Sprouts Farmers Market Aktie aktuell Sprouts Farmers: Wirklich erstaunlich

News: Aktuelle Analyse der Sprouts Farmers Market Aktie

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Sprouts Farmers Market
ISIN: US85208M1027
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To the Sprouts Farmers Market Aktie

Der Gewinn von Sprouts hat sich verdoppelt, das Online-Geschäft sogar verdreifacht. Startet die Aktie jetzt endlich durch? Was kann man erwarten und wie sieht der Ausblick aus?

Diskrepanz

Sprouts gehört zu den wenigen Unternehmen, bei denen sich das Geschäft konstant gut entwickelt und die in den letzten Monaten (oder nach den jeweiligen Analysen) keine größere Rallye vollzogen haben.

Bisher scheint sich das Interesse für die Aktie in Grenzen zu halten. Ich finde das wirklich erstaunlich, denn operativ liefert das Unternehmen konstant ab.

Daher hatte ich mich auch positiv zum Unternehmen geäußert.
In der Analyse finden Sie eine ausführliche Einschätzung der Lage sowie entsprechenden Prognosen.
Sprouts Farmers: Sind Sie bei diesem Trend dabei?

Seitdem sind einige Monate vergangen. Die Aktie pendelt um den damaligen Kurs, unter dem Strich ist aber nicht viel passiert.

Neuigkeiten

Vor wenigen Tagen hat Sprouts Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt (Link).

Demnach legte der Umsatz im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr um 15% auf 6,50 Mrd. USD zu.
Das Ergebnis hat sich von 1,25 auf 2,43 USD je Aktie nahezu verdoppelt.

Im vierten Quartal lag das Umsatzplus bei 17%. Der Gewinn hat sich von 0,27 auf 0,58 USD je Aktie sogar mehr als verdoppelt.

Das Unternehmen hat in diesen drei Monaten 6 neue Niederlassungen eröffnet. Inzwischen betreibt man 362 Stores.
Darüber hinaus hat man im Jahresverlauf 299 Mio. USD an Schulden getilgt.

Inzwischen tendiert die Nettoverschuldung gegen null und Sprouts kann die Expansion komplette aus dem laufenden Cashflow finanzieren.

So sieht profitables Wachstum aus. Man kann wirklich nicht meckern. Dementsprechend lösten die Zahlen auch einen Kurssprung aus, die Freude hielt allerdings nur kurz.

Fragezeichen

Auf den ersten Blick erscheint das vollkommen unverständlich. Grund dafür dürfte der schwache Ausblick sein.

Für 2021 erwartet man zwar 20 Neueröffnungen, der Umsatz soll allerdings nur leicht steigen und der Gewinn sogar auf 1,78-1,91 USD je Aktie rückläufig sein.

Aktuell entspräche das einer forward P/E von 11,4. Da in den Folgejahren wieder ein Gewinnwachstum von 9-17% erwartet wird, ist das nicht gerade viel.

Abgesehen von der Unsicherheit durch Covid bietet Sprouts aber kaum Anhaltspunkte, warum man derartig verhalten in die Zukunft blickt.
Selbst der Earnings Call gab kaum Aufschluss (Link).

Man kann nur mutmaßen.
Sprouts hat auch in der Vergangenheit meistens sehr konservative Prognosen vorgelegt, daher hat man in den letzten zehn Quartalen auch in neun Fällen die Erwartungen übertroffen.

Das erklärt den schwachen Ausblick aber bestenfalls zum Teil. Man erwartet scheinbar auch Preisdruck beim Wareneinkauf.

Was kommt nach Corona?

Darüber hinaus hatte sich das Online-Geschäft 2020 fast verdreifacht und macht inzwischen fast ein Sechstel der Konzernumsätze aus.

Es wird sich allerdings noch zeigen müssen, ob dieser Trend anhält.
Es wäre jedenfalls sehr erfreulich. Denn Online-Bestellung sind durchschnittlich doppelt so groß wie Einkäufe im Laden.

Daher kann man davon ausgehen, dass die Margen in diesem Segment auch höher sind.
Geht das Online-Geschäft nach Corona wieder zurück, könnte das Druck auf die Margen ausüben.

Unter dem Strich scheint der Ausblick so ziemlich alles an Gegenwind zu reflektieren, den es geben könnte. Die Betonung liegt auf „könnte“.

Wir dürfen gespannt sein, was die nächsten Monate bringen werden. Den Worten der Sprouts-Führungsebene zufolge haben die positiven Trends bisher angehalten.
Dementsprechend hoch ist wohl die Wahrscheinlichkeit für positive Überraschungen.

Die Insider scheinen sich ebenfalls in diese Richtung zu positionieren. Seit August vergangenen Jahres wurde nur gekauft und niemand hat Anteile abgestoßen.

Vielleicht sollte man auf Unternehmensebene analog agieren und wieder Buybacks beschließen. Leisten könnte man es sich.

Chart

Für antizyklische Investoren ist der gesamte Bereich zwischen 21 und 15,50 USD interessant. Da die Bodenbildung noch läuft, kann man schrittweise einsteigen.
Noch befindet sich die Aktie im Dornröschenschlaf.

Über 23 und 25 USD käme es hingegen zu prozyklischen Kaufsignalen. Gelingt ein Ausbruch über 27,50 USD, wäre die Bodenbildung abgeschlossen und der Weg zur Oberseite frei.

