Die besten Cloud-Aktien | Online-Broker LYNX

Cloud Aktien gehörten zu den großen Profiteuren der Corona-Pandemie. Denn große wie kleine Unternehmen konnten die Digitalisierung nicht mehr auf die lange Bank schieben. Vielmehr mussten von heute auf morgen Lösungen gefunden werden, mit denen die Mitarbeiter effizient im Homeoffice arbeiten konnten und dabei auch Zugriff auf alle relevanten Daten, Systeme und Dokumente erhielten. Die gestiegene Nachfrage nach entsprechenden IT-Lösungen sorgte bei vielen Cloud Anbietern für einen gewaltigen Wachstumsschub. Neben Branchengrößen wie Amazon, Microsoft oder Alphabet gibt es auch viele kleinere und mittlere Cloud Erfolgsgeschichten. Drei außergewöhnliche Cloud Aktien möchten wir Ihnen in diesem Artikel vorstellen. Die Korrektur an den Börsen, bei der seit Ende 2021 insbesondere Tech-Aktien unter die Räder kamen, könnte Anlegern langfristige Einstiegschancen eröffnen.

Was ist Cloud Computing?

Die Zeiten in denen Unternehmens-Software mittels Datenträger oder Download mühsam auf die Server oder Computer eines Unternehmens gespielt werden mussten sind dank Cloud Software längst vorbei. Doch die Cloud (deutsch „Datenwolke“ oder „Datenverarbeitung in der Wolke“) bietet heutzutage weit mehr als „nur“ Software, die über das Internet zur Verfügung gestellt wird. Neben Software können beim Cloud Computing auch Computerressourcen wie Server, Netzwerke, Datenspeicher oder auch nur einzelne Applikationen flexibel über das Internet als Dienstleistung bereitgestellt und nach Nutzung und oftmals ohne vertragliche Bindung abgerechnet werden. Einfach gesagt handelt es sich um das Outsourcing von Hard- und Software zu einem spezialisierten externen Cloud Anbieter.

Win-Win für Cloud Anbieter und Kunden

Für viele Unternehmen ist es günstiger ein Cloud Computing System zu mieten, anstatt sich eine eigene Infrastruktur anzuschaffen und dann mit eigenen, gut bezahlten IT-Experten zu verwalten. Das betrifft sogar große Internetkonzerne. Netflix beispielsweise nutzt für seinen Streaming-Dienst die Cloudservices von Amazon (AWS) und benötigt daher trotz immensem Datenverkehr keine eigenen Rechenzentren.

Die Cloud Anbieter wiederum profitieren von der hohen Skalierbarkeit ihres Geschäfts. Vor allem im Cloud Software Bereich steigen die Kosten mit jedem zusätzlich gewonnenen Kunden in aller Regel unterproportional, so dass die Profitabilität mit steigenden Kundenzahlen und Umsätzen stetig zulegt. Cloud Computing bringt im Vergleich zu früheren IT-Installationen beim Kunden also eine Win-Win-Situation für beide Seiten, Cloud Anbieter und Kunden.

Software as a Service (SaaS): Software zu mieten hat viele Vorteile

Wenn von Cloud Software die Rede ist, fällt meistens auch der Begriff „Software as a Service“ (SaaS). SaaS bedeutet, dass die Software auf externen Servern gehostet (verwaltet) und dem Unternehmen als Abo-Service quasi zur „Miete“ angeboten wird. Das hat gegenüber dem Kauf von Software-Paketen etliche Vorteile: Für Installation, Wartung und Updates müssen keine Mitarbeiter der Softwarefirma oder deren Servicepartner ins Unternehmen kommen, so dass die Betriebskosten geringer und planbarer werden. Bei einer flexiblen Abrechnung nach Nutzung mittels „Pay as you go“-Verfahren wird auch das Risiko von Fehlinvestitionen vermieden, beispielsweise wenn neue Softwaresysteme den Anforderungen nicht gerecht werden oder erworbene Lizenzen letztendlich doch nicht benötigt werden. Updates oder Erweiterungen werden direkt auf den Servern des Cloud Anbieters durchgeführt, so dass die Software ohne Aufwand immer auf dem neuesten Stand ist.

