Die besten Telekommunikations-Aktien | Online Broker LYNX

Telekom Aktien: relativ krisenfest & hohe Dividenden

Telekommunikations-Aktien sind bei Anlegern besonders beliebt. Zum einen gelten Telekom Aktien als verhältnismäßig wertstabil und krisenfest. Investments in die Telekom-Werte sind relativ antizyklisch und konjunkturunabhängig, vergleichbar mit Aktien von Konsumgüterherstellern oder Energieversorgern. Kaum jemand kündigt in einer Wirtschaftskrise seinen Handy- oder Festnetzvertrag, genau wie die Menschen auch weiterhin Nahrungsmittel benötigen und Strom verbrauchen. Zum anderen dürfen sich die Besitzer von Telekom Aktien meist auch über üppige Dividenden freuen. Den Anfang nahm die Vorliebe deutscher Anleger für Telekommunikations-Aktien bereits in den späten 90er Jahren.

Deutsche Telekom Aktie legt den Grundstein der Aktienkultur in Deutschland

Wer schon in den 90er Jahren an der Börse aktiv war, der dürfte sich noch gut an den Börsengang der Deutschen Telekom AG erinnern. In einer beispiellosen Werbekampagne wurde die sogenannte „Volksaktie“ oder „T-Aktie“ Privatanlegern angepriesen und Ende 1996 zu 28,50 DM (14,57 Euro) erstplatziert. Der Börsengang der Deutschen Telekom im Volumen von 20 Mrd. DM (ca. 10 Mrd. Euro) war ein großer Erfolg, der dazu führte, dass sich in den darauffolgenden Jahren immer mehr Menschen in Deutschland für Aktien interessierten. Während Aktien hierzulande zuvor eher etwas für die reiche Oberschicht waren, so wurden die Hauptversammlungen von Deutscher Telekom und Co nun auch von neuen Anlegergruppen besucht. Die Deutsche Telekom Aktie profitierte von der Euphorie und erreichte im März 2000, nach einer atemberaubenden Kursrallye, Höchstkurse von 104 Euro. Nach dem Platzen der Dot.com-Blase folgte allerdings ein ebenso steiler Absturz, der die Telekom Aktie bis weit unter den Emissionspreis fallen ließ. Viele der Neuaktionäre wurden bitter enttäuscht. In den letzten zwanzig Jahren machte der Kurs der Deutschen Telekom Aktie dann auch keine wirklich großen Sprünge mehr und bewegte sich trotz attraktiver Dividende in einem Bereich zwischen 8 und 18 Euro seitwärts.

Evolution der Telekom-Branche: Von Telegrafenmasten zu 5G

Das Produktangebot der Telekom-Branche entwickelte sich im späten 19. Jahrhundert von reinen Sprach- und Bildsignalen in Form von Faksimile oder Telegrafen über drahtgebundene Festnetze zum heutigen Austausch von Audio-, Video- und Textinhalten über drahtlose Netzwerke. Auch der Mobilfunk hat in den letzten Jahren erhebliche Verbesserungen bei den Datengeschwindigkeiten erlebt, vom Global System for Mobile Communications (GSM) aus dem Jahr 1990 und UMTS (bzw. in den USA CDMA) über die dritte Generation (3G), die vierte Generation (4G) und jetzt die fünfte Generation (5G). Die steigende Datenkonnektivität hat die Dauer der Übertragung großer Datenpakete von Tagen auf Stunden und jetzt auf wenige Sekunden reduziert.

Teure Netzinfrastruktur: Telekom, Vodafone und Telefonica bilden Oligopol

Aufgrund der notwendigen, teuren Netz- und Technologie-Infrastruktur wird der Kommunikationsmarkt in den meisten Ländern der Welt von wenigen großen Telekom-Anbietern dominiert. In Deutschland bildet die Deutsche Telekom zusammen mit den Anbietern Vodafone und Telefonica ein Oligopol. Einzig das vergleichsweise kleine Unternehmen 1&1 Drillisch AG hat nach der erfolgreichen Ersteigerung einer 5G-Lizenz berechtigte Ambitionen in diesen Kreis aufzusteigen.

