Porsche Automobil Holding: In dieser Zone würde ich aussteigen

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Zur Porsche Automobil Aktie

Bei der VW Vorzugsaktie sah man nach der Dienstags-Meldung über einen möglichen Börsengang von Porsche erste Gewinnmitnahmen, aber die Porsche Automobil Holding-Aktie stieg weiter. Was nicht logisch ist … ich würde dazu tendieren, das für den Ausstieg zu nutzen.

Spätestens nach dieser Meldung des „Handelsblatts“ vom Dienstagnachmittag, dass der Volkswagen-Konzern über einen Börsengang des Sportwagen-Herstellers Porsche nachdenkt und bereits Planungen im Gange seien, müsste eigentlich klar sein, dass die Porsche Automobil Holding nicht eben dieser Sportwagenbauer ist, denn was schon börsennotiert ist, kann ja nicht nochmal börsennotiert werden. Aber dass diese im DAX notierte Aktie der Porsche Automobil Holding am Mittwoch deutlich weiter zulegte und die Liste der DAX-Gewinner mit Abstand anführte, deutet an, dass so mancher das womöglich noch nicht realisiert hat. Ich neige dazu, dass als Gelegenheit zu sehen, entweder umgehend oder bei etwas höheren Kursen ein paar Gewinne mitzunehmen, aus zwei Gründen:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Porsche Automobil Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Der VW-Konzern äußerte sich am Mittwoch über alles Mögliche, von der Lage der Finanzsparte bis hin zum Bereich der Batterieherstellung. Aber zu dieser Meldung über den Börsengang von Porsche als Spin Off des Konzerns sagte man nichts. Zwar ist es trotzdem durchaus denkbar, dass es so kommt, zumal im Hintergrund Verschiebungen in der Beteiligungsstruktur der Hauptaktionärs-Familien Porsche und Piëch im Gange sein sollen. Aber wann, das ist die Frage. Und wenn sich das noch ein halbes Jahr, womöglich noch länger, hinzieht, besteht das Risiko, dass die Reaktion verpufft, der Kurssprung wieder eliminiert wird.

Darüber hinaus hätte die Porsche Automobil Holding, die ja keine Porsche-Fahrzeuge baut, sondern nur eine Beteiligungsgesellschaft ist, deren Hauptbeteiligung die Mehrheit der Volkswagen-Stammaktien ist, keine offensichtlichen, größeren Vorteile von einem solchen Spin Off als die ebenso im DAX notierte VW Vorzugsaktie, die bereits droht, an Schwung zu verlieren.

Positiv ist, dass die Porsche Automobil Holding-Aktie durch diese Meldung genau auf Höhe der übergeordneten, im März 2020 etablierten Aufwärtstrendlinie nach oben drehte und die Markttechnik aus der überverkauften Zone heraus drehte. Dieser chart- und markttechnische Rückenwind könnte ganz kurzfristig die wacklige Logik einer besonders stark laufenden Porsche-Aktie überlagern, so dass die Chance bestünde, dass es der Kurs bis in die Widerstandszone zwischen der 200-Tage-Linie bei 87,70 Euro und der mittelfristigen Abwärtstrendlinie bei derzeit 92 Euro schafft. Aber spätestens in dieser Region wäre der Kursprung als Reaktion auf ein Gerücht über einen Spin Off, der den Gesamtkonzern zwar „werthaltiger“ wirken lassen kann, aber keinen Euro mehr Gewinn in der Konzernkasse auslösen müsste, in meinen Augen dann groß genug, um ein wenig Kasse zu machen.

Chart vom 08.12.2021, Kurs 84,36, Kürzel PAH3 | Online Broker LYNX
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Der Lack ist ab, was die großen Erwartungen an die deutschen Autobauer angeht, die diese Aktien zu Jahresbeginn massiv höher zogen. Daimler kommt dabei bislang gut davon, aber bei Volkswagen droht die Abwärtswende … und bei Porsche automatisch ebenso.