Der Kunde kann sich über eine App oder Webseite einloggen und von unterschiedlichen Endgeräten (Notebook, Tablet, Smartphone) und Orten auf seine Daten zugreifen. So kann sich beispielsweise ein Mitarbeiter vom Arbeitsplatz, auf Geschäftsreisen oder auch aus dem Home-Office in die Software-Plattform einloggen und zusammen mit seinen Kollegen an Projekten weiterarbeiten – vor allem in Zeiten von Corona ein unschlagbares Argument für die Cloud. Darüber hinaus werden durch die Abo-Modelle Investitionskosten in die Betriebskosten verlagert, was für die Budget-Planung der Kunden ebenfalls von Vorteil sein kann.

Cloud Computing bietet mehr als Software über das Internet

Doch neben SaaS bietet Cloud Computing noch weit mehr. Weitere mittlerweile etablierte Servicemodelle sind „Infrastructure as a Service“ (IaaS), „Platform as a Service“ (PaaS) und „Function as a Service“ (FaaS).

Bei IaaS werden Hardware-Ressourcen wie Rechner, Netze oder Speicher flexibel je nach Bedarf zur Verfügung gestellt. Das hat für Unternehmen wie Netflix den Vorteil, dass Kapazitäten beispielsweise je nach Tageszeit (oder Lockdowns) flexibel und dynamisch angepasst werden können. Steigt beispielsweise der Datenverkehr, so wird einfach temporär mehr Rechnerleistung oder mehr Speicher gebucht.

Bei PaaS werden beispielsweise Programmierungsumgebungen und Schnittstellen mit den dazu notwendigen Rechner- und Datenkapazitäten angeboten. Beispiele dafür sind Microsoft Azure oder force.com von Salesforce. Programmierer von anderen Unternehmen können auf Basis der Plattform mittels der zur Verfügung gestellten Tools (Werkzeuge) eigene Apps entwickeln und an die individuellen Erfordernisse anpassen.

FaaS wiederum bedeutet, dass ein Nutzungszugang zu einzelnen Funktionen wie z.B. bestimmten Berechnungen oder Codierungen gewährt wird, wobei auch hier nur die tatsächliche Nutzung abgerechnet wird. Einen solchen Service bietet beispielsweise Amazon mit dem Berechnungsservice AWS Lambda.

Wenn elementare Teile der IT an externe Dienstleister ausgelagert werden, sind hohe Sicherheitsstandards und umfangreiche Datenschutzmaßnahmen notwendig. Doch auch in diesem Bereich sind Cloud-Anbieter meist sehr viel besser aufgestellt als Unternehmen bei denen IT nicht zu den Kernkompetenzen gehört.

Megatrend Cloud Computing: Weiterhin hohe Wachstumsraten erwartet

Wer denkt, dass das Wachstum des Cloud Marktes nach dem starken Schub durch die Corona-Pandemie stark abflauen wird, der irrt sich möglicherweise. Das Marktforschungsunternehmen Gartner geht davon aus, dass die weltweiten Ausgaben für Cloud Computing von mehr als 250 Mrd. USD im Jahr 2020 im laufenden Jahr 2022 auf bis zu 360 Mrd. USD steigen werden. Längerfristige Schätzungen gehen davon aus, dass sich die weltweiten Cloud-Ausgaben bis zum Ende des Jahrzehnts sogar auf 1 Billion USD pro Jahr belaufen werden – ein richtiger Megatrend also. Cloud Aktien werden 2021 und darüber hinaus ein großes und spannendes Thema an der Börse bleiben.

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Meiden Sie spekulative, kleinere Cloud Aktien und setzen Sie auf Marktführer

Im Bereich der Cloud-Aktien gibt es zahlreiche kleine Unternehmen, die entweder Lösungen für Nischensegmente entwickeln oder versuchen mit größeren Anbietern zu konkurrieren. Doch natürlich können nicht alle Cloud Firmen kometenhaft aufsteigen und zu großen, bekannten Marken werden. Nicht wenige Firmen werden wieder vom Markt verschwinden. Cloud Unternehmen mit einem Börsenenwert von weniger als 1 Mrd. USD wie beispielsweise WiMi Hologram Cloud oder CloudMD würden wir bei Investments generell außen vor lassen. Auch dann, wenn der Chart so wie beispielsweise bei der Kingsoft Cloud Aktie kein gutes Bild abgibt (Absturz von 74 USD auf 2,50 USD), würden wir Vorsicht walten lassen. Meist zahlt es sich aus, auf Aktien zu setzen, die dank ihrer Alleinstellungsmerkmale, Umsätze und Börsenbewertungen als unangefochtene Marktführer in ihrem jeweiligen Segment gelten.

