Porsche Automobil Holding: Showdown!

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Porsche Automobil
ISIN: DE000PAH0038
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Zur Porsche Automobil Aktie

Der Lack ist ab, was die großen Erwartungen an die deutschen Autobauer angeht, die diese Aktien zu Jahresbeginn massiv höher zogen. Daimler kommt dabei bislang gut davon, aber bei Volkswagen droht die Abwärtswende … und bei Porsche automatisch ebenso.

Denn die Porsche Automobil Holding ist nichts anderes als eine Beteiligungsgesellschaft, deren Hauptbeteiligung die Mehrheit der Volkswagen Stammaktien ist. Porsche-Fahrzeuge baut diese Holding also nicht, daher hilft es der Aktie nichts, wenn Porsche beim dramatischen Rückgang der Zulassungszahlen noch relativ gut dasteht. Porsche gehört zum VW-Konzern … und während dessen Vorzugsaktien direkt im DAX notiert sind, sind es die Stammaktien seit September indirekt: über die Porsche Automobil Holding.

Trotzdem steht die Porsche-Aktie in Relation zur VW Vorzugsaktie noch besser da. Bezogen auf den bisherigen Verlauf des Jahres 2021 stehen bei der VW-Vorzugsaktie nur noch etwa 16 Prozent Gewinn zu Buche, bei Porsche sind es ca. 42 Prozent. Das liegt zwar auch daran, dass die VW Stammaktie in den USA von in Foren organisierten Tradern eine Zeitlang massiv gekauft wurde. Aber was die Bewertung angeht, dürften sich die VW-Vorzugsaktie und die „Stammaktien-Hülle“ namens Porsche Automobil Holding nicht nennenswert unterscheiden.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Porsche Automobil Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Würde die Porsche-Aktie den Rückgang der VW Vorzugsaktie nachholen, müsste sie im Bereich zwischen 65 und 67 Euro landen. Möglich wäre das, aber noch hält eine Supportzone um 80 Euro, die das verhindert. Noch? Das Risiko, dass diese Linie bricht und diesmal im Gegensatz zum September nachhaltig (als es gelang, den Kurs im letzten Moment wieder über diese Unterstützung zu ziehen), ist mit Händen zu greifen.

Zum einen, weil man sieht, dass die Lieferengpässe einfach nicht enden wollen, zugleich die Inflation weiter steigt und die Autobauer diesen Kostenanstieg nicht vollumfänglich an die Kunden weitergeben können. Bei hochpreisigen Fahrzeugen gelingt das noch am ehesten, aber wie gesagt: Diese Porsche Automobil Holding ist letztlich Volkswagen in anderem Kleid.

Zum anderen, weil die Volkswagen Vorzugsaktie dieses letzte Tief vom September ihrerseits bereits nach unten durchbrochen hat und, im Gegensatz zur Porsche-Aktie, schon seit dem Sommer sukzessiv tiefere Zwischentiefs zeigt.

Chart vom 24.11.2021, Kurs 79,92 Euro, Kürzel PAH3 | Online Broker LYNX

Da der im Oktober unternommene Versuch, sich aus der Abwärtstendenz zu befreien, gescheitert ist und dadurch das Bild einer breit angelegten Toppbildung im Chartbild der Porsche-Aktie erst recht zementiert wurde, dürfte die Rückkehr der Aktie an diesen Supportbereich um 80 Euro die Bären anlocken. Ein weiterer, nennenswert schwacher Tag würde jetzt reichen, um die Aktie durch diese Auffanglinie zu drücken … und dann wäre der Weg nach unten erst einmal frei, die nächste Unterstützung von nennenswerter Bedeutung wäre dann erst die bei 73 Euro verlaufende, im März 2020 etablierte Aufwärtstrendlinie.

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In der letzten Woche sah der Chart des deutschen Automobilherstellers noch sehr vielversprechend aus. Zuvor konnte ein mehrmonatiger Abwärtstrend im Oktober gebrochen werden und kurzfristig zündete die Porsche-Aktie daraufhin den Turbo.

