Megatrend E-Mobility: Die besten Elektromobilitäts-Aktien 2018

Das sind die besten Elektromobilitäts-Aktien für 2018, um vom E-Mobility Trend zu profitieren

Der Automobilmarkt ist in Bewegung: Seit 2011 hat sich die Anzahl der weltweit verkauften Elektroautos alle 15 Monate verdoppelt. Und allein im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Elektro- und Plug-in-Hybridautos auf den Straßen laut „Global Electric Vehicles Outlook“ der Internationalen Energieagentur (IEA) um 54% auf rund 3 Mio. erhöht. Der Trend ist nicht mehr zu stoppen, bereits im Jahr 2022 soll weltweit jeder zehnte Neuwagen ein E-Auto sein. Das Thema E-Mobility boomt auf allen Ebenen: Neben Elektroautos umfasst die Branche auch Elektro-Fahrräder, -Motorräder, -Nutzfahrzeuge und -Busse.

Wegen des Wachstums der Elektromobilitäts-Branche wird auch die Nachfrage nach Batterien und nach den hierfür benötigten Rohstoffen wie Lithium (Die besten Lithium Aktien) oder Kobalt (Die besten Kobalt Aktien) stark ansteigen. Heute möchten wir für Sie einen direkten Blick auf die Elektromobilitäts-Branche werfen. Wir möchten Ihnen die aus unserer Sicht besten Aktien vorstellen, mit denen Sie vom Trend Elektromobilität profitieren können.

Die Welt der Automobile im Umbruch

Viele Jahrzehnte lang hat sich im Automobilmarkt relativ wenig getan. Nun aber ist die Welt der Automobile im Umbruch und die Tage des herkömmlichen Verbrennungsmotors sind gezählt. Schon in absehbarer Zukunft werden wohl die letzten Exemplare vom Band laufen. Denn die Zukunft des Automobils ist elektrisch. Der Anteil von Autos mit Hybridantrieb oder Elektromotor wird bereits in den kommenden Jahren kräftig steigen. Experten erwarten, dass die Anzahl der neu verkauften Elektroautos in spätestens zwei bis drei Jahren von einer Million Fahrzeuge im Jahr 2017 auf fünf bis sechs Mio. Fahrzeuge pro Jahr wächst. Dies würde einem Marktanteil von ungefähr fünf bis sieben Prozent entsprechen. Der Trend, der sich nicht mehr aufhalten lässt, wird in der Automobil- und Zulieferindustrie zweifellos zu gewaltigen Veränderungen und Verwerfungen führen und Gewinner und Verlierer hervorbringen.

Tesla schafft Durchbruch mit dem Model 3

Pionier und Wegbereiter der Elektromobilität ist das im Jahr 2003 von Elon Musk gegründete Unternehmen Tesla. Obwohl Kritik und Skepsis das Unternehmen stets begleitet haben, hat Tesla nach einigen operativen Krisen und Verzögerungen nun offenbar die größten Hindernisse gemeistert und mit dem Model 3 ein erschwingliches Elektroauto für die Mittelschicht erfolgreich auf den Markt gebracht. Ab dem Jahr 2020 peilt Tesla 500.000 Elektroauto-Verkäufe pro Jahr an. Die großen Automobilhersteller ziehen mittlerweile mit mehr oder weniger Elan nach und entwickeln eigene Elektromodelle. Spätestens ab dem Jahr 2020 wird daher mit der Markteinführung zahlreicher alltagstauglicher Elektroautos gerechnet.

VW mit 70-Milliarden-Investitionsplan: „Das Auto wird gerade neu erfunden“

Ein regelrechter Paukenschlag war im Jahr 2017 die Ankündigung von Volkswagen, in den kommenden Jahren insgesamt 70 Mrd. Euro in eine Elektro-Offensive investieren zu wollen. Dabei sollen 50 Mrd. Euro in die Entwicklung und Produktion von Batterien fließen und 20 Mrd. in elektrische Fahrzeuge. Bislang hatten die meisten großen Autokonzerne relativ zögerlich investiert. VW hat nach der Dieselkrise nun offensichtlich die Zeichen der Zeit erkannt und das Rennen um Marktanteile endgültig eröffnet. Unter anderem soll der Standort Zwickau zum reinen E-Auto-Werk werden. Konzernchef Matthias Müller bezeichnete die Investitionspläne als Kraftakt und sagte „Das Auto wird gerade neu erfunden“.

