Baidu Aktie aktuell Hedgefonds kollabiert: Jetzt Baidu und Viacom CBS kaufen?

News: Aktuelle Analyse der Baidu Aktie

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Baidu
ISIN: US0567521085
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Zur Baidu Aktie

Die milliardenschwere Investmentfirma Archegos Capital ist in finanzielle Schieflage geraten.
Berichten zufolge konnte der Hedgefonds die Margin-Calls mehrerer Banken nicht bedienen.

Betroffen sind neben den Investoren von Archegos sehr viele Anleger, die die entsprechenden Aktien hielten. Die Geschichte dürfte Banken ebenfalls Milliarden gekostet haben.
Doch eins nach dem anderen.

Was lernen wir daraus

Banken und Behörden sollten einschreiten und Investmentfirmen und Hedgefonds stärker überwachen und regulieren.

Bei Archegos kam alles zusammen, was eine Katastrophe geradezu heraufbeschwört.
Ein weitgehend unregulierter Hedgefonds, undurchsichtige Derivate, der Handel in privaten Darkpools und ein extrem hoher Hebel.

Hätte es irgendeine Überwachung gegeben, die diesen Namen auch verdient, hätten bei Nomura oder Credit Suisse alle Alarmglocken läuten müssen.

Es sollte schlichtweg nicht erlaubt sein, trotz Milliarden an Asssets under Management mit gigantischen Hebeln zu zocken.

Das muss früher oder später schiefgehen und kostet dann sehr viele Menschen sehr viel Geld.
Theoretisch könnte der Zusammenbruch eines wirklich großen Hedgefonds auch einen Dominoeffekt auslösen und den ganzen Finanzmarkt zum kippen bringen.

Das wird teuer

Die Banken sollten derlei schon aus Eigeninteresse verhindern, schließlich dürfte die Sache Nomura und die Credit Suisse selbst auch Milliarden kosten.

Doch im Endeffekt ist das nur eine Kleinigkeit, im Vergleich zu dem, was Anleger schlucken müssen.

Baidu hat in der vergangenen Woche rund 25 Mrd. USD an Wert verloren, Viacom über 40 Mrd., Discovery 25 Mrd., Tencent Music 18 Mrd. und Vipshop 10 Mrd. USD.

Insgesamt wurden hier mal eben 100 Milliarden Dollar an Börsenwert vernichtet.

Was lernen Sie daraus

Die Geschehnisse sind ein gutes Beispiel für die Unberechenbarkeit der Börse.

Sie als Privatanleger sollten daraus vor allem zwei Lehren ziehen: Zocken Sie nicht mit hohem Hebel und diversifizieren Sie.

Sonst wird es sie früher oder später erwischen, wie diesen Hedgefonds. Wer beispielsweise stark gehebelt long bei Discovery war, hat in der letzten Woche womöglich seine Lebensersparnisse verloren.

Das muss wirklich nicht sein und man verzichtet dadurch auch auf keinerlei Rendite.

Aktien sind schon volatil genug. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Wertpapiere vom Jahrestief zum Hoch eine Handelsspanne von 50% und mehr haben.
Das sollte wirklich genug sein, auch für aktive Trader.

Diese Aktien waren betroffen

Archegos war wohl sehr stark bei Baidu, Tencent Music, Viacom CBS, Discovery und VipShop engagiert.

Als der Hedgefonds die entsprechenden Positionen auflösen musste, brachte das die Kurse spürbar unter Druck.
Teilweise kollabierten die Aktien regelrecht.

Daraus ergibt sich die naheliegende Frage, ob das nicht eine Gelegenheit sein könnte. Schließlich sind die Kurse „nur“ aus technischen Gründen abgestürzt, nicht weil das Geschäft nicht laufen würde.

Schauen wir uns die Aktien gemeinsam an.

Hier geht es zu den Analysen von Tencent Music, Discovery und Vipshop.

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Baidu

Baidu ist ein langfristiger Underperformer, selbst die massive Rallye der Vormonate hat daran nichts geändert.
Derzeit notiert die Aktie auf demselben Niveau wie beispielsweise 2014 oder 2017.