Mit Cloud ETFs vom Cloud-Boom profitieren

Anlegern, die vom Cloud Computing Boom profitieren möchten, stehen auch einige Cloud ETFs (Exchange Traded Funds) zur Verfügung. Darunter sind beispielsweise der 400 Mio. USD schwere WisdomTree Cloud Computing ETF (ISIN: IE00BJGWQN72 – Symbol: WTEJ – Währung: USD), der mit 360 Mio. USD Fondsvolumen nur unwesentlich kleinere First Trust Cloud Computing ETF (ISIN: IE00BFD2H405 – Symbol: SKYE – Währung: USD) sowie der sehr kleine HAN-GINS Cloud Technology ETF (ISIN: IE00BDDRF924 – Symbol: 5XYE – Währung: USD), der aktuell nur auf 19 Mio. USD Volumen kommt.

Die besten Cloud-Aktien 2022

Vor allem weil im Bereich Software mittlerweile so gut wie nichts mehr ohne die Cloud läuft, gibt es mittlerweile eine dreistellige Anzahl an börsengelisteten Cloud Computing Aktien. Von diesen können wir Ihnen natürlich nur eine sehr kleine Auswahl präsentieren. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Liste von 10 führenden Cloud Computing Aktien für 2022 und darüber hinaus. Drei dieser Cloud-Unternehmen stellen wir Ihnen im Anschluss vor.

Cloud Aktien Liste:

Cloud AktieISINSymbolWährung
MongoDBUS60937P1066MDBUSD
WorkdayUS98138H1014WDAYUSD
Unity SoftwareUS91332U1016UUSD
ServiceNowUS81762P1021NOWUSD
DropboxUS26210C1045DBXUSD
DatadogUS23804L1035DDOGUSD
SalesforceUS79466L3024CRMUSD
The Trade DeskUS88339J1051TTDUSD
ZscalerUS98980G1022ZSUSD
CloudflareUS18915M1071NETUSD

Salesforce Aktie: Hochprofitabler Cloud-Pionier aus Kalifornien

Salesforce (ISIN: US79466L3024 – Symbol: CRM – Währung: USD) aus San Francisco in Kalifornien gilt als einer der Pioniere in Sachen Cloud Computing. Das auf Kundenbeziehungsmanagement (CRM) spezialisierte Unternehmen setzt seit der Gründung im Jahr 1999 auf die Cloud-Technologie. Seitdem ist Salesforce unter der Führung von Gründer und CEO Marc Benioff sowohl durch organisches Wachstum als auch eine Vielzahl von Übernahmen zu einem der größten und profitabelsten Softwarekonzerne aufgestiegen.

Expansion in neue Unternehmenssoftware-Segmente

Mittlerweile werden über Kundenmanagement-Software hinaus auch Cloud Lösungen in anderen Bereichen der Unternehmenssoftware angeboten. So hat Salesforce vor einigen Monaten den Anbieter von Tools für cloudbasierte Fern- und Teamarbeit Slack übernommen, wodurch nun auch eine Konkurrenz zu Microsoft Teams besteht. Zuvor war das Big Data Unternehmen Tableau geschluckt worden. Neben Übernahmen werden auch Beteiligungen an aussichtsreichen Cloud-Unternehmen eingegangen, beispielsweise wurden Anteile an den Börsenneulingen Snowflake und Monday.com erworben.

