Otis Worldwide Aktie Prognose Porsche und Otis: Börsengänge können Gelegenheiten sein, aber…

News: Aktuelle Analyse der Otis Worldwide Aktie

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Otis Worldwide
ISIN: US68902V1070
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Zur Otis Worldwide Aktie
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Porsche geht an die Börse, die mediale Aufmerksamkeit ist groß. Ist das eine Gelegenheit? Und was hat das mit Otis zu tun?

Wie sehen die Wahrscheinlichkeiten aus?

IPOs sind statistisch gesehen ein schlechter Zeitpunkt für Investments. Die Gründe dafür sind recht simpel.

Die begleitenden Banken haben ein Interesse daran, einen möglichst hohen Preis zu erzielen, schließlich verdient man unmittelbar mit.
Also wird die Braut hübsch gemacht und die schönsten Hochglanzprospekte gedruckt.

Das Unternehmen wird angepriesen, den eigenen Kunden und der ganzen Welt empfohlen.
Obendrein muss der Preis beim Börsengang so hoch sein, dass die bisherigen Eigentümer überhaupt dazu bereit sind, einen Teil der Aktien abzugeben.

Für Anleger, die die Börsengänge zeichnen, geht die Sache mehrheitlich schlecht aus und nahezu in allen Fällen kann man die neuen Aktien einige Wochen oder Monate später günstiger einkaufen als zum Ausgabepreis.
Viel mehr habe ich an dieser Stelle zur neuen Porsche Aktie auch nicht zu sagen. Man tut sich selbst einen Gefallen, wenn man an der Börse nicht gegen die Statistik wettet, und daher werde ich es auch nicht tun.

IPO oder Spin-off

Anders als bei klassischen Börsengängen sieht es bei sogenannten Spin-Offs aus. Als Spin-Off bezeichnet man die Abspaltung eines Geschäftsbereichs durch einen Mutterkonzern, der dann eigenständig an die Börse gebracht werden.

Bei Spin-Offs kommt es zwar auch oft dazu, dass die Kurse in der ersten Phase nach dem Börsendebüt nachgeben, es handelt sich jedoch um einen sehr interessanten Jagdgrund.
In vielen Fällen zielen derartige Abspaltungen darauf ab, dass der reale Wert von Geschäftsbereichen oder Tochtergesellschaften endlich greifbar wird.

Das dürfte auch beim Aufzug-Branchenführer Otis der Fall gewesen sein.
Die Aktionäre von United Technologies drängten den Vorstand im Zuge der Fusion mit Raytheon, Otis eigenständig an die Börse zu bringen.
Am Ende wurden die neuen Aktien von Otis kostenlos an die Anteilseigner ausgeschüttet.

Otis war börsentechnisch geboren und nach der IPO stieg der Kurs binnen weniger Monate um etwa 130%.
Die einstigen Aktionäre von United Technologies machte das um 22 Mrd. USD reicher.

Wir hatten damals direkt nach dem Börsengang auf die Situation hingewiesen. (Thyssen Elevator können Sie vergessen: Otis!)

Zuletzt ist der Kurs des Branchenprimus wieder zurückgekommen. Grund genug, um die Lage neu zu sondieren.

Eine Gelegenheit (?)

Otis ist einer der weltweit führenden Hersteller von Aufzügen. Das Geschäft ist nicht nur hochprofitabel, dank Millionen an Wartungsaufträgen ist es auch vergleichsweise krisensicher.

Außerdem setzt sich die globale Verstädterung fort. Bauflächen sind rar und dementsprechend baut man in die Höhe.
Was beispielsweise in einigen Ländern in Südostasien an vertikalem Bau stattfindet, kann man sich in Deutschland kaum vorstellen – es sei denn, man hat es mit eigenen Augen gesehen.
Hochhäuser werden dort immer mehr zur Regel, aber ohne Aufzüge wird es auch schon bei einigen Stockwerken schwer.

Der Markt für Aufzüge wächst und das dürfte auch so bleiben. Und je mehr Aufzüge installiert sind, desto mehr kann Otis im Service-Geschäft verdienen, was wiederum zu planbaren Cashflows führt.