Das Analysehaus Grand View Research taxiert den weltweiten Telekommunikationsmarkt im Jahr 2020 auf ein Volumen von 1,7 Billionen USD und erwartet bis 2028 ein jährliches Wachstum von +5,4 % auf dann 2,5 Billionen USD. Einer der wichtigsten Faktoren, die das Branchenwachstum antreiben, sind die steigenden Ausgaben für die 5G-Infrastruktur, sowie auf Konsumentenseite deutlich leistungsfähigere Smartphones.

Denn immer mehr Mobilfunkteilnehmer möchten die dank der neuen 5G-Technologie möglichen Hochgeschwindigkeits-Datenverbindungen natürlich auch ausnutzen können. Dadurch steigt auch die Nachfrage nach kostenpflichtigen Mehrwertdiensten wie beispielsweise Streaming von Musik, sowie Filmen und Spielen in Hochauflösung. Aber auch Trend-Angebote wie „Live-Streaming“, „Virtual Reality“ oder „Augmented Reality“ werden durch die neue Dimension der mobilen Datennutzung ermöglicht. Die Suche nach einem W-Lan-Netz für Downloads könnte dann weitestgehend der Vergangenheit angehören.

Die Herausforderung der Netzbetreiber liegt darin, eine möglichst flächendeckende Netzabdeckung und ausreichende Kapazitäten für die Übertragung immer größerer Datenmengen zur Verfügung zu stellen – und zwar nicht nur für private Nutzer. Denn auch andere neue Technologien wie Autonomes Fahren, das Internet der Dinge (Internet of Things), Cloud-Services und Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz erfordern einen enormen und schnellen Datenaustausch, für den die großen Telekomkonzerne ebenfalls die notwendigen Kapazitäten bereitstellen werden.

5G-Mobilfunk: Wachstumsbeschleuniger für die Telekombranche

5G oder die „fünfte Generation des Mobilfunks“ ist ein neuer Mobilfunkstandard, der seit dem Jahr 2019 eingeführt wird und seitdem zunehmend an Bedeutung gewinnt. In Deutschland wurden die 5G Lizenzen im Jahr 2019 durch die Bundesnetzagentur für insgesamt 6,5 Mrd. Euro versteigert. Der entscheidende Vorteil der neuen Technik ist es, dass größere Datenvolumen um ein Vielfaches schneller übertragen werden können. 5G baut als Nachfolger des zellularen 4G-Dienstes auf dem bisherigen Standard „Long Term Evolution“ (LTE) auf und nutzt dabei auch Frequenzen oberhalb von 6 GHz. So ist die 5G-Technologie bis zu 100-mal schneller als LTE und macht Übertragungen quasi in Echtzeit möglich. Damit kommt 5G in ländlichen Regionen sogar als DSL-Alternative in Frage. Mehr über Unternehmen, die ebenfalls vom 5G Trend profitieren können, finden Sie hier: Boombranche 5G – Die besten 5G-Aktien

Corona-Pandemie lässt die Datenvolumina nach oben schnellen

Die COVID-19-Pandemie führte zuletzt zu einem deutlichen Anstieg des Datenverkehrs über Telekom-Netze. Ob Home-Office, Online-Spiele, Video-Streaming, Social Media oder auch Interneteinkäufe, fast alle digitalen Angebote verzeichneten während der Lockdowns starkes Wachstum. Auch der Sprachverkehr legte deutlich zu, da die Menschen mangels persönlicher Treffen untereinander mit Telefonaten und Sprachnachrichten kommunizierten. Der stark gestiegene Konsum von digitalen Medienplattformen hat zu einer steigenden Nachfrage nach höheren Bandbreiten mit Hochgeschwindigkeitsverbindungen geführt, so dass die Telekom-Firmen die Content-Anbieter dazu drängten, die Streaming-Auflösung ihrer Medieninhalte zu reduzieren beispielsweise von HD (High Definition) auf SD (Standard Definition).