Bis 2025 planen die Volkswagen Konzernmarken VW, Audi, Seat, Skoda, Porsche und Bentley insgesamt über 80 Modelle mit E-Motor, darunter rund 50 reine Elektroautos und 30 Hybridmodelle. Bis zum Jahr 2030 soll dann die komplette Modellpalette elektrifiziert sein. Autoexperte Stefan Bratzel erwartet, dass bis 2025 jedes vierte Auto des Volkswagen Konzerns elektrisch betrieben wird.

China peilt Verbot von Verbrennungsmotoren an und führt E-Auto-Quoten ein

Vorreiter in Sachen Elektromobilität ist jedoch China. Allein im vergangenen Jahr verdoppelte sich die Anzahl der Elektroautos auf den Straßen im Reich der Mitte auf rund 1,2 Mio. Fahrzeuge. Im ersten Quartal 2018 stieg die Anzahl der neu zugelassenen Elektrofahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr sogar um +154% auf mehr als 142.000 E-Autos.

Ein Grund dafür: Die chinesische Regierung macht Nägel mit Köpfen und hat beispielsweise bereits ein Verbot von Verbrennungsmotoren angekündigt. Ein konkretes Datum steht zwar noch nicht im Raum, aber Experten vermuten, dass es bis 2035 bzw. bis spätestens 2040 so weit sein könnte. Bis dahin dürften – neben E-Auto-Quoten für Hersteller – noch einige weitere Maßnahmen beschlossen werden, um möglichst schnell viele Elektrofahrzeuge auf chinesische Straßen zu bringen. Schon ab diesem Jahr mussten acht Prozent der in China verkauften Automobile elektrisch betrieben sein. Im kommenden Jahr 2019 steigt die Quote auf 10%, im Jahr 2020 um weitere zwei Prozent auf 12%.

Förderung und Infrastrukturausbau in Deutschland

In Deutschland setzt man auf Förderung. So hat der Bund vor zwei Jahren eine Summe von 600 Mio. Euro als Kaufprämie für Elektroautos zur Verfügung gestellt: 2000 Euro pro Neufahrzeug. Komplett überzeugen konnte dieser Anreiz bislang offensichtlich noch nicht, denn acht Monate vor dem Ablauf der Frist waren „nur“ etwas mehr als 80.000 Anträge bewilligt, so dass bislang ca. 160 Mio. Euro ausgezahlt wurden. Andreas Obersteller, der Präsident des zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle möchte mit den übrigen Mitteln statt der angedachten Verlängerung der Frist, eher den Bau von privaten Ladestationen fördern. Denn Ladesäulen vor der Tür werden mehr und mehr zum Wettbewerbsfaktor: Wer ein Elektroauto fährt, bucht beispielsweise seinem Urlaub lieber in einem Hotel, in dessen Tiefgarage Lademöglichkeiten vorhanden sind. Gleiches gilt für Einkaufszentren, Restaurants oder Ausflugsziele.

Entscheidende Faktoren: Ladeinfrastruktur, Reichweite und Preisunterschiede

Wie schnell sich das Elektroauto tatsächlich durchsetzt hängt tatsächlich stark von der vorhandenen Infrastruktur ab. In einer Umfrage des Forsa-Instituts setzten 90 Prozent der Befragten eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur als entscheidende Grundvoraussetzung für Elektroautos voraus. Jeweils ca. 80% der Teilnehmer wünschen sich zudem eine Reichweite von mehr als 500 km, sowie keine oder nur geringe Preisunterschiede zu Verbrenner-Autos. Mittlerweile sind dies bei weitem keine unrealistischen Vorstellungen mehr. Daher ist es nurmehr eine Frage von wenigen Jahren, bis Elektromobilität den Benzinmotor als Standard verdrängt.

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Die besten Elektromobilitäts-Aktien

Neben Elektroautopionier Tesla gibt es rund um das Thema E-Mobility zahlreiche Technologie- und Zulieferfirmen, die besonders stark vom Aufstieg des Elektroantriebs profitieren. Drei dieser Unternehmen stellen wir Ihnen jetzt vor.