Bauprojekte werden aufgrund von Krisen sicherlich eingestellt oder verschoben, bei der Wartung von Aufzügen hat man allerdings wenig Spielraum. Sie müssen durchgeführt werden, auch in Krisenzeiten.

Derzeit hat Otis Serviceverträge für 2,1 Millionen Aufzüge, mehr als 40.000 der 70.000 Mitarbeiter sind „Field Technicians“, also Techniker.

Ausblick und Bewertung

Dass an dieser These, die ich bereits in den früheren Analysen vertreten hatte, etwas dran ist, erleben wir derzeit.
Der Verkauf von neuem Equipment ist im letzten Quartal um 5,0% gesunken, durch negative Währungseffekte lag das Minus in Dollar sogar bei 11,2%.

Das Wartungsgeschäft konnte allerdings um 5,2% wachsen, wodurch der Umsatz währungsbereinigt sogar um 0,2% gesteigert werden konnte.
Otis erzielt inzwischen rund die Hälfte des Konzernumsatzes im Service-Segment, und mehr als 80% des Gewinns.

Das gilt nicht nur in der aktuellen Situation, sondern beispielsweise auch im Vorjahr, als der Absatz von Aufzügen noch sehr gut lief.

Der Mehrheit der Anleger dürfte überhaupt nicht klar sein, wie wenig konjunkturanfällig das Geschäft inzwischen ist.
Daher konnte der Konzerngewinn trotz dem herausfordernden Umfeld und massiv negativen Wechselkurseffekten stabil gehalten werden.
Das operative Ergebnis lag im ersten Halbjahr bei 1,078 Mrd. USD, im Vorjahreszeitraum waren es 1,085 Mrd. USD.

Der Gewinn je Aktie kletterte von 1,47 auf 1,62 USD je Aktie, ein Plus von 10%. Darf man den Prognosen Glauben schenken, dürfte der Gewinn in diesem Jahr um 6% auf 3,20 USD je Aktie klettern.
In den Folgejahren werden Gewinnsteigerungen von 10% p.a. erwartet.

Otis kommt demnach auf eine forward P/E von 20,6. Seit dem Börsengang lag die P/E durchschnittlich bei 27,8.
Aus dieser Sicht wäre also durchaus Luft vorhanden.

Dasselbe gilt im Branchenvergleich. Schindler und Kone erwarten in diesem Jahr keine steigenden Gewinne und kommen auf eine P/E von 26,8 und 23,2.

Chart vom 26.09.2022 – Kurs: 65,78 Kürzel: OTIS - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 26.09.2022 – Kurs: 65,78 Kürzel: OTIS – Wochenkerzen

Antizyklische Investoren könnten sich also auf die Lauer legen. Ein möglicher Einstieg könnte sich in dem Bereich zwischen 63 und 59 USD anbieten, denn dort reihen sich die Unterstützungen geradezu auf.

Ein erstes prozyklisches Signal würde sich im Falle einer Rückkehr über 68 USD ergeben. Gelingt ein Anstieg über 68 USD, wäre eine erneute Erholung in Richtung 73 oder 77 – 80 USD möglich.

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Vorherige Analysen der Otis Worldwide Aktie

Otis ist der weltweit führende Hersteller von Aufzügen und auch an der Börse eine Erfolgsgeschichte. Kann man jetzt wieder zuschlagen?

Unkonventionell

Wer sich öfter in Aufzügen befindet und die Augen offenhält, dem dürfte Otis ein Begriff sein.
Vielleicht kennen Sie das Unternehmen auch von meinen vorangegangenen Analysen.

Zum ersten Mal hatte ich die Aktie unmittelbar nach dem Börsengang vorgestellt. Das hat für sich genommen bereits Seltenheitswert, denn direkt nach dem IPO sind die wenigsten Aktien attraktiv bewertet.

Schließlich werden im Vorfeld die tollsten Hochglanzbroschüren erstellt und die Braut aufgehübscht, um Anleger anzulocken. Die begleitenden Großbanken preisen das jeweilige Unternehmen an und versuchen möglichst viele Papiere unter das Volk zu bringen.
Schließlich verdient man damit Geld.

Im Fall von Otis ist die Geschichte ein wenig anders gelaufen, denn es erfolgte kein konventioneller Börsengang.
Otis wurde von United Technologies abgespalten und eigenständig an die Börse gebracht, in dem die Otis-Papiere an die Aktionäre von United Technologies ausgeschüttet wurden.