Ziel des CEOs: Mehr Umsatz als SAP

Bereits im Jahr 2014 kündigte der ehemalige Oracle Manager Benioff an, die deutsche SAP, den damals weltgrößten Anbieter für Unternehmenssoftware, in Sachen Umsatz eines Tages überrunden zu wollen. Damals hatte Salesforce für 2013 gerade mal 3 Mrd. USD Umsatz gemeldet, während SAP umgerechnet bereits auf rund 23 Mrd. USD kam. Salesforce ist eindeutig auf der Überholspur: Im Jahr 2021/22 verbuchte Salesforce bereits 26,5 Mrd. USD Umsatz, während SAP (2021) rund 30,6 Mrd. USD erlöste. Beim Unternehmenswert hat Salesforce mit einem aktuellen Börsenwert in Höhe von 170 Mrd. USD SAP mit umgerechnet 125 Mrd. USD Marktkapitalisierung längst eingeholt. Aufgrund der erheblich höheren Wachstumsgeschwindigkeit dürfte Benioff sein Ziel SAP auch beim Umsatz zu überholen, schon im laufenden Geschäftsjahr erreicht haben. Die Analystenschätzungen liegen jeweils bei ca. 32 Mrd. USD. Benioff könnte sich also bald ein neues ambitioniertes Ziel aussuchen, es muss ja nicht gleich Microsoft sein…

Beeindruckende Wachstumsraten

Die Wachstumsraten von Salesforce sind für ein Unternehmen dieser Größe beeindruckend: Die Umsätze kletterten in den vergangenen drei Jahren im Schnitt um +26 %, während die Gewinne gleichzeitig um +29 % zulegten. Für das laufende Geschäftsjahr 2022/23 rechnen Analysten bereits mit 32,1 Mrd. USD Umsatz (+21 %) und einem Gewinn von 4,65 USD je Aktie (-3 %). Im kommenden Jahr sollen bei 37,9 Mrd. USD Umsatz (+18 %) rund 5,77 USD (+24 %) je Aktie verdient werden. Nach einer leichten Abflachung der Delle im laufenden Geschäftsjahr dürfte das Gewinnwachstum im kommenden Jahr also wieder anziehen.

Die Erfolgsgeschichte setzt sich fort: Salesforce Aktie langfristig interessant

Die besten Cloud Aktien: Kursentwicklung der Salesforce Aktie von April 2019 bis April 2022 | Online Broker LYNX

Die Salesforce-Aktie hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht. Allein seit dem Corona-Tief bei ca. 115 USD im März 2020 konnte die Aktie wieder ordentlich zulegen und bis November vergangenen Jahres Allzeithochs von bis zu 311,75 USD erreichen. Seitdem korrigiert die Salesforce Aktie und befindet sich auf dem aktuellen Niveau von 170 USD in einer sehr aussichtsreichen Position für eine Kurserholung. Da sich die Erfolgsgeschichte des Unternehmens weiter fortsetzt, dürften der langfristige Aufwärtstrend erhalten bleiben.

Interessantes Investment für langfristig orientierte Anleger

Salesforce ist ein absolutes Ausnahmeunternehmen. Durch organisches Wachstum und strategische Übernahmen wurde die Cloud-Software-Schmiede in den letzten Jahren zu einem der weltgrößten Anbieter von Unternehmenssoftware. Salesforce gilt als das Cloud-Unternehmen Nummer eins und dürfte seine marktführende Stellung auch in den kommenden Jahren beibehalten. Die Salesforce Aktie, die noch nie wirklich günstig bewertet war, könnte daher für langfristig orientierte Anleger einen genaueren Blick wert sein. Der börsenbedingte Rücksetzer ist ein ideales Szenario für einen Neueinstieg.

The Trade Desk Aktie: Weltgrößte unabhängige Plattform für digitale Werbung

Das ebenfalls in Kalifornien beheimatete Unternehmen The Trade Desk (ISIN: US88339J1051 – Symbol: TTD – Währung: USD) ist das weltweit größte unabhängige Cloud Softwareunternehmen für digitales Anzeigenmanagement. An der Börse wird The Trade Desk bei einem derzeitigen Aktienkurs von 58 USD mit ca. 29 Mrd. USD bewertet.