Denn die Porsche Automobil Holding ist nichts anderes als eine Beteiligungsgesellschaft, deren Hauptbeteiligung die Mehrheit der Volkswagen Stammaktien ist. Porsche-Fahrzeuge baut diese Holding also nicht, daher hilft es der Aktie nichts, wenn Porsche beim dramatischen Rückgang der Zulassungszahlen noch relativ gut dasteht. Porsche gehört zum VW-Konzern … und während dessen Vorzugsaktien direkt im DAX notiert sind, sind es die Stammaktien seit September indirekt: über die Porsche Automobil Holding.

Trotzdem steht die Porsche-Aktie in Relation zur VW Vorzugsaktie noch besser da. Bezogen auf den bisherigen Verlauf des Jahres 2021 stehen bei der VW-Vorzugsaktie nur noch etwa 16 Prozent Gewinn zu Buche, bei Porsche sind es ca. 42 Prozent. Das liegt zwar auch daran, dass die VW Stammaktie in den USA von in Foren organisierten Tradern eine Zeitlang massiv gekauft wurde. Aber was die Bewertung angeht, dürften sich die VW-Vorzugsaktie und die „Stammaktien-Hülle“ namens Porsche Automobil Holding nicht nennenswert unterscheiden.

Expertenmeinung: Würde die Porsche-Aktie den Rückgang der VW Vorzugsaktie nachholen, müsste sie im Bereich zwischen 65 und 67 Euro landen. Möglich wäre das, aber noch hält eine Supportzone um 80 Euro, die das verhindert. Noch? Das Risiko, dass diese Linie bricht und diesmal im Gegensatz zum September nachhaltig (als es gelang, den Kurs im letzten Moment wieder über diese Unterstützung zu ziehen), ist mit Händen zu greifen.

Zum einen, weil man sieht, dass die Lieferengpässe einfach nicht enden wollen, zugleich die Inflation weiter steigt und die Autobauer diesen Kostenanstieg nicht vollumfänglich an die Kunden weitergeben können. Bei hochpreisigen Fahrzeugen gelingt das noch am ehesten, aber wie gesagt: Diese Porsche Automobil Holding ist letztlich Volkswagen in anderem Kleid.

Zum anderen, weil die Volkswagen Vorzugsaktie dieses letzte Tief vom September ihrerseits bereits nach unten durchbrochen hat und, im Gegensatz zur Porsche-Aktie, schon seit dem Sommer sukzessiv tiefere Zwischentiefs zeigt.

Chart vom 24.11.2021, Kurs 79,92 Euro, Kürzel PAH3 | Online Broker LYNX

Da der im Oktober unternommene Versuch, sich aus der Abwärtstendenz zu befreien, gescheitert ist und dadurch das Bild einer breit angelegten Toppbildung im Chartbild der Porsche-Aktie erst recht zementiert wurde, dürfte die Rückkehr der Aktie an diesen Supportbereich um 80 Euro die Bären anlocken. Ein weiterer, nennenswert schwacher Tag würde jetzt reichen, um die Aktie durch diese Auffanglinie zu drücken … und dann wäre der Weg nach unten erst einmal frei, die nächste Unterstützung von nennenswerter Bedeutung wäre dann erst die bei 73 Euro verlaufende, im März 2020 etablierte Aufwärtstrendlinie.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In der letzten Woche sah der Chart des deutschen Automobilherstellers noch sehr vielversprechend aus. Zuvor konnte ein mehrmonatiger Abwärtstrend im Oktober gebrochen werden und kurzfristig zündete die Porsche-Aktie daraufhin den Turbo.