Das geschah vor dem Hintergrund der Mega-Fusion von Raytheon und United Technologies. Otis war also ein Nebenkriegsschauplatz.
Für uns war das ein Segen, denn man hatte die Möglichkeit, den weltweit führenden Hersteller von Aufzügen für eine P/E von unter 20 zu kaufen.

Damals wie heute

Für diese Branche ist das wenig. Zum damaligen Zeitpunkt kamen die größten Konkurrenten Kone und Schindler jeweils auf ein KGV von ungefähr 30.

Heute ist die Lage ähnlich. Schindler kommt auf eine P/E 25,2 von und eine forward P/E von 29,5.
Kone ist eine Ecke günstiger und kommt auf eine P/E von 23,2 und eine forward P/E von 23,7.

Otis wird mit einer P/E von 24,4 und eine forward P/E von 22,6.

Daraus ergeben sich zwei interessante Rückschlüsse. Otis ist im Branchenvergleich noch immer nicht teuer, außerdem scheint das Geschäft hier am besten zu laufen.

Kone und Schindler erwarten für das laufende Geschäftsjahr ein rückläufiges Ergebnis, erst 2023 soll es wieder aufwärts gehen.
Otis stellt für das laufende Geschäftsjahr einen Anstieg des Gewinns von 3,01 auf 3,20 – 3,30 USD je Aktie in Aussicht.

Kann das gelingen?

Stellt sich nur die Frage, ob es auch wirklich so gut läuft und ob die hohen Erwartungen auch erfüllt werden können.
Darauf liefern die jüngsten Quartalszahlen, welche am Montag vorbörslich veröffentlicht wurden, die besten Hinweise.

Die Dividende wurde bereits vor Veröffentlichung der Quartalszahlen von 0,24 auf 0,29 USD je Aktie erhöht. Daraus ergibt sich eine Dividendenrendite von 1,57%.

Der Gewinn lag in Q1 mit 0,77 je Aktie über den Erwartungen von 0,75 USD. Der Umsatz war mit 3,41 Mrd. USD im Rahmen der Erwartungen.

Seit dem Börsengang hat Otis in jedem Quartal die Prognosen übertroffen. Man darf dem Unternehmen also eine gewisse Konservativität unterstellen.
In diesem Licht scheint es wahrscheinlich, dass man die nun auf 3,22 – 3,27 USD je Aktie konkretisierte Prognose erfüllen kann.

Der freie Cashflow soll weiterhin bei 1,6 Mrd. USD liegen, obwohl man beim Umsatz von 14,4-14,7 auf 14,1-14,3 Mrd. USD etwas zurückrudern musste. Hauptgrund dafür ist der Krieg in der Ukraine und die dadurch eingeschränkte Geschäftstätigkeit.

Cash ist King

Perspektivisch peilt man ein organisches Umsatzwachstum mit „niedrigen bis mittleren“ einstelligen Prozentbereich an. Das Ergebnis je Aktie soll allerdings um mehr als 10% pro Jahr steigen.

Im Verhältnis dazu scheint eine forward P/E von 22,6 vertretbar zu sein. Tatsächlich war Otis seit dem Börsengang fast durchweg höher bewertet, im Schnitt mit einer P/E von 27,8.

Das Hauptargument für Otis ist, neben der starken Marktmacht in einer wachsenden Branche, der starke freie Cashflow.
Otis dürfte in diesem Jahr einen FCF von 1,6 Mrd. USD erzielen, die weitgehend für die Tilgung von Schulden, eine Erhöhung der Dividende sowie Buybacks eingesetzt werden können.

Im letzten Quartal hat man beispielsweise neben der Dividendenerhöhung auch noch 200 Mio. USD in Buybacks gesteckt und 500 Mio. USD an Schulden getilgt.

In ähnlicher Weise dürfte sich das in Zukunft fortsetzen. Steigende Gewinne und Dividenden, Aktienrückkäufe und eine sinkende Verschuldung.

Störfeuer

Es sei denn, man übernimmt die Aufzugssparte von Toshiba. Die Japaner scheinen jedenfalls einen Verkauf anzustreben.