Flexible, individualisierte Werbung für alle digitalen Kanäle

Der Markt für digitale Anzeigen wird zwar von Google und Facebook dominiert, aber auch die cloudbasierten Marketing-Management-Tools von The Trade Desk überzeugen viele Werbetreibende. Das im Jahr 2009 von Jeff Green gegründete Unternehmen hat eine unabhängige Cloud Plattform geschaffen, die sich ausschließlich auf die Kundenseite fokussiert und den Kauf von Werbung mittels Algorithmen und Künstlicher Intelligenz (KI) automatisiert. Dadurch können definierte Zielgruppen auf allen relevanten digitalen Medienkanälen (Webseiten, Apps, Internet-TV, Social Media etc.) erreicht werden. Das Unternehmen gehört zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen im Bereich Internetwerbung.

Bestmögliche Zielgruppenansprache dank größtmöglicher Transparenz

Die Plattform The Trade Desk verwendet die sogenannte “Bid-Factoring-Methode”. Dabei wird Werbung nach Zielgruppen, Ort, Tageszeit, Wetter, Werbeformat, Aktualität und vielen weiteren Faktoren schnell und flexibel optimiert, so dass die Erfolgsrate für den Kunden maximiert wird. Realistische Simulationen auf Basis Künstlicher Intelligenz helfen bei der Erstellung von Mediaplänen. Die im Kampagnenverlauf transparent zur Verfügung gestellten Daten und Ergebnisse helfen Werbetreibenden und Werbeagenturen ihre Zielgruppen-Ansprache immer weiter zu optimieren und mit den Kampagnen stetig bessere Resultate zu erzielen.

TV-Werbespots mit geringstmöglichen Streuverlusten

Beispielsweise bietet The Trade Desk daten-basierte TV-Werbung für Streaming- und Online-TV, ein Bereich in dem Google ausnahmsweise nicht dominant ist. Streaming-Anbieter wie Sky oder Roku können ihren Zuschauern unterschiedliche Werbespots einspielen und dabei Streuverluste wie im klassischen TV vermeiden. Auch bei Connected TVs, also Fernsehgeräten, die via Smart TV oder einer Set-Top-Box mit dem Internet verbunden sind, laufen die Werbespots von The Trade Desk hervorragend. Trotz des massiven Wachstums des Internets wird aktuell erst etwas mehr als die Hälfte der Marketingausgaben in digitalen Formaten getätigt – allerdings mit steigender Tendenz. Digitale Werbung wird in den kommenden Jahren weiter zulegen. Vor allem auch deshalb, weil sich das Fernsehen mehr und mehr auf digitale Kanäle verlagern wird. Von den Milliarden an Werbegeldern, die nach wie vor für klassische TV-Werbung ausgegeben werden, dürfte zukünftig also ein immer größerer Anteil in der digitalen Welt investiert werden. Für The Trade Desk bedeutet dies enorme Wachstumspotenziale.

Überproportionales Gewinnwachstum

Die Umsätze von The Trade Desk kletterten in den letzten drei Jahren im Schnitt um +35 % pro Jahr, während die Gewinne gleichzeitig überproportional um +55 % p.a. zulegten. Für das laufende Geschäftsjahr 2022 rechnen Analysten mit Umsätzen in Höhe von knapp 1,6 Mrd. USD (+32 %) und einem Gewinn je Aktie auf Vorjahresniveau in Höhe von 0,93 USD (Vorjahr 0,91 USD). Im kommenden Geschäftsjahr 2023 sollen bei 2 Mrd. USD (+26 %) Umsatz dann Gewinne in Höhe von 1,13 USD je Aktie erzielt werden. Zuletzt wurden die Markterwartungen allerdings durchgehend klar geschlagen, so dass es nicht vermessen scheint, noch bessere Zahlen zu erwarten.

The Trade Desk Aktie: +2.750 % Kursgewinn von Anfang 2018 bis Ende 2021

Die besten Cloud Aktien: Kursentwicklung der The Trade Desk Aktie von April 2019 bis April 2022 | Online Broker LYNX

Die Aktie von The Trade Desk gehörte in den letzten Jahren zu den großen Gewinnern. Die The Trade Desk Aktie konnte sich zwischen Anfang 2018 und Ende 2020 verzwanzigfachen. Nach einem Allzeithoch von 114,09 USD konsolidierte die Aktie jedoch und verlor bis Anfang 2022 mehr als -50 % an Wert. Seitdem befindet sich die Aktie in einer Seitwärtsbewegung.