Bei Baidu läuft es einfach nicht. Das Unternehmen befindet sich in einem Zweifrontenkrieg mit Alibaba sowie Tencent und verliert scheinbar.

Der Umsatz kletterte zwar bis 2018 noch, die Margen waren aber bereits sehr viel früher rückläufig.
Inzwischen stagniert seit Jahren der Umsatz, man wächst nicht mehr und dementsprechend sieht es auch beim Ergebnis nicht überzeugend aus.

Das ändert alles

Der Disput zwischen Alibaba und der chinesischen Zentralregierung hat jedoch zu einem Umdenken geführt. Geht die Regierung gegen Ali vor, hilft das natürlich Baidu.

Weitere Kursfantasie liefert ein Joint-Venture für Elektroautos. Aktien rund um das Thema sind derzeit beliebt.

Im Endeffekt zeigt das aber auch, wie schlecht die Lage bei Baidu wirklich ist. Der Konzern weiß, dass man unbedingt neue Geschäftsfelder und Einnahmequellen benötigt und greift daher nach jedem Strohhalm.

Aus den zuvor genannten Gründen hatte ich über die Jahre hinweg immer wieder vor der Aktie gewarnt. Auch heute bin ich nicht überzeugt.
Zu viele Fragezeichen und Unwägbarkeiten – als Investoren wollen wir aber Nobrainer.

Chart

Für einen Trade könnte die Aktie dennoch gut sein. Baidu hat an markanten Unterstützungen gedreht

Über 210 USD ist der Weg in Richtung 230 USD frei. Gelingt ein Anstieg über 230 USD, kommt es zu einem Kaufsignal mit möglichen Kursziele bei 240 und 265 USD.

Fällt die Aktie hingegen unter 210 USD, wäre ein erneuter Rücksetzer bis 185 oder 175 USD möglich.
Spätestens unter 155 USD wäre jegliches bullisches Setup dahin.

(Nach dem Chart geht es weiter)

Chart vom 31.03.2021 Kurs: 218,23 Kürzel: BIDU – Tageskerzen

Viacom CBS

Viacom CBS ist ein Underperformer mit allerlei Problemchen. An dieser Stelle hat sich die Sache für Investoren in der Regel schon erledigt.

Anfang vergangenen Jahres war die Aktie allerdings derartig günstig, dass ich mich trotzdem positiv zum Unternehmen äußerte:
ViacomCBS: Jetzt schlagen etliche Großinvestoren zu

Anschließend ging es dank Corona sogar noch tiefer, am Ende legte die Aktie aber von 35 auf über 100 USD zu.

Damals wie heute handelt es sich um einen kalkulierten Trade, nicht um ein Investment für Jahre.

35 -> 100 -> 45

Bei 100 USD war die Aktie aus meiner Sicht überbewertet. Jetzt bei 46 USD sieht es wieder deutlich besser aus.
Eine P/E von 12,5 und eine forward P/E von 10 ist durchaus vertretbar.

Darüber hinaus ist der Short-Float mit über 18% bedenklich hoch. Die Leerverkäufer fühlen sich womöglich zu sicher.

Nehmen wir mal an, Viacom nutzt die Gelegenheit und beschließt Aktienrückkäufe.

Derzeit hat das Unternehmen rund 3 Mrd. USD auf der hohen Kante.
Das würde ausreichen, um fast 8% aller Papiere einzuziehen. Eine derartige Meldung könnte zu einem Kurssprung führen und einen Short-Squeeze auslösen.

Chart

Der Abverkauf bei Viacom wurde direkt am mehrmonatigen Aufwärtstrend gestoppt. Gelingt ein Ausbruch über 48,50 USD, kommt es zu einem Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 55 sowie 62 USD.

Fällt die Aktie hingegen nachhaltig unter 40 USD, haben die Bullen ihre Chance vertan.