BYD: Größter Akku- und Elektroautohersteller der Welt

BYD (ISIN: CNE100000296 – Symbol: BY6 – Währung: EUR) ist weltweit nicht nur der größte Elektroautohersteller, sondern auch der größte Produzent von wiederaufladbaren Akkus und anderen Stromspeicherlösungen. Diese werden vor allem in Mobiltelefonen, aber auch in den eigenen Elektrofahrzeugen eingesetzt. Aber auch für Kraftwerke und Privathaushalte gibt es innovative Stromspeicherlösungen. Da getrieben durch den Elektroautoboom in den kommenden Jahren auch die Nachfrage nach den Batterien und Stromspeicherlösungen durch die Decke gehen dürfte, stehen dem in Hong Kong börsengelisteten Unternehmen glänzende Zeiten ins Haus. Unternehmensgründer Wang Chuan-Fu hat das ehrgeizige Ziel mit seinem Unternehmen, das nach dem Akronym „Build Your Dream“ benannt wurde, einmal mehr als 150 Mrd. USD Umsatz zu erzielen. Im Vergleich zu 2017 würde dies glatt eine Verzehnfachung bedeuten.

Starkes Wachstum bei Elektrobussen

Im vergangenen Jahr verkaufte BYD dank des gewaltigen Heimatmarktes immerhin 5.000 Elektroautos mehr als Konkurrent Tesla und verteidigte so zum dritten Mal in Folge den Titel als weltweit größter Elektroautoproduzent. BYD verfügt im Gegensatz zu Tesla über eine deutlich breitere Produktpalette. Während Tesla insgesamt gerade mal vier Modelle im Angebot hat, verfügt BYD über vier PKW, drei Hybridfahrzeuge, sowie sechzehn elektrische Nutzfahrzeuge und Busmodelle. Bei Elektrobussen ist BYD besonders stark. Laut Spiegel sind von weltweit knapp 400.000 elektrisch betriebenen Bussen satte 99% in China unterwegs. Damit fahren rund 20% der öffentlichen Busse in China bereits elektrisch – mit steigender Tendenz. Viele davon stammen aus dem Hause BYD. Doch auch außerhalb des Heimatmarktes rollen bereits BYD-Busse, unter anderem in den USA, Großbritannien, Italien und Skandinavien. Auch aus anderen Ländern gibt es zahlreiche Großaufträge.

Elektrofahrzeugsparte auf der Überholspur

Im Juli 2018 wurden von BYD erstmals knapp mehr Elektro- und Hybridfahrzeuge (Autos, Busse und LKWS) als mit Benzin betriebene Fahrzeuge abgesetzt. Im September verkaufte BYD mit knapp 28.000 Fahrzeugen dann bereits +40% mehr Fahrzeuge mit alternativen Antrieben als mit fossilen Kraftstoffen. Auf Monatsbasis wurden knapp 28.000 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben verkauft, die sich zur Hälfte in Hybrid und reine Elektrofahrzeuge aufteilen. Im Neunmonatszeitraum liegen mit Verbrennungsmotor ausgestattete Fahrzeuge mit 208.000 ausgelieferten Exemplaren zwar noch um ca. 65.000 Stücke vorn, aber der Abstand verringert sich von Monat zu Monat. Im kommenden Jahr dürfte der Verbrennungsmotor dann zumindest konzernintern abgehängt werden.

Warren Buffet beweist den richtigen Riecher

Im Jahr 2018 machte bei BYD der Einstieg von Investorenlegende Warren Buffet Schlagzeilen. Die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway beteiligte sich mit rund 8,25% an BYD und bezahlte dafür rund 230 Mio. USD und einen Preis von ca. 8 HKD. Der Konzern produzierte damals vor allem Handyakkus, plante aber bereits in das Elektromobilitäts-Geschäft einzusteigen. Buffett bewies wieder einmal den richtigen Riecher: Nach einer wilden Achterbahnfahrt liegt der Preis heute bei rund 53 HKD oder 5,80 Euro, so dass das Investment nach rund zehn Jahren in etwa 1,5 Mrd. USD wert ist. Ein Kursplus von immerhin mehr als +500% und die Erfolgsgeschichte ist möglicherweise gerade erst am Anfang. Davon ist auch Buffet überzeugt, denn in einem Interview mit dem chinesischen Staatsfernsehen bekräftigte er kürzlich, dass ihm das Investment in BYD sehr am Herzen liege.