Alleinstellungsmerkmale rechtfertigen hohe Bewertung

Aufgrund des starken Kursanstiegs der letzten Jahre erscheint die Aktie des Cloud Unternehmen mittlerweile zwar trotz des Rücksetzers nicht wirklich günstig bewertet, aber es gibt auch wesentliche Alleinstellungsmerkmale, die dies rechtfertigen. Denn viele Unternehmen und Werbetreibende sind in Sachen Online Marketing fast ausschließlich von Google abhängig und sehnen sich geradezu nach einer alternativen Werbeplattform, die in Sachen Performance mithalten kann. The Trade Desk bietet genau das: Eine unabhängige cloudbasierte Plattform, auf der Unternehmen und Agenturen auf allen digitalen Kanälen Werbekampagnen planen und starten können.

Dank der hohen Transparenz und dem Einsatz künstlicher Intelligenz erzielen die Kunden starke Ergebnisse und bleiben The Trade Desk treu. Vor allem aber profitiert das Unternehmen von der stetigen Verlagerung von TV-Angeboten in den digitalen Bereich. Auch Streaming-Gigant Netflix zeigte sich zuletzt offen für Werbung auf seiner Plattform und könnte mittelfristig zu einem wichtigen Kunden werden. Da The Trade Desk gerade im Bereich Online-TV/Streaming besonders stark aufgestellt ist, gibt es für die kommenden zehn Jahre ein enormes Wachstumspotenzial. Die spannende Aktie dürfte daher trotz ambitionierter Bewertung schon bald wieder zu den Outperformern gehören. Mutige Anleger könnten den aktuellen Kursrücksetzer zum Einstieg nutzen.

Unity Software Aktie: Cloud-Plattform für 3D-Inhalte

Unity Software (ISIN: US91332U1016 – Symbol: U – Währung: USD) ist ein US- Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von virtuellen 3D-Inhalten spezialisiert hat. Das Unternehmen, das 2004 von einem Isländer, einem Dänen und einem Deutschen in Kopenhagen gegründet wurde, sitzt heute wie Salesforce in Kalifornien und ist seit dem Jahr 2020 an der New York Stock Exchange notiert. Unity ist vor allem für die Entwicklung der gleichnamigen Cloud Plattform bekannt, die zur Erstellung von Videospielen geschaffen wurde. Mittlerweile kamen auch andere Anwendungen hinzu, so dass Unity heute mit 2 Mio. monatlich aktiven Entwicklern die weltweit größte Plattform zur Erstellung von 3D-Inhalten in Echtzeit ist.

Hauptzielgruppe Videospielentwickler

Das Hauptgeschäftsfeld von Unity ist die Spieleindustrie, denn hier liegen die Wurzeln des Unternehmens. Nach der Veröffentlichung eines kommerziell gescheiterten Onlinespiels entdeckten die Gründer, dass sich mit den zur Entwicklung geschaffenen Werkzeugen (Tools) die Spieleentwicklung vereinfachen lässt. Deshalb wurde der Schwerpunkt des Unternehmens genau darauf verlagert. Als sogenannter „Engine“ bietet Unity eine Plattform an, mit der Entwickler cloudbasierte 3D-Inhalte für Onlinespiele und Apps auf allen relevanten Endgeräten (PC, Tablet, Smartphone, Konsole etc.) entwickeln können. Auch Inhalte für Augmented Reality (AR) (erweiterte Realität) und Virtual Reality (VR) (virtuelle Realität) können mittels Unity kreiert werden.

Unity wird zur branchenübergreifenden 3D-Plattform

Neben der Spiele-Industrie hat sich die Cloud Plattform mittlerweile auch für Grafikdesigner, Ingenieure, Architekturbüros sowie für Filmstudios als nützliches Hilfsmittel zur Erstellung von Designs, 3D Modellen, Simulationen oder Animationsfilmen erwiesen. So verwenden beispielsweise zahlreiche Autohersteller, darunter Volkswagen, Toyota, BMW, Audi, Honda und Volvo die Unity Plattform, um Autodesigns zu kreieren. Designer auf der ganzen Welt können dabei zur gleichen Zeit am selben Design-Projekt arbeiten. Beim Sportartikelhersteller Nike kommt Unity in animierten Werbespots zum Einsatz. In immer mehr Branchen und Bereichen findet Unity Anwendung, auch ein Brillenhersteller, ein Einzelhändler sowie Bildungseinrichtungen konnten zuletzt als Kunden gewonnen werden. Unity wird also mehr und mehr zu einer branchenübergreifenden Plattform für 3D-Inhalte.

