Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Scout24: Die Bullen geraten in die Defensive

Gleich dreimal in den letzten sechs Wochen geriet die Aktie des Anzeigeplattform-Betreibers Scout24 kräftig unter Druck. Noch ist daraus keine Trendwende entstanden. Aber mit sukzessive tiefer liegenden Zwischenhochs dürften die Bären hier bereits sprungbereit auf ihren Einsatz warten. Der erste Abwärtsruck erfolgte als Reaktion auf die am 18. Juli übermittelte Nachricht, dass Scout24 Finanzcheck.de für 285 Millionen Euro übernommen habe. Vielen Akteuren erschien der Preis als zu hoch. Die Aktie, die gerade am Morgen dieses 18. Juli ein Rekordhoch erzielt hatte, brach vom Hoch bei 48,62 Euro aus in der Spitze um zehn Prozent weg, bevor es gelang, die Abschläge einzudämmen.

Dennoch blieb im Candlestick-Chart ein „bearish engulfing pattern“, der eine Korrektur einleitete, die am 13. August auf die nächsten kursbewegenden Nachrichten traf: die Bilanz des zweiten Quartals. Die Ergebnisse zeigten zwar Wachstum und lagen so, dass die avisierten Gesamtjahresziele erreichbar seien, so das Unternehmen. Aber erneut hatten die Bullen gut zu tun: Die Aktie eröffnete als Reaktion auf das Zahlenwerk fünf Prozent im Minus, um dann indes fünf Prozent im Plus zu schließen. Dass die Aktie derart markant die Richtung wechseln konnte, obgleich die vor Handelsbeginn präsentierten Zahlen am Abend immer noch dieselben waren, zeugt zwar einerseits davon, dass die Käufer hier zusehen, dass ihnen nichts anbrennt. Aber es ist zugleich eine Achillesferse:

Expertenmeinung: Ob man Scout24 als noch billig oder bereits zu teuer einstuft, ist eine sehr individuelle Frage, denn es fehlt an vergleichbaren Unternehmen. Würden die 1,61 Euro, die die Analysten der Aktie im Schnitt für 2018 als Gewinn zutrauen, auch verdient, würde sich daraus ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von aktuell 28 ergeben. Aber ist das teuer oder billig? Das durchschnittliche Kursziel der Experten hilft da auch nicht weiter, denn das liegt genau dort, wo die Aktie am Donnerstag schloss. Und die durchschnittliche Einstufung liegt geringfügig über „Halten“. Damit bleibt Scout24 eine subjektive Angelegenheit und die Charttechnik damit ein besonders wichtiger Anhalt, wenn sich die Frage stellt: kaufen oder verkaufen? Das wird auch dadurch deutlich, dass die Aufholjagd nach der Quartalsbilanz gleich am Folgetag erneutem Abgabedruck wich:

Man weiß nicht, wie man mit der Aktie umgehen soll. Interessant war, dass die Nachricht, dass der Scout24-Chef Gregory Ellis aus persönlichen Gründen so schnell wie möglich ausscheiden will, am Donnerstag den dritten Tag mit kräftigem Abgabedruck auslöste. Man weiß zwar nicht, ob dieser erwünschte Abgang daran liegt, dass im Unternehmen der Haussegen schief hängt, aber die Akteure reagieren dünnhäutig. Auch, wenn es schon wieder gelang, die Aktie zum Handelsende vom Tagestief wegzuziehen: Das Gesamtbild wirkt angeschlagen. In den letzten Monaten hat sich im Bereich 41,60/42,20 Euro eine Unterstützungszone herausgebildet, die man im Auge behalten sollte. Da die 200-Tage-Linie mit 40,20 Euro recht nahe an diese Zone herangelaufen ist, sollte man diesen gleitenden Durchschnitt besser mit in diese Zone integrieren. Sollte diese Zone fallen, wäre eine recht breite Toppbildung vollendet und der Weg nach unten auch deswegen womöglich sehr lukrativ, weil eben diese Frage, ob Scout24 teuer oder günstig bewertet wäre, bei fallenden Kursen eher zu Gunsten der Bären beantwortet würde.

Chart vom 30.08.2018, Kurs 44,62 Euro, Kürzel G24

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