Gewinnwarnung bringt Aktie unter Druck

Da die chinesische Regierung die Subventionen für Elektroautos zuletzt deutlich heruntergeschraubt hat, fiel der Gewinn 2017 trotz einer Umsatzsteigerung von +19% auf 52 Mrd. Yuan von fünf Mrd. Yuan auf vier Mrd. Yuan. Für 2018 wird mit einem zwischenzeitlichen Gewinneinbruch von bis zu 83% gerechnet – trotz weiterhin zweistellig steigender Umsätze. Die Aktie geriet entsprechend unter Druck. Dennoch ist die BYD Aktie auf alle Fälle einen Blick wert. Denn das Unternehmen ist im Gegensatz zu Tesla zum einen schon seit Jahren profitabel, zahlt eine Dividende (0,28 HKD für 2017) und zum anderen ist es deutlich breiter aufgestellt. Es ist daher damit zu rechnen, dass die Gewinne von BYD ab dem kommenden Jahr wieder deutlich zulegen werden.

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Spekulatives Langfrist-Investment

Wer auf den Trend Elektromobilität setzt und direkt in einen Hersteller investieren möchte, der hat mit BYD eine im Vergleich zu Tesla deutlich günstigere Alternative. Doch auch die Batterie- und Akkusparte des an der Börse mit knapp 17 Mrd. Euro bewerteten Unternehmens ist spannend, denn auch hier stehen alle Zeichen auf Wachstum. Wir gehen davon aus, dass BYD seinen Wettbewerbsvorsprung nutzen wird und auch in den kommenden Jahren sowohl bei Elektrofahrzeugen als auch bei Akkus stark steigende Verkaufszahlen erzielen wird. Dies sollte die Gewinne des Konzerns dann wieder deutlich nach oben treiben. Die strategische Entscheidung sich in den kommenden Jahren komplett zum E-Mobility Konzern zu wandeln dürfte sich langfristig auszahlen. Alles in allem ist die BYD-Aktie zwar schwankungsfreudig und spekulativ, aber mit entsprechendem Anlagehorizont zweifellos auch sehr aussichtsreich.

Panasonic: Vom Elektronikkonzern zum Automobil-Unternehmen?

Obwohl Panasonic (ISIN: JP3866800000 – Symbol MAT1 – Währung EUR) immer noch von vielen als Hersteller von TV-Geräten und Stereoanlagen gesehen wird, liegt die Zukunft des Unternehmens zu einem großen Teil im Bereich Elektromobilität. Das Unternehmen wandelt seinen Schwerpunkt derzeit weg von Unterhaltungselektronik hin zu Systemlösungen und Komponenten für Industriekunden. Das Automobilgeschäft mit Bordelektronik, digitalen Cockpits inklusive Infotainmentsystemen und Akkus ist dabei einer der wichtigsten und wachstumsstärksten Geschäftsbereiche.

Marktführer bei E-Auto-Akkus

Für die Lithium-Ionen-Batterien, die Panasonic als führender Anbieter in stark steigenden Stückzahlen produziert, wird über das Jahr 2021 hinaus ein jährliches Marktwachstum von 17% prognostiziert. Die steigende Nachfrage ist unter anderem auf die steigende Anzahl von Solar- und Windprojekten zurückzuführen, aber vor allem und in erster Linie auf Elektrofahrzeuge, dem mit Abstand am schnellsten wachsenden Segment. Akkus sind wertmäßig das Kernstück aller Elektroautos. Diesen milliardenschweren Weltmarkt haben asiatische Hersteller komplett unter sich aufgeteilt. Panasonic ist dabei mit einem Marktanteil von mehr als einem Drittel unangefochtener Marktführer noch vor dem BYD Konzern aus China, der auf knapp ein Fünftel kommt. Dritter im Bunde ist LG aus Südkorea mit rund 10% Weltmarktanteil.