Breakeven möglicherweise schon im kommenden Geschäftsjahr

Unity wächst mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit. In den letzten drei Jahren stiegen die Umsätze jährlich im Schnitt um starke +42 %. Dabei fielen allerdings noch Verluste an. Für das Geschäftsjahr 2022 rechnen Analysten mit einem Umsatzanstieg um +35 % von 1,1 Mrd. USD im Vorjahr auf 1,5 Mrd. USD. Dabei soll ein Ergebnis von -0,18 USD je Aktie erzielt werden, was gegenüber dem Vorjahreswert von -0,22 USD eine leichte Verbesserung darstellen würde. Im kommenden Jahr 2023 soll der Umsatz um weitere +29 % auf 1,9 Mrd. USD zulegen. Die Markterwartungen für das Ergebnis je Aktie liegen mit -0,01 USD dann nur noch minimal im roten Bereich. Einige Analysten halten auch den Breakeven – also das Erreichen der Gewinnzone – für das kommende Jahr für möglich.

Unity Aktie: Abwärtstrend seit Ende 2021

Die besten Cloud Aktien: Kursentwicklung der Unity Software Aktie von September 2020 bis April 2022 | Online Broker LYNX

Die Unity-Aktie erzielte ihr bisheriges Hoch von 210 USD im November 2021 und konsolidiert seitdem. Früher oder später dürfte sich ein neuer Aufwärtstrend etablieren.

Spekulative, teure Aktie mit glänzender Langfristperspektive

Von den drei vorgestellten Unternehmen ist Unity noch in der frühesten Entwicklungsphase, denn dass mit der Plattform Geld verdient werden kann, muss erst noch bewiesen werden. Daran, dass der Breakeven im kommenden oder spätestens im übernächsten Geschäftsjahr erreicht wird, gibt es jedoch kaum Zweifel. Denn das Unternehmen verfügt über eine einzigartige Wettbewerbsposition und ist im 3D-Bereich in kurzer Zeit zur führenden Plattform geworden. Diese kommt in immer mehr Branchen zum Einsatz. Und je mehr Referenzen Unity vorweisen kann, desto mehr Unternehmen dürften folgen. Mit einer aktuellen Marktkapitalisierung in Höhe von 22 Mrd. USD (Aktienkurs 75 USD) ist Unity allerdings trotz des Kursrückgangs alles andere als günstig bewertet. Wer einen spekulativen langfristigen Einstieg wagen möchte, der kann – wie bei den anderen vorgestellten Aktien – den aktuellen Rücksetzer zum Aufbau einer Position nutzen. Auch wenn die Aktie beste langfristige Perspektiven hat, sollten sich Anleger auf heftige Kursschwankungen einstellen.

Die besten Cloud Aktien: Liste nach Performance

Fazit: Cloud Erfolgsgeschichte hält auch in den kommenden Jahren an

Cloud Computing Unternehmen sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Vor allem im Bereich Software as a Service (SaaS) gibt es neben bekannten Anbietern wie Salesforce, Servicenow oder Snowflake unzählige kleinere und mittlere Nischenanbieter. Es ist zu erwarten, dass es in der Cloud Branche früher oder später zu einer Konsolidierung kommt und dass viele der kleineren Unternehmen aufgekauft oder verdrängt werden. Dabei dürfte das Wachstum der Branche insgesamt aber weiter anhalten. Das prognostizierte Marktvolumen von einer Billion USD im Jahr 2030 macht Cloud Computing zu einem absoluten Megatrend. Marktführende Unternehmen mit starken Alleinstellungsmerkmalen, wie die hier vorgestellten drei Kandidaten, haben trotz ihrer zweifellos ambitionierten Bewertungen beste Aussichten auf profitables Wachstum und steigende Aktienkurse. Anleger sollten aber bei allen drei Werten eine deutlich höhere Volatilität (Schwankungsbreite) einkalkulieren als bei anderen Aktien.

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