Telekom Aktien: Hohe Dividenden

Telekommunikationsaktien haben einen defensiven Charakter d.h. sie verfügen über ein sehr planbares, kontinuierliches Geschäftsmodell ohne große Umsatzschwankungen, haben aber dafür – wenn überhaupt – meist nur sehr geringe Wachstumsraten. Viele Telekom-Werte schütten allerdings auch in wirtschaftlich schwächeren Zeiten hohe Dividenden aus. Diese werden dann teilweise auch aus der Substanz bezahlt, denn die Krisenfestigkeit erlaubt den Unternehmen der Telekom-Branche einen hohen Verschuldungsgrad. Ganz risikolos ist das natürlich nicht. Denn befindet sich ein Telekom-Unternehmen dann doch mal auf dem absteigenden Ast, so kann die hohe Verschuldung durchaus ein Risiko darstellen. Dies sollten Anleger berücksichtigen, die auf eine hohe Dividendenrendite Wert legen. Generell kann bei Telekom Aktien mit einer Dividende gerechnet werden, die ca. ein bis zwei Prozent über dem Durchschnitt liegt. Meist gilt: Je kleiner das Unternehmen, desto höher die Dividende.

So liegt die aktuelle Dividendenrendite der Deutschen Telekom Aktiebeispielsweise bei 4,1 %. Die Aktie von Freenet, dem größten netzunabhängigen Telekommunikationsunternehmen in Deutschland kommt derzeit sogar auf gut 8 % Rendite. Die Telefonica Deutschland Aktie liegt mit 7,4 % nur knapp dahinter. Die Vodafone-Aktie bringt es ebenfalls auf ansehnliche 6 % Dividende. Auch in den USA sind die Renditen der „Telecoms“ hoch: Der Branchen-Riese AT&T, das wertvollste Telekom-Unternehmen der Welt, kommt ebenfalls auf eine ansehnliche jährliche Ausschüttung in Höhe von 6,6 % des aktuellen Aktienkurses, während es Konkurrent Verizon auf immerhin 4,4 % Dividendenrendite bringt.

Die besten Telekommunikation ETFs für Anleger

Wer in die Telekom-Branche investieren möchte, ohne dabei das Risiko von Einzelwerten zu tragen, dem stehen eine ganze Reihe an Telekommunikation ETFs zur Verfügung. Beispielsweise der iShares STOXX Europe 600 Telecommunications ETF (ISIN: DE000A0H08R2 – Symbol: EXV2 – Währung: EUR) oder der SPDR MSCI Europe Communication Services ETF (ISIN: IE00BKWQ0N82 – Symbol: SPYT – Währung: EUR), beide mit Fokus auf den europäischen Telekom-Markt. Weitere Alternativen sind der weltweit ausgerichtete Lyxor MSCI World Communication Services ETF (ISIN: LU0533034129 – Symbol: LYPI – Währung: EUR) oder der in USD geführte Xtrackers MSCI USA Communication Services ETF (ISIN: LU0533034129 – Symbol: XUCM – Währung: USD), der in US-Telecoms investiert.

Die besten Telekom Aktien 2021

Es gibt weltweit zahlreiche Telekommunikationsanbieter, von Technologie- und Infrastrukturunternehmen, Netzbetreibern, bis hin zu Festnetz-, Internet- und Mobilfunkanbietern. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Aktien-Liste von zehn Telekom Aktien bzw. Telekommunikation Aktien für 2021. Drei dieser Werte mit außergewöhnlichem Potenzial stellen wir Ihnen im Anschluss vor.

