Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Euro Stoxx 50: Eine 30 Punkte-Zone, die alles entscheidet

Die vergangene Woche hatte für den europäischen Leitindex Euro Stoxx 50 zwar schlecht begonnen, aber gut geendet. Nicht wenige dürften sich sicher gewesen sein, dass der Kelch der Wende wieder einmal an den Bullen vorübergezogen ist, der Index die Kurve nach oben bekommen hat. Am Montag sah das indes schon wieder ganz anders aus.

Das Minus von 1,63 Prozent machte deutlich, dass die charttechnisch entscheidende Zone keineswegs bereits effektiv verteidigt ist. Und dass das Lager der Bären Schützenhilfe seitens der Rahmenbedingungen hat, dürfte diejenigen, die derzeit auf einen Anstieg an und über die bisherigen Jahreshochs setzen, nervös machen. Die Rhetorik des US-Präsidenten vom Wochenende gegenüber der EU war äußerst aggressiv. Im Verlauf der Woche sollen erste echte Verhandlungen zum Thema Handel starten, man darf gespannt sein, was die US-Seite da auf ihre Forderungsliste packt. Allerdings wäre allzu viel Zuversicht wohl gewagt. Und das gilt nicht minder für die in den nächsten Tagen beginnenden EU-Wahlen.

Ein Europa, das politisch immer weiter zergliedert ist, dessen Mitglieder selten mit einer Stimme sprechen, dessen Wachstum ins Wanken geraten ist, das ist für die USA in Sachen Handelskonflikt ein weit harmloserer Gegner als China. Und dass einige Unternehmen wie Infineon bereits vorsorglich versuchen, den Zorn der USA von sich abzuwenden, in dem sie den US-Druck auf Huawei umsetzen, machte vielen zum Wochenstart deutlich: Europa ist derzeit in einer brisant schwachen Situation. Ein gefundenes Fressen für die Bären, was den Euro Stoxx 50 angeht?

Expertenmeinung: Das wäre dann der Fall, wenn die bullische Seite jetzt nicht umgehend effektive Gegenwehr zeigen würde. Dass der Index knapp unterhalb der 20-Tage-Linie nach unten abgewiesen wurde und damit ein tieferes Zwischenhoch als das vom April ausbildete, ist zwar potenziell bärisch. Aber es ist eine 30 Punkte schmale Zone, auf die es jetzt ankommt.

Erst, wenn sie gefallen wäre, wäre der Weg der Short-Seller frei, wären die Bullen geschlagen. Sie sehen im Chart, um welchen Bereich es da geht: Zwischen 3.245 und 3.275 Punkten finden sich zahlreiche, bis ins Frühjahr 2018 zurückreichende Wendemarken. Daraus ist eine massive Auffangzone entstanden, die zudem noch durch die 200-Tage-Linie verstärkt wird, die derzeit bei 3.277 Punkten das obere Ende dieser Zone darstellt. Optisch teilt diese Zone die Handelsspanne des Euro Stoxx 50 in zwei Hälften.

Ein Schlusskurs, der signifikant unter diesem Bereich läge hieße, dass der Index von der bullischen in die bärische Zone der Handelsspanne gewechselt ist. Und Sie sehen auch, dass sich dort dann erst einmal keine zwingenden Unterstützungen aufdrängen würden. Schlusskurse unter dieser Zone könnten sich risikofreudige Akteure als Trigger für einen möglichen Short-Trade schon einmal in die Watchlist schreiben. Aber wie gesagt: Erst, wenn dieser Bereich wirklich gebrochen wurde, wären die Bullen geschlagen!

Chart vom 20.05.2019, Kurs 3.369,78 Punkte, Kürzel ESTX50 | LYNX Aktienempfehlungen

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