Wenig später bildete sich eine überaus konstruktive Zwischenkonsolidierung, welche eigentlich rund um den Bereich der gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 aufgehalten hätte werden sollen. Doch die Nachfrage nach der Aktie war zu gering und der Verkaufsdruck einfach zu hoch. Die Mini-Serie von höheren Hochs und höheren Tiefs wurde gebrochen. Auch die Tatsache, dass sich die Kurse jetzt deutlich unter die besagten gleitenden Durchschnitte befinden, ist kein sonderlich positives Signal.  

Expertenmeinung: Wir senken daher in unserer Follow-Up-Analyse unsere Aussichten unverzüglich von bullisch auf neutral. Die schwächelnden Signale der letzten Tage geben Anlass zur Sorge. Dennoch könnte die Aktie beim Verlassen der eingezeichneten Abwärtstrendlinie zumindest kurzfristig einen deutlichen Impuls nach oben generieren, wie wir es bereits in der Abwärtsbewegung von Juni bis Oktober immer wieder zu sehen bekamen.

Die Tatsache, dass der Trend jedoch wieder in eine neutrale Verkaufsphase übergegangen ist, ist jedoch bedeutender und somit ist die große Trendwende wohl vorerst einmal abgesagt.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 15.11.2021 Kurs: 84.02 Kürzel: PAH3 | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Mitte Oktober hatte es der deutsche Automobilhersteller geschafft und der Abwärtstrend der letzten Monate konnte abrupt beendet werden. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir die Porsche-Aktie auf bullisch hochgestuft und die Bullen lieferten wie nach Plan ab.

Doch die Stärke der letzten Wochen wird seit einigen Tagen abverkauft. Selbst die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 konnten die aktuelle Verkaufswelle nicht stoppen. Anleger fragen sich aktuell, wann hier der Turnaround passieren wird. Normalerweise hätten die Bullen rund um das Niveau von 87 USD bereits deutliche Stärke zeigen sollen, doch diese blieb unerwartet aus.

Expertenmeinung: Noch sehen wir hier eine Folge von höheren Hochs und höheren Tiefs. Somit befindet sich die Aktie mittelfristig noch in einem intakten Aufwärtstrend. Die Kurse haben sich aber aktuell dem Pivot-Tief von Mitte Oktober genähert.

Wenn die Aktie hier nicht dreht, wäre der Aufwärtstrend dahin und das Wertpapier würde wieder in eine neutrale Verkaufsphase übergehen. Keine wirklich guten Voraussetzungen für die kommenden Wochen. Vorerst belassen wir unsere Aussichten noch auf der bullischen Seite, doch Porsche wirkt deutlich angeschlagen.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 09.11.2021 Kurs: 84.48 Kürzel: PAH3 | Online Broker LYNX

Anfang der Woche sah es noch so aus, als wäre die im Juni begonnene Korrektur der Porsche Holding-Aktie abgeschlossen und der Weg nach oben wieder frei. Aber mit dem Beginn dieser Handelswoche kam auf einmal Verkaufsdruck auf … und jetzt wird es plötzlich wieder eng!

Es ist wirklich auffällig, dass die Aktie der Porsche Automobil Holding seit Anfang 2021 doppelt so stark gestiegen ist wie die Volkswagen Vorzugsaktie. Wenn man weiß, dass „Porsche“ nicht der Hersteller von Porsche-Sportwagen ist, sondern nur eine Beteiligungsgesellschaft mit knapp 1.000 Mitarbeitern, deren Hauptbeteiligung die Mehrheit der Volkswagen Stammaktien ist, stellt man sich natürlich die Frage, welche Berechtigung diese extreme Outperformance hat. Gut möglich, dass vielen eben nicht bewusst ist, dass man mit dieser Aktie nicht Porsche kauft, sondern nur eine Hülle um die Mehrheit der VW Stammaktien.