Wenig später bildete sich eine überaus konstruktive Zwischenkonsolidierung, welche eigentlich rund um den Bereich der gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 aufgehalten hätte werden sollen. Doch die Nachfrage nach der Aktie war zu gering und der Verkaufsdruck einfach zu hoch. Die Mini-Serie von höheren Hochs und höheren Tiefs wurde gebrochen. Auch die Tatsache, dass sich die Kurse jetzt deutlich unter die besagten gleitenden Durchschnitte befinden, ist kein sonderlich positives Signal.  

Expertenmeinung: Wir senken daher in unserer Follow-Up-Analyse unsere Aussichten unverzüglich von bullisch auf neutral. Die schwächelnden Signale der letzten Tage geben Anlass zur Sorge. Dennoch könnte die Aktie beim Verlassen der eingezeichneten Abwärtstrendlinie zumindest kurzfristig einen deutlichen Impuls nach oben generieren, wie wir es bereits in der Abwärtsbewegung von Juni bis Oktober immer wieder zu sehen bekamen.

Die Tatsache, dass der Trend jedoch wieder in eine neutrale Verkaufsphase übergegangen ist, ist jedoch bedeutender und somit ist die große Trendwende wohl vorerst einmal abgesagt.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 15.11.2021 Kurs: 84.02 Kürzel: PAH3 | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Mitte Oktober hatte es der deutsche Automobilhersteller geschafft und der Abwärtstrend der letzten Monate konnte abrupt beendet werden. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir die Porsche-Aktie auf bullisch hochgestuft und die Bullen lieferten wie nach Plan ab.

Doch die Stärke der letzten Wochen wird seit einigen Tagen abverkauft. Selbst die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 konnten die aktuelle Verkaufswelle nicht stoppen. Anleger fragen sich aktuell, wann hier der Turnaround passieren wird. Normalerweise hätten die Bullen rund um das Niveau von 87 USD bereits deutliche Stärke zeigen sollen, doch diese blieb unerwartet aus.

Expertenmeinung: Noch sehen wir hier eine Folge von höheren Hochs und höheren Tiefs. Somit befindet sich die Aktie mittelfristig noch in einem intakten Aufwärtstrend. Die Kurse haben sich aber aktuell dem Pivot-Tief von Mitte Oktober genähert.

Wenn die Aktie hier nicht dreht, wäre der Aufwärtstrend dahin und das Wertpapier würde wieder in eine neutrale Verkaufsphase übergehen. Keine wirklich guten Voraussetzungen für die kommenden Wochen. Vorerst belassen wir unsere Aussichten noch auf der bullischen Seite, doch Porsche wirkt deutlich angeschlagen.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 09.11.2021 Kurs: 84.48 Kürzel: PAH3 | Online Broker LYNX

Anfang der Woche sah es noch so aus, als wäre die im Juni begonnene Korrektur der Porsche Holding-Aktie abgeschlossen und der Weg nach oben wieder frei. Aber mit dem Beginn dieser Handelswoche kam auf einmal Verkaufsdruck auf … und jetzt wird es plötzlich wieder eng!

Es ist wirklich auffällig, dass die Aktie der Porsche Automobil Holding seit Anfang 2021 doppelt so stark gestiegen ist wie die Volkswagen Vorzugsaktie. Wenn man weiß, dass „Porsche“ nicht der Hersteller von Porsche-Sportwagen ist, sondern nur eine Beteiligungsgesellschaft mit knapp 1.000 Mitarbeitern, deren Hauptbeteiligung die Mehrheit der Volkswagen Stammaktien ist, stellt man sich natürlich die Frage, welche Berechtigung diese extreme Outperformance hat. Gut möglich, dass vielen eben nicht bewusst ist, dass man mit dieser Aktie nicht Porsche kauft, sondern nur eine Hülle um die Mehrheit der VW Stammaktien.