Antriebssysteme für Automobilhersteller

Die Tochtergesellschaft Panasonic Automotive Systems Company of America hat auf der CES-Messe in Las Vegas eine sogenannte ePowertrain-Plattform für Elektroautos vorgestellt. Das System, das mit Elektromotor, Ladegerät und Wechselrichter die wichtigsten Komponenten für den Elektroantrieb beinhaltet, sei für große globalen Automobilhersteller entwickelt worden, so Panasonic in einer Pressemitteilung. Die ePowertrain-Plattform soll weiter ausgebaut werden, damit das System auch für E-Bikes und Micro-Elektrofahrzeuge genutzt werden kann. Der energieeffiziente Antriebsstrang ist sehr kompakt und kann daher äußerst flexibel in Elektrofahrzeugen aller Art integriert werden.

Milliardeninvestment in Tesla schafft Abhängigkeiten

Offenbar will sich das Unternehmen durch die Entwicklung von Antriebssträngen auch unabhängiger von Tesla machen. Die Japaner haben mehrere Milliarden USD in die Gigafabrik des Elektroautoherstellers investiert. Dass Elon Musk meist hinter seinen ambitionierten Produktionszielen zurückblieb, traf Panasonic daher besonders stark. Zum Ende des Geschäftsjahres 2017/18 lag die Autosparte des Konzerns rund 10% unter Plan. Dass dies in erster Linie auf die Produktionsverzögerungen bei Teslas Model 3 zurückzuführen ist, wurde Pressevertretern auf Nachfrage ohne Umschweife erklärt. Nachdem die Produktion bei Tesla zuletzt hochgefahren wurde zeigten sich die Japaner mittlerweile deutlich zufriedener.

Batteriefabrik in China und Partnerschaft mit Toyota

Aktuell macht die Automobilsparte bereits 21% des Konzernumsatzes aus – mit steigender Tendenz. Bis 2021 will Panasonic die Umsatzerlöse in dem Bereich von 13 Mrd. Euro im Jahr 2017 auf mindestens 19 Mrd. Euro steigern. Ein Drittel davon entfallen auf Auto-Akkus, die mittlerweile wiederum bereits mehr als die Hälfte des gesamten Akku-Umsatzes von Panasonic ausmachen. Um die Abhängigkeit von Tesla auch in diesem Bereich zu senken hat der Konzern gerade eine neue Batteriefabrik in China gebaut, die ab dem kommenden Jahr chinesische Automobilhersteller beliefern soll. Darüber hinaus wurde eine enge Kooperation mit Toyota zur Entwicklung neuer Batterie-Technologien vereinbart.

Automobilgeschäft sorgt für Wachstumsfantasie

Nachdem das Hauptgeschäft mit der Unterhaltungselektronik zuletzt jahrelang stagnierte, bringen die Neuausrichtung und der verstärkte Fokus auf den Automobilbereich wieder frischen Wind und Wachstumsfantasie ins Unternehmen. Im Jahr 2017/ 2018 stieg der Konzernumsatz um knapp +10% von 7,3 Bio. JPY auf 8 Bio. JPY. Gleichzeitig stieg das Ergebnis pro Aktie um +58% von 64 JPY auf 101 Yen (ca. 0,78 EUR). Bei einem Aktienkurs von 9,50 Euro liegt das KGV bei moderaten 12. Pro Aktie wird eine Dividende von 30 Yen ausgeschüttet, was rund 0,23 Euro und einer Dividendenrendite von 2,4% entspricht.

Korrektur bietet Einstiegsgelegenheit

Nach Höchstkursen von 13,50 Euro ist die Panasonic-Aktie bis Herbst 2018 wieder unter die Marke von 10 Euro zurückgefallen. Auf dem aktuellen Kursniveau von 9,50 Euro könnte sich ein längerfristiger Einstieg auszahlen. Für Elektroautos liefert Panasonic komplette Antriebsmodule, Akkus, Bordelektronik, Cockpitsysteme und Infotainment. Der Zulieferer, der die wichtigsten Bauteile von Elektroautos abdeckt, könnte im Prinzip auch ein eigenes Elektroauto entwickeln. Deutlich lukrativer dürfte es jedoch sein, die hochwertigsten Komponenten eines Elektroautos an zahlreiche verschiedene Automobilunternehmen zu liefern. Vom Megatrend Elektroauto wird Panasonic stark profitieren. Die Aktie ist daher ein aussichtsreiches Investment, um längerfristig auf den Trend Elektromobilität zu setzen.

