Die besten Gaming-Aktien 2019 | LYNX Online Broker

An der Börse sind Gaming Aktien dank der Coronavirus-Krise wieder in den Fokus der Anleger gerückt, viele Gaming-Werte konnten im Jahr 2020 bis Anfang 2021 stark zulegen. Der Branche, der sich in den letzten Jahren durch Digitalisierung und technologische Innovationen neue Umsatz- und Rentabilitätspotenziale erschlossen, wurde durch die Corona-Pandemie nochmals eine Sonderkonjunktur beschert.

Gaming Aktien profitieren stark von der Coronavirus-Krise

Bereits während des Coronavirus-Crashs im Februar und März 2020 hielten sich die Gaming Aktien vergleichsweise stark und erholten sich relativ schnell wieder von anfänglichen Kursabstürzen. Den Anlegern war relativ schnell klar, dass die Ausgangsbeschränkungen dazu führen würden, dass die Menschen mehr Zeit zu Hause verbringen und zum Zeitvertreib Spiele sei es am Smartphone, am PC oder der Spielekonsole spielen würden. Studien zu Folge wurden in dieser Zeit bis zu +75% mehr Videospiele gespielt. Aus diesem Grund freuen sich die Gaming Konzerne über stark steigende Umsätze. Die gestiegene Anzahl an Spielern sollte sich auch langfristig positiv auf die Gaming Branche auswirken. Für den langfristigen Einstieg sollten nach den starken Kursanstiegen des letzten Jahres allerdings Rücksetzer abgewartet werden.

Digitalisierung befeuert Onlinespiele-Boom

Online- und Videospiele sind heutzutage eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen, nicht nur bei Jugendlichen sondern auch in anderen Altersklassen. Spieler, die entweder als Einzelkämpfer oder als Team in immer realistischer gestaltete virtuelle Welten eintauchen wollen, schließen für die Teilnahme immer öfter Monats- oder Jahresabos ab. Das lukrative und exzellent skalierbare Geschäftsmodell der Spieleanbieter basiert auf Software, die über das Internet zum Download, über Streaming oder per Cloud angeboten wird. Gespielt wird mittlerweile auf allen internetfähigen Geräten, vom (Hochleistungs-)PC, über Konsole, Laptop und Tablet bis hin zu Smartphones. Oder via Headsets wie Oculus Rift, einer VR-Brille mit der im dreidimensionalen Raum gespielt werden kann. Die Steuerung der Charaktere ist intuitiv via Gestik möglich. Alle großen Gaming-Unternehmen entwickeln derzeit eigene VR-Headsets.

Ein Onlinespiel kann genau wie ein Hollywoodfilm zum „Blockbuster“ werden. Mit einer großen Fangemeinde im Rücken ist der finanzielle Erfolg von Fortsetzungen dann meist schon garantiert. Solche Kult-Spiele sind zum Beispiel World of Warcraft (Activision Blizzard), League of Legends (Riot Games) oder FIFA (Electronic Arts).

Hohe Margen durch Umgehung des Einzelhandels

Der Verkauf von Datenträgern (DVD, CD-Rom) über den Einzelhandel oder Internetshops, der für die Spieleindustrie bislang Vertriebsweg Nummer eins war, gerät durch die Digitalisierung zusehends aufs Abstellgleis. Die Entwicklung ist vergleichbar mit dem Videoverleih, denn auch Videotheken sind dank Onlinevideoanbietern wie Netflix zu echten Raritäten geworden. Die Spieleanbieter steigern durch die Umgehung des Handels ihre Gewinnmargen und erzielen dank der Abo-Modelle wiederkehrende Einnahmen. Der Finanzvorstand von Activision Blizzard, Spencer Neumann beziffert den Vorteil eines Downloads gegenüber dem Verkauf im Handel auf 10 USD je Transaktion. Das auf Online Gaming und E-Sports spezialisierte Marktforschungsunternehmen Newzoo geht davon aus, dass bereits 2018 rund 91% (!) aller Spieleumsätze digital erfolgt sind.