Zwar läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis trotz der Outperformance der Porsche Holding derzeit nicht höher als das der Volkswagen Vorzugsaktien. Aber wenn es darum geht, welche Perspektiven die Autobauer haben … wenn sich die Skepsis, die diese mehrmonatige Korrektur ja erst eingeläutet hatte, zurückmeldet und der Ausbruch aus dem Juni-Abwärtstrend zu Bullenfalle wird, helfen keine günstigen Bewertungen mehr. Denn „günstig“ ist subjektiv. Und wenn den Anlegern mit Blick auf die Entwicklung der kommenden Monate unwohl wird, wäre auch ein selbst für Autobauer relativ günstiges Kurs/Gewinn-Verhältnis von 6,2, welches aktuell für die durchschnittliche 2021er-Gewinnschätzung gilt, zu hoch.

Expertenmeinung: Angesichts der Produktionsprobleme, der steigenden Energiepreise, der insgesamt aus dem Ruder laufenden Erzeugerpreise auf der einen Seite und den langsam nervös werdenden Verbrauchern auf der anderen Seite, würde es nicht überraschen, wenn die Abgaben die letzten Tiefs unterschreiten und dann weitergehen würden. Immer vorausgesetzt, dass die Entzauberung der zu Jahresbeginn noch super-bullischen Vorhersagen der Automobilhersteller weitergeht.

Noch aber ist dieser seit Montagmorgen wieder aufgetauchte Abgabedruck nur „verdächtig“. Ein bärisches Signal steht bislang aus, noch könnte das bullische Lager das also verhindern. Aber die Entscheidungszone ist bereits umkämpft:

Die Aktie hat am Mittwoch zum Tagestief auf die 200-Tage-Linie zurückgesetzt, die in den letzten gut vier Wochen bereits zweimal getestet wurde und bislang standgehalten hatte. Genau dort verlaufen auch die kurzfristige Aufwärtstrendlinie sowie die zuvor überwundene Juni-Abwärtstrendlinie. Noch wäre das also nur ein Pullback an den Ausbruchslevel. Aber sollte die 200-Tage-Linie diesmal brechen, wäre es bis zu einem Schlusskurs unter dem Korrektur-Tief bei 78,46 Euro und damit einem sehr markanten Short-Signal kein weiter Weg mehr. Die Bullen sind also jetzt gefordert. Die Porsche-Aktie muss zügig das letzte Zwischenhoch bei 90,28 Euro überwinden, erst dann wäre die Kuh vom Eis!

Porsche Automobil Holding-Aktie: Chart vom 20.10.2021, Kurs 85,56 Euro, Kürzel PAH3 | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Während die Daimler Aktie und die BMW Aktie schon vor Wochen ihre Korrektur beenden konnten, hinken die anderen Automobilhersteller noch ein wenig hinterher. Volkswagen steht kur vor einem Ausbruch nach oben und die Porsche-Aktie konnte gerade den bärischen Tenor beenden.

Die Serie von tieferen Hochs und tieferen Tiefs ist vorbei und jetzt scheinen Anleger wieder nach vorn blicken zu können. Wie viel Kraft das jüngste Kaufsignal nach oben haben wird, bleibt abzuwarten. Wichtig ist vorerst, dass die Kurse nicht mehr unter das gebrochene Niveau und somit unter die Marke von 85 EUR zurückfallen. Der Trendwechsel in eine neutrale Kaufphase ist erst einmal geglückt.

Expertenmeinung: Ob der Ausbruch Flügel haben wir oder nicht, kann aufgrund der Ausbruchskerze relativ leicht beziffert werden. Diese bildete ein Tief bei 84.68 EUR und darf auf keinen Fall mehr nach unten gebrochen werden.

Das letzte Mal, als sich eine positive Kerze bildete und negiert wurde, war Anfang Juni. Danach ging die Korrektur munter weiter. Nach oben hin sehen wir durchaus gute Chancen, dass die Aktie die psychologisch wichtige Marke von 100 EUR noch dieses Jahr erreichen könnte. Wir geben Porsche vorerst positive Aussichten mit auf den Weg.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 14.10.2021 Kurs: 87.78 Kürzel: PAH3 | Online Broker LYNX

Am 20.9. schien es, als wäre die Toppbildung der Porsche-Aktie vollendet, aber dann gelang es in letzter Minute, die Aktie von der Klippe zu ziehen. Doch darauf hätte ein Befreiungsschlag nach oben folgen müssen – und der blieb aus. Jetzt ist die Aktie erneut nah am „Punkt X“.