Chart vom 31.03.2021 Kurs: 46,61 Kürzel: VIAC – Tageskerzen

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Heutigen Chart anzeigen


Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Baidu Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Mit einem Kursplus von über 13 Prozent im gestrigen Handel meldet sich die Baidu-Aktie wieder zurück. Der chinesische IT-Riese kam zuletzt zusammen mit vielen anderen Tech-Unternehmen unter die Räder. Doch diese Verschnaufpause war lediglich die Schlussfolgerung auf den im Februar zu steilen Anstieg. Die Kursentwicklung glich einer Silvesterrakete und es war völlig klar, dass diese Bewegung nicht lange anhalten würde. Darum haben wir auch im Februar bereits unsere Einstufung von bullisch auf neutral gesenkt. Die Korrektur war mehr als überfällig und auch die Kraft der Abwärtsbewegung viel wenig überraschend heftig aus. Immerhin verlor das Wertpapier in drei Wochen mehr als 30 Prozent seines Börsenwertes. Angekommen am Pivot-Tief von Ende Januar haben die Bullen nun wieder das Ruder an sich gerissen. Von Panik also keine Spur. Die technische Seite funktioniert nach wie vor einwandfrei.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Baidu Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Der Aufwärtstrend ist zwar vorerst dahin, doch dies bedeutet nicht, dass die Aktie nicht wieder in den Rallye-Modus übergehen kann. Wichtig ist jetzt natürlich, dass das Tief von Montag bei 226.78 USD nicht mehr nach unten gebrochen wird. Dies wäre fatal und würde die eingeleitete Korrektur nur weiter anheizen. Das Niveau muss also unter allen Umständen gehalten werden. Nach oben hin sehen wir aktuell zumindest ein Potenzial in Richtung 275 USD, eventuell sogar mehr. Hier befindet sich der 20-Tage-Durchschnitt und ein kleines Pivot-Tief von Ende Februar. Ob das letzte Korrekturhoch bei rund 311 USD auch erreicht werden kann, bleibt vorerst abzuwarten. Solang Baidu die 226er Marke halten kann, ziehen wir unsere Bewertung auf die bullischen Seite hoch.

Aussicht: BULLISCH

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Das Wertpapier des chinesischen Suchmaschinen-Unternehmens ist bei den Bullen an der Wall Street schon seit geraumer Zeit sehr gefragt. Nun ist der Kurs der Baidu-Aktie erneut explodiert. Zum Wochenschluss konnte der Titel mehr als 14 Prozent an Wert zulegen. Grund für diesen enormen Schub war die Nachricht, dass es für die Elektrofahrzeugsparte im Rahmen eines Joint Venture einen neuen CEO geben wird. Yiping, welcher bereits Erfahrung in der Automobilindustrie aus seiner Zeit bei Ford und Fiat Chrysler mitbringen kann, soll die Zukunftsvision des Konzerns realisieren. Bereits seit Jahren investiert Baidu intensiv in den Bereich KI und vor allem China dürfte im Sektor der Elektrofahrzeuge rasch zum Marktführer heranwachsen. Anleger sehen aktuell ein großes Potential in diesem Bereich und setzen ihre Hoffnungen in das Unternehmen.

Expertenmeinung: Aus technischer Sicht müssen wir jedoch eine klare Warnung aussprechen. Die Aktie hat sich innerhalb weniger Wochen mehr als verdoppelt und ging zuletzt bereits in eine leicht parabolische Phase über. Am Freitag hat sich eine mögliche Ermüdungskerze gebildet, welche zudem von überdurchschnittlich hohem Volumen bestätigt wurde. Solche großen Kerzen bilden sich gerne am Ende eines neuen Trends und deuten auf eine klare Überhitzung hin. Natürlich ist dies keine Garantie, dass der Kurs der Aktie exakt jetzt dreht, aber gute Einstiege sehen wir aktuell nicht. Selbst wenn es noch einige Tage nach oben gehen könnte, sollten sich Anleger wohl eher auf einen guten Ausstieg konzentrieren. Wir senken daher unsere Bewertung von bullisch auf neutral.

Aussicht: BULLISCH

Der scheidende US-Präsident hat seine Drohungen wahr gemacht und am gestrigen Abend per Dekret den Handel mit einer ganzen Reihe von chinesischen Aktien untersagt.

US-Amerikanern ist es demnach nicht mal erlaubt, die Papiere zu besitzen.