Mikrotransaktionen sorgen für hohe Zusatzeinnahmen und Wachstum

Doch das ist noch nicht alles. Durch meist überschaubare Zusatzbeträge können je nach individueller Investitionsfreude im Spielverlauf moderner Spiele Vorteile wie Abkürzungen, virtuelle Güter oder besondere Fähigkeiten für die eigene Spielfigur erworben werden. Wer über das notwendige Kleingeld verfügt, der kann bei einem Spiel, das ohne Extras 50 bis 100 Euro kostet, potenziell durchaus weitere 1 bis 2000 Euro für virtuelle Features ausgeben. Angetrieben durch den hohen „Suchtfaktor“ der Spiele und das Bedürfnis möglichst viel zu erreichen, kommen so Millionen von Mikrotransaktionen zusammen. Diese sind für die Spieleindustrie mittlerweile zur tragenden Einnahmensäule und einem Treiber für Wachstum und Rentabilität geworden. Da jeder Spieler selbst entscheidet, wie viel Zeit und Geld er in die Spielewelt investiert, wird das Geschäftsmodell in den meisten Fällen von der Spielergemeinde akzeptiert.

Gamestop: Ladenkette für PC-Spiele im Fokus von Spekulanten

Anfang 2021 sorgte an der Börse und in den Medien die Aktie der Videospiele-Einzelhandelskette Gamestop für Furore. Das Unternehmen, das weltweit mit rund 5.000 Ladengeschäften beispielsweise in Shoppingmalls Computerspiele und Zubehör verkauft, litt seit Jahren unter zurückgehenden Umsätzen und verbuchte seit 2016 fast nur noch Verluste. Große Hedgefonds hatten daher mit sogenannten Leerverkäufen auf den Niedergang des GameStop-Aktienkurses gewettet. Dabei leihen sich Spekulanten Aktien und verkaufen diese sofort. Fällt der Kurs, so kann die Aktie günstiger zurückgekauft werden und es entsteht ein Gewinn. Steigt die Aktie hingegen wider Erwarten, so entsteht für den Leerverkäufer ein Verlust.

„Aufstand der Kleinanleger“ beschert Hedgefonds Milliardenverluste

Auf dem sozialen Netzwerk Reddit, genauer gesagt im Forum „wallstreetbets“ entstand die Idee, den Kurs durch gemeinsame Käufe vieler Nutzer stark nach oben zu treiben und die Hedgefonds so in Bedrängnis zu bringen. Ein solches Szenario wird auch als Short-Squeeze bezeichnet. Und tatsächlich wurde der Kurs der Gamestop-Aktie, die noch zu Jahresbeginn unter 20 USD notierte, innerhalb weniger Tage in der Spitze bis auf 483 USD hochgetrieben. Kein Wunder, dass Gamestop unter Anlegern als „Aufstand der Kleinanleger“ wochenlang das Gesprächsthema Nummer eins war. Die beteiligten Hedgefonds erlitten zum Teil Verluste in Milliardenhöhe und mussten mit Kapitalspritzen gerettet werden.

Gamestop-Aktie weiterhin überbewertet

Die Gamestop-Aktie notiert nach starken Kursschwankungen dank der Unterstützung zahlreicher Kleinanleger auch heute noch bei mehr als 180 USD und damit immer noch weit höher als die Aktie selbst zu besten Zeiten wert war. Ein digitales Geschäftsmodell soll das Unternehmen fit für die Zukunft machen. Um die hohe Bewertung zu rechtfertigen, müsste Gamestop in den kommenden Jahren allerdings enorme Wachstumsraten erzielen. Sehr viel wahrscheinlicher ist es, dass der Aktienkurs langsam aber sicher auf den Boden der Tatsachen zurückkommt – und dieser liegt aus unserer Sicht auf jeden Fall zumindest bei zweistelligen Kursen.

Weltweiter Umsatz im Jahr 2022: 190 Mrd. USD

Zurzeit spielen laut Newzoo weltweit fast 2,7 Mrd. Menschen zumindest gelegentlich Videospiele – schon im Jahr 2023 soll die 3-Mrd.-Marke überschritten werden. Für das Jahr 2020 prognostizierten die Marktforscher zuletzt einen weltweiten Gaming-Umsatz von ca. 159 Mrd. USD, das sind satte +9,3 % im Vergleich zum Vorjahr.