Zwar läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis trotz der Outperformance der Porsche Holding derzeit nicht höher als das der Volkswagen Vorzugsaktien. Aber wenn es darum geht, welche Perspektiven die Autobauer haben … wenn sich die Skepsis, die diese mehrmonatige Korrektur ja erst eingeläutet hatte, zurückmeldet und der Ausbruch aus dem Juni-Abwärtstrend zu Bullenfalle wird, helfen keine günstigen Bewertungen mehr. Denn „günstig“ ist subjektiv. Und wenn den Anlegern mit Blick auf die Entwicklung der kommenden Monate unwohl wird, wäre auch ein selbst für Autobauer relativ günstiges Kurs/Gewinn-Verhältnis von 6,2, welches aktuell für die durchschnittliche 2021er-Gewinnschätzung gilt, zu hoch.

Expertenmeinung: Angesichts der Produktionsprobleme, der steigenden Energiepreise, der insgesamt aus dem Ruder laufenden Erzeugerpreise auf der einen Seite und den langsam nervös werdenden Verbrauchern auf der anderen Seite, würde es nicht überraschen, wenn die Abgaben die letzten Tiefs unterschreiten und dann weitergehen würden. Immer vorausgesetzt, dass die Entzauberung der zu Jahresbeginn noch super-bullischen Vorhersagen der Automobilhersteller weitergeht.

Noch aber ist dieser seit Montagmorgen wieder aufgetauchte Abgabedruck nur „verdächtig“. Ein bärisches Signal steht bislang aus, noch könnte das bullische Lager das also verhindern. Aber die Entscheidungszone ist bereits umkämpft:

Die Aktie hat am Mittwoch zum Tagestief auf die 200-Tage-Linie zurückgesetzt, die in den letzten gut vier Wochen bereits zweimal getestet wurde und bislang standgehalten hatte. Genau dort verlaufen auch die kurzfristige Aufwärtstrendlinie sowie die zuvor überwundene Juni-Abwärtstrendlinie. Noch wäre das also nur ein Pullback an den Ausbruchslevel. Aber sollte die 200-Tage-Linie diesmal brechen, wäre es bis zu einem Schlusskurs unter dem Korrektur-Tief bei 78,46 Euro und damit einem sehr markanten Short-Signal kein weiter Weg mehr. Die Bullen sind also jetzt gefordert. Die Porsche-Aktie muss zügig das letzte Zwischenhoch bei 90,28 Euro überwinden, erst dann wäre die Kuh vom Eis!

Porsche Automobil Holding-Aktie: Chart vom 20.10.2021, Kurs 85,56 Euro, Kürzel PAH3 | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Während die Daimler Aktie und die BMW Aktie schon vor Wochen ihre Korrektur beenden konnten, hinken die anderen Automobilhersteller noch ein wenig hinterher. Volkswagen steht kur vor einem Ausbruch nach oben und die Porsche-Aktie konnte gerade den bärischen Tenor beenden.

Die Serie von tieferen Hochs und tieferen Tiefs ist vorbei und jetzt scheinen Anleger wieder nach vorn blicken zu können. Wie viel Kraft das jüngste Kaufsignal nach oben haben wird, bleibt abzuwarten. Wichtig ist vorerst, dass die Kurse nicht mehr unter das gebrochene Niveau und somit unter die Marke von 85 EUR zurückfallen. Der Trendwechsel in eine neutrale Kaufphase ist erst einmal geglückt.

Expertenmeinung: Ob der Ausbruch Flügel haben wir oder nicht, kann aufgrund der Ausbruchskerze relativ leicht beziffert werden. Diese bildete ein Tief bei 84.68 EUR und darf auf keinen Fall mehr nach unten gebrochen werden.

Das letzte Mal, als sich eine positive Kerze bildete und negiert wurde, war Anfang Juni. Danach ging die Korrektur munter weiter. Nach oben hin sehen wir durchaus gute Chancen, dass die Aktie die psychologisch wichtige Marke von 100 EUR noch dieses Jahr erreichen könnte. Wir geben Porsche vorerst positive Aussichten mit auf den Weg.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 14.10.2021 Kurs: 87.78 Kürzel: PAH3 | Online Broker LYNX