Telekommunikations-Aktien Liste:

Telekom AktieISINSymbolWährung
AT&TUS00206R1023TUSD
BT GroupGB0030913577BTAGBP
1&1 DrillischDE0005545503DRIEUR
ComcastUS20030N1019CMCSAUSD
Deutsche TelekomDE0005557508DTEEUR
Dish NetworkUS25470M1099DISHUSD
TelefonicaES0178430E18TEFEUR
T-Mobile USUS8725901040TMUSUSD
Verizon CommunicationsUS92343V1044VZUSD
VodafoneGB00BH4HKS39VODGBP

T-Mobile US: Telekom-Tochter auf der Erfolgsstraße

Die T-Mobile US (ISIN: US8725901040 – Symbol: TMUS – Währung: USD) ist einer der größten Mobilfunkanbieter in den USA. Das Unternehmen konkurriert dort vor allem mit AT&T Wireless, U.S. Cellular und Verizon Wireless. Das Unternehmen mit Sitz im US-Bundesstaat Washington entstand 2001 durch die Übernahme von VoiceStream durch die Deutsche Telekom. Aufgrund hoher Verluste und sinkender Kundenzahl wollte die Deutsche Telekom AG ihre Tochter T-Mobile USA vor zehn Jahren bereits für knapp 40 Mrd. USD an den Konkurrenten AT&T verkaufen. Die US-Kartellbehörden machten dem Vorhaben jedoch einen Strich durch die Rechnung und verhinderten den Deal. Aus jetziger Sicht ein Glücksfall für die Deutsche Telekom, die gemäß einer Ausfall-Vereinbarung neben 3 Mrd. USD auch noch umfangreiche Frequenzen für Mobilfunk und UMTS-Roaming bekam. Dadurch konnte sich T-Mobile in den USA neue Kundengruppen erschließen.

Fusionen mit MetroPCS & Sprint: T-Mobile US wird zum Big Player in den USA

Es folgten in den USA die Übernahmen von MetroPCS im Jahr 2012 und der Börsengang in den USA im darauffolgenden Jahr. Im Jahr 2019 gelang die Übernahme des US-Wettbewerbers Sprint, die zuvor bereits über 5 Jahre in mehreren Versuchen angestrebt wurde. Heute kommt T-Mobile US auf einen Börsenwert von rund 136 Mrd. Euro. Die Konzernmutter Deutsche Telekom, die immerhin noch 42 % am Unternehmen hält, bringt trotz dieser Beteiligung im Wert von 57 Mrd. Euro insgesamt gerade mal 76 Mrd. Euro auf die Börsenwaage. Entsprechend wird das eigene operative Geschäft der Deutschen Telekom mit gerade mal 19 Mrd. Euro bewertet. Man muss allerdings auch erwähnen, dass die Telekom ein Schuldenberg in der unglaublichen Höhe von 120 Mrd. Euro drückt, was den Aktienkurs mit Sicherheit belastet.

Neukundenwachstum und 5G treiben Umsatz und Gewinn

Geschäftlich läuft es glänzend für das Unternehmen, das 2019 offiziell sein 5G Netz in den USA startete. Im Gesamtjahr 2020 wurden 5,6 Mio. Neukunden gewonnen – der höchste Wert seit vier Jahren. Die Fusion mit Sprint trägt Früchte und verhilft dem Unternehmen zu milliardenschweren Kostensynergien. Das Umsatzwachstum lag in den letzten drei Jahren im Schnitt bei +20 % p.a., was für einen Mobilfunk-Anbieter dieser Größenordnung ein starker Wert ist. Das gilt auch für das Gewinnwachstum, das im selben Zeitraum im Mittel ebenfalls +20 % erreichte. Für das laufende Geschäftsjahr 2021 gehen Analysten von einem Umsatzwachstum in Höhe von +15 % auf 78,4 Mrd. USD und einem leicht niedrigeren Ergebnis in Höhe von 2,48 USD pro Aktie aus (Vorjahr: 2,65 USD je Aktie). Im kommenden Jahr 2022 sollen dann bei 80,6 Mrd. USD Umsatz rund 3,36 USD Gewinn je Aktie erzielt werden (+35 %). Positiv hervorzuheben ist die gesunde Bilanz von T-Mobile US, die Eigenkapitalquote liegt bei starken 70 %.