Die Pkw-Neuzulassungen im September fielen um 25,7 Prozent zum Vorjahresmonat. Die Oberklasse verzeichnete dabei als einziges Segment einen Zuwachs. Aber erstens lag deren Anteil an den Zulassungen nur bei einem Prozent. Zweitens ist die Porsche Automobil Holding ja nicht der Hersteller der Porsche-Sportwagen. Die Holding produziert nichts, sondern ist sozusagen die „Hülle“ für die Mehrheit der Volkswagen-Stammaktien, eine Exklusivität in Sachen Oberklasse gibt es also nicht. Nun geben sich zwar Analysten und Volkswirte die Klinke in die Hand, die bei all dem, was die Autobauer ausbremst, von einem nur kurzfristigen Phänomen ohne Langzeitfolgen sprechen, aber:

Woher wollen diese „Auguren“ das wissen? Hätten sie vorhergesehen, dass die Erzeugerpreise durch die Decke gehen, dass es zu einer Materialknappheit und Problemen bei der Energieversorgung kommt und sich der Flaschenhals auf immer mehr Branchen ausweitet, man könnte den Beschönigungen womöglich glauben. Aber so ist es wie mit den Inflationsprognosen der Notenbanken: Warum sollte man jemandem unbesehen glauben, wie es weitergehen wird, wenn dessen vorherige Prognosen alle daneben lagen?

Natürlich sind diejenigen, die derzeit bei Aktien wie Porsche Long sind, eher gewillt, solchen Aussagen Glauben zu schenken. Aber das würde eine Aktie nur dann davor schützen, bärische Signale zu generieren, wenn die Zahl derer, die hier weiterhin den Daumen heben, die Zahl der Verkaufswilligen plus der Short-Seller klar übersteigt. Und so, wie sich die Porsche-Aktie aktuell darstellt, ist das eher nicht der Fall, denn:

Expertenmeinung: Als die Aktie am 20. September das Mai-Tief bei 80,23 Euro und die zu diesem Zeitpunkt genau dort verlaufende 200-Tage-Linie verteidigte, wäre das die Chance gewesen, aus dem den Kurs seit Juni nach unten begleitenden Abwärtstrend auszubrechen, denn diese Trendlinie lag mittlerweile relativ nahe. Doch der Versuch, diesen Abwärtstrend zu bezwingen, scheiterte durch die gestrigen, erneuten Abgaben.

Damit steht der Kurs erneut an der Klippe, testet die mittlerweile bis gut 82 Euro nach oben gelaufene 200-Tage-Linie und kam dadurch in Schlagdistanz zu der zweiten entscheidenden Linie, dem im August ebenso wie im September gehaltenen Mai-Tief bei 80,23 Euro. Sollte diese Zone jetzt doch noch fallen, was dann zu unterstellen wäre, wenn die Porsche-Aktie das Tagestief des 20. September bei 78,46 Euro auf Schlusskursbasis bricht und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte März abrutschen sollte, wäre der Weg nach unten frei.

Angesichts der gerade für die Automobilindustrie zügig kniffliger werdenden Rahmenbedingungen wäre es keine allzu große Überraschung, wenn die Aktie dann neben ausgelösten Stop Loss-Verkaufsorders auch durch gezielte Attacken der Short-Seller unter Beschuss geriete. Ein spannendes Short-Setup also, dem man aber besser nicht vorgreifen sollte, denn in einem Umfeld, in dem die Nerven der Trader immer dünner werden, ist in beide Richtungen nichts unmöglich!

Porsche Automobil Holding-Aktie: Chart vom 06.10.2021, Kurs 81,76 Euro, Kürzel PAH3 | Online Broker LYNX