilton gegründet und seitdem zu einer weltweit führenden Hotelmarke entwickelt. Hilton ging im Jahr 2013 zum zweiten Mal an die Börse und kommt mittlerweile auf eine Marktkapitalisierung von 39 Mrd. USD.

Das Hilton-Imperium: 6.700 Hotel in 122 Ländern

Das Portfolio des Hilton Konzerns umfasst derzeit mehr als 6.700 Hotels und Resorts in 122 Ländern, die insgesamt auf mehr als 1 Mio. Zimmer kommen. Knapp 700 Hotels werden in Eigenregie verwaltet, während der größte Teil der Hotels und Resorts mit einem Franchising-Modell betrieben wird. Hilton hat 18 Marken in verschiedenen Marktsegmenten, darunter Hilton Hotels & Resorts, Conrad Hotels & Resorts, DoubleTree, Hilton Grand Vacations und Waldorf Astoria Hotels & Resorts. Aufgrund der Service- und Kundenorientiertheit verfügt Hilton über sehr loyale Kunden. So stieg beispielsweise die Zahl der Mitglieder des Hilton Honors Treue- und Bonusprogramms seit 2012 jährlich um +15 % auf aktuell mehr als 123 Mio. Mitglieder. Diese können mit der innovativen Hilton Honors App beispielsweise den Digital Key nutzen. Damit können die Kunden den Schalter an der Rezeption umgehen und das Zimmer bereits vor der Ankunft auswählen, einchecken und die Zimmertüre ohne Plastikkarte öffnen. Ein digitaler Checkout ist ebenfalls möglich. Partnerschaften mit Streaminganbietern wie Netflix und Showtime ermöglichen ein attraktives Entertainmentangebot. Trotz der beachtlichen Größe ist Hilton weiter auf Wachstumskurs. Laut eigenen Angaben werden Hotelanlagen mit mehr als 400.000 Zimmer geplant, wovon sich etwa die Hälfte bereits im Bau befinden. Gleichzeitig bemüht sich das Unternehmen darum, seinen ökologischen Fußabdruck bis 2030 um mindestens 50 % zu reduzieren.

Hervorragendes Krisenmanagement: Gewinnsprung fürs Jahr 2022 erwartet

Die Hotel-Branche wurde während der Corona-Lockdowns besonders hart getroffen. Und so verwundert es wenig, dass der Umsatz der Hilton Gruppe im Jahr 2020 von 9,5 Mrd. USD im Vorjahr auf 4,3 Mrd. USD einbrach. Das Ergebnis je Aktie brach ebenfalls ein und sackte von 3,07 USD je Aktie auf -2,58 USD ab. Doch obwohl sich die Corona-Pandemie auch im Jahr 2021 stark auf die Hotellerie-Branche auswirkte, erwarten Analysten bei einem Umsatzanstieg um +34 % auf 5,8 Mrd. USD bereits wieder ein Ergebnis je Aktie von 2,25 USD. Das ist durchaus beachtlich und zeugt von einem hervorragenden Krisenmanagement. Die durchschnittlich erzielten Zimmerpreise sind zuletzt deutlich angestiegen und liegen mittlerweile nur noch unmerklich unter dem Vor-Corona-Niveau. Im kommenden Jahr 2022 soll es dann einen Umsatzsprung von +43 % auf 8,3 Mrd. USD geben, während der Gewinn je Aktie bei 4,27 USD erwartet wird. Damit würde zumindest beim Ergebnis je Aktie das Vorkrisenniveau übertroffen werden. Damit dürften auch die Dividendenzahlungen, die 2020 vorübergehend ausgesetzt wurden bald wieder aufgenommen werden.

Hilton-Aktie im Aufwärtstrend

Die Hilton-Aktie entwickelte sich seit den Tiefs der Corona-Panik im März 2020 stetig nach oben und überschritt bereits im Dezember 2020 die Zwischenhochs vor dem Kurseinbruch. Zuletzt erzielte die Hilton-Aktie Ende Oktober neue Allzeithochs im Bereich von 149 USD. Wir denken, dass die Hilton Hotelkette mit all ihren Marken stark profitieren dürfte, wenn der weltweite Reiseverkehr wieder zunimmt. Die Zimmerpreise, die flexibel an die Nachfrage und das allgemeine Preisniveau angepasst werden, dürften weiterhin zulegen und dem Unternehmen steigende Gewinnspannen bescheren. Da Hilton Worldwide seine Zimmerkapazität in den kommenden Jahren erheblich ausbauen will, dürften Umsatz und Gewinn stetig zulegen – aber natürlich nur dann, wenn die Auswirkungen der Corona-Pandemie weiter abebben und es nicht nochmals zu weltweiten Lockdowns wie im Jahr 2020 kommt. Dies ist dank der Impfkampagne aus jetziger Sicht zwar unwahrscheinlich, aber natürlich auch nicht völlig ausgeschlossen. Die Hilton Aktie bleibt dennoch ein aussichtsreiches Investment. Mittel- bis langfristig könnte die Hotel-Aktie die 200 USD-Marke ins Visier nehmen.

Fazit: Erholung des Tourismusmarktes eröffnet Kurspotenzial für Reise Aktien

Wer in Reise Aktien investieren möchte, der sollte sich in Zeiten der Corona-Pandemie von vorn herein bewusst sein, dass dies mit Risiken verbunden ist. Denn die Corona-Pandemie ist trotz der weltweiten Impfkampagnen noch bei weitem nicht ausgestanden. Zwar ist es sehr wahrscheinlich, dass die Folgen der Pandemie auch im kommenden Jahr 2022 weiter abebben, aber die Gefahr von impfresistenten oder besonders gefährlichen Mutationen bleibt weiterhin bestehen. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass Sie nur in sehr finanzstarke, große Reise- und Tourismuskonzerne investieren, die sich in der Krise gut geschlagen haben und notfalls auch weitere Rückschläge überstehen würden. Dazu zählen beispielsweise marktführende digitale Reiseplattformen wie Airbnb oder Booking, dieauf einen sehr hohen Anteil an variablen Kosten kommen. Auch Unternehmen, die wie Hilton Worldwide mit einem hervorragenden Krisenmanagement glänzten, über eine starke Marke verfügen und zudem weltweit aufgestellt sind, eignen sich um auf eine Erholung des Reisemarktes zu setzen. Und das könnte sich durchaus lohnen. Denn setzt sich der Öffnungstrend in Sachen Reisefreiheit fort, ohne dass es zu neuen harten Corona-Einschränkungen kommt, so könnten Tourismus Aktien im Jahr 2022 ein starkes Comeback erleben.

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