Dabei sind die USA mit ca. 40 Mrd. USD Volumen der größte Gaming Markt, dicht gefolgt von China, wo jedoch mit Abstand die meisten Spieler aktiv sind. Auf Rang drei folgt Japan mit etwa 18 Mrd. USD Marktvolumen. Im Vergleich dazu sieht der deutsche Markt noch relativ klein aus. Hierzulande stieg der Gesamtumsatz für Online- und PC-Spiele und zugehöriger Hardware im Jahr 2019 um +6 % auf 6,6 Mrd. USD. Ausschlaggebend für das Wachstum waren vor allem die In-Game-Käufe, sowie Gebühren für Onlinedienste. Insgesamt soll der Umsatz im weltweiten Gaming-Markt bis zum Jahr 2022 (Hardware eingeschlossen) auf satte 190 Mrd. USD klettern.

Höchste Wachstumsraten im Bereich Mobile Games für Smartphones und Tablets

Den nach Segmenten größten Umsatzanteil stellen die boomenden Mobile Games für Smartphones und Tablets, die mittlerweile bereits ein Drittel des Gesamtvolumens ausmachen und insbesondere in Asien stark wachsen. Denn in bevölkerungsstarken Ländern wie China, Indien oder Indonesien sind PCs und Konsolen bislang wenig verbreitet, so dass vor allem auf den weit verbreiteten Smartphones gespielt wird. Das Wachstum der Mobile Games ist Schätzungen zufolge doppelt so hoch wie bei traditionellen PC- und Konsolenspielen.

Aber auch Nischensektoren wie Virtual Reality, Augmented Reality und E-Sports (organisierte Wettbewerbe zwischen Einzelspielern oder Teams) tragen immer mehr zum Wachstum der Gesamtbranche bei, welches für die kommenden Jahre mit rund +10 % p.a. veranschlagt wird. Laut Newzoo soll das weltweite E-Sport-Umsatzvolumen im Jahr 2019 bereits 1,1 Mrd. USD betragen haben. Für das Jahr 2020 werden Umsätze auf mehr als 1,5 Mrd. USD geschätzt.

Ein besonders wachstumsstarker, brandheißer Trend ist „Serious Games“, darunter werden Siele zu Erziehungs- und Lernzwecken verstanden. Angeschoben durch die Corona-Pandemie gewinnen Spiele mit denen Lerninhalte erschlossen werden in allen Bevölkerungsschichten stark an Bedeutung. Bei der sogenannten „Gamification“ werden Lerninhalte oder Aufgaben meist in einer Smartphone- oder Tablet-App spielerisch verpackt, so dass ein Nutzer beispielsweise digitale Belohnungen für ein erreichtes Level erhält, Geschicklichkeit beweisen muss oder virtuell gegen andere Mitspieler antritt. Passenderweise hieß der Themenschwerpunkt auf der in diesem Jahr virtuell abgehaltenen Branchenmesse Gamescom „Digitales Lernen mit Games“.

Mit einem Gaming ETF und eSports ETF vom Branchenboom profitieren

Anlegern, die vom Onlinespiele-Boom profitieren wollen steht ein Gaming- und eSports ETF (Exchange Traded Funds) zur Verfügung: Der VanEck Vectors Video Gaming and eSports UCITS ETF (ISIN: IE00BYWQWR46 – Symbol: ESP0 – Währung: EUR) investiert in Aktien aus der Gaming- und eSport-Branche.‎ Neben dem Gaming- und eSport ETF gibt es natürlich zahlreiche eSport und Gaming-Aktien in die Sie als Anleger investieren können.

Die besten Gaming Aktien und eSport Aktien 2021

Keine Frage, den Spieleanbietern stehen dank Digitalisierung, neuen Trends und skalierbaren, margenstarken Geschäftsmodellen weiterhin glänzende Zeiten bevor. Die Coronavirus-Krise erwies sich für Gaming Aktien sogar als Trend-Beschleuniger. Es gibt zahlreiche börsennotierte Gaming-Unternehmen, die mit neuen, attraktiven Spielen das starke Wachstum der Branche anheizen. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Aktien-Liste von zehn Gaming-Aktien für 2021. Drei dieser Werte mit außergewöhnlichem Potenzial stellen wir Ihnen im Anschluss vor. Zwar sind die meisten Gaming Aktien und eSport Aktien bereits sehr ambitioniert bewertet. Für langfristig orientierte Anleger bieten die Top-Werte der Branche bei einem Rücksetzer dennoch auch weiterhin Kurspotenzial.