Chart vom 01.03.2021 Kurs: 21,11 Kürzel: SFM - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 01.03.2021 Kurs: 21,11 Kürzel: SFM – Wochenkerzen

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Vorherige Analysen der Sprouts Farmers Market Aktie

Sprouts Farmers Market ist eine Supermarktkette mit rund 350 Niederlassungen. Im Mittelpunkt stehen gesunde und natürliche Bio-Lebensmitteln.

Nur gute Vorsätze?

Das Gesundheitsbewusstsein nimmt zu, gerade bei besserverdienenden. Bio liegt im Trend und dementsprechend ist es naheliegend, sich auf diesen Bereich zu spezialisieren.

Der Erfolg von Sprouts Farmers Market spricht jedenfalls für sich. In den letzten zehn Jahren konnte man den Umsatz von 517 Mio. auf 5,64 Mrd. USD mehr als verzehnfachen.
Der Gewinn kletterte in diesem Zeitraum von quasi null auf zuletzt 150 Mio. USD, was 1,25 USD je Aktie entspricht.

Sprouts kommt derzeit auf eine P/E von 17,5 und eine forward P/E von 12. Bei den gegebenen Charakteristiken ist das sehr attraktiv.

Wo liegen also die Probleme, wovor fürchten sich Anleger? Zu hohe Schulden, sinkende Wachstumsraten oder übermächtige Konkurrenten?

Wie schultert man die Expansion?

Das erstaunliche daran ist, dass man die enorme Expansion aus dem laufenden Cashflow finanzieren konnte.
Man wächst stetig und profitabel. Daher hat der Konzern weder nennenswerte Schulden, noch waren Kapitalerhöhungen notwendig.

Ganz im Gegenteil sogar. Man hat die Zahl der ausstehenden Papiere in diesem Zeitraum sogar von 137 auf 118 Millionen Stück reduziert.

Das Ende des Wachstums?

Auch in der jüngeren Vergangenheit hat man nicht nachgelassen. Sprouts steigert den Umsatz geradezu wie ein Uhrwerk um circa eine halbe Milliarde Dollar pro Jahr.

Doch wie lange wird man das noch fortsetzen können? Tatsächlich ist das Unternehmen bisher erst in 23 US-Bundesstaaten aktiv.
Man hat also noch erhebliches Potenzial zur geographischen Ausdehnung innerhalb der USA. Eine Expansion in Kanada wäre ebenfalls naheliegend.

Darüber hinaus befinden sich fast zwei Drittel aller Niederlassungen in nur drei Bundesstaaten.
Das Filialnetz ist in weiten Teilen alles andere als engmaschig. Das wäre es auch nicht , wenn man doppelt so viele Niederlassungen hätte.

Raum für Wachstum ist also ausreichend vorhanden. Die viel größere Gefahr könnte durch Amazon drohen.

Schock: Amazon als Konkurrent

Das ist auch der Hauptgrund, warum die Aktie so niedrig bewertet ist. Seitdem Whole Foods im Jahr 2018 von Amazon übernommen wurde, steht man in direkter Konkurrenz.

Die Börse scheut Unternehmen, die mit Amazon konkurrieren und das meist zurecht.
Der Internet-Gigant beherrscht es geradezu meisterhaft neue Märkte zu erobern und die Wettbewerber zu verdrängen.

Im Internet funktioniert das auch sehr gut, da es sich um ein Umfeld handelt, in dem „the winner takes it all“ gilt.
Nehmen Sie zum Beispiel Google. Die Suchmaschine ist schlichtweg am besten, dementsprechend tendiert der gefühlte Marktanteil in Richtung 100%.

Sprouts wird an der Börse so gehandelt, als wäre das in der physischen Welt auch der Fall.
Ist es aus meiner Sicht aber nicht. Lidl und Aldi, als beliebiges Beispiel, koexistieren auch.

Das Rad dreht sich

Der Markt mit Bio-Lebensmitteln ist wahrlich groß genug, um Raum für mehrere Wettbewerber zu bieten.
Bisher ist es Amazon auch nicht gelungen, die Geschäfte von Sprouts zu beeinträchtigen – obwohl Whole Foods massiv die Preise gesenkt hat.

Auch nach der Übernahme von Whole Foods ist Sprouts weitergewachsen. Umsatz, Gewinn und Cashflow sind gestiegen. Das aktuelle Geschäftsjahr bildet keine Ausnahme.

In den ersten sechs Monaten kletterte der Umsatz um 16% auf 3,29 Mrd. USD. Das Ergebnis legte sprunghaft um 77% auf 1,35 USD je Aktie zu.

Chart

Sprouts wurde in den letzten Jahren immer wieder im Unterstützungsbereich zwischen 17,50 und 20 USD aufgefangen. Nur im Corona-Crash kam es, zumindest kurzzeitig, zu noch tieferen Kursen.

Von März bis in den Juli hinein hat die Aktie allerdings einen Aufwärtsimpuls ausgebildet, jetzt könnte der nächste starten.
Mögliche Kursziele liegen bei 25 und 27,50 USD.

Über 27,50 und 30 USD würde sich das Chartbild nachhaltig aufhellen und es käme zu prozyklischen Kaufsignalen.

Chart vom 14.10.2020 Kurs: 21,91 Kürzel: SFM - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 14.10.2020 Kurs: 21,91 Kürzel: SFM