Porsche Automobil Aktie aktuell Porsche Automobil Holding: Auf diese Zone müssen Sie achten!

News: Aktuelle Analyse der Porsche Automobil Aktie

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Porsche Automobil
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To the Porsche Automobil Aktie

Die Porsche Automobil Holding gehört zwar zu den Aktien, die am 20.9. in den DAX aufsteigen werden, aber im Gegensatz zu den anderen Aufsteigern tendiert die Porsche-Aktie bereits seit Juni im Abwärtstrend. Der sich verschärfen dürfte, wenn die jetzt angesteuerte Zone bricht.

Die Porsche Automobil Holding ist nicht, das muss man betonen, der Hersteller von Porsche-Fahrzeugen, sondern eine Beteiligungsgesellschaft, deren Hauptbeteiligung die Mehrheit der Volkswagen-Stammaktien ist. Im Endeffekt könnte man die Holding damit als eine Art „Schatten“ der bereits im DAX notierten VW Vorzugsaktie sehen. Ein Schatten, der folgerichtig auch von der Tendenz des Aktienkurses her Parallelen zur Vorzugsaktie aufweist.

Die Vorzugsaktie zeigte zu Jahresbeginn eine gewaltige Rallye, bildete dann ein Topp aus und bewegt sich seit Juni sukzessiv abwärts, bei der Porsche Automobil Holding, kurz „Porsche SE“, ist es nicht anders. Nachvollziehbar ist das deswegen, weil der Volkswagen-Konzern zu Beginn des laufenden Jahres einen ungewöhnlich bullischen 2021er-Ausblick präsentierte, der wirkte, als würden hier ab sofort Milch und Honig fließen. Doch die Realität hat die Euphorie der Investoren mittlerweile eingeholt:

The current prices, charts, dividends and key figures for the Porsche Automobil share can be found here.

Expertenmeinung: Der seit Monaten anhaltende Mangel an Chips, Probleme mit den Lieferketten und die sukzessiv zulegende Inflation sind Bremsklötze, welche gerade die Automobilindustrie derzeit spürbar behindern. Und insbesondere die Autobauer sehen laut einer gerade veröffentlichten Umfrage des ifo-Instituts derzeit wenig Spielraum, um die gestiegenen Kosten an die Kunden weiterzugeben. Gut möglich also, dass die Brötchen in Sachen Umsatz und Gewinn am Ende des Jahres spürbar kleiner ausfallen werden, als sie zu Jahresanfang werden sollten. Diese Ernüchterung konnte am Aktienkurs nicht vorbeigehen. An der Vorzugsaktie nicht, an den in diese „Porsche-Hülle“ gepackten Stammaktien folgerichtig auch nicht.

Die Frage, wie lange die Lieferprobleme einerseits und die Kaufkraft und Kaufbereitschaft dämpfende Inflation noch anhalten werden, lässt sich nicht beantworten, daher wäre es wie so oft in solchen Situationen opportun, sich für die Frage, ob man hier einsteigen, dranbleiben oder aussteigen will, pragmatisch an der Charttechnik zu orientieren. Zumal diese in Bezug auf die Porsche-Aktie gute Ankerpunkte für beide Richtungen liefert.

Sie sehen, dass die Aktie im Zuge ihres im Juni begonnenen, aktuellen Abwärtstrends im August wieder in den zuvor nach oben verlassenen, im Frühjahr 2020 etablierten Aufwärtstrendkanal zurückgefallen ist. Die Linie, an welcher der Kurs im Mai erst einmal wieder nach oben gedreht und die obere Begrenzung des Trendkanals dadurch hatte verteidigen können, hat jetzt die Bedeutung einer Schlüsselzone. Dieser Level knapp über 80 Euro wurde im August erneut angesteuert und da zunächst verteidigt. Aber die darauf folgende Aufwärtsbewegung „verhungerte“ auf Höhe der Juni-Abwärtstrendlinie und bestätigte diese dadurch. Seither rutscht der Kurs erneut auf diese Unterstützung zu, die zudem an Relevanz gewinnt, weil sie jetzt mit der derzeit bei 79,34 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie eine Kreuzunterstützung bildet. Fällt diese Zone 79/80 Euro, wäre der Weg in Richtung 70/71 Euro frei. Einen Stoppkurs knapp unter 79 Euro einzuziehen, wäre daher allemal erwägenswert.

Chart vom 09.09.2021, Kurs 86,12 Euro, Kürzel PAH3 | Online Broker LYNX

 

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Vorherige Analysen der Porsche Automobil Aktie

Die Porsche Automobil Holding-Aktie, Neuzugang im MDAX, hat gestern eine immens wichtige Charthürde überboten. Aber Vorsicht, das ist äußerst dünnes Eis!