Gaming-Aktien-Liste

Gaming AktieISINSymbolWährung
Activision BlizzardUS00507V1098ATVIUSD
Corsair GamingUS22041X1028CRSRUSD
Electronic ArtsUS2855121099EAUSD
Gravity US38911N2062GRVYUSD
NeteaseUS64110W1027NTESUSD
Take Two InteractiveUS8740541094TTWOUSD
SciPlayUS8090871091SCPLUSD
NintendoJP37566000077974JPY
ZyngaUS98986T1088ZNGAUSD
SonyUS8356993076SONYUSD

Mit diesen Gaming Aktien könnten Sie vom Online-Gaming-Boom profitieren.

Take Two Interactive: Mit Grand Theft Auto und Mikrotransaktionen auf der Überholspur

Unser Favorit unter den Gaming-Aktien ist Take Two Interactive (ISIN: US8740541094 – Symbol: TTWO – Währung: USD). Der Konzern mit Sitz in New York ist vor allem durch das Spiel Grand Theft Auto (GTA) bekannt, dessen letzte Version sich bereits mehr als 300 Mio. Mal verkauft hat. Die innovative Spiele-Schmiede, die sowohl für Konsolen und PCs als auch Tablets und Smartphones Games entwickelt, hat aber noch weitere Eisen im Feuer. Mit dem Wild West Spiel Red Dead Redemption 2 kam vor 2 Jahren ein weiterer Verkaufsschlager auf den Markt, der mit 37 Mio. verkauften Kopien ebenfalls enorme Verkaufszahlen erreicht. Teil 3 soll bereits in Arbeit sein und dürfte die Kasse bald erneut zum Klingeln bringen. Auch die beiden E-Sport-Titel NBA 2K21 und WWE 2K21 kamen kürzlich auf den Markt. Die Produkte von Take Two werden über den Einzelhandel, per digitalem Download, auf Online-Plattformen sowie über Cloud-Streaming-Dienste bereitgestellt.

Analystenschätzungen werden regelmäßig übertroffen

Take Two Interactive schlägt zuverlässig sowohl die eigenen Prognosen als auch die Analystenschätzungen. So auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/21: Mitte Mai 2021 meldete das Unternehmen Zahlen, die erheblich über den Erwartungen der Analysten lagen. Obwohl der Publisher kein großes neues Spiel auf den Markt brachte, stiegen die operativ relevanten Nettobuchungen (Online- und Offlineverkäufe) um +9 % von 3,1 Mrd. USD im Vorjahr auf 3,4 Mrd. USD. Vor allem dank Mikrotransaktionen und Abo-Modellen ist das Unternehmen stark: Stolze 62 % des Gesamtumsatzes entfallen bereits auf wiederkehrende Einnahmen und Zusatzumsätze aus bereits verkauften Spielen. Das New Yorker Unternehmen meldete zudem bei einem Umsatz von 3,6 Mrd. USD einen Gewinn von 6,58 USD je Aktie. Beide Kennzahlen lagen erheblich über den Erwartungen der Wallstreet. Diese lagen beim Umsatz bei 3,3 Mrd. USD und beim Ergebnis bei 5,60 USD je Aktie. Die Hauptumsatzbringer waren „Grand Theft Auto Online“, „Grand Theft Auto 5“, „Red Dead Redemption 2“, „Borderlands 3“, „Red Dead Online“ sowie „NBA 2K21 und NBA 2K21“.

Für das laufende Geschäftsjahr 2021/22 wird seitens der Analysten mit einem etwas schwächeren Umsatz in Höhe von 3,5 Mrd. USD und auch mit einem deutlich niedrigeren Ergebnis in Höhe von 4,99 USD je Aktie gerechnet. Dies liegt vor allem an den Produktzyklen und Neuveröffentlichungen des Unternehmens. Im kommenden Geschäftsjahr 2022/23 sollen mit zahlreichen neuen Spielen dann bei knapp 4,2 Mrd. USD Umsatz bereits 7,15 USD Gewinn je Aktie geschrieben werden. Insgesamt wurde die Spiele-Pipeline von Take Two Interactive zuletzt stark ausgebaut: Bis zum Jahr 2024 rechnet das Unternehmen mit dem Release von sage und schreibe 62 Spielen.