Hella: Automobilzulieferer profitiert von den neuen Trends am Automobilmarkt

Der Automobilzulieferer Hella (ISIN: DE000A13SX22 – Symbol: HLE – Währung: EUR) aus Lippstadt gilt als einer der Weltmarktführer bei Licht und Elektronik im Automobil. Das Familienunternehmen, das zu den 40 größten Autozulieferern weltweit zählt, gehört ebenfalls zu den Profiteuren der neuen Megatrends der Branche. Während Zulieferer rund um Verbrennungsmotor und Getriebe durch den Trend zum Elektro-Auto mittelfristig Existenzsorgen plagen, ist Hella klarer Nutznießer. Denn die hergestellten Komponenten werden unabhängig von der Antriebstechnologie benötigt. Zudem ist Hella sowohl bei Elektroautos, als auch bei selbstfahrenden Fahrzeugen mit innovativen Produkten am Puls der Entwicklung dabei.

Intelligente Batteriesteuerungen erhöhen die Reichweite von Elektroautos

Hellas intelligente Batteriesteuerungen sparen Energie und sind daher in Elektroautos, in denen jeder unnötige Stromverbrauch Reichweite kostet, geradezu unverzichtbar. Der Verkauf von elektronischen Steuereinheiten für Lithium-Ionen-Batterien und Batteriesensoren dürfte in den kommenden Jahren überproportional wachsen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen neben Software und intelligenten LCD-Scheinwerfern beispielsweise auch Kamera- und Radarsensoren, die Hindernisse auf der Fahrbahn erkennen können. Das selbstfahrende Fahrzeug lenkt dann automatisch aus der Gefahrenzone. Kooperationen bestehen in diesem Geschäftsfeld unter anderem mit dem führenden Chiphersteller Nvidia. Dieser ist wie Hella ein Wegbereiter für den Trend zum Autonomen Fahren, einem weiteren kaum aufzuhaltenden Megatrend der Automobilbranche.

Zweistelliges Gewinnwachstum

Das Umsatzwachstum fiel im vergangenen Geschäftsjahr 2017/18 mit einer Steigerung um 7% von 6,6 auf 7,1 Mrd. Euro zwar wie im Vorjahr moderat aus, aber die Gewinne legten dafür jeweils umso stärker zu. Das Ergebnis je Aktie wurde 2017/18 um +14% von 3,08 Euro im Vorjahr auf 3,50 Euro gesteigert. Bereits im Vorjahr hatte der Gewinn je Aktie mit +27% außerordentlich stark zugelegt. Und auch das laufende Geschäftsjahr 2017/18 ist vielversprechend gestartet. Neben einer Umsatzsteigerung von +10% auf 1,8 Mrd. Euro gelang auch eine Steigerung des Vorsteuerergebnisses um +12%. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung wurde die Dividende zuletzt um +14% von 0,92 Euro auf 1,05 Euro angehoben.  Bei einem Aktienkurs von 40 Euro entspricht dies einer Dividendenrendite von immerhin 2,6%.

Aktie auch für konservativere Anleger geeignet

An der Börse wird Hella derzeit mit rund 4,5 Mrd. Euro und einem geschätzten KGV von 11 (Geschäftsjahr 2018/19) sehr moderat bewertet. Die Aktie, die Ende 2014 zu 26,50 Euro an der Börse platziert wurde, ist nach Höchstkursen von knapp unter 60 Euro Anfang 2018 in eine mehrmonatige Korrektur übergegangen. Auf dem aktuellen Kursniveau von ca. 40 Euro bietet sich auch konservativeren Anlegern nun möglicherweise eine interessante langfristige Einstiegsgelegenheit. Als erstes Kursziel könnten auf Sicht von 12 bis 18 Monaten die alten Höchststände anvisiert werden, was einem Kurspotenzial von annähernd +50% entspricht.

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