Gewaltige Aktienrückkaufprogramme geplant

Nicht zuletzt deshalb kündigte T-Mobile US vor kurzem an, dass trotz umfangreicher 5G-Investitionen allein in den Geschäftsjahren 2023 bis 2025 bis zu 60 Mrd. USD in Form von Aktienrückkäufen an die Aktionäre ausgeschüttet werden sollen. Auf diese Weise sollen die unerwartet hohen Kostensynergien aus der Fusion mit Sprint den Anteilseignern zugutekommen. Die Gesamtsumme entspricht rund 44 % der aktuellen Börsenbewertung. Interessant ist die Tatsache, dass der Anteil der Deutschen Telekom dadurch möglicherweise auf mehr als 50 % steigen könnte. Über eine Stimmrechtsmehrheit verfügt der Bonner Konzern bereits dank früherer Vereinbarungen.

T-Mobile Aktie bei Rücksetzer für langfristige Käufe interessant

Die besten Telekommunikations-Aktien: Entwicklung T-Mobile US Aktie von Mai 2018 bis Mai 2021 | Online Broker LYNX

T-Mobile hat in den USA in den letzten Jahren eine eindrucksvolle Entwicklung hingelegt. Das Management formte das Unternehmen durch exzellente strategische Entscheidungen vom defizitären „Underdog“ zum Wachstumsstar des amerikanischen Mobilfunkmarktes. Davon profitiert nun auch die Deutsche Telekom, denn der Wert der Beteiligung deckt bereits einen Großteil der Marktkapitalisierung ab. Manch einer mag sich fragen, wo der Aktienkurs der Deutschen Telekom ohne diese Entwicklung stehen würde. Auf dem aktuellen Kursniveau von ca. 128 USD ist die Telekom-Tochter allerdings sehr ambitioniert bewertet. Langfristig orientierte Anleger warten daher zum Einstieg Rücksetzer in den Bereich 100 USD bis 110 USD ab. Die T-Aktie der Muttergesellschaft Deutsche Telekom würden wir aufgrund der immensen Verschuldung eher meiden.

Comcast: Mehr als ein reines Telekom-Unternehmen

Comcast (ISIN: US20030N1019 – Symbol: CMCSA – Währung: USD) ist in den USA auf nationaler Ebene nach AT&T und Verizon die drittgrößte Telefongesellschaft. Dennoch ist Comcast weit mehr als ein reiner Telekom-Anbieter. Da Comcast über ein gigantisches eigenes Kabelnetz verfügt, hat man einen direkten Zugang zu Millionen von Kunden. Entsprechend attraktiv ist es auch eigene Entertainment-Inhalte zu produzieren und zu vermarkten. Das Unternehmen mit Sitz in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania ist nach AT&T der weltweit zweitgrößte Rundfunk und Kabelfernsehanbieter. In den USA ist Comcast der größte Kabelnetz- und Pay-TV-Betreiber, sowie der größte Anbieter von Internetdiensten.

Breites Spektrum an Telekom- und Entertainment-Angeboten

Zum Portfolio des an der Börse aktuell mit rund 260 Mrd. USD bewerteten Unternehmens zählen unter anderem die Mediengruppe NBCUniversal und die Filmstudios Universal Pictures und Dreamworks Animation. Auch die europäische Pay-TV-Gruppe Sky gehört zu Comcast. Peacock, der erst vor rund einem Jahr gestartete Streaming-Dienst der Tochter NBCUniversal, hat kürzlich die Marke von 42 Mio. Abonnenten erreicht. Gegenüber dem Jahresende 2020 ein beachtlicher Zuwachs um 9 Mio. Neukunden. Damit liegt der Dienst zwar noch weit hinter Netflix (ca. 208 Mio. Abos), Disney+ und der eigenen 33 % Beteiligung Hulu (je 100 Mio. Abos) aber wächst dafür deutlich stärker. Im Telekom-Bereich bietet das Unternehmen unter der Marke Xfinity Kabelfernsehen, High-Speed-Breitband-Internet und Festnetztelefon an. Comcast Cable bietet über die Marke Comcast Business auch Telefonanschlüsse für kleine bis mittlere Unternehmen an. Außerdem konkurriert das Unternehmen im Mobilfunkmarkt mit Verizon, T-Mobile US und AT&T.

