Akamai Technologies Aktie Prognose Akamai: Unter der Oberfläche

News: Aktuelle Analyse der Akamai Technologies Aktie

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Akamai Technologies
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Es wäre möglich, dass Akamai falsch verstanden wird. Womöglich läuft es unter der Oberfläche auch sehr viel besser als man auf den ersten Blick erkennt.

Neu erfunden

Akamai gehört zu den eher unbekannten Akteuren im Bereich Cybersecurity. Bisher ist das Unternehmen vor allem für die Webtraffic-Solutions (CDN) bekannt.

CDN bezeichnet ein Content Delivery Network ist ein Netz von Servern in verschiedenen Rechenzentren auf der ganzen Welt. Dadurch können Kunden Daten jeglicher Art schnell und zuverlässig mit geringen Latenzen zur Verfügung gestellt werden.

Ein sterbendes Geschäft

Das Altgeschäft für Content Delivery verliert zunehmend an Bedeutung, während der Bereich Cybersecurity immer größer wird.

Inzwischen ist die Sparte der Wachstumstreiber im Konzern und ohne das Komplettangebot CDN inklusive Sicherheitslösungen würde wohl auch das alte Geschäft nicht so gut laufen.
Kunden wollen Lösungen aus einer Hand, Akamai kann sie anbieten.

In Summe hat das dazu geführt, dass Akamai den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 1,37 auf 3,46 Mrd. USD steigern konnte.
Das operative Ergebnis kletterte von 321 auf 807 Mio. USD.

Da die Zahl der Aktien im selben Zeitraum von 178 auf 162 Millionen Stück reduziert wurde und die Steuerquote deutlich gesunken ist, stieg das Ergebnis von 1,81 auf 5,74 USD je Aktie.

Das macht Akamai natürlich zu einem Outperformer. Da der Kurs durch die jüngste Korrektur wieder auf das Niveau von 2019 zurückgekommen ist, sondieren wir natürlich die Lage.

Überlagerung

In der Recherche zu Akamai habe ich eine ganze Reihe von negativen Einschätzungen zum Unternehmen gefunden. Der Tenor war, dass das Delivery-Business, was der dereinst das Kerngeschäft war, rückläufig und obsolet ist.

Den Thesen meiner Kollegen zufolge, belastet das das Geschäft und somit ist Akamai kein gutes Investment.

All den eingehenden Thesen würde ich weitgehend zustimmen, allerdings komme ich zu einer vollkommen anderen Schlussfolgerung.
Wir haben Erfahrung mit solchen Situationen, derartigen „Überlagerungen“.

Einige Leser werden sicherlich noch an die Vorgänge bei GFT erinnern. Das Unternehmen war stark von wenigen Großkunden abhängig, die ihr Geschäft sukzessive reduzierten.
Gleichzeitig verzeichnete GFT abseits dieser Großkunden erhebliches Wachstum.

Das kennen wir doch

Oberflächlich betrachtet, sahen die Zahlen schwach aus. Was aber mit der Zeit passiert, ist klar.

Die Großkunden verlieren zunehmend an Bedeutung und das Geschäft abseits von ihnen gewinnt an Bedeutung und Gewicht.
Ab einem gewissen Zeitpunkt wird es immer offensichtlicher, dass es bei dem Unternehmen viel besser läuft, als man oberflächlich erkennt.

Am Ende führte das dazu, dass der Kurs von GFT vervielfachte. Monatelang pendelte die Aktie weitgehend zwischen 6 und 9 Euro, schoss dann aber auf über 40 Euro.

Parallelen

Derartige Ausschläge sind bei Akamai äußerst unwahrscheinlich. Aber was hier unter der Oberfläche geschieht, ist sehr ähnlich.

Wir haben einen Teil des Unternehmens, der schnell wächst und an Bedeutung gewinnt und ein schwächelndes Segment, welches belastend wird.

Dadurch wirken die Zahlen oberflächlich schwach, aber das Gewicht der einzelnen Segmente verschiebt sich mit großer Geschwindigkeit.
Was mit der Zeit passiert, ist klar.

Die letzten Quartalszahlen veranschaulichen die Situation sehr deutlich.

Der Konzernumsatz legte um 7% auf 904 Mio. USD zu. Das operative Ergebnis kletterte sogar nur um 2% auf 270 Mio.
Das Nettoergebnis sank um 1% auf 225 Mio. USD.

Das ist natürlich nur eine Momentaufnahme, aber die wenigsten Anleger werden sich dadurch zum Einstieg animieren lassen.

Eine Ebene tiefer

Betrachtet man allerdings die einzelnen Segmente, wird es interessant.

Der Umsatz im Bereich Delivery war um 6% auf 444 Mio. USD rückläufig.

Das Segment Security konnte jedoch um 23% auf 382 Mio. USD wachsen. Der Umsatz im Bereich Computer kletterte um 32% auf 78 Mio. USD.

Die wachsenden Segmente waren also erstmals größer als das schwächelnde Altgeschäft. In den kommenden Quartalen dürfte der Abstand immer größer werden und dementsprechend werden die Wachstumsraten für jeden ersichtlich zunehmen.

Dadurch könnte sich das Sentiment deutlich aufhellen und dementsprechend zu steigenden Kursen führen.

Ausblick und Bewertung

Vorerst wird für 2022 dennoch ein Rückgang des Gewinns um 6% auf 5,40 USD je Aktie erwartet.
Erst in den Folgejahren soll es wieder Gewinnsteigerungen von 10-11% p.a. geben.

Daher ist die P/E auch auf 17,1 gesunken. In den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 21,1.

Darf man den Prognosen Glauben schenken und kommt es zu einer Rückkehr auf dieses Bewertungsniveau, ergibt sich eine erstaunlich hohe mögliche Rendite von etwa 18% p.a.

Chart vom 11.07.2022 - Kurs: 92,15 Kürzel: AKAM - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 11.07.2022 – Kurs: 92,15 Kürzel: AKAM – Wochenkerzen

Nachdem der Aufwärtstrend bereits über Wochen hinweg verteidigt werden konnte, sind die Chancen für einen Boden deutlich gestiegen.
Gelingt jetzt ein Ausbruch über 95 USD, kommt es zu einem Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 100-103 sowie 106.
Mittelfristig wären 120 USD denkbar.

Fällt Akamai hingegen nachhaltig unter 90 USD, muss mit einer Ausdehnung der Korrektur in Richtung 84 USD gerechnet werden.
Darunter wäre der Weg bis zur Unterstützungszone bei 75-79 USD frei. Tiefere Kurse erscheinen aus heutiger Sicht als unwahrscheinlich.

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