Per Dekret

Hier ein Auszug aus der Executive Order:
[…] in order to take additional steps […] to address the threat posed by the People’s Republic of China’s military-industrial complex […]
any transaction […] solely to divest […] is permitted.

Effective at 11:59 p.m. eastern standard time on November 11, 2021, possession of any such securities by a United States person is prohibited.

Hier finden Sie die Executive Order in voller Länge:
Executive Order 13959 – Addressing the Threat from Securities Investments that Finance Communist Chinese Military Companies

Klartext

Das bedeutet, dass US-Amerikaner die betroffenen chinesischen Aktien nur noch verkaufen und ab dem 11. November 2021 nicht mehr besitzen dürfen.

Handel mit China-Aktien verboten

Die Begründung dafür ist, dass diese Firmen angeblich Verbindungen zum chinesischen Militär oder den Sicherheitsbehörden des Landes hätten.

Man kann diese Ansicht teilen oder nicht, es dürfte aber vollkommen klar sein, dass das nur ein Vorwand ist.
Zuvor hatte der US-Präsident bereits versucht ein Delisting chinesischer Aktien zu erzwingen – die Unternehmen würden US-Buchhaltungsstandards nicht einhalten, beziehungsweise ihre Unterlagen nicht herausgeben.

Man wollte einen Grund finden.

Dreht Biden die Uhr zurück?

Ab dem 20. Januar könnte sich das Verhalten der US-Regierung allerdings schlagartig ändern.
Womöglich auch in Bezug auf Aktien aus dem Reich der Mitte. Vielleicht werden die Verordnungen direkt wieder aufgehoben.

Das wäre im Eigeninteresse der USA, denn realistischerweise betrachtet bringt es gar keinen Vorteil, wenn die Aktien an den dortigen Börsen nicht mehr gehandelt werden dürfen.

Den Börsenplätzen entgeht das Geschäft und dadurch verschiebt sich das finanzielle Machtzentrum der Welt nur noch schneller in Richtung Asien.
Ein Trend, dem die Amerikaner im eigenen Interesse eigentlich entgegenwirken.

Unbegreiflich

Doch für den scheidenden Präsidenten zählen eben vor allem politische Erfolge. Er will seine Wähler bei Laune halten und mit allen Mitteln an der Macht bleiben.

Er schreckte nicht mal davor zurück, zum Marsch auf das Kapitol aufzurufen. Dazu aufzurufen, den demokratischen Prozess aufzuhalten.
Die traurige Bilanz: Fünf Todesopfer.

Man kann froh sein, dass nicht noch mehr passiert ist. Schließlich skandierte die außer Kontrolle geratene Masse Dinge wie „hang Mike Pence“ („Erhängt Vize-Präsident Mike Pence“).

Das scheint selbst den Parteikollegen zu viel zu sein. Es folgten mehrere Rücktritte von Ministern, Beratern und Regierungsmitarbeitern.

Etliche Republikaner haben sich öffentlich für eine Amtsenthebung ausgesprochen.
Eine ganze Reihe hat sogar Taten folgen lassen und das Verfahren im Repräsentantenhaus mit ihrer Stimme unterstützt.

Die nächsten 9

Doch kommen wir zurück zum Haupt-Thema. Bisher wurde der Handel von 31 chinesischen Firmen untersagt, jetzt sollen 9 weitere folgen.

Demnach dürfen US-Amerikaner die Aktien ab dem 11. Januar nicht mehr erwerben, haben allerdings bis November dieses Jahres Zeit, sie abzustoßen.

Das Weiße Haus hat in der gestrigen Verordnung nur ein kleines Detail vergessen: Um welche Aktien es sich handelt!

Wie man aus dem Wirtschaftsministerium hört, sind Alibaba, Tencent und Baidu aber nicht betroffen.
Anleger können also aufatmen.

Chance = Krise

Angeblich ist das chinesische Wort für Krise und Chance ein und dasselbe. Sinn ergeben würde es, denn genau das ist auch der Fall.

Der Corona-Crash ist ein eindrucksvolles Beispiel. Die aktuelle Situation könnten sich ebenfalls als Gelegenheit herausstellen.

