Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Software AG: Cloud & IoT wachsen um 144%

Die Software AG unterstützt die digitale Transformation von Unternehmen. Mit der Digital Business Platform können Unternehmen besser mit Kunden interagieren, ihre Geschäftsmodelle weiterentwickeln und neue Marktpotenziale erschließen.
Im Bereich Internet der Dinge (IoT) bietet die Software AG ihren Kunden führende Lösungen zur Integration, Vernetzung und zum Management von IoT-Komponenten sowie zur Analyse von Daten und zur Vorhersage von zukünftigen Ereignissen auf Basis künstlicher Intelligenz.

Das Unternehmen ist in einigen Zukunftsfeldern gut positioniert und dieser Umstand sollte durchaus in die Bewertung mit einfließen. Man schmückt sich gerne mit großen Begriffen wie Cloud und IoT, doch die reale Performance kann man durchaus als durchwachsen bezeichnen.

Schöne Worte!

Das hört sich doch erst mal gut an, doch leider folgen die Zahlen nicht. Der Umsatz ist seit 2010 rückläufig und von 1,12 Mrd. auf 0,88 Mrd. Euro gesunken. Seit 2015 konnten die Einnahmen zumindest stabil gehalten werden.

Beim Gewinn sieht es etwas besser aus, denn er ist zumindest noch ungefähr auf demselben Niveau wie 2010.
Große Freudensprünge dürfte diese Tatsache aber wohl nicht auslösen. Es ist schon fast erstaunlich, dass die Aktie in diesen Jahren dennoch gut lief.

Die Cloud brummt

Aber es ist eben wie immer. Die Hoffnung treibt die Kurse und der Ausblick sieht doch immer so gut aus.

Die jüngsten Unternehmenszahlen ergeben aber ein anderes Bild. Darüber hinaus könnte man die Kommunikation mit den Eigentümern – den Aktionären – durchaus kritisieren.
Im ersten Quartal titelte man beispielsweise „Software AG erhöht Ausblick 2018 für IoT & Cloud“. Das war zwar richtig, doch leider macht der Cloud Bereich keine 5% des Geschäfts aus. In allen anderen Bereichen waren die Einnahmen rückläufig und der Gesamtumsatz sank um 9,4%.

Ich hatte auf diese Tatsachen frühzeitig hingewiesen und gewarnt. Anschließend ging es mit der Aktie 15% abwärts.

Q3

Seitdem ist aber natürlich einige Zeit vergangen. Neue Vorstände wurden bestellt und die Zahlen für das dritte Quartal liegen vor.

Vorweg: Die Kommunikation hat sich keinen Deut verbessert. Auf der IR-Seite wird zuerst auf das massive Wachstum von 144% im Bereich Cloud & IoT hingewiesen.

Doch insgesamt ist der Umsatz in den ersten neun Monaten von 610,6 auf 601,2 Mio. Euro gesunken. Das Ergebnis ist von 1,61 auf 1,67 Euro je Aktie zumindest leicht gestiegen.

Der Gewinn hat sich also etwas verbessert. An dieser Stelle scheint es aber eher unwahrscheinlich, dass für das Gesamtjahr 2,54 Euro je Aktie erzielt werden können.
Das ist der bisherige Konsens, doch das Unternehmen selbst erwartet nur 2,38 Euro. Was exakt dem Vorjahresergebnis entspricht und wohlgemerkt ein Non-IFRS-Ergebnis ist.

Nach IFRS Richtlinien hätte der Gewinn in den ersten neun Monaten nicht 1,67 Euro, sondern 1,40 Euro betragen.

Fundamentale Lage

Doch welche Zahlen nimmt man nun als Grundlage? Man könnte durchaus argumentieren, dass es die internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) nicht ohne Grund gibt.
Andererseits könnte man auch die Haltung vertreten, dass der freie Cashflow mit dem Non-IFRS-Ergebnis nahezu exakt übereinstimmt und daher aussagekräftiger ist.

Nimmt man diesen Wert als Grundlage, erwartet das Unternehmen also einen Gewinn von 2,38 je Aktie – nach 2,38 und 2,37 Euro in den beiden Vorjahren.

Ohne jegliche positive Entwicklung beim Ergebnis ist ein KGV von 16,7 nur schwer zu rechtfertigen. Die Dividendenrendite liegt der Vollständigkeit halber bei 1,8%.

Charttechnik

Die Aktie hat den mehrjährigen Aufwärtstrend verlassen und bildet zunehmend bärische Muster aus.

Solange der Wert unter 43,25 Euro notiert, ist die Lage eher problematisch. Erst darüber würde sich die Lage nachhaltig entspannen. Gelingt ein anstieg über 40,25 Euro, wäre das ein erstes positives Zeichen und würde zumindest den Weg in Richtung 43,35 Euro freimachen.

Grundsätzlich droht aber jederzeit ein Rückfall in Richtung 38 Euro. Darunter kommt es zu prozyklischen Verkaufssignalen mit einem Kursziel bei 35 Euro. Fällt auch diese Unterstützung, müssen Verluste bis 32,50 und 30 Euro eingeplant werden.

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