Die Porsche Automobil Holding, kurz Porsche SE, ist nicht der Teil des Volkswagen-Konzerns, der die Porsche-Fahrzeuge herstellt. Porsche SE produziert nichts, sondern besitzt nur: die Holding ist Großaktionär des VW-Konzerns und besitzt die Mehrheit der VW Stammaktien. Dementsprechend wartet die Antwort auf die frage, ob und wie viel Porsche SE im Jahr 2021 mehr verdienen wird als im Jahr 2020 nicht dort, sondern in Wolfsburg. Und wer meint, es seien die starken Gewinnperspektiven, die man dort in Aussicht gestellt hat, die ursächlich für die Super-Rallye der Porsche-Aktie wären, dürfte sich irren, denn:

Porsche Automobil Holding Aktie: Monats-Chart vom 06.04.2021, Kurs 96,48 Euro, Kürzel PAH3 | Online Broker LYNX

Porsche SE kann letztlich prozentual nur so viel mehr verdienen wie VW mehr verdient. Und in Wolfsburg gab man sich zwar für 2021 optimistisch, bislang aber auch höchst vage. Die Porsche SE wurde da zwar präziser. Aber auch nur relativ, denn was man da als voraussichtlichen 2021er-Gewinn prognostizierte, passte zu Shakespeares „was ihr wollt“: Der Gewinn werde zwischen 2,6 und 4,1 Milliarden Euro liegen, hieß es Ende März. 2020 lag der Gewinn bei 2,6 Milliarden, im Rekordjahr 2019 bei 4,4 Milliarden. Man kann es sich also aussuchen, ob die Porsche SE ein erneutes, schwaches Jahr erlebt oder an die Rekordgewinne von 2019 heranreicht.

Natürlich sucht sich das bullische Lager das Best Case-Szenario heraus. Aber das wiederum basiert auf der vor allem unter US-Anlegern umgehenden Unterstellung, dass VW die neue Tesla sei, der Konzern Tesla bald den Rang ablaufen werde. Vor allem in den USA stürzte man sich deswegen auf die marktengere VW-Stammaktie, die dadurch weit mehr stieg als die im DAX notierte Vorzugsaktie. Und mit der Stammaktie stieg automatisch die Porsche SE als ihr Mehrheitsaktionär. Steigt die eine, zieht die andere mit … und so geht das seit Wochen.

Dadurch ist es gelungen, den markanten Widerstand in Form des Jahreshochs 2015 bei 94,56 Euro zu überwinden. Wie der Chart auf Wochenbasis zeigt, wäre damit theoretisch freie Bahn bis an das Rekordhoch von 159,72 Euro vorhanden, das 2007 im Zuge der verrückten Phase erreicht wurde, in der Porsche versuchte, VW zu übernehmen. Das damalige Beispiel zeigt, wie extrem Rallyes ausfallen können, wenn nur genug Trader den Boden der Realität verlassen. So gesehen ist da nichts unmöglich, auch weil die VW-Stammaktie und die Porsche SE-Aktie im Gegensatz zur VW-Vorzugsaktie recht markteng sind. Aber eine Rallye, die alleine auf einer weit in die Zukunft reichenden Phantasie entspringt und nicht von der aktuellen Perspektive unterfüttert wird, ist dünnes Eis.

Porsche Automobil Holding Aktie: Tages-Chart vom 06.04.2021, Kurs 96,48 Euro, Kürzel PAH3 | Online Broker LYNX

Und die Aktie ist mittlerweile sogar auf Monatsbasis markttechnisch überkauft. Die Reaktion auf die Porsche-Gewinnprognose, die am 23. März kam, war ein scharfer Rücksetzer, der aber, wie man im Tageschart sieht, sofort auf erneute Käufe traf. Dass der Kurs das vorherige Hoch dadurch überboten hat, ist charttechnisch zwar bullisch, aber mit einem derart wackligen Unterbau sollte man bei einer Rallye wie dieser vor allem nach unten schauen. Spätestens, wenn der Ausbruch abverkauft würde und die Aktie in ihren mittelfristigen Aufwärtstrend zurückfiele, wäre zu unterstellen, dass der Hype zu Ende ist und die Realität wieder Einzug hält. Bei Schlusskursen unter 80 Euro sollte man daher besser nicht mehr Long sein.