Denn die betroffenen Aktien sind in den letzten Monaten massiv unter Druck gekommen. US-Anleger haben die Papiere massenhaft auf den Markt geworfen. Der Preis spielte keine Rolle, die sahen sich schließlich dazu gezwungen.

Dementsprechend könnte es sich lohnen, die Aktien unter die Lupe zu nehmen. Sicherlich wird sich hier das ein oder andere Schnäppchen finden lassen.
Anbei die Liste.

Die Chancen stehen recht gut, dass ich in den kommenden Tagen Analysen zu einem oder mehreren der Aktien veröffentlichen werde.

Was Sie allerdings benötigen, ist ein Broker, mit dem Sie Aktien auch weltweit handeln können. Mit LYNX ist das selbstverständlich möglich.

Aviation Industry Corporation of China
China Aerospace Science and Technology Corp
China Aerospace Science and Industry Corp
China Electronics Technology Group Corp
China South Industries Group Corp

China State Shipbuilding Corp
China North Industries Group Corp (Norinco Group)
Hangzhou Hikvision Digital Technology
Huawei Technologies
Inspur Group

Aero Engine Corporation of China
China Railway Construction Corp
CRRC Corp
Panda Electronics Group
Dawning Information Industry

China Mobile Communications Group
China General Nuclear Power Group
China National Nuclear Corp
China Telecommunications Corp
China Communications Technology

China Communications Construction Company (CCCC)
China Academy of Launch Vehicle Technology (CALT)
China Spacesat
China United Network Communications Group
China Electronics Corporation

China National Chemical Engineering Group Co Ltd
China National Chemical Corporation (ChemChina)
SinoChem Group
China State Construction Group
China Three Gorges Corporation

China Nuclear Engineering & Construction Corporation

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie der chinesischen Suchmaschine konnte vor wenigen Wochen ein entscheidendes Kaufsignal generieren. Nachdem sich der Titel über Monate hinweg in einer recht engen Spanne zwischen 115 und 130 USD aufhielt, überwand die Baidu Aktie den oberen Widerstand recht eindrucksvoll. Kurz danach wurde das gebrochene Terrain erneut getestet, doch die Bullen nutzten den Rücklauf, um erneut Positionen aufzubauen. Aktuell bildet sich eine bullische Konsolidierung, welche bald nach oben gebrochen werden könnte. Die Aktie selbst ist somit von einer neutralen wieder in eine bullische Phase übergegangen. Neue Hochs sind eher wahrscheinlich und die Stimmung bleibt vorerst positiv.

Expertenmeinung: Spannend ist momentan nicht nur der Chart der Aktie. In der kommenden Woche wird Baidu seine Ergebnisse zum abgelaufenen Quartal veröffentlichen. Natürlich werden viele Aktionäre im Vorfeld bereits auf die Zahlen von Google schielen, welche bekanntlich am Donnerstag nach Börsenschluss präsentiert werden. Diese könnten bereits Aufschluss darüber geben, wie es um die Werbeeinnahmen und das Wachstum in der IT-Branche steht. Aus technischer Sicht wäre der Bruch der Marke bei 135 USD als klares Kaufsignal zu werten. Achten müssen Anleger derzeit eigentlich nur darauf, dass die Aktie möglichst nicht mehr in die eingezeichnete Trading-Range zurückfällt. Dies würde einem Fehlausbruch gleichkommen. Wir belassen unserer Aussichten auf Baidu vorläufig auf der bullischen Ebene.

Aussicht: BULLISCH

Baidu ist ein chinesischer Internet-Konzern und Betreiber der gleichnamigen Suchmaschine. In China ist man mit einem Marktanteil von fast zwei Dritteln unangefochtener Marktführer.

Schutz von ganz oben

Baidu profitiert massiv davon, dass den großen US-Internetkonzernen der Markteintritt aus wirtschaftspolitischen Gründen bislang verwehrt wurde.

Das Unternehmen muss und musste die Konkurrenz durch Google & Co. nicht fürchten. Dadurch konnte man sich in all den angrenzen Nischen breitmachen. Cloud, KI, Nachrichten, Spiele, Streaming, Musik, Maps usw.