Beschleunigtes Gewinnwachstum im kommenden Jahr erwartet

Die Umsätze des Konglomerats stiegen in den vergangenen drei Jahren im Schnitt um +7 %, während die Gewinne im selben Zeitraum im Mittel um +6 % zulegten. Für das laufende Geschäftsjahr 2021 erwarten Analysten neben einem Umsatzwachstum von 9 % auf 113 Mrd. USD ein Gewinnwachstum von +13 % auf 2,94 USD je Aktie. Im kommenden Geschäftsjahr soll dann bei 120,5 Mrd. USD Umsatz (+6,5 %) ein Gewinn von 3,69 USD je Aktie erzielt werden (+26 %). Aktuell zahlt das Unternehmen eine Quartalsdividende von 0,25 USD, was beim aktuellen Aktienkurs von 56 USD aufs Jahr hochgerechnet immerhin einer Dividendenrendite von rund 1,8 % entspricht.

Aktie im Aufwärtstrend: Auch für konservativere Anleger geeignet

Die besten Telekommunikations-Aktien: Entwicklung Comcast Aktie von Mai 2018 bis Mai 2021 | Online Broker LYNX

Von den Tiefstkursen Anfang 2021 im Bereich von 32 USD hat sich der Comcast-Aktienkurs wieder deutlich erholt und einen schönen Aufwärtstrend ausgebildet. Das Unternehmen ist nicht nur im Telekom-Sektor, sondern auch im Entertainmentbereich stark diversifiziert. Comcast profitierte mit fast all seinen Angeboten von der gesteigerten Nutzung während der Coronapandemie. Auf dem aktuellen Kursniveau erscheint uns die Aktie des Telekom- und Medien-Konglomerats fair bewertet. Comcast dürfte auch für konservativere Anleger ein relativ solides Langfrist-Investment sein. Auch hier würden wir jedoch zum Einstieg einen Rücksetzer abwarten.

Dish Network: Entwicklung des ersten eigenständigen 5G-Netzes in den USA

Dish Network (ISIN: US25470M1099 – Symbol: DISH – Währung: USD) mit Sitz im US-Bundesstaat Colorado ist ein US-Satellitenbetreiber für TV-Empfang und Internetzugang per Satellit. Dabei steht Dish für Digital Sky Highway. Das im Jahr 1980 ursprünglich als EchoStar gestartete Unternehmen vermarktet auch die zum Satelliten-Empfang notwendigen Set-Top-Boxen und Festplattenrecorder der Marken „Hopper“ und „DISH anywhere“ sowie die tragbare Satellitenantenne Tailgater. Auch ein eigener Streaming-Dienst namens Sling TV wurde ins Leben gerufen.

Die Sparte DISH Wireless bietet Mobilfunkdienste an. Nach dem Kauf von Boost Mobile und Virgin Mobile von Sprint vor rund einem Jahr werden beispielsweise über die Marke Boost Prepaid-Dienste an mehr als 9 Mio. Kunden vermarktet, in Zukunft sollen auch Postpaid-Dienste dazu kommen. Dass die Kunden dazu für die kommenden sieben Jahre das T-Mobile US-Netz nutzen können war Teil der Kaufvereinbarung. Darüber hinaus verhandelt DISH mit T-Mobile derzeit über die Nutzung von 20.000 Mobilfunkstandorten und Hunderten von Einzelhandelsgeschäften.