Das hat neben Otis aber auch noch eine ganze Reihe anderer Interessenten angelockt. Und dementsprechend ist ein Bieterkampf nicht auszuschließen.

Presseberichten zufolge sind neben Otis auch Thyssen Elevator, Kone, Midea sowie die Finanzinvestoren CVC und KKR interessiert.
Wer auch immer den Zuschlag erhalten wird, zahlt wahrscheinlich zu viel.

Aber selbstverständlich bringt eine Übernahme auch Chancen mit sich und der Zukauf wäre für Otis stemmbar.

Presseberichten zufolge könnte der Kaufpreis von Toshiba Elevator bei rund 4,0 Mrd. USD liegen. Mit Blick auf die vielen Interessenten sollte man wohl eher von etwas mehr ausgehen.
Das entspräche 12,5% des Börsenwerts von Otis und wäre demnach kein gigantischer Brocken.

Schlägt Otis zu, könnte das den Aktienkurs kurzfristig unter Druck bringen und entsprechende Chancen zum Einstieg eröffnen.

Am wahrscheinlichsten ist allerdings, dass Kone den Zuschlag erhält, da die Finnen ohnehin schon eine Beteiligung von 19,9% an der Aufzugssparte von Toshiba halten.

Chart vom 25.04.2022 Kurs: 73,42 Kürzel: OTIS - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 25.04.2022 Kurs: 73,42 Kürzel: OTIS – Tageskerzen

Aus technischer Sicht steht eine Richtungsentscheidung bevor. Kann der langfristige Aufwärtstrend gehalten werden, könnte die Korrektur bald ein Ende finden. Klar positive Signale ergeben sich über 80 USD.

Fällt Otis jedoch unter das März-Tief bei 71 USD und somit auch unter den Aufwärtstrend, muss eine Ausdehnung der Korrektur in Richtung 68 USD gerechnet werden.
Darunter rücken die Unterstützungen bei 66 sowie 62,50 und 58,50 USD in den Fokus.

Rückblickend sind die Dinge immer einfach zu erklären, in dem Moment, wo es passiert, sieht das aber anders aus.
Es gibt aber eine ganze Reihe an Methoden, um sich das Leben an der Börse einfach zu machen. Wie sieht es bei Otis aus?

Retrospektiv

Rückblickend sind die Dinge immer einfach zu erklären, in dem Moment, wo es passiert, sieht das aber anders aus.
Das gilt nicht nur für Indizes, bei denen sich im Nachhinein jeder fragt, warum er diese Trendwende denn nicht schon früher erkannt hat. Das ist eben die Krux an der Sache, erst wenn sich etwas manifestiert hat, ist es klar.

Das gilt zum Beispiel auch für die Charttechnik. In der Realwirtschaft gibt es auch immer wieder solche Beispiele.
Ich erinnere mich noch genau, wie Anleger die Aktie von Thyssen kauften, weil die Aufzugssparte eigenständig mehr Wert war als der gesamte Konzern.

An sich ist der Gedanke nicht schlecht, aber zu kurz gedacht. Denn es gab eine Vielzahl von Szenarien, in denen das den Aktionären von Thyssen schlichtweg nichts bringt.
Solange die Aufzugssparte im Konzern gefangen war, wurden die Gewinne aus diesem Bereich im Endeffekt dazu genutzt, um die Verluste der anderen Sparten auszugleichen.

Und wie wir heute wissen, kann auch eine Ausgliederung oder ein Verkauf so gestaltet werden, dass Anleger in die Röhre schauen. Wir hatten damals mehrfach und eindringlich auf diese Problematik hingewiesen, aber darum soll es gar nicht gehen.

Das ist wirklich wichtig

Im Kern soll es darum gehen, dass man sich an der Börse vor allem auf vergleichsweise eindeutige und sichere Fälle konzentrieren sollte.
Investments, bei denen man Vermutung und Mutmaßungen anstellen muss, bei denen Hoffnung oder ein geschäftlicher Turnaround notwendig sind, damit sie aufgehen, stellen sich meist als Rohrkrepierer heraus.

Ich kann die Wichtigkeit dieser Erkenntnis gar nicht genug unterstreichen. Man hat als Anleger die Wahl, Sie haben die Wahl.
Machen Sie sich das Leben einfach, versuchen Sie keine heroischen Taten zu vollbringen.