Seit gestern ist Porsche im MDAX notiert und steht dadurch auf einmal im Rampenlicht. Und heute kommen Bilanzergebnisse. Sind Überraschungen zu erwarten? Nein, denn dieses Porsche ist nicht, was viele glauben.

Die Sache ist ein wenig kompliziert. Es gibt zwei Unternehmen mit dem Namen Porsche. Zum einen die Porsche AG, die Teil des VW-Konzerns ist und tatsächlich die Fahrzeuge der Marke Porsche baut. Und es gibt die Porsche Automobil Holding SE, die mitnichten Fahrzeuge herstellt, sondern der Mehrheitsaktionär des Volkswagen-Konzerns, eine Art Dachgesellschaft, ist.

Porsche Aktie: Wochen-Chart vom 22.03.2021, Kurs 94,04 Euro, Kürzel PAH3 | Online Broker LYNX

Letztere Aktie ist es, die am Montag erstmals im MDAX gehandelt wurde. Und hier kommt heute die Bilanz des vierten Quartals. Da wird es somit keine umwerfenden Überraschungen geben, denn der VW-Konzern hat seine Bilanz ja bereits vorgelegt. Und Porsche SE hat bereits am 18. Februar vorab seinen Gewinn gemeldet.

Doch das Chartbild des MDAX-Neuzugangs ist trotzdem extrem spannend, denn eine solche „Fahnenstange“ sieht man nicht alle Tage. Und sie hing auch mit dem Ereignis zusammen, das gestern über die Bühne ging: der Aufstieg in den MDAX.

Bis zum 18. Februar war die Aktie unauffällig. Der Kurs lief grundsätzlich mit den Trends des Markts und der Automobilbranche mit. Was auffiel war, dass die Aktie noch ziemlich deutlich unter dem „Prä Corona“-Hoch von Anfang 2020 notierte. Doch ab diesem Tag zog die Porsche SE auf einmal davon, überbot die Hochs vom Winter 2019/2020 und überwand Anfang vergangener Woche sogar die obere Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals. An diesem 18. Februar wurde erstmals das Gerücht herumgereicht, dass diese Aktie in den MDAX aufgenommen werden könnte, obwohl das Papier zuvor nicht einmal im SDAX zu finden war.

Anfang März bestätigte die Deutsche Börse das Gerücht, die Porsche SE würde tatsächlich am 22. März „aufsteigen“. Da die Aktie vorher in keinem Index notiert war, bedeutete das, dass die Fonds und ETFs, die den MDAX abbilden, die Aktie kaufen mussten, ohne dass zugleich Abgaben entstanden, die durch das Verlassen eines anderen Index bedingt gewesen wären. Da zogen die Umsätze bereits an, was bei einer relativ marktengen Aktie zu besonders starken Kursveränderungen führt. Und dann kamen auch noch die überzeugenden Bilanzzahlen von Volkswagen, von denen die Porsche SE als Mehrheitsaktionär natürlich direkt profitiert … nebst den Aussagen in Sachen Elektromobilität, die bei VW eine wahre Goldgräberstimmung auslösten. Und bei der Porsche SE im Schlepptau ebenfalls.

Doch natürlich stellt sich die Frage, wie weit das noch gehen kann. Die Zahlen liegen auf dem Tisch, heute dann auch die der Porsche SE selbst im Detail. Die MDAX-Aufnahme ist vollzogen, die institutionellen Investoren wie Fonds und ETFs müssten jetzt also bereits eingestiegen sein. Und der Kurs hat alleine seit diesem 18. Februar bis gestern 56 Prozent zugelegt. Das hat zu einer dramatisch überkauften Situation geführt.

Der im Tageschart mit eingeblendetem RSI-Indikator hat einen Level von 89 erreicht, das ist extrem selten zu beobachten. Durch diese Kursexplosion liegen die nächsten Unterstützungen in Form der 20-Tage-Linie (76 Euro) und der oberen Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals (79 Euro) weit entfernt.

Porsche Aktie: Tages-Chart vom 22.03.2021, Kurs 94,04 Euro, Kürzel PAH3 | Online Broker LYNX

Bis dahin könnte die Aktie allemal – und womöglich auch schnell – zurücksetzen. Das muss nicht so kommen, aber wenn ein Kursbild eine solche Fahnenstange zeigt, sollte man dieses Risiko einkalkulieren. Hier jetzt noch einzusteigen, bevor der Kurs nicht mal richtig „ausgeatmet“ hat, wäre verwegen … zumal Sie im langfristigen Chart auf Wochenbasis sehen, dass die Aktie jetzt auch eine markante Charthürde erreicht hat: das mehrjährige Hoch aus dem Jahr 2015 bei 94,56 Euro.