Aktie mit beeindruckendem Aufwärtstrend

Die besten Gaming-Aktien: Entwicklung der Take Two Interactive Aktie von Mai 2018 bis Mai 2021 | Online Broker LYNX

Die Aktie des an der Börse mit rund 213 Mrd. USD bewerteten Unternehmens befindet sich in einem beeindruckenden langfristigen Aufwärtstrend. Anfang Februar 2021 erzielte die Aktie, die 2012 nur etwas mehr als 6 USD kostete, ein neues Allzeithoch von 214,91 USD. Im aktuell wieder etwas niedrigeren Kursbereich von 185 USD ist das Unternehmen zweifellos ambitioniert bewertet. Allerdings dürfte Take Two in den kommenden Jahren dank neuer Spiele auch stärker und profitabler wachsen als umsatzmäßig größere Schlachtschiffe wie Activision Blizzard oder Electronic Arts. Ein Bewertungsaufschlag ist daher gerechtfertigt. TakeTwo ist für Anleger geeignet, die auf eine Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends setzen möchten. Aufgrund des etwas spekulativeren Charakters der Aktie sollten nur Anleger investieren, die auch bei überdurchschnittlichen Kursschwankungen ruhig schlafen. Auf alle Fälle sollte für einen Neueinstieg ein Rücksetzer, mindestens in den Bereich 160 USD bis 170 USD abgewartet werden.

Activision Blizzard: US-Marktführer mit hohen eSports-Ambitionen

Activision Blizzard (ISIN: US00507V1098 – Symbol: ATVI – Währung: USD) ist Amerikas Marktführer im Gaming-Sektor. Das an der Börse aktuell mit rund 75 Mrd. USD bewertete Unternehmen entstand im Jahr 2008 durch den Zusammenschluss von Activision und Vivendi Universal Games, einer Tochtergesellschaft des französischen Mischkonzerns Vivendi. Der Konzern entwickelt und vermarktet Action-, Adventure-, Sport-, Rollen- und Strategiespiele für alle gängigen Spielplattformen, Konsolen und Endgeräte. Der Vertrieb findet sowohl im Einzelhandel, als auch online statt. Zur umfangreichen Produktpalette von Activision Blizzard gehören einige der weltweit bekanntesten Computerspiele, wie World of Warcraft, Call of Duty, Skylanders, Guitar Hero, StarCraft und Diablo.

Stark bei eSports und Mobile Gaming

Auch im Bereich Mobile-Gaming ist Activision Blizzard stark, dort sind die Wachstumsraten derzeit am höchsten. Die beliebten Smartphone-Spiele Candy Crush und Bubble Witch stammen beispielweise von der Konzerntochter King Digital.

Aber auch im eSports-Bereich ist man mit der Overwatch League, einer vollständig kontrollierten Liga für professionelle Videospiel-Teams aktiv. Dabei orientiert sich Activision Blizzard an nordamerikanischen Profisport-Ligen, es gibt feste Spieltage, Playoffs und Playdowns. Preisgelder in Millionenhöhe und attraktive Gehälter ziehen immer mehr Profispieler und Zuschauer an.

Digitale Verkäufe erreichen mehr als 80% Umsatzanteil

Blockbuster wie Call of Duty oder Destiny 2 werden immer häufiger direkt heruntergeladen, so dass die Verkäufe über den Einzelhandel rückläufig sind und damit höhere Margen bei Activision Blizzard verbleiben. Activision Blizzard profitiert zudem besonders von dem Verkauf von Extras zu den angebotenen Spielen. So beliefen sich die Einnahmen aus Transaktionen im Spielverlauf, Abos und Downloads im vergangenen Jahr auf ca. 82 % des Gesamtumsatzes – Ein absoluter Spitzenwert in der Branche.