Erstes eigenständiges 5G Breitbandnetz in den USA geplant

Im Bereich 5G liegt für das Unternehmen die eigentliche Fantasie. Denn Dish Network arbeitet gerade am ersten eigenständigen 5G-Breitbandnetz in den USA. Zuletzt gab das Unternehmen bekannt, zukünftig gemeinsam mit Cloud-Computing Gigant Amazon Web Services auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse zugeschnittene 5G Dienste an Unternehmen zu vermarkten. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2021 sollen in Las Vegas die ersten 5G Dienste angeboten werden. Es wird beispielsweise erwartet, dass sich Anwendungen für Unternehmen in intelligenten Fabriken, autonomen Fahrzeugen, Drohnen, fernbetreuten Gesundheitsdiensten und anderen Bereichen entwickeln werden.

Zweistelliges Umsatz- und Gewinnwachstum für 2021 erwartet

Die Umsatz- und Gewinnentwicklung war in den vergangenen drei Jahren eher mau. Einem mageren durchschnittlichen Umsatzwachstum von 3 % stand ein jährlicher Gewinnrückgang von -14 % gegenüber. Die Analystenerwartungen wurden zuletzt zuverlässig geschlagen. Den Expertenprognosen zufolge soll der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr um +15 % auf 17,8 Mrd. USD steigen, während der Gewinn um + 12,5 % von 3,02 USD im Vorjahr auf 3,40 USD zulegen dürfte. Im kommenden Geschäftsjahr wird dann allerdings wieder mit einer Stagnation gerechnet, der Umsatz soll mit 17,2 Mrd. USD genau wie das geschätzte Ergebnis in Höhe von 2,75 USD wieder deutlich schwächer ausfallen. Sehr positiv ist die gute Eigenkapitalausstattung des Unternehmens, denn die Eigenkapitalquote liegt bei hohen 65 %.

5G-Fantasie: Spannende Aktie für spekulative Anleger

Die besten Telekommunikations-Aktien: Entwicklung Dish Network Aktie von Mai 2018 bis Mai 2021 | Online Broker LYNX

Der Dish Network Aktie gelang es kürzlich einige charttechnische Widerstände zu überwinden und auf ein neues 3-Jahreshoch zu klettern. Zwar entwickelten sich Umsätze und Gewinne zuletzt noch nicht allzu beeindruckend, aber die Fantasie liegt eindeutig auf dem 5G-Bereich. Mit seiner Technologie ist das Unternehmen anderen Anbietern überlegen. Nicht zuletzt deshalb konnte mit Amazon Web Services der führende Cloud-Computing-Anbieter als Partner gewonnen werden. Gemessen am Umsatz von mehr als 17 Mrd. USD ist Dish Network mit einer aktuellen Marktkapitalisierung in Höhe von 24 Mrd. USD vergleichsweise günstig bewertet. Dies liegt aber vor allem an der bislang relativ geringen Profitabilität. Dies könnte sich auf Sicht von 2-3 Jahren ändern. Wenn die Investitionen in ein eigenes 5G-Netz dann Früchte tragen, sollte sich dies auch positiv auf die Gewinnmargen auswirken. Spekulative Anleger können die Aktie im Bereich von 40 USD langfristig in ihr Depot nehmen, ganz Mutige können erste Positionen auch zu den aktuellen Kursen eröffnen

Die weltweite Datenkommunikation hat durch die aktuelle Digitalisierungswelle nochmal einen Schub bekommen. Neue Trends wie 5G, Cloud Computing, Internet der Dinge oder Künstliche Intelligenz eröffnen den Telekomanbietern neue Perspektiven und Geschäftsfelder. Daher lohnt es sich einen Blick auf innovative Unternehmen der Telekom-Branche zu werfen. Dazu zählen beispielsweise auch die drei von uns vorgestellten Telekom-Aktien, die hervorragend aufgestellt sind, um überproportional von den aktuellen Trends und dem erwarteten Branchenwachstum zu profitieren.

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