Zweifrontenkrieg

Es scheint Google und die westliche Konkurrenz aber gar nicht zu brachen. Alibaba und Tencent machen dem Konzern das Leben schon schwer genug.

Man befindet sich in einem Zweifrontenkrieg. Wie das in der Regel ausgeht, hat uns die Geschichte gelehrt.

Auf der einen Seite bedroht Alibaba das klassische Werbegeschäft, da immer mehr User direkt auf Alibaba springen und dort nach Artikeln suchen.
Nach 14 Jahren im Unternehmen hat der zuständige Suchmaschinen-Chef Hailong Xiang sogar seinen Hut genommen.

Auf der anderen Seite steht Tencent mit seiner WeChat-App, auf die inzwischen fast zwei Drittel der gesamten Internet-Nutzung in China entfällt. Selbstverständlich hat WeChat eine eigene Suchfunktion und im wachsenden Mobile-Bereich ein faktisches Monopol.

Dadurch stehen die Margen von Baidu seit etlichen Jahren unter Druck und genau das ist auch der Grund, warum ich immer wieder vor der Aktie gewarnt habe.

Aus meiner Sicht ist Baidu der Verlierer im Kampf um das chinesische Internet.

Das gilt umso mehr, wenn man das Payment-Segment mit in die Überlegung einbezieht. Dieses äußerst lukrative Business haben sich Alibaba und Tencent geschnappt, gemeinsam hat man in China einen Marktanteil von nahezu 100%.

Es knirscht, es kracht…

In einer vorherigen Analyse hatte ich die Entwicklung wie folgt zusammengefasst: Zuerst knirscht es, dann kracht es, dann kommt es Knüppeldick.
Das war übrigens im Jahr 2018, als die Aktie noch über 200 USD notierte.

Was ich damit ausdrücken will, ist, dass sich Probleme ankündigen und an den Zahlen ablesen lassen.
Es bahnt sich langer Hand an. Das ist aber auch eine gute Nachricht, bedeutet es doch, dass man sich in vielen Fällen schützen kann. Man muss nur die Augen öffnen.

Im Fall von Baidu war das Wachstum zwar sehr hoch, doch die Margen sind seit etlichen Jahren konstant rückläufig.
Von 2010 bis 2018 ist die operative Marge von 50% auf 15% gesunken. Es knirscht.

Im Vorjahr krachte es dann. Das Kerngeschäft mit Werbeanzeigen verzeichnete keinerlei Wachstum mehr, der Gewinn brach um mehr als 90% ein.

Man musste die Prognose kappen und stellt nicht mehr als Stagnation in Aussicht.
Für Anleger kam es knüppeldick, denn viele traf das vollkommen unvorbereitet.

Die Erwartungen erfüllt

Inzwischen muss man konstatieren, dass die Prognose des Unternehmens leider eingetroffen ist.
Das Umsatzwachstum tendiert seit fünf Quartalen gegen null.

Baidu hat zwar mit umfassenden Sparmaßnahmen reagiert, der Rekordgewinn von 14 USD je Aktie aus dem Jahr 2015 ist aber meilenweit entfernt.

Im zweiten Quartal ist der Umsatz um 1% auf 3,69 Mrd. USD gesunken. Das Ergebnis lag bei 2,08 USD je Aktie.
Im ersten Halbjahr hat man 3,33 USD je Aktie verdient.
Wendet man GAAP-Buchhaltungspraktiken an, lag das Ergebnis bei 1,46 USD.

Der Ausblick ist anhaltend schwach und leider machen immer mehr Geschäftszweige Probleme. Selbst bei der bisher gut laufenden Video-On-Demand-Tochter iQIYI ist das Wachstum faktisch zum Erliegen gekommen.

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Chart

Das Chartbild ist übergeordnet angeschlagen, die Aufwärtstrends gebrochen. Bei diesem Newsflow dürfte der Weg des geringsten Widerstandes wohl abwärts sein. Mögliche Kursziele liegen bei 110 sowie 94-100 USD.

Mehr als 10.600 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.