Starkes Umsatz- und Gewinnwachstum dank der Corona-Krise

Einen großen positiven Einfluss gab es durch die Corona-Krise, denn auch Activision Blizzard profitiert von der höheren Spieleaktivität durch Ausgangsbeschränkungen. Die Analystenschätzungen wurden im Jahresverlauf stetig nach oben angepasst. Unterm Strich stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um +26 % von 6,5 Mrd. USD im Vorjahr auf 8,1 Mrd. USD. Das Ergebnis je Aktie legte gleichzeitig von 2,31 USD um +39 % auf 3,21 USD zu. Für 2021 wird mit 8,8 Mrd. USD Umsatz und einem Gewinn je Aktie von 3,77 USD je Aktie gerechnet. Im kommenden Geschäftsjahr 2022 soll dann bei einem Gewinn je Aktie von 4,45 USD die Umsatzmarke von 10 Mrd. USD geknackt werden.

Für Einstiege Rücksetzer abwarten

Die besten Gaming-Aktien: Entwicklung der Activision Blizzard Aktie von Mai 2018 bis Mai 2021 | Online Broker LYNX

Activision Blizzard ist der eindeutige Marktführer im Gaming-Sektor und das Umsatz- und Gewinnwachstum ist nach einer Delle dank der Corona-Krise wieder angesprungen. Der im Vergleich zu den anderen Gaming-Werten etwas trägeren Aktie gelang es Ende 2020 das Allzeithoch des Jahres 2018 bei ca. 85 USD zu überschreiten und neue Höchstkurse von 104,53 USD zu erzielen. Auch Activision Blizzard ist auf dem aktuellen Kursniveau von 96 USD bei weitem kein Schnäppchen mehr. Für langfristige Neueinstiege würden wir daher Rücksetzer in den Bereich 80 USD bis 85 USD abwarten.

Electronic Arts: Mit neuen Spielversionen zurück auf Wachstumskurs?

Electronic Arts (ISIN: US2855121099 – Symbol: EA – Währung USD) ist gemessen am Umsatz als Nummer 2 im US-Markt ebenfalls ein weltweit dominierender Player der Videospiel-Branche. Der Konzern mit Sitz in Kalifornien entwickelt und vermarktet wie die beiden anderen vorgestellten Unternehmen Spiele für internetfähige Spielekonsolen, PCs, Mobiltelefone und Tablets. Die Marke EA wurde vor allem für seine Sportsimulations-Spiele (FIFA, Madden NFL, Need4Speed) bekannt, bei denen man unangefochtener Marktführer ist. Aber auch in anderen Bereichen gibt es sehr erfolgreiche, qualitativ hochwertige Spiele und Blockbuster-Marken wie Die Sims, Battlefield, Dragon Age und Plants vs. Zombies. Mit aktuell 41 Mrd. USD Markkapitalisierung liegt der Konzern in Sachen Börsenwert deutlich hinter Activision Blizzard zurück.

Weltweit mehr als 300 Mio. registrierte Spieler

Insgesamt verfügt Electronic Arts bereits über weit mehr als 300 Mio. registrierte Spieler auf der ganzen Welt. Der Konzern vertreibt seine Produkte an lizensierte Einzel- und Fachhändler sowie über die eigene Internetseite per Download direkt an den Endkunden. Der Umsatzanteil aus digitalen Verkäufen wie Downloads, Extras und Abos liegt nur knapp hinter Spitzenreiter Activision Blizzard. Electronic Arts geriet jedoch in der Spielergemeinde wegen überteuerter Extras im Spiel Star Wars Battlefront II zwischenzeitlich in die Kritik. EA beugte sich schließlich dem Druck und gelobte Besserung sowie moderatere Preise für Mikrotransaktionen. Eine Schwachstelle von EA ist nach wie vor der Bereich Mobile Games, der den Erwartungen zuletzt noch immer etwas hinterherhinkte.

Das Umsatzwachstum war in den vergangenen drei Jahren mit durchschnittlich +5% relativ moderat, da dem Produktportfolio keine großen neuen Verkaufsschlager hinzugefügt werden konnten. Der Gewinn pro Aktie legte im Dreijahreszeitraum im Schnitt um +7 % p.a. zu. Durch die positiven Corona-Auswirkungen stieg der Umsatz im Gesamtjahr 2020/21 um +19 % von 5,2 Mrd. USD auf 6,2 Mrd. USD, während der Gewinn von 4,81 USD je Aktie um +20 % auf 5,75 USD zulegte. Im laufenden Jahr 2021/22 soll der Gewinn bereits bei mindestens 6,38 USD je Aktie liegen, bei einem Umsatz von 7,4 Mrd. USD. Die Erwartungen für das Folgejahr 2022/23 liegen beim Umsatz bei 7,8 Mrd. USD und beim Gewinn bei 7,14 USD je Aktie.