Kaufen Sie Nobrainer und überlassen Sie Spekulation und Hoffnung anderen, ihre Nachfahren werden es Ihnen danken.

Im konkreten Fall von Thyssen Elevator bedeutet das: Wenn man erkannt hat, dass das Geschäft mit Aufzügen interessant sein könnte, dann schaut man sich die entsprechenden Unternehmen in der Branche an.
Statt ThyssenKrupp zu kaufen, weil man darauf hofft, dass durch die Aufzugssparte etwas gehen könnte.

Welche darfs denn sein?

Eine einfache Suche bei Google hätte einen schnell zu Schindler und Kone geführt. Beide haben sich langfristig als ordentliches Investment herausgestellt. Über Thyssen sprechen wir besser nicht.

Und Anfang 2020 wagte dann auch noch der Branchenprimus Otis den Sprung an die Börse.
Wenn man nur den Zeitraum seit der IPO von Otis betrachtet, hat sie sich unter den dreien am besten entwickelt.
Der Grund dafür ist vor allem, dass Otis damals mit Abstand die günstigste der Aktien war. Daher hatte ich mich auch entsprechend positiv zur Aktie geäußert.

Es ist schade, dass der Artikel online nicht mehr aufrufbar ist, aber der Tenor sollte klar sein: Thyssen Elevator können Sie vergessen: Otis!

Hier die einleitenden Worte:
Thyssen verkauft sein bestes Pferd im Stall und stopft damit Löcher. Die Spekulation auf die Aufzugssparte ist für Anleger zu einem Fiasko geworden. Zum Glück gibt es jetzt andernorts eine Chance. Der Marktführer Otis wurde an die Börse gebracht.

Seitdem hat der Kurs deutlich zugelegt und hatte sich zwischenzeitlich mehr als verdoppelt.
Durch die jüngste Korrektur der Aufzugs-Aktien könnten sich jetzt wieder Gelegenheiten ergeben.

Welche denn nun?

Stellt sich nur die Frage, bei welcher sieht es am besten aus. Meistens ist das in einem so stark konsolidierten Markt mit wenigen dominanten Akteuren nicht ganz leicht herauszufinden.
In den meisten Fällen ähneln sich die Kennzahlen, denn alle machen faktisch dasselbe und alle kochen mit Wasser.

In diesem Fall scheint die Wahl aber einfach zu sein. Otis kommt derzeit auf ein KGVe von 23,2 und es werden in diesem und den kommenden Geschäftsjahren Wachstumsraten von 11-13% erwartet.

Schindler kommt auf ein KGVe von 30,7 und es wird in diesem Jahr ein Gewinneinbruch um 10% erwartet, erst anschließend will man wieder um 14-18% wachsen.

Kone kommt auf ein KGVe von 26,5. In diesem Jahr dürfte das Ergebnis weitgehend stagnieren, anschließend erwartet man Wachstumsraten von 7-10%.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber die Wahl fällt mir einfach. Wenn die jeweiligen Prognosen erfüllt werden, hat Otis ganz klar am meisten Potenzial.

Wenn man unterstellt, dass die Bewertung auf dem derzeitigen Niveau bleibt, würde die Aktie um 12% p.a. steigen.
Das ist sehr ordentlich.

Schließt sich die vorhandene Bewertungslücke zu Schindler und Kone, wäre noch mehr möglich.

Chart vom 18.03.2022 Kurs: 76,76 Kürzel: OTIS - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 18.03.2022 Kurs: 76,76 Kürzel: OTIS – Wochenkerzen

Aus technischer Sich ist die Situation ebenfalls interessant. Otis ist an den mehrmonatigen Aufwärtstrend zurückgekehrt und hat dort gedreht. Für antizyklische Investoren ist der Bereich zwischen 75 und 68 USD interessant.
Ein kurzzeitiges Unterschreiten des Aufwärtstrends, welcher derzeit bei rund 71,50 USD verläuft, würde die bullische Gesamtlage nicht infrage stellen.

Steigt Otis über 80 USD, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 85-87 sowie 92 USD.

Fällt die Aktie jedoch unter 68 USD, hätten die Bullen ihre Chance vorerst vertan.