Erfolgreiches Übernahmeangebot für Rennspiele-Anbieter Codemasters

Electronic Arts konnte Ende 2020 mit dem britischen Rennspiele-Anbieter Codemasters eine Übernahme vereinbaren. Wenige Wochen zuvor hatte der Rivale Take-Two Interactive bereits ein Kaufangebot für den auf Rennspiele spezialisierten Game-Entwickler in Höhe von 1 Mrd. USD veröffentlicht. Dann grätschte EA kurzfristig dazwischen und kam mit einem deutlich höheren Angebot von 1,2 Mrd. USD zum Zug. Zum Produktportfolio von Codemasters gehören die Spiele „Formula One“ und die „Dirt-Serie“. Für Electronic Arts ist die Übernahme der größte Deal der Firmengeschichte.

Allzeithoch im Visier

Die besten Gaming-Aktien: Entwicklung der Electronic Arts Aktie von Mai 2018 bis Mai 2021 | Online Broker LYNX

Auch die Aktie des Digitalisierungsgewinners Electronic Arts befindet sich in einem langfristigen Aufwärtstrend, der im Jahr 2013 bei Kursen von ca. 20 USD seinen Anfang nahm und bis zum Sommer 2018 auf rund 150 USD führte, ehe eine längere Korrektur einsetzte. Aktuell ist die Aktie mit 142 USD jedoch wieder in Reichweite des bisherigen Allzeithochs, das auch Anfang 2020 nicht geknackt werden konnte. Die Corona-Krise beflügelte auch bei Electronic Arts die operative Entwicklung und sorgte unter anderem auch dafür, dass der Anteil der margenstarken digitalen Verkäufe nochmals zulegte. Besondere Hoffnungen liegen auf den Verkaufszahlen des neuen Fußball-Hits FIFA 21, der gegen Ende des letzten Geschäftsjahres veröffentlicht wurde. Wie die anderen beiden vorgestellten Gaming-Aktien ist auch Electronic Arts nicht mehr wirklich günstig bewertet. Wer hier langfristig einsteigen möchte, der sollte zumindest auf Kurse von 120 USD bis 125 USD warten. Früher oder später sollte das Allzeithoch, also der Kursbereich von 150 USD angelaufen werden. Durch ein Überwinden dieser Marke könnte – um in der Spiele-Sprache zu bleiben – durchaus ein neues Level freigeschaltet werden. Dennoch wirkt das Kurspotenzial nach den Anstiegen seit Frühjahr 2020 schon recht ausgereizt.

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Gaming Aktien sind nach ihrer Korrektur wieder auf dem Vormarsch.…

Fazit: Corona-Lockdowns und was kommt jetzt?

Die große Frage in Bezug auf Gaming-Aktien wird sein, wie sich die Umsätze und Gewinne nun in der Zeit nach der Corona-Pandemie entwickeln werden. Kommt es zu einer Stagnation oder bleiben die neu gewonnenen Spielefans ihrem neuen Hobby treu und geben weiterhin fleißig Geld für digitale Spieleerlebnisse aus? Analysten erwarten, dass die Branche langfristig weiterwachsen wird. Weltweit spielen fast 2,7 Mrd. zumindest gelegentlich Videospiele und im Jahr 2023 sollen es bereits 3,1 Mrd. sein. Kreative Lernspiele dürften an Bedeutung gewinnen, denn digitales Lernen wird auch nach der „Starthilfe“ durch Corona stetig an Bedeutung gewinnen. Die langfristigen Aussichten für den Gaming-Sektor sind also bestens. Nichtsdestotrotz kann es sein, dass der Branche und den Gaming-Aktien nach der Pandemie erst einmal eine Konsolidierung bevorsteht. Denn in die Aktien von sogenannten Corona-Gewinnern ist in den vergangenen Monaten sehr viel spekulatives Geld geflossen. Deshalb sollten Anleger nicht noch im letzten Moment auf den fahrenden Zug aufspringen, sondern geduldig auf eine neue Einstiegsgelegenheit in Form einer gesunden Korrektur warten.

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  6. Wie werden Kursziele festgelegt?

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